Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Beständeübersicht der Abteilung „Sammlungen“

3.6.15. Nachlässe, Adels- und Familienarchive „Kr-Kz“

Bestandsname: KRÄMER, Georg (Signatur: S 1/376)
Laufzeit: ca. 1945-1965
Personengeschichte: *1906, +1969. Bildhauer. Studium an der Offenbacher Kunstgewerbeschule sowie der Städelschule (u.a. unter Professor Karl Stock). Nach Zerstörung des Ateliers im Städel, das er 1933 bezogen hatte, Umzug in die Gartenstraße. Bekannt geworden als „Brunnendoktor“, der die im Krieg zerstörten Brunnendenkmäler restaurierte (u.a. Hirschbrunnen in der Großen Rittergasse, Dreikönigs-, Heiliggeist-, Artischockenbrunnen). Weitere Werke: Grabplatte für den verstorbenen Oberbürgermeister Walter Kolb, Kennedyrelief an der Paulskirche, Plakette an Oberbürgermeisteramtskette, Frau-Rauscher-Brunnen, Affenbrunnen, Ritterbrunnen, Paradiesbrunnen. K. war seit 1956 erster Vorsitzender der Frankfurter Künstlergesellschaft.
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Mappen: Unterlagen zu Wettbewerben und Ausschreibungen, Bewerbung als Fachlehrer an der Staatlichen Zeichenakademie in Hanau, einzelne Rechnungen u.ä.; Werkfotos, Skizzen und Entwürfe.
Findmittel: Verzeichnet in EDV-System.
Bemerkungen: Depositum. 

Bestandsname: KRAMER, Ehepaar (Signatur: S1/365)
Laufzeit: 1925-1928, 1937-1939, 1952, 1955-1958
Personengeschichte: 1. Ferdinand K. *1898, +1985. Architekt, Designer. 1919 Architekturstudium in München. In Frankfurt zunächst Entwürfe für Kleinmöbel und Metallgeräte. Mit der unkonventionellen Ausgestaltung des Reisebüros Hapag im Frankfurter Hauptbahnhof machte K. auf sich aufmerksam. 1925 Beauftragung durch Stadtrat Ernst May mit der Leitung der Abteilung für Typisierung, betraut mit Planung sachlicher und kostengünstiger Inneneinrichtungen sowie Einrichtungsgegenständen. Daneben 1926-1928 Vorlesungen an der Frankfurter Kunstschule. 1929-1931 zusammen mit Eugen Blanck Entwurf für Siedlung Westhausen. 1930 Heirat mit der (jüdischen) Modedesignerin Beathe Feith. Nach Auswanderung Ernst Mays in die Sowjetunion, Arbeit als selbständiger Architekt in Frankfurt. Während des Nationalsozialismus Berufsverbot und als „entartet“ verrufen. 1938 Emigration in die USA. Dort freier Architekt und Industrie-Designer. Berufung in das American Institute of Architects. 1952 Rückkehr nach Frankfurt. Maßgeblicher Planer für Wiederaufbau der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Nach der Pensionierung 1964 selbständiger Architekt.
2. Beate K. geb. Feith *1905, +1997. Modedesignerin. Ehefrau von s.o. Aus einer bedeutenden Frankfurter Familie stammend, die zum Freundeskreis Max Beckmanns und Ugi Battenberg gehörte. Jüdin, 1938 Emigration in die USA.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: (Liebes-)Briefe von Ferdinand K. an seine Freundin und spätere Ehefrau Beate (Gefühle, Alltag, Bauprojekte; z.T. mit flüchtigen Zeichnungen).
Findmittel: Chronologisch vorgeordnet. 

Bestandsname: KRAPF, Familie (Signatur: S 1/263)
Laufzeit: ca. 1885-1935
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Familienpapiere, Liegenschaften in Höchst und Griesheim.
Findmittel: Unverzeichnet. 

Bestandsname: KRAUSS, Herbert (Signatur: S 1/326)
Laufzeit: ca. 1970-1992
Personengeschichte: *1905, +1992. Direktor der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt Presbyter. Mitglied der Kirchensynode.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Lebenslauf, Glückwunschschreiben, Ehrenurkunden zu Dienstjubiläen, Verleihungsurkunde des Verdienstkreuzes am Bande (Kopie), Presseausschnitte.
Findmittel: Unverzeichnet. 

Bestandsname: KREBS, Friedrich (Signatur: S 1/50)
Laufzeit: (1515) 1912-1965
Personengeschichte: *1894, +1961. 1933-1945 Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. Geb. am 9.5.1894 in Germersheim/Rhein. Übersiedelung 1918 von Straßburg nach Frankfurt 1923-1925 richterliche Tätigkeit am Land- und Amtsgericht. 1926-1928 Mitarbeit in der Deutschen Staatsvertretung beim gemischten deutsch-englischen Schiedsgerichtshof in Berlin. 1928-1933 Landgerichtsrat am Frankfurter Oberlandesgericht. Frühes Engagement in der „völkischen Bewegung“. 1929 Eintritt in die NSDAP (1924 bereits Ortsgruppenleiter einer NSDAP-nahen Partei). Gründung einer Ortsgruppe des „Kampfbundes für deutsche Kultur“ in Frankfurt. 1932 NSDAP-Abgeordneter im Preußischen Landtag und Reichsratsbevollmächtigter. 13.3.1933 kommissarische Ernennung zum Frankfurter OB, nachdem sein Vorgänger Ludwig Landmann zum Rücktritt gezwungen worden war. Unter K.s Amtszeit Einrichtung des Universitätsinstituts für Erbbiologie und Rassenhygiene. Daneben war K. bis 1937 Kreisleiter der NSDAP in Frankfurt. Seit 1935 Mitglied im Reichskultursenat und Präsidialrat der Reichsmusikkammer. Nach dem Zweiten Weltkrieg für drei Jahre Internierung durch die amerikanische Militärregierung. In einem Spruchkammerverfahren als politisch minderbelastet eingestuft. Parteivorsitzender und Stadtverordneter der Deutschen Partei, aus der er 1953 wieder austrat, nachdem er (nach längeren Prozessen) seine Zulassung als Rechtsanwalt erhalten hatte.
Bestandsumfang und -inhalt: 10 Kästen, 6 Urkunden: Tagebücher 1935-1943, Geburtstagsglückwünsche; Spruchkammerverfahren gegen K. (zahlreiche Entlastungsschreiben Frankfurter Persönlichkeiten für K.: u.a. von Ernst BEUTLER, Adolf Ellegard JENSEN; Rechtfertigungsversuche u.a.), Antrag auf Zulassung als Rechtsanwalt; Redeentwurf für den Parteitag der DP März 1952; Plaketten u.a. Auszeichnungen; Vervielfältigungen aus Akten der Stadtverwaltung; Altstadtfotos, Fotografien von Autografen im Goldenen Buch der Stadt Frankfurt
Findmittel: Rep. 581. 

Bestandsname: KRESSEL-BUSCH, Familie (Signatur: S 1/279)
Laufzeit: 1902-1952
Personengeschichte: Familie, wohnhaft in Oppenheimer Landstraße 46. Familienvater Wilhelm K. (*1866, +1944) war von Beruf Telegrafeninspektor.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten: Hausakten Oppenheimer Landstraße Nr. 46, Personalpapiere, Druckschriften, Korrespondenz.
Findmittel: Rep. 676. 

Bestandsname: KROHMANN, Maria (Signatur: S 1/268)
Laufzeit: 1929-1949
Personengeschichte: *1901. Arbeiterin.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Personalpapiere, Bezugsscheine, Beschäftigungsnachweise.
Findmittel: Rep. 648. 

Bestandsname: KRÜGER, Kurt (Signatur: S 1/288)
Laufzeit: 1933-1938
Personengeschichte: *1914. Student an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt Oberrottenführer der NSDAP, Hitlerjugend.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Personalpapiere (u.a. HJ-Mitglieder-Ausweis, NSDAP-Korrespondenz).
Findmittel: Unverzeichnet. 

Bestandsname: KRUMM, Karl-Heinz (Signatur: S 1/3980)
Laufzeit: Ca. 1965-1990.
Personengeschichte: *1930 in Rostock, +1992. Redakteur. 1949 Verurteilung zu 25 Jahren Zwangsarbeit im sibirischen Schweigelager Workuta. Die Anklagepunkte des sowjetischen Militärgerichtes waren: „antisowjetische Propaganda“ und „illegale Gruppenbildung“ zusammen mit 13 Freunden aus dem Umfeld der Liberaldemokratischen Partei. 1955 gehörte er zu den Kriegsgefangenen, die nach Konrad Adenauers Moskau-Besuch, freigelassen wurden. Krumm arbeitete zunächst bei der „Werra Rundschau“ in Eschwege. Durch Kontakte zum stellvertretenden Chefredakteur Karl-Hermann Flach wechselte er zur Frankfurter Rundschau, wo er für die Berichterstattung aus dem Bereich der Justiz und der Polizei, später des Terrorismus und anderen innenpolitischen Themen zuständig war. 1964 wurde Krumm mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. 1990 zog er sich vom Redaktionsdienst zurück. 1992 verstarb er am Ende eines Urlaubs.
Bestandsumfang und -inhalt: 8 Kästen: Der Bestand enthält vorwiegend Krumms Berichte und Beiträge in der FR. Ausserdem sind einzelne Fotos und Personalpapiere vorhanden.
Findmittel: Unverzeichnet. 

Bestandsname: KUNZ, Wilhelm (Signatur: S 1/257)
Laufzeit: 1968-1971
Personengeschichte: Volkswirt, Mitglied der AG Westen.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe: Schriftwechsel zu AG Westend.
Findmittel: Unverzeichnet.

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