2.6.1. Kulturdezernat
Bestandsname: Kulturdezernat
Laufzeit: 1952-2001
Bestandsumfang und -inhalt: Teilablieferung, Unterlagen der Kulturdezernenten Linda REISCH, Hilmar HOFFMANN und Karl VOM RATH. 5 m.
Findmittel: Rep. 858
Bestandsname: Büro Stadtrat Hoffmann
Laufzeit: ca. 1970-1990
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen des von 1970 bis 1990 amtierenden Kulturdezernenten Hilmar HOFFMANN.
Findmittel: Liste.
Bestandsname: Büro Stadträtin Reisch
Laufzeit: ca. 1990-1998
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen der von Mai 1990 bis Juli 1998 amtierenden Kulturdezernentin Linda REISCH.
Findmittel: Liste.
Bestandsname: Büro Stadtrat Nordhoff
Laufzeit: 1990-2006
Bestandsumfang und -inhalt:
Bei dem Schriftgut handelt es sich um die Vorzimmerregistratur des Stadtrates Hans-Bernhard NORDHOFF, der von September 1998 bis Juni 2006 Kulturdezernent der Stadt Frankfurt war. Der Bestand umfasst überwiegend Akten zur finanziellen Situation der Städtischen Bühnen, deren Personal und deren Umwandlung in die Rechtsform einer GmbH.
Findmittel: Rep. 947.
2.6.2. Amt für Wissenschaft und Kunst früher Amt für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung bzw. Kulturamt
Bestandsname: Kulturamt
Laufzeit: 1926-1980
Institutionsgeschichte: Im Jahr 1920 entstand unter Aufhebung verschiedener Kommissionen und der Galerie-Deputation eine Deputation für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung aus Mitgliedern von Magistrat, Stadtverordneten und Bürgern. Im Zuge der Neuorganisation der städtischen Kulturverwaltung wurde das Amt für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung unter der Leitung des zuständigen Dezernenten geschaffen, dem alle Institute als „Dienststellen“ angehörten. Eine Dienststelle dieses Amtes wurde zentrale Verwaltungsstelle und entwickelte sich nach 1945 zum derzeitigen Amt für Wissenschaft und Kunst mit eigenen Geschäftsbereichen.
Bestandsumfang und -inhalt: Die bis 1944 entstandenen und abgegebenen Akten sind 1944 größtenteils verbrannt und nur noch über ein Ablieferungsverzeichnis (Rep. 394) nachzuweisen. Die nach 1944 entstandenen Akten enthalten umfangreiches Material zur städtischen Kulturpolitik und zu den einzelnen städtischen Kulturinstituten. 25 m, wachsend.
Findmittel: Kartei, Akzessionananlagen 237, 335; Rundverfügungen 1950-1955 in: Akzessionsanlagen 582.
2.6.3. Stadt- und Universitätsbibliothek
Bestandsname: Rothschildbibliothek
Laufzeit: 1887-1927
Institutionsgeschichte: Begründet 1886/92 als Stiftung mit Schwerpunkt auf deutscher, englischer und französischer Literatur der Zeit, von der Stadt finanziell unterstützt, von dieser 1928 aus Finanznot der Stiftung übernommen und um die Manskopfsche musikhistorische Bibliothek erweitert und 1933 in Bibliothek für neuere Sprachen und Musik umbenannt. 1 m.
Findmittel: Rep. 841.
Bemerkungen: Lehmann, Klaus-Dieter: Hundert Jahre Rothschild’sche Bibliothek. Eine europäische Bildungsbibliothek, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, 62, 1993, S. 251-263.
Bestandsname: Stadtbücherei
Laufzeit: 1955-1994
Bestandsumfang und -inhalt: Akten zu Kinder- und Jugendbuchausstellungen, sowie Jahresberichte der Schulbibliotheken. 1,5 m
Findmittel: EDV.
Bestandsname: Stadt- und Universitätsbibliothek
Laufzeit: ca. 1960-1990
Findmittel: Liste
2.6.4. Stadtarchiv
Bestandsname: Stadtarchiv
Laufzeit: 1892-1989
Bestandsumfang und -inhalt: Rest der 1944 weitgehend vernichteten Dienst-registratur, vorwiegend des Archivdirektors Dr. Harry GERBER (1938-1945 im Amt), mit Schwerpunkten auf Krieg und Auslagerung, Archiv der jüdischen Gemeinde, Reichsarchiv Frankfurt, Beteiligung von Gerber am „Westprogramm“ der Archivverwaltungen, nach 1941 in den besetzten Gebieten. 1 m.
Findmittel: Rep. 783.
Bemerkungen: Jung, Rudolf: Das Frankfurter Stadtarchiv. Seine Bestände und seine Geschichte, Frankfurt 1909; Bund, Konrad: 1436-1986. 550 Jahre Stadtarchiv Frankfurt am Main. Eine Kurzübersicht über seine Bestände, Frankfurt 1986.
2.6.5. Museen
2.6.5.1. Museum für Vor- und Frühgeschichte
Bestandsname: Museum für Vor- und Frühgeschichte
Laufzeit: 1926-1991
Institutionsgeschichte: Das Museum für Vor- und Frühgeschichte ging 1937 als Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte aus dem Historischen Museum hervor, wurde von 1948 bis 1953 diesem wieder eingegliedert und dann endgültig eigenständig.
Bestandsumfang und -inhalt: Inventarbücher (Mikrofilm), Dienstregistratur, auch von Dr. Karl WOELCKE als staatlichem Vertrauensmann für kulturgeschichtliche Bodenfunde in Frankfurt. Ein gewisser Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf Krieg und Auslagerung sowie auf der Bodendenkmalpflege. 5 m.
Findmittel: Rep. 793.
Bemerkungen: Meier-Arendt, Walter: Zur Geschichte des Museums für Vor- und Frühgeschichte - Archäologisches Museum, in: Die Dauerausstellung, hrsg. v. Museum für Vor- und Frühgeschichte, Frankfurt 1989, S. 4-8.
2.6.5.2. Städtische Galerie/Liebighaus
Bestandsname: Städtische Galerie/Liebieghaus
Laufzeit: 1970-1987
Institutionsgeschichte: Im Jahr 1905 wurde auf der Grundlage einer namhaften Stiftung für die Pflege der zeitgenössischen Kunst die Städtische Galerie eingerichtet und zog in das Gebäude des 1815 ebenfalls durch Stiftung entstandenen Städelschen Kunstinstituts. Im 1909 erworbenen Liebieghaus befindet sich seitdem die der städtischen Galerie angegliederte städtische Skulpturensammlung. Wegen der Personalunionen in der Leitung von Städel und Städtischer Galerie blieben die Registraturen bis 1981 ungetrennt im Städel und unterstehen der dortigen Verwaltung.
Bestandsumfang und -inhalt: Inventarbücher (Mikrofiches), Dienstregistratur 1970-1987. 1 m.
Findmittel: Rep. 795.
Bemerkungen: Sonnabend, Martin: Zur Gründung des Liebieghauses, hrsg. v. Herbert Beck u. a., Frankfurt 1990.
2.6.5.3. Museum für Völkerkunde
Bestandsname: Museum für Völkerkunde
Laufzeit: 1938-1982
Institutionsgeschichte: Im Jahr 1904 wurde ein städtisches Völkerkundemuseum begründet, in dem die bereits im städtischen Besitz vorhandenen ethnografischen und die Sammlung des Arztes Dr. Bernhard HAGEN (1853-1919) aus dem melanesisch-indonesischen Raum vereinigt wurden. Im Jahr 1925 erwarb die Stadt das von Prof. Leo FROBENIUS (1873-1938) in Afrika zusammengetragene Material und vereinigte 1934 das Museum mit den von Frobenius geschaffenen Einrichtungen unter dessen Leitung. Durch die schriftlich belegte Auslagerung konnte das Museum seine Bestände weitgehend retten; von der Registratur gingen jedoch die älteren Teile verloren. Von 1938 bis 1967 waren Museum, Frobenius-Institut und Seminar für Völkerkunde miteinander vereinigt.
Bestandsumfang und -inhalt: 5 m.
Findmittel: Rep. 798.
2.6.5.4. Museum für Kunsthandwerk
Bestandsname: Museum für Kunsthandwerk
Laufzeit: 1876-1983
Institutionsgeschichte: Im Jahr 1877 wurde in Frankfurt der Mitteldeutsche Kunstgewerbeverein als Tochter der Polytechnischen Gesellschaft gegründet. Ziel waren Sammlung und Pflege des Kunsthandwerks, zu dem auch das Kunstgewerbemuseum eingerichtet wurde, das 1921 in städtisches Eigentum überging und 1935 seinen heutigen Namen erhielt. Zu den zahlreichen Stiftungen an das Museum kam der durch Schriftgut belegte Erwerb jüdischen Kulturgutes im Dritten Reich.
Bestandsumfang und -inhalt: Dienstregistratur und (Vor-)Akten des Mitteldeutschen Kunstgewerbevereins. 1 m.
Findmittel: Rep. 789.
Bemerkungen: Meier, Richard: Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main, Frankfurt 1985.
2.6.5.5. Historisches Museum
Bestandsname: Historisches Museum
Laufzeit: 1944-1990
Institutionsgeschichte: Nach längeren Bemühungen des (Frankfurter) Vereins für Geschichte und Landeskunde wurde 1878 das Historische Museum eröffnet, das während des Dritten Reiches Stadtgeschichtliches Museum hieß. Im Jahr 1937 wurde die archäologische Abteilung als Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte selbständig.
Bestandsumfang und -inhalt: Dienstregistratur. Die Altregistratur wurde bei der Zerstörung 1944 vernichtet. 4 m.
Findmittel: Rep. 803.
Bemerkungen: 100 Jahre Historisches Museum Frankfurt am Main 1878 bis 1978. Drei Ausstellungen zum Jubiläum, Frankfurt 1978.
2.6.6. Städtische Bühnen
Bestandsname: Städtische Bühnen
Laufzeit: 1945-1980
Institutionsgeschichte: Der Begriff der Städtischen Bühnen - ursprünglich Vereinigte Stadttheater, aus denen die Städtischen Bühnen, das Opernhaus und Schauspielhaus hervorgehen - wird verwendet ab 1919/1920. Frankfurter Theatergeschichte beginnt 1782 mit der Einweihung des Komödienhauses am heutigen Willy-Brandt-Platz. 1928 wurde eine städtische Theaterdeputation errichtet, der die Verwaltung der Städtischen Bühnen und die Beaufsichtigung des Theaterbetriebs übertragen wurde. Im Krieg wurde das Schauspielhaus und die Gewandabteilung in der Alten Börse total zerstört. Mit der Schließung aller Theater durch Goebbels zum 1.9.1944 erübrigte sich der Wiederaufbau.
In der Nachkriegszeit diente der Börsensaal der Getreidebörse als Kleines Haus, weiterhin provisorisch genutzt wurden der Handwerkersaal in der Braubachstraße, das Little Theatre in der Börse und der Hof des Karmeliterklosters. In den 70er Jahren wurde im Zuge der erweiterten Mitbestimmung der Künstlerische Beirat geschaffen, der das Recht der innerbetrieblichen Mitwirkung bei allen wichtigen Fragen und das Recht der Mitberatung bei Änderung der Theaterstruktur, Intendantenwahl und bei der Wahl der künstlerischen und technischen Vorstände erhielt.
Bestandsumfang und -inhalt: Akten der Verwaltungsdirektion. Einige Ablieferungen. 15 m.
Findmittel: Rep. 823.
Bemerkungen: Schultke, Bettina: Theater oder Propaganda? Die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main 1933-1945, Studien zur Frankfurter Geschichte Bd. 40, Frankfurt 1997.
2.6.7. Geschäftsstelle Goethejahr 1999
Bestandsname: Geschäftsstelle Goethejahr 1999
Laufzeit: 1995-2001
Bestandsumfang und -inhalt:
Teilablieferung nach Auflösung der Geschäftsstelle. 1m.
Findmittel: EDV.