Die Unterlagen der Bauverwaltung haben starke Kriegsschäden erlitten. So fehlen aus der Zeit bis 1945 die Akten des städtischen (Hoch)bauamtes und für das Stadtgebiet mit Ausnahme der westlichen Stadtteile auch der Bauaufsicht völlig. Aus dem freistädtischen Bauamt entstand 1869 als kollegiale Behörde die aus Mitgliedern des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und Bürgern zusammengesetzte Baudeputation, von der 1883 das Tiefbauamt als selbständiges Amt entstand, während die Baudeputation 1898 den Namen Hochbauamt erhielt. In der Folgezeit war die städtische Bauverwaltung wiederholt Umorganisationen unterworfen, d. h. Ämterneugründungen und -zusammenlegungen lösten einander ab. Derzeit gehören folgende Ämter zum Bereich der städtischen Bauverwaltung: Dezernatsamt Planung, Erschließungsamt, Denkmalamt, Bauverwaltungsamt, Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung, Stadtvermessungsamt, Bauaufsichtsbehörde, Amt für Wohnungswesen, Hochbauamt, Straßenbauamt, Grünflächenamt (früher Garten- und Friedhofsamt), Stadtentwässerungsamt, Stadtbahnbauamt, Technische Aufsicht für den Stadtbahnbau. Die Zuweisung von Beständen konnte und kann der organisatorischen Entwicklung nicht folgen, so dass es archivisch zunächst zur Bildung eines jetzt allerdings abgeschlossenen Mischbestandes Bauverwaltung kam.
2.8.1. Bauverwaltungsamt
Bestandsname: Bauverwaltungsamt
Laufzeit: 1955-1999
Institutionsgeschichte: Das Bauverwaltungsamt begleitet die Tätigkeit sämtlicher Ämter des Baudezernats. Aufgabe des Amtes ist die Koordinierung und federführende Bearbeitung grundsätzlicher Finanzierungs-, Organisations- und Personalfragen. Die Vorlagen der Ämter an Magistrat und Stadtverordnetenversammlung unterlagen teils schon in der Vorbereitung, teils beim Durchlauf an den Dezernenten grundsätzlicher Mitwirkung durch das Bauverwaltungsamt und der Abstimmung auf die Interessen mitbeteiligter, mitfinanzierender und mitausführender Ämter, insbesondere aber auch der Abstimmung auf die Zielsetzungen des Dezernats als solche.
Im Laufe der Zeit wechselte häufig die Bezeichnung des Amtes, so hieß es ab 1961 Verwaltungsamt Bau und Verkehr, in den 1970er Jahren Dezernatsverwaltungsamt Bau (und Stadtwerke) und ab den 1980er Jahren wieder Bauverwaltungsamt.
Bestandsumfang und -inhalt: Bei der ersten Abgabe handelt es sich um Serien betr. S-Bahnbau, Amtsleiterbesprechungen des Baudezernats, Koordinierungsgruppe Verkehr, Magistratsvergabekommission und Tageskopien. Die zweite Abgabe umfaßt Tageskopien und Akten betr. Einweihung der Zeil, Hundertwasserhaus, Römerberg-Ostzeile. 66 m.
Findmittel: Rep.
931.
2.8.2. Bauverwaltung
Bestandsname: Bauverwaltung
Laufzeit: 1875-1982
Bestandsumfang und -inhalt: Abgeschlossener Mischbestand aus Einzelstücken, Splittern und Mikrofilmen des Straßen- und Brückenbauamtes, aus dem gesamten Bauwesen und verwandten Verwaltungszweigen sowie Unterlagen zu den Frankfurter Dotationskirchen, Handakten des ehemaligen Geschäftsführers der Bundesgartenschau 1989 GmbH, Fritz KRÄMER aus dessen Amtszeit als Leiter des Stadtplanungsamtes und des Erschließungsamtes, mit Fotos angereicherte Dokumentation zum Wiederaufbau in Frankfurt sowie Schriftgut der Magistratsvergabekommission (2.3.1.5, Beschaffungsamt). 2 m.
Findmittel: Rep. 741.
Bemerkungen: Die Vertragssammlung (2.1.3.3) enthält ebenfalls Unterlagen zur städtischen Bautätigkeit, so des Stadtbahnbauamtes und des Stadtentwässerungs-amtes.
2.8.3. Tiefbauamt
Bestandsname: Tiefbauamt: Straßenreinigung, Fuhrpark
Laufzeit: 1885-1944, 1959, 1980-1990
Institutionsgeschichte: Seit 1855 wurde die erste planmäßige Müllabfuhr mit Bauern und Fuhrleuten organisiert. Zum 1. April 1873 das städtische Fuhramt seinen Betrieb auf. 1874 stellte die Stadt eine Berufsfeuerwehr auf. Diese wurde durch Beschluß vom 19. Juni 1874 in das Fuhramt integriert, das jetzt den Namen Feuer- und Fuhramt erhielt. Hierauf war der Fuhrpark, die Straßenreinigung der gepflasterten Straßen und die gesamte Begießung nebst der Feuerwehr einem Amte unterstellt. Am 1. April 1898 wurde die Feuerwehr aus dem Feuer- und Fuhramt herausgenommen. Nach einigen Umorganisationen war die Aufgaben der Staßenreinigung, waren der Fuhrpark und die Hauskehrichtabfuhr bei der Straßenreinigungs- und Fuhrparksverwaltung in einer Hand und unterstanden dem Tiefbauamt. Ab 1908 wurden Straßenreinigungsverwaltung und Städt. Fuhrparkverwaltung (zu dem die Müllabfuhr gehörte) als zwei getrennte Verwaltungszweige mit gesondertem Etat unter einheitlicher Leitung geführt. Im April 1924 wurden beide Bereiche zur Direktion des Fuhrparks und der Straßenreinigung unter Leitung des Städt. Feuer- und Fuhramt wieder zusammengelegt. 1931 wurde das (Stadt)bauamt geschaffen u. a. mit der Abteilung Feuer- und Fuhrwesen und den Unterabteilungen a) Bauamt - Feuerlöschwesen und b) Bauamt - Straßenreinigung und Fuhrpark. Noch in den 30er Jahren wurde letztere Abteilung geteilt. Durch die Neugliederung der Stadtverwaltung aufgrund Verfügung des Oberbürgermeisters vom 14.12.1945 wurde das Stadtreinigungsamt - Städtischer Fuhrpark eine eigenständige Behörde, was 1954 in den Organisationsgrundlagen für das Bauzernat bestätigt wurde. 1990 wurde das Amt in Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung umbenannt. Zum 1. Januar 1996 übernahm die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), die zu 51 % der Stadt gehört, die Aufgaben des Stadtreinigungsamtes.
Bestandsumfang und -inhalt: Hier nur Unterlagen zur Straßenreinigung und zum Fuhrpark. 3 m.
Findmittel: Rep. 925 .
2.8.4. Hochbauamt
Bestandsname: Hochbauamt
Laufzeit: 1945-2003
Bestandsumfang und -inhalt:
Unterlagen über städtische Bauten, Architekten- und Firmenverträge; VOF-Verfahren betr. Großmarkt und Magazinneubau des Instituts für Stadtgeschichte; älteres Schriftgut des Amtes muß als verloren angesehen werden, Einzelstücke im Bestand Bauverwaltung. 12 m .
Findmittel: EDV.
2.8.5. Büros der Bau- und Planungsdezernenten
2.8.5.1. Büro Stadtrat Haverkampf
Bestandsname: Büro Stadtrat Haverkampf
Laufzeit: 1961-1988
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen des von 1975-1987 als Planungsdezernent und von 1978-1989 als Baudezernent tätigen Stadtrats Dr. Hans-Eberhard HAVERKAMPF sowie Unterlagen seiner Vorgänger Hanns ADRIAN (Baudezernent 1971-1975) und Dr. Hans KAMPFMEYER (Baudezernent 1956-1972) betreffend Stadtplanung und Bauwesen sowie Vorgänge innerhalb der SPD, insbesondere der SPD-Magistratsgruppe. 1,5 Rm.
Findmittel: Rep. 821.
2.8.5.2. Büro Stadtrat Küppers
Bestandsname: Büro Stadtrat Küppers
Laufzeit: 1972-1988.
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen aus der Vorzimmerregistratur von Dr. Hans KÜPPERS, der von 1978 bis 1989 Planungsdezernent war. Neben der amtlichen Überlieferung seines Vorzimmers, die vor allem Materialien zur Stadtplanung und zum Bauwesen enthält, findet sich auch Material zur parteipolitischen Tätigkeit innerhalb der CDU und private Korrespondenz. 5,3 m.
Findmittel: Rep. 866.
2.8.5.3. Büro Stadtrat Protzmann
Bestandsname: Büro Stadtrat Protzmann
Laufzeit: 1978-1998
Bestandsumfang und -inhalt: Der von 1989 bis 1995 amtierende Baudezernent Hanskarl PROTZMANN gab nach seinem Ausscheiden aus dem Amt seine Vorzimmerregistratur ab, die auch Schriftgut seines Vorgängers Dr. HAVERKAMPF enthält. 2 m.
Findmittel: Rep. 955.
2.8.5.4. Büro Stadtrat Wentz
Bestandsname: Büro Stadtrat Wentz
Laufzeit: 1979 - 2001
Bestandumfang und -inhalt: Unterlagen aus dem Vorzimmer von Stadtrat Dr. Martin WENTZ (1989-2000 Planungsdezernent, dann Baudezernent), 31,5m, weitere Ablieferung.
Findmittel: Rep. 851.
2.8.6. Bauaufsicht
Bestandsname: Bauaufsichtsbehörde
Laufzeit: ca. 1870 bis nach 1990
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen über die Abnahme von öffentlichen und privaten Bauten. Von den Akten bis 1945 sind nur noch die der westlichen Stadtteile in der Dienststelle der Bauaufsichtsbehörde in Höchst im Bolongaropalast erhalten und reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück. Die Registratur im Technischen Rathaus, die ebenso wie die in Höchst öffentlich benutzbar ist, beginnt erst nach Kriegsende. Die von der ehemaligen Stadt Bergen-Enkheim nach der Eingemeindung 1978 übernommenen Bauaufsichtsakten wurden von der Bauaufsicht zurückgefordert. Eine von ungefähr 1870 bis in die dreißiger Jahre reichende Registraturschicht über zum Teil recht bedeutende Einzelbauten mit Ausläufern bis um 1990 wurde nach einer organisatorischen Veränderung in der Bauaufsichtsbehörde 1997 abgegeben; weitere Aussonderungen sind angekündigt, 23,5 m.
Findmittel: Listen.
Bemerkungen: S.a. Bestand Branddirektion (2.4.6.1) mit zum Teil aufschlußreichen Unterlagen über einzelne Gebäude.
2.8.7. Gutachterausschuss für Grundstücksbewertung
Um die Veräußerung jüdischen Eigentums gemäß reichsgesetzlicher Anordnung vom 3. Dezember 1938 durchzuführen, bedurfte es der Einschaltung bestimmter, für Grundstücksfragen zuständiger Verwaltungsstellen. In Frankfurt wurde in einem Gutachterausschuss für Grundstücksbewertung, damals „Preisbehörde für Grundstücke“ genannt, der Auftrag erteilt, die zwischen jüdischen Veräußerern und nichtjüdischen Erwerbern abgeschlossenen Kaufverträgen auf ihre Unbedenklichkeit hin zu prüfen; von dieser kontrollierenden Instanz hing es weitgehend ab, ob ein Vertrag die Genehmigung erhielt oder der Ablehnung verfiel.
Bestandsname: Gutachterausschuss
Laufzeit: 1938-1960
Bestandsinhalt und -umfang: Akten des Gutachterausschusses für Grundstücksbewertung betr. jüdische Enteignungen.
Findmittel: EDV
2.8.8. Stadtvermessungsamt
Bestandsname: Stadtvermessungsamt
Laufzeit: 1845-1977
Institutionsgeschichte: Als 1883 das städtische Tiefbauamt begründet wurde, gehörte ihm auch ein Vermessungsbüro an, das ab 1902 Höhenaufnahmen (Nivellements) vornahm und Höhenfestpunkte festlegte. Nach 1927 gehörte das städtische Vermessungswesen zum Siedlungsamt und nach der Vereinigung aller Bauämter zum städtischen Bauamt, ehe es nach dem Zweiten Weltkrieg ein eigenständiges Amt wurde.
Bestandsumfang und -inhalt: Das Schriftgut umfasst hauptsächlich Triangulationen, Höhen- und Winkelaufnahmen sowie Grundstücksumlegungen (Konsolidationen) im Zuge der Stadterweiterung ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert.
Findmittel: Rep. 849.
Bemerkungen: Siebert, Walter: 200 Jahre Stadtvermessung und 200 Jahre Eigentumskataster in Frankfurt, in: Vermessungswesen und Raumordnung, 49, 1987, S. 299-310
2.8.9. Straßen- und Brückenbauamt
Bestandsname: Straßenbauamt
Laufzeit: ca. 1984-1994
Bestandsumfang und -inhalt: 17 Mikrofilmrollen.
Findmittel: EDV.
Bestandsname: Brückenbauamt
Laufzeit: 1883-1967
Institutionsgeschichte: Nach der Einführung der preußischen Gemeindeordnung in Frankfurt umfasste der Geschäftsbereich des städtischen Tiefbauamtes den Straßenbau, die Straßenreinigung, den Fuhrpark, die Kanalisation, den Brücken- und Hafenbau, die Wasserversorgung, die Gasbeleuchtung und die Stadtvermessung. Kanal-, Brücken- und Wasserbau waren um 1900 in der Bauinspektion II zusammengefasst, später Direktion des städtischen Hafen- und Brückenbaus bzw. Abt. Hafen- und Brückenbau. Im Jahr 1932 wurde die gesamte Bauverwaltung zu einem städtischen Bauamt vereinigt. Das bisherige Tiefbauamt war jetzt eine Abteilung, innerhalb der der Geschäftsbereich Wasser- und Brückenbau eine Organisationseinheit bildete. Die Neugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg schuf 1946 ein Dezernat Technik und darin ein eigenständiges Brückenbauamt, das auch für das Mainufer und den Hochwasserschutz zuständig war und das später mit dem Hafenbauamt zusammengefasst wurde. Das Brücken- und Hafenbauamt wurde 1967 aufgelöst und die Aufgaben des Brückenbaus dem Straßenbauamt zugeschlagen.
Bestandsumfang und -inhalt: Kleiner Bestandsrest Brückenamt, enthält auch Material zum Autobahnbau, zum Flugplatz Rebstock und zur Mainkanalisierung nach 1930, außerdem Unterlagen zum Ufer- und Wasserbau. 2 m.
Findmittel: Rep. 809, Mikrofilme bzw. -fiches von Unterlagen zu Brücken und Straßenbauten, nach 1980 übernommen und im Bestand Bauverwaltung.
Bemerkungen: Gorr, Wolfram: Frankfurter Brücken. Schleusen, Fähren, Tunnels und Brücken des Mains, Frankfurt 1982.
2.8.10. Amt für Wohnungswesen früher Wohnungsamt
Bestandsname: Wohnungsamt
Laufzeit: 1910-1950
Institutionsgeschichte: Im Juli 1912 wurde das Regulativ über die Einsetzung eines Wohnungsamtes erlassen, dessen Aufgabe es sein sollte, sich mit der Beaufsichtigung des gesamten Wohnungswesens zu beschäftigen. Zwischen Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Wohnungsamt stand die Deputation für das Wohnungswesen. Die Zuständigkeit erstreckte sich u.a. auf die Wohnungsaufsicht und den Wohnungsnachweis. Eine erste Veränderung in der Verwaltungsstruktur erfuhr das Wohnungsamt 1918/1919. Zum erweiterten Aufgabenfeld des Wohnungsamtes gehörten u.a. die Wohnungspflege, Zwangseinmietung, Wohnungserstellung, Mietzinsfestsetzung. 1922 erfolgte eine weitere Umgestaltung, wobei die Aufgaben weitgehend erhalten blieben. 1925 ging per Magistratsbeschluß die Abteilung Wohnungserstellng bzw. Bauerhaltungsstelle samt Personal an das Hauptbauamt über, die Abteilung Mietfestsetzung wurde aufgelöst. Die weitere Organisation sah nun vier Unterabteilungen vor: Aufnahmestelle für Wohnungssuchende, Abteilung Wohnungsbewirtschaftung und Vergabe, Prämien- und Tauschstelle, Rechtsstelle, die mit Zwangsvollstreckungs-maßnahmen beschäftigt war. 1928 erfolgte die Abtrennung der Abteilung Wohnungsfürsorge und Zuweisung zum Fürsorgeamt. Das Wohnungsamt wurde durch Magistratsbeschluss vom 10.04.1933 aufgelöst.
1945 begann das Wohnungsamt wieder zu arbeiten und den vorhandenen Wohnraum zu bewirtschaften.
Ab dem 1.3.1967 hat das Amt für Wohnungswesen die Aufgaben des Hypothekenamtes, des Amtes für Wohnungsbau und Siedlungswesen und des Wohnungsamtes übernommen.
Zu den Aufgaben des heutigen Amtes für Wohnungswesen gehören die kommunale Wohnungsvermittlung mit Erfassung und Betreuung von Wohnungssuchenden, Mietberatungsstelle, Durchführung des Wohnungsbindungsgesetzes und des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes.
Bestandsumfang und -inhalt: Sachakten des Wohnungsamtes, 3 m, und straßen- und häuserweise angelegte Einzelfallakten aus der Nachkriegszeit zur Wohnungszwangswirtschaft und zur Bewirtschaftung von Wohnungen von Nationalsozialisten in Auswahl. 40 m.
Findmittel: Rep. 778, Rep. 751.
Bestandsname: Hypothekenakten
Laufzeit: ca. 1920-1950
Bestandsumfang und -inhalt: Hypothekenakten u.a. zur Reichsheimstättensiedlung Praunheim, Arbeitgeberdarlehen zur Wohnungsbauförderung, Hauszinssteuerhypotheken seit den zwanziger Jahren, Wohnungsbaudarlehen und Sozialwohnungen mit abgelaufener Bindung. 176 m.
Findmittel: Namensliste, Rep. 474.
2.8.11. Stadtplanungsamt, früher Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung
Bestandsname: Stadtplanungsamt
Laufzeit: 1955-1989
Institutionsgeschichte:
1979 wurde das Amt für kommunale Gesamtentwicklung, das Stadtplanungsamt und das Verkehrsplanungsamt zum Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung zusammengefaßt. Im Jahre 2000 wurde dieses Amt in Stadtplanungsamt umbenannt, es umfaßt die drei Fachbereiche Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung.
Bestandsumfang und -inhalt: 7m.
Findmittel: EDV.
Bemerkungen: S. a. Bauverwaltung.
Müller-Raemisch, Hans-Reiner: Frankfurt am Main. Stadtentwicklung und Planungsgeschichte seit 1945, Frankfurt 1996.
2.8.12. Grünflächenamt früher Garten- und Friedhofsamt bzw. Friedhofs- und Bestattungsamt
Bestandsname: Garten- und Friedhofsamt
Laufzeit: 1876-1998
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen der Friedhofsverwaltung wurden 1995 und 1998 übernommen, 2,5 m. Hinzuweisen ist auf Miszellen, Nr. 46: SS-Arbeitskommando Katzbach, FfM., Adlerwerke: Feuerbestattung von KZ-Häftlingen 1944. Verstreutes Material zu den städtischen Grünanlagen sowie zum Natur- und Landschaftschutz, aber auch zu Friedhöfen und Wasserschauen, 1876-1979, 1 m, wurde 1998 vom Garten- und Friedhofsamt übernommen.
Findmittel: Rep. 808, Listen.
Bemerkungen: Heyer, Friedrich (Hrsg.): Frankfurt am Main. Eine Stadt im Grünen, Frankfurt 1954; Althammer, Fritz: Wegweiser zu den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten auf Frankfurter Friedhöfen, hrsg. v. Günter Moos, Frankfurt 1994.
2.8.13. Stadtentwässerungsamt
Bestandsname: Stadtentwässerungsamt
Laufzeit: 1887-1985
Institutionsgeschichte: Im 19. Jahrhundert erhielt Frankfurt wie andere Städte eine Kanalisation. 1866 wurde ein Kanalbaubüro eingerichtet und der als gemischte Deputation 1869 eingesetzten Baudeputation unmittelbar unterstellt, die ab 1880 eine eigene Tiefbauabteilung unterhielt. Diese verselbständigte sich 1883 als Tiefbauamt. Im Jahre 1932 wurde die gesamte Bauverwaltung als ein städtisches Bauamt zusammengefasst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stadtentwässerungsamt bei der Neuorganisation der städtischen Bauverwaltung ein eigenständiges Amt, das 1998 in einen Eigenbetrieb umgewandelt wurde.
Bestandsumfang und -inhalt: Unterlagen zur Kanalisation und Abwasserbeseitigung, aber auch für Gewässer von der zweiten Ordnung abwärts. 20 m.
Findmittel: Rep 895.
Bemerkungen: Bauer, Thomas: Im Bauch der Stadt. Kanalisation und Hygiene in Frankfurt am Main 16.-19. Jahrhundert, Frankfurt 1998.