Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Beständeübersicht der Abteilung „Sammlungen“

3.5. Audiovisuelle Medien

3.5.1. Filme

Bestandsname: Dokumentar- und Amateurfilme 16 und 35mm
Laufzeit: 1923-1971
Bestandsumfang und -inhalt: 40 Rollen, meist Dokumentar- und Imagefilme: „Frankfurter Messe“ (1923), „Besuch in Frankfurt am Main“ (1936), „Zerstörtes Frankfurt“ (1945), „Jahrhundertfeier der ersten Deutschen Nationalversammlung“ (1948), „John F. Kennedy in Frankfurt“ (1963), „Mir Frankfurter Kulturmensche“ (1963) u. a. m.
Findmittel: Rep. 585.
Bemerkungen: VHS-Ansichtskopien vorhanden, Beta-Cam-Kopien und CDs in Vorbereitung. Weitere Frankfurt-Filme befinden sich in der Stadtbildstelle Frankfurt und im Bundesarchiv/Filmarchiv Koblenz/Potsdam.
H. Hoffmann und W. Schobert, Lebende Bilder einer Stadt, Kino und Film in Frankfurt a. M., Frankfurt 1995, S. 314-361.

3.5.2. Videos

Bestandsname: Videobänder
Laufzeit: 1980 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Sammlung von Videobändern mit Frankfurt-Bezug aus Abgaben des Presse- und Informationsamtes, Ankäufen sowie Belegexemplare. Darüber hinaus zeichnet das Institut seit 1994 ausgewählte Fernsehsendungen selbst auf. Ca. 125 Videocassetten: Aufzeichnungen Frankfurt-bezogener Fernsehsendungen, Videoproduktionen städtischer Provenienz (Werbevideos von Tourismus- und Wirtschaftsförderung etc.), freie Videoproduktionen mit Frankfurt-Bezug, Videoaufzeichnungen des Symposiums „Das Haus in der Lindenstraße“ 1994.
Findmittel: EDV-Erschließung in Vorbereitung.
Bemerkungen: Die Benutzung erfolgt im Rahmen der urheberrechtlichen Bestimmungen, Digitalisierung in Vorbereitung.

Bestandsname: Videoaufzeichnungen Frankfurter Erzählcafé
Laufzeit: 1990 ff.
Institutionsgeschichte: Das „Erzählcafé“ wurde 1990 vom Frankfurter „Institut für Sozialarbeit“ ins Leben gerufen. Seit 1996 ist es mit dem Institut für Stadtgeschichte verbunden. Das „Erzählcafé“ versteht es als seine Aufgabe, ein Forum für erinnerte Lebensgeschichte zu bieten, das Geschichtsbewusstsein durch persönliche Alltagserinnerungen zu bereichern und den Dialog zwischen den Generationen zu fördern. Die Veranstaltungen bis 2004 wurden aufgezeichnet.
Bestandsumfang und -inhalt: Über 100 VHS-Kassetten, darunter Interviews mit Mile Braach (Schriftstellerin), Helga Einsele (Gefängnisdirektorin), Iring Fetscher (Hochschullehrer), Walter Hesselbach (Bankier), Georg Dickenberger (Maler), Heinz Ulzheimer (Sportler), Emil Carlebach (Journalist), Erich Fries (Mundartdichter), Rudi Arndt (ehemaliger OB), Hans-Joachim Burchert (Obdachloser), Ludwig von Friedeburg (Hochschullehrer), „Marita“ (Prostituierte), Ignaz Bubis (Vorsitzender Zentralrat der Juden in Deutschland), Alfred Grosser (Journalist), Emil Mangelsdorff (Jazz-Musiker).
Findmittel: Rep. 781 (1990-1994), Rep. 790 (1995-1996). 

3.5.3. Tonbänder und Audiocassetten

Bestandsname: Tonbänder
Laufzeit: 1938-1972
Bestandsumfang und -inhalt: Sammlung von Tonbandaufzeichnungen kommunaler Veranstaltungen und Frankfurt-bezogener Rundfunksendungen. 51 Bänder: Hitler in Frankfurt 1938, Ehrenbürgerrecht für Albert Schweitzer 1959, Ansprachen beim Besuch Kennedy‘s in Frankfurt 1963, Städtebild Frankfurt 1972 (Deutsche Welle), Achte Hauptversammlung des Deutschen Städtetages (1972) u. a. m.
Findmittel: Kartei.

Bestandsaufnahme: Tonbandaufzeichnungen Bürgerversammlungen
Laufzeit: 1958-1968, 1978
Institutionsgeschichte: Die Bürgerversammlungen wurden 1958 als Mittel der gemeindlichen Selbstverwaltung und zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Magistrat und Bürgern eingerichtet. Die Aufzeichnungen wurden schriftlich fixiert und den Dezernaten zur weiteren Bearbeitung zugewiesen. In der geänderten Hessischen Gemeindeordnung 1978 ging das Einberufungsrecht vom Magistrat auf die Stadtverordnetenversammlung über. Bis dahin hatten in den verschiedenen Stadtteilen 114 ordentliche Versammlungen stattgefunden.
Bestandsumfang und -inhalt: 74 Bänder: Zweite Bürgerversammlung 1958 bis 67. Bürgerversammung 1968 sowie 112. und 113. Bürgerversammlung 1978.
Bemerkungen: Vgl. Ortsgeschichtliche Sammlung S 3/T 5540.

Bestandsname: Tonbandaufzeichnungen Goethepreisverleihungen
Laufzeit: 1940-1942, 1960-1970, 1982
Institutionsgeschichte: Die Stadt Frankfurt verleiht seit 1927 zu Goethes Geburtstag einen Literaturpreis an „Persönlichkeiten, die mit ihrem Schaffen bereits zur Geltung gelangt sind und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind“. Seit 1952 erfolgt die Verleihung alle drei Jahre. Der Festakt mit Laudatio, Dankesrede des Preisträgers usw. wird aufgezeichnet.
Bestandsumfang und -inhalt: 10 Bänder, darunter Agnes Miegel 1940, Carlo Schmid 1967, Ernst Jünger 1982.

Bestandsname: Tonbandaufzeichnungen Verleihung Friedenspreis des deutschen Buchhandels
Laufzeit: 1951-1971
Institutionsgeschichte: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels, der in Frankfurt seinen Sitz hat, verleiht diesen Preis seit 1950 im Rahmen der von ihm veranstalteten Buchmesse. Der Preis wird an einen Schriftsteller verliehen, der ungeachtet seiner Nation oder Rasse durch sein Werk und sein menschliches Verhalten einen Beitrag zum Frieden unter den Menschen geleistet hat.
Bestandsumfang und -inhalt: 22 Bänder, darunter Hermann Hesse (1955) und Ernst Bloch (1967).
Bemerkungen: Depositum des Börsenvereins.

Bestandsname: Audiocassetten mit Aufzeichnungen öffentlicher Veranstaltungen
Laufzeit: 1957, 1982 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Sammlung von Aufzeichnungen öffentlicher Veranstaltungen im Stadtgebiet. 68 Cassetten, darunter Richtfest AOK 1957, Richtfest Römerberg-Ostzeile 1982, 400jähriges Jubiläum Frankfurter Börse 1985, Verleihung Paul-Ehrlich-Preis 1986, Gedenkstunde zum Volkstrauertag 1986, Römerberg-Gespräche 1990-1993, Gedenkfeier für Oskar Schindler 1996.

Bestandsname: Aufzeichnungen Frankfurt-bezogener Rundfunksendungen
Laufzeit: 1961, 1982 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Sammlung von Aufzeichnungen Frankfurt-bezogener Rundfunkbeiträge. 36 Cassetten, darunter thematische Zusammenstellungen von Rundfunkbeiträgen zu den Themen Wohnen/Mieten, Soziales/Drogen, Umwelt/Energie, Innere Sicherheit, Magistrat 1990-1993.

Bestandsname: Zeitzeugenbefragungen und sonstige Tondokumente
Laufzeit: 1939 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Sammlung von Tondokumenten, auch vom Institut durchgeführte Interviews mit Zeitzeugen. 10 Cassetten, darunter Rede des Frankfurter Gauleiters Sprenger bei der Stadterhebung Ingelheim 1939, Originalton Schauspielerin Mathilde Einzig 1951, Gespräch mit ehemaligen weißrussischen Zwangsarbeiterinnen der Praunheimer Ziegelei.

Bestandsname: Fröhliches Frankfurt-Telefon
Laufzeit: 1981-1993
Institutionsgeschichte: Wöchentlich wechselnde Ansage von Dichtungen, Kochrezepten, Histörchen, jahreszeitbezogenen Texten und „Gebabbel“ in Frankfurter Mundart. Auf Initiative des Mundartdichters H. P. Müller vom Presse- und Informationsamtes ins Leben gerufen. Mitwirkende waren neben H. P. Müller vor allem die Volksschauspielerin Liesel Christ und der Journalist Frank Lehmann.
Bestandsumfang und -inhalt: Rund 2.200 Audiocassetten.
Bemerkungen: Vgl. Ortsgeschichtliche Sammlung S 3/V 16.069. 

3.5.4. Bilder

Die Benutzung der Bildersammlungen erfolgt in der Regel vor Ort mit Unterstützung der Mitarbeiter. Darüber hinaus ist die Zusammenstellung von Auswahlsendungen seitens des Instituts möglich. Die Übermittlung der Auswahlsendungen erfolgt in Form von Papierkopien, die Übersendung von Druckvorlagen in Form von fotografischen Repros oder von Bilddateien (CD-ROM, E-Mail). Die Benutzung richtet sich nach der Benutzungs- und Entgeltordnung vom 01.01.2002 sowie nach den urheberrechtlichen Bestimmungen.

Klötzer, Wolfgang: Bilddokumentation im Stadtarchiv Frankfurt am Main, in: Informationen zur modernen Stadtgeschichte, Heft 2 (1988); Picard, Tobias: Fotos - Quellen zur Stadtgeschichte. Die Arbeit der Bilddokumentation im Institut für Stadtgeschichte (Archivbrief 1998), Frankfurt 1998. 

3.5.4.1. Stadtbilder

Bestandsname: Stadtbilder
Laufzeit: 15. Jh. ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Seit etwa 1950 Aufbau einer Bildersammlung durch Ankäufe von Presse- und freischaffenden Fotografen, Abgaben des Presse- und des Wirtschaftsamtes sowie Schenkungen von Privatpersonen. Ausbau zum zentralen Frankfurter Bildnachweis. Vertreten sind die Fotografen Martin Starl, Klaus Meier-Ude, Kurt Weiner, Paul Wolff, Max Göllner, Alfred Ehrhardt, Hannah Reeck, Heinrich Stürtz, Carl Weiss und andere. Ständige Fortschreibung durch fotografische Gegenwartsdokumentation. Rund 140.000 Bilder, vor allem sw-Fotos sowie Graphik (häufig Reproduktionen): Stadtansichten, Mainfront, Altstadt, Innenstadt, Sachsenhausen, Stadtteile, Vororte, Siedlungen, Kirchen, Judaica, Schulen, Firmen, Vereine, Landwirtschaft, Industrialisierung, Freizeit, Gastronomie, Hotels, Museen, Denkmälerbrunnen, städtische Ämter, Werke Frankfurter Künstler, Stichworte (Apfelwein bis Zeppelin), Luftaufnahmen 1926 ff. (senkrecht und schräg). Die Sammlung ist in drei Teilsammlungen untergliedert: 1. Frankfurt vor der Zerstörung 1944; 2. Die zerstörte Stadt 1943/44-1950; 3. Wiederaufbau und Entwicklung seit 1950.
Findmittel: Selbstindizierendes Aufbewahrungssystem. Bilddatenbank für Neuzugänge seit 1999. 

3.5.4.2. Zeitbilder

Bestandsname: Zeitbilder
Laufzeit: 794 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Bilddokumentation wichtiger Ereignisse seit der Gründungssage. Ständige Fortschreibung durch fotografische Gegenwartsdokumentation. Rund 30.000 Motive, überwiegend sw-Fotos: Wahl und Krönung, Nationalversammlung 1848/49, Wilhelminismus (Technische Ausstellungen und Nationalfeste), Weimarer Republik (Französische Besetzung, 75 Jahre Nationalversammlung, Arbeiterolympiade, Reichsbannertage etc.), Nationalsozialismus (Judenboykotte, Erster Spatenstich Reichsautobahn, Reichshandwerkertage etc.), Nachkriegszeit (Einmarsch US-Armee, Trümmerbeseitigung und Versorgungslage, Paulskirchenfeier und Turnfest 1948), Wiederaufbau und Entwicklung zum europäischen Zentrum (Kennedy-Besuch 1963, Demonstrationen und Bürgerprostest um 1968, Messen, Ausstellungen, Grundstein-legungen, Sportveranstaltungen, Volksfeste, Preisverleihungen) u.a.m.
Findmittel: Mit der EDV-Erschließung und Digitalisierung wurde 1998 begonnen, Bilddatenbank für Neuzugänge seit 1999. 

3.5.4.3. Fotosammlungen einzelner Fotografen

Bestandsname: Fotosammlung Gottfried Vömel
Laufzeit: ca. 1860-1940
Personengeschichte: Der Amateurfotograf Viktor Gottfried Vömel (1879-1959), Chemiker und zeitweise Inhaber einer medizinischen Fabrik, widmete sich nach 1922 ganz der Stadtbild-Fotografie. Seine Aufnahmen sind zwar ohne ästhetische Ambitionen, jedoch von großem dokumentarischem Wert und hoher technischer Qualität.
Bestandsumfang und -inhalt: Rund 6.000 Glasnegative und Kontakte 13x18: Altstadt, Innenstadt, Sachsenhausen, Vororte, Umgebung, Zeitereignisse, Gesellschaft und Porträts um 1910, Interieurs großbürgerlicher Wohnungen, evangelische Paulsgemeinde. Die Sammlung enthält auch Aufnahmen des Frankfurter Fotografen Karl Friedrich Mylius (1827-1916).
Findmittel: Neuordnung vorgesehen für Sommer 1999
Bemerkungen: Frankfurt in Fotografien von Gottfried Vömel 1900-1943, hrsg. Von Wolfgang Klötzer, München 1992.

Bestandsname: Fotosammlung Willi Klar
Laufzeit: 1944-1987
Personengeschichte: Der Hobbyfotograf Willi Klar (1907-1994) trat nach Stationen als kaufmännischer Angestellter und Profifußballer 1936 als Fotoassistent in die Agentur Dr. Paul Wolff & Tritschler ein. In dieser Funktion viele Industrieaufnahmen. Seit 1946 selbständiger Fotograf für Industrie, Theater, Porträt, Mode, Werbung und Presse. 1952 Berufung in die Gesellschaft deutscher Lichtbildner, zahlreiche Ausstellungen.
Bestandsumfang und -inhalt: Ca. 6.000 sw-Abzüge: Stadtbilder (Trümmergrundstücke, Wiederaufbau, Flughafen, Hochhäuser, Hauptsehenswürdigkeiten, Alltagsleben u. a.), Theaterfotos (Komödie, Städtische Bühnen, Volkstheater u. a.), Firmen (Henninger Bräu, Latscha, Telefonbau & Normalzeit etc.) u. a. m.

Bestandsname: Fotosammlung Kurt Weiner
Laufzeit: 1946-1990
Bestandsumfang und -inhalt: Negativarchiv des Presse- und Stadtbildfotografen Kurt Weiner (geb. 1921). Rund 60.000 Negative und 3.000 sw-Prints: Nachkriegszeit, Wiederaufbau, Ereignisse. Von ausgewählten Negativen werden Abzüge hergestellt.
Findmittel: Chronologische Aufstellung.
Bemerkungen: Mit anderen Augen. Ein Fotojournalist sieht Frankfurt am Main. Fotos: Kurt Weiner, Text: Werner Petermann, Frankfurt 1990.

Bestandsname: Fotosammlung Dr. Paul Wolff & Tritschler
Laufzeit: 1927-1960
Personengeschichte: Der Arzt und Fotograf Paul Wolff (1887-1951) übersiedelte 1920 von Straßburg nach Frankfurt, wo er sich die Mittel zur Eröffnung einer Praxis als Laborant und Filmvorführer erwerben wollte. Im Auftrag von „Altstadtvater“ Fried Lübbecke fotografierte er für verschiedene Bildbände Straßen und Gebäuden der Altstadt. Pionier der Kleinbildfotografie. 1927 zusammen mit Alfred Tritschler Gründung der „Dr. Paul Wolff & Tritschler oHG“, die sich zur bedeutendsten Agentur für Industriefotografie in Deutschland entwickelte.
Bestandsumfang und -inhalt: Rund 10.000 SW-Prints: Altstadt und Siedlungsbau um 1930, Reichsautobahn, nationalsozialistische Großveranstaltungen (Tag der nationalen Arbeit, Reichshandwerkertag, Hitler-Besuche), NS-Organisationen (NSV, HJ, DAF), Automobile und Luftfahrt, Industrie- und Werbeaufnahmen (IG-Farben, Adlerwerke, Frankfurter Zeitung sowie mittelständische Frankfurter Betriebe), Nachkriegszeit (Trümmerbilder, Messe, Internationale Automobilausstellung, Hauptsehenswürdigkeiten, Alltagsleben auf der Straße) u. a. m.
Findmittel: Aufstellung gemäß der ursprünglichen Serien- und Negativnummern.
Bemerkungen: Frankfurt in Fotografien von Paul Wolff 1927-1943, hrsg. von Wolfgang Klötzer, München 1991.

Bestandsname: Fotosammlung Fred Kochmann
Laufzeit: 1945-1950
Personengeschichte: Der Fotograf Fred Kochmann wurde 1918 in Heidelberg geboren. Nach Schul- und Lehrzeit in Heidelberg und Worms wurde er zum Reichsarbeitsdienst und später zur Wehrmacht eingezogen. 1941 kam er nach Frankfurt. Hier hat er seit Herbst 1945 in zahlreichen Fotos die Lebensverhältnisse der unmittelbaren Nachkriegszeit festgehalten. 1947 trat Kochmann eine Stelle als Fotograf im Historischen Museum Frankfurt an. In der Folgezeit hat er seine Tätigkeit als Chronist des Zeitgeschehens dann zunächst reduziert und Anfang 1950 schließlich ganz eingestellt.
Bestandsumfang und -inhalt: 2.614 überwiegend mittelformatige sw-Negative. Seit Mitte 1998 werden von den Negativen sukzessive Vergrößerungen hergestellt. Die Negative bzw. Fotos dokumentieren das Stadtbild jener Jahre, die Trümmerbeseitigung und den beginnenden Wiederaufbau. Neben Fotos mit eher topographischem Charakter stehen Momentaufnahmen vom Alltagsleben und Zeugnisse von kulturellen, politischen und sonstigen Ereignissen.
Findmittel: Der Bestand wurde 1997/98 verzeichnet. Nicht numeriertes Findbuch in Form eines Computerausdrucks vorhanden. Teilweise erfasst mit EDV.

Bestandsname: Fotosammlung Harald Joppen
Laufzeit: 1975-1996
Personengeschichte: Harald Joppen (*1926). Frankfurter Porträt- und Gesellschaftsfotograf. Zunächst Drogist am Dornbusch, ab 1952 selbständiger Fotograf. Neben Porträtaufnahmen bekannter Persönlichkeiten fertigte Joppen vor allem gefällige Aufnahmen von gesellschaftlichen Ereignissen (Empfänge, Premieren, Feiern, Eröffnungen usw.) an, die von seinem umfangreichen Mitarbeiterstab binnen Stunden entwickelt und vergrößert und den Porträtierten noch vor Abschluss der jeweiligen Veranstaltung zum Kauf angeboten wurden.
Bestandsumfang und -inhalt: Die Sammlung besteht aus rund 1 Million Farbkleinbildnegativen. Einzel- und Gruppenaufnahmen von prominenten und weniger prominenten Besuchern gesellschaftlicher Veranstaltungen.
Findmittel: Ungeordnet, weitgehend unbenutzbar.

Bestandsname: Fotosammlung Kurt Röhrig
Laufzeit: 1943-1980
Bestandsbeschreibung: 1.100 sw Aufnahmen der Stadt im Wiederaufbau (Innenstadt, Bahnhof, Flughafen, Paul-Ehrlich-Institut u.a.m.).
Findmittel: Vollständig erschlossen durch EDV-Katalog und Digitalisierung der Objekte.
Das Gesamt-Bildarchiv von Kurt Röhrig/roebild geht weit über Frankfurt hinaus und wird vom Enkel des Fotografen verwaltet: Florian Mansard, Hauptstraße 106, 65812 Bad Soden, www.mansard.de (2011).  

3.5.4.4. Diasammlung

Bestandsname: Diasammlung
Laufzeit: 1908 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Rund 60.000 Farb- und SW-Dias. Diathek: Zeitbilder von der fränkischen Epoche bis zum Zweiten Kaiserreich, Stadtbilder (Altstadt, Innenstadt, Stadtteile, Vororte), thematische Reihen (Karten und Pläne, Warten, Brücken, Denkmäler, Kirchen, Römer etc.), Porträts, Repros von Archivalien u. a. m.; Diasammlung Heinrich: Stadtbilder einschließlich Vororte um 1970, thematische Zusammenstellungen (Neues Rathaus, Denkmäler, Frankfurter Wald etc.); Diasammlung Boxheimer und Diasammlung Rühmann: Stadtbilder um 1970, Flohmarkt, Karneval etc.; Diasammlung Knabenschuh: Autochrome um 1910 (Altstadt, Innenstadt, Parks, Mainfront); Diasammlung Dr. Paul Wolff/Fried Lübbecke: Dokumentation Frankfurter Bau- und Kunstdenkmäler um 1942 (Dom, Karmeliterkloster, Deutschordenshaus, Römer); Diasammlung Fried Lübbecke: Baudenkmäler der Altstadt, Trümmeraufnahmen; Diasammlung Sport- und Badeamt: Bäder und Sportanlagen 1950-1980; Diasammlung Bundesgartenschau 1989.
Findmittel: Die Diasammlung wird bis 2003 revidiert und signiert.
Bemerkungen: Frankfurt in frühen Farbaufnahmen von Carl Knabenschuh. Mit einem Essay von Christian Beutler, hrsg. von Michael Schroeder, Frankfurt 1993. 

3.5.4.5. Bilderalben

Bestandsname: Bilderalben
Laufzeit: 1895 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Ca. 250 Bilderalben amtlicher und privater Provenienz: Pädagogische Ausstellung 1931, Reichstagswahlkampf SPD 1932, Sportereignisse 1920-1932, Notstandsarbeiten 1924-1928, Frankfurter Hauseingänge 1975, Trümmerverwertungsgesellschaft 1945-1957 (Trümmerbilder, Abbruchsarbeiten, Neubauten), Städtische Bühnen 1939-1943, Dokumentationen Restaurierung Ratgeb-Wandgemälde 1983, Wiederaufbau Alte Oper 1981 und Restaurierung Dom 1992, Familienalbum Mumm von Schwarzenstein 1895-1900 sowie mehrere Fotoalben „Frankfurt vor der Zerstörung 1944“ und „Frankfurt im Wiederaufbau 1945-1955“.
Findmittel: EDV, Datenbank. 

3.5.4.6. Originalgrafik

Bestandsname: Originalgrafik
Laufzeit: 1635 ff.
Bestandsumfang und -inhalt: Das Sammeln stadtgeschichtlicher Originalgraphik ist primär Aufgabe des Historischen Museums. Das Institut besitzt einige Einzelstücke. Rund 200 Lithographien, Kupfer- und Stahlstiche, Aquarelle usw., besonders des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Stadtansichten, Tore und Warten, Wall und Graben, Plätze, Straßen, Hauptsehenswürdigkeiten, Brunnen und Denkmale, Vororte, Porträts, Ereignisse (Krönungsfeierlichkeiten, Stadtbrände, Nationalversammlung 1848/49 etc.) u. a. m.
Findmittel: Vollständig erschlossen durch EDV-Katalog und Digitalisierung der Objekte.

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