Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Beständeübersicht der Abteilung „Städtisches Archiv ab 1868“

2.2. Allgemeine Verwaltung

2.2.1. Büros der Oberbürgermeister

Bestandsname: Büro OB Brundert
Laufzeit: ca. 1964-1970
Bestandsumfang und -inhalt: 14 Kästen.
Findmittel: Unverzeichnet.

Bestandsname: Büro OB Hauff
Laufzeit: 1989-1990
Bestandsumfang und -inhalt: 10 Bde. Sachakten mit allgemeiner Korrespondenz des Oberbürgermeisters Dr. Volker HAUFF.
Findmittel: Liste.

Bestandsname: Büro OB von Schoeler
Laufzeit: 1977-1994
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen der Vorzimmerregistratur des OB von Schoeler, u.a. Manuskripte von Reden und Ansprachen, Unterlagen zu den Themen Wirtschaft und Verkehr, Hafen und RMV. 3,5m.
Findmittel: Liste. 

2.2.2. Haupt(verwaltungs)amt früher Stadtkanzlei

S. unter Magistratsakten; Rundverfügungen des Oberbürgermeisters 1944f.: s. Bestand Miszellen, Nr. 53; dto. des Personalamtes 1944f., 1951f.: s. Miszellen, Nr. 51f. Schriftwechsel von Oberbürgermeister Wolfram BRÜCK zur Bundesgartenschau 1988f.: s. Miszellen, Nr. 55-57. 

2.2.3. Personalverwaltung

Bestandsname: Personalakten: A
Laufzeit: 1919-1967
Bestandsumfang und-inhalt: Akten und Drucksachen zum inneren Dienstbetrieb, Stellenverzeichnisse 1919-1967, Einzelfälle, 1,8 m.
Findmittel: EDV.

Bestandsname: Personalakten
Laufzeit: ab ca. 1900 wachsend
Bestandsumfang und -inhalt: Personalakten einzelner Bediensteter, auch zur Bezahlung und Versorgung, ab ca. 1900, Mischbestand. Die Personalakten städtischer Bediensteter werden komplett übernommen, zunächst nach dem 2. Weltkrieg als Ersatz für die vernichteten Ämterakten. Die Übernahme der Akten zur Bezahlung und Versorgung wurde 1997 eingestellt, derzeit über 280.000 Stück, wachsend.
Findmittel: Kartei, EDV.

Bestandsname: Beamtenprüfungskommission
Laufzeit: 1901-1935
Institutionsgeschichte: Ab 1901 wurden Beamtenprüfungen durch eine eigens eingesetzte Beamtenprüfungskommission abgehalten.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand enthält Material zu Prüfungen und Fortbildungslehrgängen, 1 m.
Findmittel: Rep. 814.

Bestandsname: Personal- und Organisationsamt
Laufzeit: 1937-1975
Bestandsumfang und -inhalt: 96 Bde. Stellenplanbücher, Rundverfügungen.
Findmittel: Unverzeichnet. 

2.2.4. Statistik , Wahlen und Meldewesen

2.2.4.1. Statistisches Amt und Wahlamt

Bestandsname: Statistisches Amt und Wahlamt
Laufzeit: ca. 1840-1950, 1972-1987
Institutionsgeschichte: Mit dem Beitritt der Freien Stadt Frankfurt zum Deutschen Zollverein 1836 wurden dem Polizeiamt als statistische Erhebungsbehörde eine Reihe neuer Aufgaben zugewiesen wie z. B. die Durchführung der nach den Grundsätzen des Zollvereins nun alle drei Jahre stattfindenden Bevölkerungsaufnahmen bzw. Volkszählungen.
Nach der ebenfalls im Jahr 1836 erfolgten Gründung des Geographischen Vereins zu Frankfurt am Main (ab 1854: Frankfurter Verein für Geographie und Statistik) führten Polizeiamt und Verein in immer enger werdender Zusammenarbeit amtliche und zunehmend wissenschaftliche statistische Erhebungen durch. Die zwischenzeitlich dringend gestellten Forderungen nach einer statistischen Zentralstelle führten schließlich im Mai 1865 zur Einrichtung eines Statistischen Amts, das der Senatsarchiv- und Registraturdeputation unterstellt wurde. Zum Vorsteher dieses neugeschaffenen Amtes wurde Dr. Georg BURNITZ, der Vorsitzende der Statistischen Abteilung des Frankfurter Vereins für Geographie und Statistik, ernannt.
Nach der preußischen Annexion Frankfurts wurde das Statistische Amt 1868 aufgelöst und eine Statistische Sektion unter der Leitung von Dr. Karl von OBERNBERG, dem Ersten Revisor beim Kontrollbüro der Main-Weser-Bahn, bei der Stadtkanzlei eingerichtet, die erst gemäß eines Regulativs von 1872 als neues Statistisches Amt unter gleicher Leitung ihre Eigenständigkeit erhielt. Neben den statistischen Aufgaben blieben die bisherigen umfangreichen Arbeiten wie z. B. Aufstellung und Fortführung der Einwohner-, Bürger- und Wählerlisten, Anfertigung und Führung der Militärstamm- und Steuerstammrollen weiter bestehen, ebenso bis 1905 die Wahlgeschäfte, die dann bis 1919 von dem im Rechneiamt eingerichteten Einwohnerregisterbüro wahrgenommen wurden. Die Einteilung der Wahlbezirke und die statistische Auswertung der Wahlergebnisse verblieben beim Statistischen Amt.
1889 wurde Dr. Heinrich BLEICHER vom Statistischen Amt der Stadt München zum neuen Vorsteher berufen, der 1899 zum Direktor des Statistischen Amtes ernannt wurde. Unter seiner Führung wurden die statistischen Erhebungsthemen ausgeweitet und in den bisher vom Frankfurter Verein für Geographie und Statistik herausgegebenen „Beiträgen zur Statistik der Stadt Frankfurt am Main“ unter nunmehr amtlicher Verantwortung veröffentlicht sowie Vorbereitungen zur Herausgabe des ab 1907 erscheinenden „Statistischen Handbuchs der Stadt Frankfurt am Main“ mit seinen jährlichen Ergänzungsheften der „Statistischen Jahresübersichten der Stadt Frankfurt am Main“ getroffen. Nach seiner Wahl zum Stadtkämmerer folgte ihm der Direktor des Elberfelder Statistischen Amtes Dr. August BUSCH 1907 nach, dessen umfangreiche Beiträge, Vorträge und Abhandlungen zur amtlichen Statistik und statistischen Wissenschaft als Manuskripte im Aktenbestand überliefert sind.
Ab 1934 wurde dem an der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrenden außerordentlichen Professor Dr. Paul FLASKÄMPER die Leitung übertragen, in dessen Amtszeit die Zerstörung des größten Teils der Aktenmaterials durch Luftangriffe fiel.
Ab 1945 wurde sein langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Peter DENEFFE zum Kommissarischen Leiter ernannt, der mit der Feststellung der Einwohnerzahlen im Hinblick auf die erste Nachkriegswahl der Stadtverordnetenversammlung 1946 beauftragt wurde, wobei die 1945 erfolgte Zusammenlegung mit dem 1919 gegründeten Wahlamt zum Statistischen Amt und Wahlamt sich als hilfreich erwies. Die 1947 in Frankfurt stattfindende Konferenz des „Verbandes Deutscher Städtestatistiker“ ist seiner Initiative zu verdanken.
Organisatorische Neuerungen erfolgten durch die 1956 vollzogene Angliederung der Lohnsteuerkartenstelle und der Übernahme des bis 1983 beim Ordnungsamt angesiedelten Einwohnermeldewesens, die eine Umbenennung in Amt für Statistik, Wahlen und Einwohnerwesen erforderlich machte. Am 1. Januar 2000 wurde der Name in Bürgeramt, Statistik und Wahlen geändert.
Bestandsumfang und -inhalt: Ältere Unterlagen sind, soweit sie den Zweiten Weltkrieg überstanden haben, mit den Unterlagen des Frankfurter Wahlamtes (seit 1945 mit dem Statistischen Amt vereinigt) zu einem Bestand formiert worden. 5 m. Unterlagen zu Wahlen 1972-1977 und zu Volkszählungen 1983 und 1987.
Findmittel: Rep. 701, Liste.
Bemerkungen: Kuhl, Hans: Die Entwicklung der Statistik in Frankfurt am Main bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Frankfurt 1940. Dissertation. Reuff, Paul W.: 1865-1965. Hundert Jahres Statistisches Amt Frankfurt a. M. Aus der Geschichte der Frankfurter Statistik. Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Statistischen Amtes der Stadt Frankfurt am Main. Frankfurt 1965.

2.2.4.2. Meldeunterlagen

Das Einwohnermeldewesen war bis zu seiner Trennung im Zuge der Verstaatlichung der nach 1945 kommunalen Polizei im Jahr 1974 mit der Polizeiverwaltung verbunden und den Polizeirevieren angeliedert und nachher Bestandteil der Polizei- und Ordnungsbehörde, bis es 1983 mit dem Statistischen Amt und Wahlamt vereinigt wurde.
Während aus der freistädtischen Zeit nur noch eine fragmentarische Serie Gesindemeldeprotokolle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts vorliegt (siehe unter 1.8. Öffentliche Sicherheit und Wohlfahrt), setzt eine zunächst auch nur lückenhafte Überlieferung von Meldeunterlagen um 1870 ein.

Bestandsname: Nullkartei
Laufzeit: ca. 1870-1930
Bestandsumfang und -inhalt: Diese nur rund zur Hälfte erhaltene alphabetisch nach Personen geführte ältere Meldekartei hat ihren Namen von den Nullen, die nach ihrer Schließung und Übertragung im Jahr 1930 auf den Karteikarten angebracht wurden, 190 m.
Bemerkungen: Bestand ist wegen seines schlechten Erhaltungszustandes für die Vorlage gesperrt. Anfragen werden im Rahmen der Dienstgeschäfte beantwortet.

Bestandsname: Hausstandsbücher
Laufzeit: 1930-1945
Bestandsumfang und -inhalt: Von den für die Zeit von 1930 bis 1945 straßen- und häuserweise angelegten und in den einzelnen Polizeirevieren geführten Hausstandsbüchern fehlen wegen Kriegsschäden die Bücher ganzer Reviere und damit von Teilen der Stadt, insbesondere aus den Bereichen von Westend, Nordend und Ostend, während die westlichen Stadtteile nahezu lückenlos belegt sind. Für die Zeit zwischen 1939 bis 1945 wurde daraus eine Ausländerdatei angelegt. 80 m.
Findmittel: Rep. 684.

Bestandsname: A-Meldekartei, B-Meldekartei
Laufzeit: 1945-1975
Bestandsumfang und -inhalt: 90 m bzw. 231 m.
Bemerkungen: Die A-Meldekartei und die daran anschließende B-Meldekartei, zu denen auch Mikrofilme für die Jahre 1945 bis 1965 bzw. 1965 bis 1975 vorliegen, sind für die allgemeine Benutzung gesperrt. Anfragen werden vom Amt für Statistik, Wahlen und Einwohnerwesen beantwortet. 

2.2.5. Presse- und Informationsamt

Bestandsname: Presse- und Informationsamt
Laufzeit: 1979-1980
Institutionsgeschichte: Nach längeren Diskussionen wurde am 15.05.1917 eine Städtische Nachrichtenstelle errichtet und 1928 zur Pressestelle ausgebaut. 1934 erfolgte die Umbenennung in Presse- und Werbestelle, 1937 in Städtische Nachrichtenstelle und 1938 in Unterrichtungsdienst.
Nach dem Krieg gab es zunächst keine Pressearbeit. Beim Hauptverwaltungsamt wurde dann 1946 als Abteilung eine Pressestelle eingerichtet. Durch Magistratsbeschluss vom 27.09.1946 wurde eine besondere Presse- und Werbestelle bei der Stadtkanzlei eingerichtet. Sie wurde durch Magistratsbeschluss vom 28.04.1947 in „Städtische Pressestelle“ umbenannt.Durch Magistratsbeschluß wurde die Pressestelle vom November 1954 an in „Presseamt der Stadt Frankfurt am Main“ umbenannt. Anfang 1960 wurde daneben das Büro für Öffentlichkeit eingerichtet, das zentral auf verschiedene Weise den direkten Kontakt zwischen Bürger und Verwaltung herstellen sollte.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 wurden das städtische Presseamt und das Büro für Öffentlichkeit zum „Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main“ zusammengefasst.
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen über die Frankfurter Informationsveranstaltungen des Presse- und Informationsamtes (Nr. 123-133), 12 Hängeordner.
Findmittel: Liste 

2.2.6. Revisionsamt

Bestandsname: Revisionsamt
Laufzeit: 1898 - 1992
Institutionsgeschichte: Im Jahre 1896 richtete die Stadt Frankfurt ein Rechnungs-Revisions-Bureau ein. Zwei Jahre später folgte die Einsetzung eines Ausschusses für die Vorberatungen der Rechnungsrevision und im Jahre 1900 eine städtische Revisionsordnung. In der Zeit der Verwaltungsreformen nach 1920 erhielt die Behörde mit der Prüfung von Verfahrens- und Organisationsfragen zusätzliche Aufgaben. Das Rechnungsrevisionsbüro war jetzt ausführende Stelle einer Städtisches Revisionsamt genannten Kommission. 1921 wurde eine gemischte Deputation aus Mitgliedern von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung eingerichtet. 1931 löste die Revisions- und Organisationsdeputation das Städtische Revisionsamt ab; das Rechnungsrevisionsbüro wurde in Revisions- und Organisationsamt umbenannt und 1934 in Rechnungsprüfungsamt und verlor seine unabhängige Stellung als Prüfinstanz und die gemischte Deputation. Nach 1945 erlangte es seine Unabhängigkeit wieder. 1947 wurde eine gemischte Revisionsdeputation eingesetzt, die bis 1961 bestand. Ab 1948 hieß das Amt wieder Revisions- und Organisationsamt, bis der Bereich Organisation 1959 abgetrennt wurde.
Bestandsumfang- und inhalt: Der zeitliche Schwerpunkt liegt zwischen 1930 und 1950. Sachliche Schwerpunkte sind neben den klassischen Aufgaben der Rechnungsprüfung auf zentraler und Ämterebene Fragen der Organisation und der Verwaltungsreform und die Auslagerung von städtischem Eigentum im Zweiten Weltkrieg. 6m.
Findmittel: Rep. 837
Bemerkungen: 100 Jahre Revision. Broschüre zum Jubiläum des Revisionsamtes, Frankfurt 1996. 

2.2.7. Amt für Informations- und Kommunikationstechnik

Bestandsname: Amt für Informations- und Kommunikationstechnik
Laufzeit: 1965-1994
Bestandsumfang und -inhalt: 7 Kästen.
Findmittel: EDV.

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