Bestandsname: FAUSER, Arthur (Signatur: S1/389)
Laufzeit: 1938-2001
Personengeschichte: *1911, +1990. Maler. 1927-1929 Banklehre. Ein Jahr später Mitarbeiter in gebrauchsgraphischen Ateliers. Nach dem von der NS-Regierung angeordneten Ausstellungsverbot im Jahr 1933 schlug er sich mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten durch (Lehrvertrag als Xylograph in einer Klischeeanstalt, Gründung eines Verlags, Karteiführer bei der „Reichsstelle für Getreide“, Gründung des Kabaretts „Die Dachluke“, das kurz darauf verboten wurde, Beiträge für Theaterprogramme usw.). 1940-1945 Soldat. Nach dem Zweiten Weltkrieg Dramaturg bei der Rhein-Mainischen Landesbühne. 1948-1952 Hörspiele und Beiträge für den Hessischen Rundfunk. 1953 Aufführung einer Komödie in Hamburg. Danach ausschließlich als Maler in Frankfurt tätig. Zahlreiche Ausstellungen.
Bestandsumfang und -inhalt: 5 Kartons: Kriegs- u. a. Tagebücher; Briefe und persönliche Notizen an die Ehefrau Maria (u.a. Feldpost, während des Stipendiums der Villa Massimo in Rom); sonstiger Schriftwechsel, Ausstellungskataloge und -broschüren; Tagebuch (1961) von Maria Fauser.
Findmittel: Verzeichnet in EDV.
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.
Bestandsname: FAY, Bernhard Georg (Signatur: S 1/112)
Laufzeit: ca. 1814-1856
Personengeschichte: *1793, +1848. Gastwirt in Frankfurt (Wolfseck, Neue Anlage), Hauptmann des Scharfschützenbataillons.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe (Fotokopien): Personalpapiere, Militärpapiere.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FAY, Heinrich Eduard (Signatur: S 1/11)
Laufzeit: ca. 1843-1873
Personengeschichte: *1824, +1878. Stadtverordneter
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: Personalpapiere; Briefe u.a. von O. HÖRTH, W. LANGELOTH, E. F. A. MÜNZENBERGER, Leopold SONNEMANN; Merkbuch mit eingeklebten Zeitungsausschnitten über Stadtverordnetensitzungen 1871-78; Tischlieder von F. STOLTZE, Akten des Komitees zur Errichtung eines Gedenksteins für die Septembergefallenen.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FAY, Viktor (Signatur: S 1/227)
Laufzeit: ca. 1849-1911
Personengeschichte: *1827, +1911. Gastwirt.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Begräbnisunterlagen, Zeitungsartikel und Briefe betr. Überführung der sterblichen Überreste von August von KOTZEBUE und Carl Ludwig SAND in den neuen Friedhof von Mannheim, Briefe eines befreundeten Revolutionärs aus Mannheim über die badische Revolution 1848 f.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FAY, Wilhelm (Signatur: S1-405)
Laufzeit: ca. 1965-1980
Personengeschichte: *1911, +1980. Kommunalpolitiker; ehrenamtlicher Stadtrat 1948-1956, hauptamtlicher Stadtrat 1956-1966, Bürgermeister 1966-1972; Ehrenplakette 1961
Bestandsumfang und –inhalt: ca. 1 Rm: Handakten.
Findmittel: ungeordnet.
Bemerkungen: Depositum.
Bestandsname: FELLNER, Familie (Signatur: S 1/207)
Laufzeit: ca. 1820-1866
Personengeschichte: 1. Ferdinand F. *1799, +1859. Gelernter Advokat, der sich ausschließlich der Malerei widmete. Vertreter der Romantik. Künstler zweier Wandgemälde im Kaisersaal des Römers. Zeichner und Illustrator von Sagen und Dichtung.
2. Karl Konstanz Viktor. *1807, *1866. Seit 1852 Senator. Verteter der Freien Stadt Ffm. während der Zollvereinsverhandlungen (1850er und 1860er Jahre). 1857, 1862 und 1864 jüngerer Bürgermeister. Daneben Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. 1865 Wahl zum älteren Bürgermeister. Immense Kontributionsforderungen der preußischen Militärverwaltung nach der Annexion Frankfurts trieben F. in den Selbstmord.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: private Korrespondenz, insbes. Briefe Christa Fellners an Sohn Karl F. sowie von Karl K. V. Fellner während der Teilnahme als Deputierter der Stadt Frankfurt an Konferenzen des Zollvereins.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FICHARD (Familienarchiv)
Laufzeit: 1540-1789
Familiengeschichte: Die Frankfurter Patrizierfamilie Fichard geht zurück auf Christian R(e)ichard aus Gemünd(en) im Hundsrück, dessen Enkel Conrad und Johann bei ihrem Großvater mütterlicherseits aufwuchsen und dessen Namen Fichard annahmen. Johann kam 1502 nach Frankfurt als Rektor der Stiftsschule des Liebfrauenstifts, seit 1509 Gerichtsschreiber und Frankfurter Bürger. Seine Nachkommen machten sich für drei Jahrhunderte um Frankfurt hochverdient. Die Familie gehörte seit 1539 zur Ganerbschaft Alten-Limpurg und wurde am 26. 1.1541 geadelt. Mit Johann Karl von Fichard stirbt 1771 das Geschlecht, doch geht der Name Fichard testamentarisch auf seinen Erben Johann Karl Baur von Eysseneck, den Sohn seines Vetters, über. Der letzte Namensträger fiel im Zweiten Weltkrieg.
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Rm. Bestandsrest
Findmittel: Rep. 444.
Bestandsname: FICHARD, Familie von (genannt: BAUR von EYSSENECK; Signatur: S 1/183)
Laufzeit: 1830-1860
Personengeschichte: 1. Johann Maximilian von F. *1783, +1846.
2. Maximilian Adalbert Isidor Freiherr von F. *1836, +1922. Sohn von 1). Aus einer angesehenen Frankfurter Patrizierfamilie stammende Ingenieure und Obristen im österreichischen Heer.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Personalpapiere, Dokumente zur Namensnennung, Freiherrnurkunde.
Findmittel: Rep. 670.
Bestandsname: FINGER, Samuel Gottlieb (Signatur: S 1/24)
Laufzeit: ca. 1798-1803
Personengeschichte: *1777, +1827. Teilhaber der Wollwarenhandlung Lorenz Friedrich Finger. Seit 1834 Mitglied und 1848-1868 Senior der Ständigen Bürgerrepräsentation.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Briefe aus Frankfurt an den Kammerdirektor von GÖCHHAUSEN zu Sachsen-Weimar-Eisenach: Politik, Kriegsereignisse, Fragen zu Religion und zum Freimaurerwesen.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FISCHER, Karl (Künstlername: CEFISCHER, Kürzel: Cefi; Signatur: S 1/247)
Laufzeit: 1945-1975
Personengeschichte: *1900, +1974. Illustrator. Seit 1937 Redakteur und Pressezeichner bei der „Frankfurter Illustrierten“. Bei einem Bombenangriff während des Zweiten Weltkrieges Verlust beider Arme. C. lernt Zeichnen mit dem Mund. Seit 1948 wieder Illustrator bei der „Frankfurter Illustrierten“. Erfinder der Katerfigur „Oskar“. Mit seinen Zeichnungen sind mehrere Bücher erschienen.
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Kästen, 1 Mappe: Zeitungsausschnitte, Druckvorlagen und Manuskripte zu dem Buch „Cefischer erinnert sich“; Zeichnungen „Capriolen“, Fotos von C., Personalpapiere.
Findmittel: Rep. 737.
Bestandsname: FISCHER, Peter (Signatur: S 1/30)
Laufzeit: 1945-1947
Personengeschichte: * 1896. Soldatenrat. 1923-1928 Stadtverordneter und KPD-Fraktionsvorsitzender in Höchst. 1928-1933 Stadtverordneter von Frankfurt. 1945 Beirat der Militärregierung und Bürgerbeirat. 1948 Rückzug aus dem politischen Leben. Bis 1957 Vertreter für Hartmetallfirmen.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Niederschriften und Korrespondenzen über die Nachkriegsverhältnisse in Frankfurt, insbes. in Frankfurt-Höchst; Lebenslauf.
Findmittel: Rep. 753.
Bestandsname: FLACH, Louis (Signatur: S 1/369)
Laufzeit: ca 1945-1956
Personengeschichte: *1880, +1958 Heimatdichter
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Mappen: Texte und Gedichte in Frankfurter Mundart und in Hochdeutsch (insbes. maschinenschriftl. Vervielfältigungen)
Findmittel: unverzeichnet.
Bestandsname: FLAUAUS, Robert (Signatur: S 1/149)
Laufzeit: 1879-1914
Personengeschichte: *1861, +1931. Weißbindermeister,1903-1919 Stadtverordneter (DP), Kunstsammler.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Briefe und Mitteilungen, u.a. von Franz ADICKES, Hermann von STÜLPNAGEL, Hans BLUM, Wilhelm STEINHAUSEN, Anton HORNE.
Findmittel: Rep. 642.
Bestandsname: FLESCH-THEBESIUS, Max (Signatur: S 1/156)
Laufzeit: ca. 1908-1972
Personengeschichte: *1889 Jul. 9, +1983 Apr. 6. Chirurg, Sozialpolitiker, 1946-1964 Stadtverordneter. Sohn des Stadtrats und Sozialpolitikers Karl FLESCH, Bruder des Arztes und Rundfunkpioniers Hans FLESCH. Bis zum Wehrdienst 1913 Assistenzarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik in Frankfurt. 1923 Niederlassung als Facharzt für Chirurgie in Frankfurt. Ab 1928 Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des Privatkrankenhauses Sachsenhausen. 1933 Entlassung („Nichtarier“) und Arbeit in seiner Privatpraxis. 1945-1958 Direktor der Chirurgischen Klinik des Städtischen Krankenhauses in Höchst. Daneben seit 1946 politisches Mandat als Stadtverordneter der CDU und Mitglied des Gesundheits- und Kulturausschusses. Großes kulturpolitisches Engagement (u.a. Mitbegründer der Aktion „Rettet das Opernhaus“, Gründer der Robert-Schumann-Gesellschaft).
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Kästen: Personalpapiere, Zeugnisse, Militärpapiere, Handakten aus beruflicher Tätigkeit (Anstellung als Arzt, Entlassung während des Dritten Reichs, Laufbahn als Leiter der Chirurgischen Klinik, Unterlagen zum Höchster Krankenhaus u.a.), Auszeichnungen, Vorträge über Medizin und Musikgeschichte, Zeitungsausschnitte, Unterlagen betr. Deutscher Gemeinschafts-Diakonie-Verband, Tagebücher, Korrespondenz, Fotos, Forschungen über Robert SCHUMANN.
Findmittel: Rep. 650, 748.
Bestandsname: FRANK, Karl Jakob (Signatur: S 1/203)
Laufzeit: 1820, 1831
Personengeschichte: Mitglied der Spezialsanitätskommission des 3. Quartiers.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Mitgliedsurkunde des Blücher-Vereins, militärische Ernennungen.
Findmittel: Unverzeichnet.
Bestandsname: FREILIGRATH, Familie (Signatur: S1/388)
Laufzeit: 19. Jh.-1925
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Bde.: 4 Bde. Familienchronik, zusammengestellt von Hartmut Gürtler: gebundene Kopien von Fotos, Briefen und Zeitungsartikeln etc. Enthält u.a. Wolfgang Freiligrath (1847-1936, Sohn des Freiheitsdichters Ferdinand Freiligrath, 1810-1876) und dessen Bekanntschaft mit dem damaligen Regierungsreferendaren Walter Kolb. Auftritt von W. Kolb auf der Kundgebung des „Reichsbanners Schwarzrotgold“ in Mainz (30.8.1925)
Findmittel: Vorgeordnet.
Bestandsname: FREYER, Rolf (Signatur: S 1/366)
Laufzeit: (1915 f.) 1922-1985
Personengeschichte: *1908. Direktor der Veith-Pirelli AG. Seit 1938 dort beschäftigt, zunächst in der Verwaltung. Frühes SPD-Mitglied. 1936 Verurteilung zu 22 Monaten Haft wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ (Teilnahme an SPD-Veranstaltungen und Verteilung der Druckschrift „Sozialistische Aktion“). Seit 1955 stellvertretender und seit 1967 Vorsitzender der Industrievereinigung des Odenwaldkreises. 1968 Vorsitzender der sozialpolitischen Vereinigung der hessischen Gummiindustrie.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: Vorlesungsmitschriften und Fotos der Akademie der Arbeit von 1930; Personalpapiere; Bewerbungsunterlagen, Wiedergutmachungsantrag u.ä.
Findmittel: Verzeichnet in EDV.
Bestandsname: FRIES, Familie (Signatur: S 1/154)
Laufzeit: ca. 1750-1970
Institutions- bzw. Personengeschichte: Firma J. S. Fries Sohn, Eisengießerei. 1748 gründete Johann Simon F. (*1777, +1835) eine Zinngießerwerkstatt. 1807 Genehmigung zur Errichtung einer Lackierfabrik von Blechwaren und Papiermaché. 1834 Erweiterung des Unternehmens um eine Eisengießerei und Eintrag ins Firmenregister unter „J. S. Fries Sohn“. Die Fabrik spezialisierte sich auf die Produktion von „Portativmaschinen“ (Lokomobile) sowie von Transmissionen, Hebezeugen u.ä. Aufträge auch für Kandelaber der Gasbeleuchtung in den Straßen (1840), Guss der Reliefplatten für den Sockel des Gutenberg-Denkmals, Eisenkonstruktion für den Eisernen Steg (1868/69) sowie für die Markthalle (1877). 1973/74 Liquidierung des Unternehmens.
Bestandsumfang und -inhalt: 10 Kästen: Familienpapiere; Geschäftsunterlagen, Bilanzen, Gesellschaftsverträge; Kaufverträge, Hypotheken für Firmengelände; Wertschätzungen; Werbeprospekte und Kataloge; Fotografien der Produkte (Kräne, Transmissionen, Laufkatzen u.a.) sowie der Werkhallen.
Findmittel: Rep. 828; verzeichnet in EDV.
Bemerkungen: Depositum.
Bestandsname: FRITZ, Robert (Signatur: S 1/155)
Laufzeit: 1911-1962
Personengeschichte: *1890, +1983. Jurist, Vorstandsmitglied der Metallgesellschaft, Rechtsberater in Wiedergutmachungsfragen, Schriftsteller. Nach kurzer Tätigkeit beim Auswärtigen Amt in Berlin 1921-1924 Deutscher Staatsvertreter am Deutsch-italienischen Gemischten Schiedsgerichtshof in Rom. 1926/27 Amerikaaufenthalt. 1928-1934 Richter am Frankfurter Landgericht, daneben Leitung der Justizpressestelle des Frankfurter Oberlandesgerichts. Ab 1935 deutscher Staatsvertreter am Deutsch-französischen Gemischten Schiedsgerichtshof in Paris. Ab 1940 Beauftragter der Reichsregierung für das deutsche Vermögen in Frankreich. Nach dem Krieg freier Rechtsanwalt in Frankfurt, der sich v.a. mit jüdischen Wiedergutmachungsangelegenheiten beschäftigte. Nebenberuflich Rechtsberater bei der Metallgesellschaft AG, seit 1958 Vorstandsmitglied.
Bestandsumfang und -inhalt: 18 Kästen: Persönliche Papiere; Briefwechsel mit Familie, Freunden und Verlagen; Unterlagen betr. Schiedsgerichtshöfe in Rom und Paris, Untersuchungsverfahren der US-Militärregierung gegen Fritz DIETZ, Rückerstattungs- und Wiedergutmachungssachen der Erbengemeinschaft ROTHSCHILD sowie der Familien SELIGMAN und GANS; Wertpapierbereinigungsverfahren Hugo von MENDELSSOHN-BARTHOLDY.
Findmittel: Rep. 561.