Bestandsname: BRAACH, Emilie (Signatur: S1-379)
Laufzeit: 1917, ca. 1935-1998
Personengeschichte: *1898, +1998. Genannt „Mile“ B.. Chronistin. Tochter des Lederfabrikanten Otto Hirschfeld. 1920 Heirat mit dem Journalisten und späteren Intendanten der Städtischen Bühnen in Mönchen-Gladbach Heinrich Braach (+1940). Während des Dritten Reichs bewahrte sie ihre Eltern vor der Deportation, indem sie sie in ihrer Wohnung versteckte. Nach dem Krieg wurde sie für ihr mutiges Verhalten mehrfach ausgezeichnet (Johann-Kirchner-Medaille, Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, Bundesverdienstkreuz) B. wurde v.a. bekannt als Zeitzeugin der „bewegten Zeit“. Sie wurde gerne in Schulen oder zum „Erzählcafé“ eingeladen, um dort von ihrem Leben zu berichten.
Sie schrieb auch einige Bücher (u.a. gedruckte Briefe an die Tochter „Wenn meine Briefe Dich erreichen könnten“, autbiographische Erzählung „Rückblende“, Biographie von „Marie Eleonore Pfungst“).
Bestandsumfang und -inhalt: 5 Kästen: Briefe Mile Braachs an ihre Tochter Bergit Forchhammer (1939-1998), Manuskriptfragmente; Kurzgeschichten; vereinzelte Familienpapiere u.ä.
Findmittel: verzeichnet in EDV.
Bemerkungen: Depositum.
Bestandsname: BRAUN, Theodor (Signatur: S 1/313)
Personengeschichte: *1872, +1919. Dekorationsmaler.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: Familienfotos, Postkarten, vereinzelt Familienpapiere, Poesiealbum mit Zeichnung von Joseph CORREGGIO, Zeitungsartikel über Heinrich Correggio.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BREIDBACH-BÜRRESHEIM (Familienarchiv)
Laufzeit: 14.-20.Jh.
Familiengeschichte: Die Familie von Breidbach entstammt einem alten erzstiftisch-kölnischen Geschlecht, das mit zahlreichen mittelrheinischen Geschlechtern Verbindungen einging und in kurmainzische Dienste trat. Die Familie stellte zeitweise den Mainzer Viztum im Rheingau und mit Emmerich Joseph einen Erzbischof von Mainz (1763-74). Die ältere Linie starb mit Emmerich Joseph 1796 aus. Die jüngere Linie beerbte 1764 die ebenfalls in kurmainzischen Diensten stehende Familie von Riedt, die ihrerseits 1618 in das Erbe des Klettenberger Zweiges der Ritter von Praunheim eingetreten war. Hauptbestandteil des Erbes bildete das Dorf Heddernheim nebst zugehörigen Besitzungen, was auch den Schwerpunkt der Aktenüberlieferung umfaßt.
Bestandsumfang und -inhalt: 40 Rm. Das Archiv wurde 1963 vom Stadtarchiv angekauft und gliedert sich in etwa 250 Urkunden, 8 Rm Bücher, einige Kästen Drucksachen und Reste loser Akten. Einen Großteil des Bestandes bilden Heddernheimer Gutsakten (mit Praunheim, Ginnheim, Eschersheim, Niederursel, Bonames, Harheim), Güterverzeichnisse und Unterlagen, die die öffentliche Stellung des Dorfherren betreffen (Gerichtssachen, Judensachen etc.). Kleinere Teile des Bestandes beziehen sich auf Schriftstücke der Familien, die von den Breidbach Bürresheimern beerbt wurden: Unterlagen aus dem späten 14. Jh. der Herren von Saneck zu Waldeck, der Herren von Praunheim und der Familie von Riedt aus dem späten 16 Jh.
Findmittel: Kartei.
Bemerkung: Weidenbuch: Die Freiherren von Breidbach zu Bürresheim. In: Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein 24, 1872 (S. 70-125) - Heinemann, Peter: Heimat Nida-Heddernheim. Die Geschicht unseres Ortes, Frankfurt 1950.
Bestandsname: BRÖNNER, Heinrich Karl Remigius (Signatur: S 1/104)
Laufzeit: ca. 1825-1850
Personengeschichte: *1789, +1857. Buchhändler und -drucker. 1812 Geschäftsnachfolger für die Buchdruckerei seines Onkels Heinrich Karl Remigius B. (1738-1812). 1827 Betriebsaufteilung in einerseits Druckerei, Schriftgießerei und Verlag, andererseits Sortimentsbuchhandlung „B.sche Buchhandlung“.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Geschäftsbriefe.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BROFFT, Familie (Signatur: S 1/116)
Laufzeit: ca. 1784-1870
Personengeschichte: Maurerfamilie. 1. Franz B. *1749, +1830. 2. Franz B. *1788, +1867.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Familienpapiere u.ä., Prozeß um Bürger- und Meisterrecht, Kauf der Hornwerke Affentor und Bockenheimer Tor auf Abbruch, Ernennungsurkunde zum Unterleutnant der Landwehr.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BROMME, Max (Signatur: S1-378)
Laufzeit: 1897-1974
Personengeschichte: *1878, +1974. 1903-1908 Gartendirektor in Köln, danach Stadtgartendirektor von Erfurt. 1912-1945 Städtischer Gartenbaudirektor in Frankfurt Engagement für die Schaffung neuer Grünanlagen und Naherholungsgebiete. Bekannt geworden in Frankfurt durch Gestaltung zahlreicher Frankfurter Parks (u.a. Huthpark und Röderberghang am Ostpark, Holzhausenpark, Sommerhoffpark, Solmspark, Rothschildpark), Umwandlung alter Friedhöfe in öffentliche Parks, Förderung des Kleingartenbaus. Seit 1932 Leiter des Palmengartens, der durch B.s. Einfluss eine hervorgehobene Stellung unter den deutschen Botanischen Gärten einnahm. 1953 Bundesverdienstkreuz am Bande.
Bestandsumfang und -inhalt: ca. 0,75 Rm: Urkunden, Auszeichnungen, Manuskripte und Texte über Gartenbauwesen; Fotos (Urlaub, Familie, Städte, Erster Weltkrieg; Frankfurter Motive: Grünanlagen, Palmengarten, Parkanlage der I.G. Farbenindustrie).
Findmittel: Rep. 848; verzeichnet in EDV.
Bestandsname: BRUNDERT, Willi (Signatur: S 1/167)
Laufzeit: ca. 1967-1970
Personengeschichte: *1912, +1970. 1964-1970 Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Staatssekretär. 1935-41 kurze Tätigkeit im Staatsdienst, danach Arbeit in einer Wirtschaftsprüfergesellschaft in Berlin. 1946-1949 Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt. Bereits 1930 Eintritt in die SPD und Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Während des Nationalsozialismus Widerstand um Carlo Mierendorff. 1949 Verurteilung in der DDR wegen angeblicher Wirtschaftssabotage und „Sozialdemokratismus“ zu 15 Jahren Zuchthaus, von denen er sieben Jahre abbüßte, um dann in den Westen zu gelangen. Leitung der Landesfinanzschule Hessen, 1963 Hessischer Staatssekretär und Chef der Hessischen Staatskanzlei. Am 1.7.1964 Wahl zum Frankfurter Oberbürgermeister. Unter B. Weichenstellung für S-Bahn-Bau, Eröffnung des Nordwest-Zentrums. Wiederwahl am 19.3.1970 zum OB. B. verstarb aber bereits zwei Monate später am 7.5.1970. Zahlreiche Ehrenämter: Präsident des Deutschen Städtetags, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Vorsitzender der Planungsgemeinschaft Untermain u.a.
Bestandsumfang und -inhalt: 20 Kästen: persönliche Papiere und Glückwunschkarten; Schriftwechsel und Handakten aus beruflicher (insbes. Haushaltsunterlagen und Unterlagen zur Stadtentwicklung und Regionalplanung) und aus nebenberuflicher Tätigkeit (u.a. Aktionsgemeinschaft Opernhaus e.V., Aktionsgemeinschaft 20. Juli 1944, DATUM Dokumentations- und Ausbildungszentrum für Theorie und Methode der Regionalforschung e. V., Deutscher Bühnenverein e. V., Deutscher Städtetag, Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft e. V., Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionale Planungsgemeinschaft Untermain (RPU), Hilfswerk Berlin) Korrespondenz u.ä.
Findmittel: Rep. 711, zweite Teilabgabe verzeichnet in EDV.
Bestandsname: BUCHTHAL, Arnold (Signatur: S 1/138)
Laufzeit: ca. 1925-1965
Personengeschichte: +1965. Oberstaatsanwalt. Seit 1958 Senatspräsident am Oberlandesgericht Frankfurt
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Personalpapiere, Zeitungsberichte und Unterlagen zum Fall „Trojanisches Pferd“ (=Beschlagnahme der FNP).
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BUHL, Fritz (Signatur: S1/373)
Laufzeit: ca. 1930-1945
Personengeschichte: *1875 (?) +1949. Redakteur der Frankfurter Zeitung (Lokalteil)
Bestandsumfang und -inhalt: 7 Bände: Aufsätze über Frankfurt (Geschichte, Gebäude, Personen) sowie über Segelflug und Luftfahrt. Typoskript „Das Gänsedorf“
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BURNITZ, Hans (Signatur: S 1/21)
Laufzeit: 1896-1929
Personengeschichte: *1875, +1929. Landschaftsmaler in Frankfurt
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: Tagebücher, biographische Aufzeichnungen.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: BUSS, Familie (Signatur: S1-417)
Laufzeit: 1864 - 1963
Personengeschichte: 1.) Anna Buss, geb. Roos. *30.3.1874. Ehefrau von Philipp Heinrich Buss. Sie war als Fürsorgerin tätig. 1926 bis 1933 war sie Direktorin des Landesaufnahmeheims Steinmühle bei Ober-Erlenbach.
2.) Sohn Heinrich Buss (*8.11.1901. Handelslehrer, Oberstudienrat)
Bestandsumfang und –inhalt: 1 Mappe: zu 1.) Zeugnisse, Personalpapiere, Glückwünsche für 25 jährige Tätigkeit in der Jugenfürsorge (u.a. von Anna Edinger, Gottlob Beilharz, Conrad Rempe, Wilhelm Polligkeit), 1929; Glückwünsche zum 75. Geburtstag, 1949
zu 2.) Zeugnisse, Ernennungsurkunden, Auszüge aus der Personalakte
Findmittel: