Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Beständeübersicht der Abteilung „Sammlungen“

3.7.1. Wirtschaftsarchiv, Firmenarchiv (W1)

Bestandsname: Main-Gaswerke (W1/1)
Laufzeit: 1828-1974 (1997-2000)
Firmengeschichte: 1828 errichteten Johann Friedrich Knoblauch und Johann Georg Remigius Schiele eine Gasfabrik in der Mainzer Landstraße 28. Das Gas wurde aus Rüböl gewonnen. Bereits nach einem halben Jahr musste die Fabrik wegen Geldmangels still gelegt werden. Nach einem Jahr erwarben Knoblauch und Schiele eine Lizenz der englischen Imperial Continental Gas Association (ICGA) und konnten das Gaswerk im Oktober 1829 neu eröffnen. 1838 wurde die Privatgesellschaft in eine Aktiengesellschaft, die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft, umgewandelt. Durch Weiterentwicklung der Gaserzeugung aus Steinkohle erhielt die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft 1844 Konkurrenz durch ihren eigenen Lizenzgeber, die ICGA, die vom Senat der Stadt Frankfurt ein 25jähriges Privileg zur alleinigen Herstellung von Gas aus Steinkohle erhalten hatte. Da die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft dieses Privileg immer wieder unterlief, bewilligte der Senat 1860 gegen einen Grundstückstausch auch ihr die Gaserzeugung aus Steinkohle. Die Gesellschaft benannte sich zur Aufnahme neuen Kapitals in Neue Frankfurter Gasgesellschaft (der Zusatz „Neue“ wurde 1879 wieder aus dem Namen entfernt) um. 1863 zog sie schließlich aus der Mainzer Landstraße in das neu errichtete Gaswerk an der Gutleutstraße 216 um. 1904 errichtete die Stadt ein eigenes Gaswerk außerhalb des Stadtgebiets in Heddernheim, das die neu eingemeindeten Vororte Seckbach, Niederursel, Eschersheim, Ginnheim, Eckenheim, Preungesheim, Praunheim, Bonames und Berkersheim versorgen sollte. 1905 wurde in Griesheim ein weiteres städtisches Gaswerk errichtet.1909 schlossen sich die Imperial Continental Gas Association und die Frankfurter Gasgesellschaft unter Beibehaltung des Namens der Letzteren zusammen. 1911-12 wurde im Osthafen das Gaswerk Ost errichtet. Die Gaswerke in der Gutleutstraße und in der Obermainstraße wurden daraufhin eingestellt. Die Gesellschaft betrieb nun zwei Gaswerke, neben dem Gaswerk Ost außerdem noch das seit 1870 bestehende, von der ICGA errichtete, Gaswerk Bockenheim (später Gaswerk West auf dem heutigen Hauptsitz in der Solmsstraße).
1930 entstand zur Vereinfachung der Frankfurter Gasversorgung, die von zwei städtischen und der Frankfurter Gasgesellschaft mit ihren zahlreichen Beteiligungen an anderen Unternehmen betrieben wurde, die Main-Gaswerke AG. Hauptaktionär mit fast 80% des Aktienkapitals war die Stadt Frankfurt, gefolgt von Offenbach. Das Gaswerk Griesheim schloss 1931, Heddernheim folgte 1933.
1953 feierten die Main-Gaswerke das 125jährige Jubiläum. Zwischen 1967- 69 wurde die Gasversorgung auf Erdgas umgestellt. 1967 zog die Gesellschaft in das neue Verwaltungsgebäude an der Solmsstraße 38. Die Kokerei im Osthafen wurde 1969 stillgelegt. 1983 ging die 1864 gegründete Hessen-Nassauische Gas-AG in der Main-Gaswerke AG auf. 1990 wird die Main-Gaswerke AG zur Maingas AG. 1998 erfolgte durch Zusammenschluss der Maingas AG mit den Versorgungsbetrieben der Stadtwerke Frankfurt am Main GmbH die Gründung der Mainova AG.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 12 Regalmeter Akten, Bücher, Pläne, Druckschriften, Protokolle, Briefe, Fotoalben und Glasplatten in 102 Kartons Inhalte: Johann Friedrich Knoblauch & Schiele, Höchster Gasgesellschaft, Hessen-Nassauische Gas AG, Limburger Gasbeleuchtungsgesellschaft, Gas- und Koks AG, Thüringer Gas-Gesellschaft, Frankfurter Gasgesellschaft Ost, Frankfurter Gasgesellschaft, Imperial-Continental Gas-Association, Gas-Union. Bauunterlagen Gaswerk Ost und West, Grundstück Solmsstraße Straßenbeleuchtung, Elektrizitätsversorgung, Gaserzeugungsverfahren, Energiepolitik.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: 1. Urstoff, Urkraft Gas. Main-Gaswerke (Hg.), 1978.
2. Trurnit, Hanno: Und man sieht nur die im Lichte. Die Geschichte von Gas und Strom, Wärme und Wasser in Frankfurt und in der Region. Hg. aus Anlass des 175jährigen Bestehens der Frankfurter Gas- und Wasserversorgung von der Mainova AG. Frankfurt 2004. 
3. http://www.mainova.de/uebermainova/308.jsp, zuletzt eingesehen am 18.06.2009. 

Bestandsname: Philipp-Holzmann AG (W1/2)
Laufzeit: 1896 - 2000
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1849 von Johann Philipp Holzmann (1805-1870) in Sprendlingen gegründet. 1856 folgte der Umzug nach Frankfurt in die Obermainstraße, wo 1863 außerdem noch eine Baufabrik entstand. Fortan ist die Baugeschichte Frankfurts eng mit der Firma Philipp Holzmann verbunden. 1865 übertrug Johann Philipp Holzmann seinen Söhnen Philipp (+ 1904) und Wilhelm (+ 1913) die Geschäftsleitung. Nachdem das Unternehmen anfangs überwiegend im Eisenbahnbau tätig war, wurde das Geschäft auf alle Bereiche des Hoch- und Tiefbaus wie z. B. dem Kanal- und Brückenbau ausgeweitet. Die erste von Holzmann gebaute Brücke war die 1871 entstandene Frankfurter Untermainbrücke. Von der Firma Philipp Holzmann wurden unter vielen anderen Frankfurter Bauwerken außerdem die Obermainbrücke, das Opernhaus (heute: Alte Oper), das Hotel Frankfurter Hof, die Festhalle und das Städelsche Kunstinstitut errichtet. Nach 1870 vermehrten sich die deutschlandweiten Aufträge. So baute Holzmann in verschiedenen Städten beispielsweise die Kanalisation und Wasserversorgung oder in Hamburg das Rathaus. Am Berliner Reichstagsgebäude wurden die Steinmetzarbeiten ausgeführt. 1873 erfolgte unter Beteiligung der Internationalen Bau- und Eisenbahngesellschaft (I. B.) die Umwandlung in die Kommanditgesellschaft Philipp Holzmann & Cie. 1883 wurde Holzmann eine offene Handelsgesellschaft, bei der die I. B. voll haftender Gesellschafter wurde. Die Beteiligung am Bau des Nord-Ostsee-Kanals von 1889-1994 machte Holzmann zum größten deutschen Bauunternehmen. 1895 erfolgte die Umwandlung in eine GmbH. 1903-1917 baute Holzmann an der Bagdadbahn mit. 1915 zog das Unternehmen in den neuen Firmensitz an der Taunusanlage. 1917 verschmolzen Philipp Holzmann & Cie. und die I. B. zur Philipp Holzmann AG. Auch am sozialen Wohnungsbau war das Unternehmen z. B. bei den Siedlungen Hellerhof (1904), Frankfurt-Praunheim (1927) und der Siedlung Römerstadt (1927f) beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Philipp Holzmann 1946 an der Gründung der Trümmerverwertungsgesellschaft, die aus Kriegstrümmern neues Baumaterial herstellte. Holzmann war u. a. am Wiederaufbau des Goethe-Hauses, des Rathauses und der Paulskirche beteiligt. Im Verkehrsbereich baute Holzmann auf dem Rhein-Main Flughafen und auch bei der Frankfurter U-Bahn mit. 1978 entstanden die Hochhäuser der Deutschen Bank an der Taunusanlage. 1999 feierte das Unternehmen sein 150jähriges Jubiläum. Noch im gleichen Jahr wurden wirtschaftliche Schwierigkeiten des Unternehmens öffentlich. 2002 meldete die Philipp Holzmann AG Insolvenz an.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 24 Regalmeter Akten, Bücher, Fotos und Fotoalben und setzt sich aus mehreren Abgaben zusammen.
1. Abgabe: Der Bestand umfasst Fotos und Fotoalben. Inhalte: deutsche und ausländische Bauten, Laufzeit: ca. 1896-1945.
2. Abgabe: Auftragsbücher, Druckschriften, Broschüren, 1915-43.
3. Abgabe: Auftragsmeldungen, Statistiken nach Auftraggebern 1949-2000.
4. Abgabe: 31 Filme, 1969-1989 --> Arbeitsbereich Neue Medien.
5. Abgabe: Materialsammlung zur Firmengeschichte, 1849-1999: Fotoalben, Bauten im In- und Ausland, ca. 1906-1970.
6. Abgabe: Fotoalben, Bauten in Norddeutschland, 1900-1981
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: S. a. S1/95 Nachlass Philipp Holzmann (1836-1904) und Historisches Planarchiv 1890-1956 in der Kartensammlung S8.
1. Pohl, Manfred: Geschichte eines Bauunternehmens 1849-1999. München 1999.
2. Philipp Holzmann Journal. Sonderausgabe zum Jubiläum. 150 Jahre. Hg. Philipp Holzmann AG. Offenbach 1999
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Bestandsname: Alemannia Rückversicherungs AG (auch:Alemannia Transport-Versicherungsgesellschaft) (W1/3)
Laufzeit: 1920-22
Firmengeschichte: Das Unternehmen bestand von 1920-23. Die Geschäftstätigkeit erstreckte sich auf Rückversicherungen aller Art im In- und Ausland.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 0,5 Regalmeter Akten. Inhalte: Unterlagen zur Gründung, Protokolle der Generalversammlung, Versicherungsanmeldungen, einzelne Versicherungsverträge in- und ausländischer Versicherungsnehmer.
Findmittel: Übersicht.  

Bestandsname: Bankhaus J. L.Finck (W1/4)
Laufzeit: 1823-1930
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde um 1823 als Kommissions- und Speditionsgeschäft gegründet. Um 1870 wurden auch Bankgeschäfte getätigt, die nach 1900 der ausschließliche Geschäftszweig waren. Ende der 1920er Jahre ging das Unternehmen in Konkurs. Das Konkursverfahren war 1934 beendet.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 5 Regalmeter Akten, Bankbücher, Amtliche Börsenkurse.
Findmittel: Archivdatenbank.   

Bestandsname: Fritz Will, Industrievertretungen (W1/5)
Laufzeit: 1935-44
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1935 von Fritz Will in der Seehofstraße 14 eröffnet. Will war früher Mitinhaber der Firma Just & Will für Konstruktionsmaterialien. Es wurden Industrieartikel aller Art, insbesondere Glasinstrumente und Laboratoriumsgeräte, aber auch Metallwaren vertrieben. Der Betrieb existierte bis mindestens 1943.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1,5 Regalmeter Akten: Berichte, Korrespondenzen, Aufträge, Rechnungen. Zu den von Will vertretenen Firmen gehörten z. B. die Thermometer- und Glasinstrumentenfabrik Hermann Künzel und die Glasschleiferei Alfred Link in Ilmenau/Thüringen.
Findmittel: Übersicht.   

Bestandsname: Druckerei Carl Naumann (W1/6)
Laufzeit: 1826-1926
Firmengeschichte: 1821 gründete Carl Naumann in der Großen Sandgasse eine Druckerei. Technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen wandte er ein neues Druckverfahren an, mit dem verschiedene Farben in einem Druckvorgang übertragen werden konnten. Die Beschäftigung mit komplizierten drucktechnischen Verfahren führte später zu Großaufträgen für Papiergelddruck. Naumann selbst wandte sich um 1840 der Seifenproduktion zu und eröffnete 1843 in Offenbach eine Fabrik. Die Druckerei ging in andere Hände über. Um die zahlreichen Aufträge für Papiergelddruck bewältigen zu können, verband man sich mit der seit 1833 bestehenden Druckerei von Bernhard J. Dondorf. Neben Aufträgen aus deutschen Landen erhielt die Druckerei auch Großaufträge von der italienischen Nationalbank oder auch von der japanischen Regierung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gingen die Aufträge zurück. Der Erste Weltkrieg und die Inflation verbesserten zwar die Auftragslage, der wirtschaftliche Gewinn blieb dennoch gering. 1931 wurde der Betrieb aufgegeben.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 0,5 Rm Akten der Druckereien Naumann, Dondorf & Naumann und Dondorf. Die Sammlung von Einzelstücken wurde vermutlich zum 100jährigen Betriebsjubiläum 1921 angelegt und enthält überwiegend Verträge und Anerkennungsschreiben zum Druck von Banknoten und Staatspapiergeld, auch private Druckaufträge für Visitenkarten u. ä., Postwertzeichen, Wertpapiere, Belegexemplare zum Druck von Aktien und Obligationen.
Findmittel: Rep. 534.
Bemerkungen: Niklot Klüssendorf: Wertpapier- und Geldscheindruck in Frankfurt am Main. Der Bestand Druckerei Carl Naumann im Frankfurter Stadtarchiv in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 59, S. 377-400, 1985. 

Bestandsname: Färberei Georg Klein (W1/7)
Laufzeit: 1860-1958
Firmengeschichte: Im Jahr 1850 gründete Georg Klein in Rödelheim eine Seidenfärberei. 1864 erhielt er die Erlaubnis, diese nach Frankfurt zu verlegen. Sein Sohn, Georg Klein, führte die Seidenfärberei weiter, erweiterte aber den Betrieb mit der neu aufkommenden chemischen Reinigung. Neben der Seide wurden auch Stoffe, Wandbehänge und Kleider gewaschen und gefärbt. Mit dem Aufkommen der künstlichen Farbstoffe expandierte der Betrieb. 1892 wurde das Grundstück auf dem Hainer Weg 24 erworben, auf dem eine Färberei errichtet wurde. Im Jahre 1903 schlossen sich drei Frankfurter Färbereibetriebe zu einem Betrieb zusammen. Er firmierte unter Vereinigte chemische Waschanstalten und Färbereien vorm. J. C. Böhler, G. Klein, A. Kunz GmbH. Bis zum ersten Weltkrieg waren rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. 1905 bzw. 1916 traten die Teilhaber aus. Durch Heeresaufträge konnte sich der Betrieb während des Ersten Weltkrieges erhalten, litt aber in den 1920er Jahren unter massivem Auftragsmangel. Nach Ausbruch der Wirtschaftskrise sank die Beschäftigtenzahl auf 30. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete das in Färberei Georg Klein umbenannte Unternehmen überwiegend für Behörden wie z. B. die Heeresbekleidungsämter. Der Betrieb zählte 1943 52 deutsche und 25 ausländische Beschäftigte, z. T. Kriegsgefangene. Der Wiederaufbau gestaltete sich schwierig und war immer von finanziellen Engpässen begleitet. 1958 wurde die Färberei an die Schnellreinigung Paulsen und Co. verkauft.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 2 Rm Akten und Geschäftsbücher. Inhalte: Betriebsentwicklung, Beschaffung von Betriebsmaterialien während des Zweiten Weltkriegs, Personalangelegenheiten, Löhne und Tarife, Geschäftsaufträge, Rechnungswesen, Karten und Pläne betr. das Betriebsgrundstück Hainer Weg 24 u.a.
Findmittel: Rep 752. 

Bestandsname: Naxos-Union (W1/8)
Laufzeit: 1871-1941
Firmengeschichte: Die Naxos-Union wurde 1871 von Julius Pfungst gegründet. Sie verarbeitete echten Naxos-Schmirgel zu Schleifkörpern. Um sie für industrielle Zwecke nutzbar zu machen, begann man noch vor der Jahrhundertwende mit dem Bau von Schleifmaschinen. Zum Fertigungsprogramm gehörten z. B. Rundschleifmachinen für den Maschinenbau, Kurbelwellenschleifmaschinen für die Kraftfahrzeugindustrie und Motorenbau, Walzenschleifmaschinen für die Stahl- und NE-Metallindustrie. Nach dem Tod der Söhne des Gründers wurde die Dr.-Arthur-Pfungst-Stiftung errichtet, die Eigentümerin des Betriebs wurde. 1997 wurde die Naxos-Union von dem amerikanischen Werkzeugmaschinenhersteller Ingersoll International in Langen übernommen.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 0,5 Rm Akten und Pläne. Inhalte: Bauunterlagen über Fabrikationsgelände in der Orber Straße und Wittelsbacherallee. Enthalten sind u. a. Bauanträge, -genehmigungen, -statik.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkung: Schleifmittel-Handbuch, Schleifscheiben- und andere Körper. 1871-1971 Hundert Jahre Naxos-Union, Schleifmittel und -maschinenfabrik Frankfurt, 1971 

Bestandsname: Bankhaus Gebrüder Bethmann (Familienarchiv ist Depositum) (W1/9)
Laufzeit: 1321-1987
Firmengeschichte: Das 1748 gegründete Bankhaus ging aus dem Handelshaus von Jakob Adami, dem Onkel der Gründer Johann Philipp (1715-1793) und Simon Moritz (1721-1782) Bethmann hervor. Unter ihrer Führung wurde der geschäftliche Schwerpunkt von Waren- und Speditionsgeschäften auf Geldgeschäfte verlagert. Durch Ausgabe von staatlichen und kommunalen Anleihen gelang es ihnen in wenigen Jahren zum führenden deutschen Bankhaus aufzusteigen. Simon Moritz v. Bethmann (1768-1826) wurde Bankier der Habsburger in Wien. Durch politisches und soziales Engagement wurde er in Frankfurt zu einer wichtigen Persönlichkeit, so dass man ihn "Le roi de Francfort" nannte. Unter seinem Sohn Moritz v. Bethmann (1811-1877) veränderten sich die Geschäftsaktivitäten. Die Finanzierung von Eisenbahngesellschaften und andere Objektfinanzierungen wie Aktienbankgründungen traten in den Vordergrund. Ludwig Simon Moritz v. Bethmann (1844-1902) blieb weiterhin in der Eisenbahnfinanzierung erfolgreich und erkannte auch die Bedeutung der wachsenden Industrie, in die die Bank investierte. Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich unter Simon Moritz v. Bethmann (1887-1966) die Bank von einer Spezialbank für Emissionen und Vermögensverwaltung zu einer allgemeinen Geschäftsbank. Sein Sohn Johann Philipp v. Bethmann (1924-2007) stärkte diesen Bereich.1964 wurden die ersten Zweigstellen eröffnet. 1976 trat die Bayerische Vereinsbank als Kommanditist ein. 1983 wurde das Bankhaus dann an diese verkauft. Das Bankhaus wurde eine Tochtergesellschaft für die Vermögensverwaltung im Privatkundengeschäft. 2003 erfolgte nach der Fusionierung der Muttergesellschaft mit der Hypo-Vereinsbank der Zusammenschluss mit der Münchener Maffei-Bank zum Bankhaus Bethmann-Maffei. 2004 wurde Bethmann-Maffei an die niederländische Bank ABN AMRO verkauft, die das Bankhaus mit dem Privatbankhaus Delbrück & Co. zum Bankhaus Delbrück, Bethmann, Maffei zusammenführte.
Bestandsumfang und -inhalt: Das bis ins 14. Jh. zurückreichende Familien- und Bankarchiv umfasst rund 300 Regalmeter Akten, Urkunden, Bankbücher und Korrespondenzen.
Geschäftsarchiv: Geschäftsakten (1700-1923, 1931-38 (Einzelstück!), 1948-1996) und Geschäftsbücher (1709-1920);
Familienarchiv:
Johann Philipp (1715-1793) und Simon Moritz Bethmann (1721-1782) und ihre Vorfahren;
Simon Moritz v. Bethmann (1768-1826): Familienakten und Briefnachlass;
Philipp Heinrich Alexander Moritz v. Bethmann (1811-1877): Familienakten;
Ludwig Simon Moritz v. Bethmann (1844-1902): Familienakten und Briefnachlass;
Johann Philipp v. Bethmann (1924-2007): Handakten aus privater, geschäftlicher und politischer Tätigkeit ( 1951-1988);
Familie Bethmann de Bordeaux (1696-1850);
Mischbestand IV: enthält Unterlagen aus Geschäfts- und Familienarchiv (ca. 1707-1909);
Fideikomiss: Grundstücke (ca. 1783-1886).
Sondersammlungen: Ausstellungsstücke (ca. 1748-1898), Autographen, Bildersammlung (ungeordnet), Effektensammlung, Urkunden: Haus-, Geschäfts-, Ernennungsurkunden (1321-1874), Zeitgeschichtliche Sammlung: Drucke, Broschüren, Zeitungsausschnitte (1759-1877).
Findmittel: Rep. 498; Rep. 744; Rep. 889; Karteien und versch. Übersichten.
Bemerkungen: Bankiers sind auch Menschen, 225 Jahre Bankhaus Gebrüder Bethmann, Hg. Johann Philipp Freiherr von Bethmann, Societätsverlag, 1973.  

Bestandsname: J. Latscha, Lebensmittelmarkt (Depositum) (W1/10)
Laufzeit: (1882), 1920 - 1977
Firmengeschichte: Die Supermarktkette Latscha wurde 1882 von Jakob Latscha als Kolonialwarengeschäft am Allerheiligentor gegründet. 1892 gab es bereits 7 Filialen des Stammhauses, 1912 waren es 72 Verkaufsstellen. Jakob Latscha kaufte direkt vom Erzeuger, daher konnte er mäßige Preise bieten. In seinen Lebensmittelmärkten durfte nicht mehr „angeschrieben“ werden. Jakob Latscha war auch im sozialen Wohnungsbau engagiert. Er finanzierte den Bau von Siedlungen in Buchschlag bei Sprendlingen und Waldheim bei Rumpenheim a. M. Daher kam die Firma zeitweise in Liquiditätsschwierigkeiten. 1924 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt, 1936 dann in eine KG. Latscha schaffte in den 60er Jahren Rabattmarken ab und setzte sich für die Kennzeichnung der Waren mit einem Herstell- oder Verfallsdatum ein. Anfang der 70er Jahre wurde ein Labor zur Kontrolle von Lebensmitteln eingerichtet. Bis 1973 umfasste der Familienbetrieb 250 Märkte im Rhein-Main-Gebiet mit rund 4000 Angestellten. Daneben gehörten auch Warenhäuser, Schnellrestaurants, Tankstellen und Autowaschstraßen zur Firmengruppe. Die Expansion führte zu finanziellen Verlusten. Aufgrund der großen Konkurrenz und der Tendenz zur Konzentration im Lebensmittelbereich wurde der Betrieb 1977 mit seinen 178 Filialen an die Gruppe Rewe-Leibbrand verkauft.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 9 Regalmeter Akten, Geschäftsbücher, Fotos und Werbedrucksachen, Filme und Tonbänder. Inhalte: Dokumentation der einzelnen Filialen, sozialer Wohnungsbau in Mühlheim/Main; Aufsichtsratssitzungen Latscha GmbH, Übernahme Fa. Harth, Steuerunterlagen, Beteiligung Maroth & Co., Ankauf von Gewerbefläche, Geschäftsprüfungen, Familienunterlagen betr. Erbauseinandersetzung Scherf-Schott, Abwicklung der Übergabeverhandlungen an Rewe.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: Hans Latscha: Erinnerungen, Hg. Dieter Latscha, Brönners Druckerei Breidenstein KG, [1968].  

Bestandsname: Eduard Herrmann KG, Industrievertretungen (W1/11)
Laufzeit: 1965-87
Firmengeschichte: Eduard Herrmann, geb. 1910 in Russe/Bulgarien, kam als Aussiedler 1963 nach Deutschland, wo er zunächst als Angestellter in Frankfurt tätig war. Aufgrund seiner etwa fünfzehnjährigen Berufserfahrung in der Vertretung ausländischer Industrieunternehmen gründete er 1965 mit seiner Frau Dobrina, geb. 1920 in Plovdiv/Bulgarien, in der Ernst-Kahn-Str. 41 eine „Handelsvertretung“ auf Provisionsbasis für Bulgarien, Jugoslawien und Rumänien. Er spezialisierte sich auf den Vertrieb von Maschinen und Produkten der Kunststoff-, Chemie- und Pharmaindustrie nach Bulgarien. Herrmann ermittelte vor Ort bei den zentralen Einfuhrunternehmen die so genannten Bedarfsfälle und leitete sie zur Unterbreitung von Angeboten weiter. Er verhandelte über die Angebote bis zum kaufmännischen Abschluss der Verträge und begleitete teilweise die Auslieferung persönlich. Darüber hinaus repräsentierte er die von ihm vertretenen Firmen auf bulgarischen Fachmessen. 1977 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Neben dem persönlich haftenden Gesellschafter Eduard Herrmann waren seine Frau (Prokuristin) und seine Tochter Maria-Barbara (geb. 1953 in Sofia) Kommanditisten. Später trat der Schwiegersohn Bodo Schlosser in die Firma ein. Im Jahr 1989/90 stellte die Firma nach Auskunft der Adressbücher ihre Tätigkeit ein. Schlosser nahm jedoch 1997/98 das Geschäft wieder auf.
Bestandsumfang und -inhalt: Die Abgabe umfasste bei der Übernahme ca. 4,5 Regalmeter Akten und Prospektmaterial, zum größten Teil in Bündeln, teilweise in Stehordnern, Heftern und Sammelmappen. Im Rahmen der Bewertung wurde der nicht den Vorgängen beigefügte Teil des Prospektmaterials (wie Produktinformationen und Preislisten) kassiert. Bei dem in der Firmenregistratur angewachsenen Schriftgut handelt es sich fast ausschließlich um Korrespondenzakten, die für ein oder mehrere Jahre nach dem Alphabet der Herstellerfirmen angelegt waren. Umfangreicherer Schriftwechsel mit einzelnen Firmen wurde teilweise separat aufbewahrt; ebenso auch einzelne Offerten. In den Achtziger Jahren lassen sich darüber hinaus Ansätze zur Bildung von Sachakten feststellen (Reiseberichte, Messen, abgeschlossene Aufträge etc.) Innerhalb des Bestandes bildet die Geschäftsbeziehung zu Eckert und Ziegler bzw. Krauss Maffei, für die Herrmann seit 1965 tätig war und deren Geschäftsbereiche Kunststoffmaschinen und Verfahrenstechnik er seit 1974 exklusiv in Bulgarien vertreten hat, qualitativ wie quantitativ einen besonderen Schwerpunkt.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Für die Benutzung teilweise gesperrt.  

Bestandsname: Frankfurter Verkehrs- und Tarifverbund (FVV) (W1/12)
Laufzeit: 1973-94
Firmengeschichte: Der FVV wurde 1973 von den Frankfurter Stadtwerken und der Deutschen Bundesbahn gegründet. Später kam als dritter Gesellschafter die Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG hinzu. Die Verknüpfung der beiden Verkehrsnetze Bundesbahn und Stadtwerke führte zu einer Integration des Verkehrs zwischen Frankfurt und dem Umland. Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs leitete Berufspendlerströme und entlastete den Frankfurter Stadtverkehr. Der Start des FVV fiel in die schwierige politische Situation des Häuserkampfes im Frankfurter Westend. Die von den Stadtwerken angekündigten Tariferhöhungen führten zu Protesten und Straßenkämpfen. 1978 wurden sechs S-Bahn-Strecken von Westen und Norden nach Frankfurt eröffnet.1990 wurden diese Strecken dann in den Süden Frankfurts ausgebaut. Neue Fußgängerzentren wie die Frankfurter Zeil entstanden.1995 beendete der FVV seine Tätigkeit und wurde von dem auf eine größere Region angelegten RMV , Rhein-Main-Verkehrsverbund, abgelöst.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 18 Regalmeter Akten, Tonbänder, Kassetten, Videos, Fotos und Dias. Inhalte: Akten des Rats, der Gesellschafterversammlung und des ständigen Ausschusses, Straßenbahndurchsagen, Verkehrserziehung, Werbespots und Abbildungen des Fahrzeugparks, der Haltestellen und verschiedener Verkehrssituationen, Veranstaltungen u. a.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.  

Bestandsname: Projekte GmbH (W1/13)
Laufzeit: 1991-1995
Firmengeschichte: Die Projekte GmbH wurde 1991 zur Vorbereitung der 1200-Jahr-Feier Frankfurts gegründet. Das von Geschäftsführer Dieter Rexroth erstellte Konzept sah Veranstaltungen von Ausstellungen, Konzerten, Theaterprojekten, Sportveranstaltungen, Symposien und Stadtteilaktivitäten vor, die über das ganze Jahr verteilt stattfanden. Zu den herausragenden Veranstaltungen gehörten eine große Jubiläumsausstellung zur Geschichte Frankfurts, der spektakuläre Hochseillauf des Franzosen Philip Petit zwischen der Paulskirche und dem Dom und eine Tanzparty auf der Zeil. Die Projekte GmbH wurde 1995 wieder liquidiert.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 10 Rm Akten, Videos, Dias und Fotos. Inhalte: Vorbereitung und Durchführung der 1200-Jahrfeier, Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Veranstaltungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Rahmenplanung und Presseberichte.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt. 

Bestandsname: TA TRIUMPH-ADLER AG (W1/14)
Laufzeit: (1850-70), 1880-1992
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1880 von Heinrich Kleyer (1853-1932) als „Maschinen- und Velocipedhandlung“ gegründet. 1886 wurden erstmals eigene Fahrräder gebaut. Mit Beginn der eigenen Produktion zog das Unternehmen in das Frankfurter Gallusviertel. Um 1890 zählte der Betrieb 600 Beschäftigte. 1895 wurde der Betrieb in eine Aktiengesellschaft, die Adler-Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, umgewandelt. 1898 verließ das 100.000ste Fahrrad das Werk. Im gleichen Jahr wurde die Schreibmaschinenproduktion und 1899 die Autoproduktion aufgenommen. 1907 folgte die Umfirmierung in Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG. Bis zum Ersten Weltkrieg hatte Adler einen Anteil von rund 20% am deutschen Automobilmarkt. Die rasante Entwicklung zu einem international tätigen Unternehmen wurde durch den Ersten Weltkrieg gebremst, erholte sich dann aber wieder. In den 1920er Jahren zählte das Unternehmen über 10.000 Beschäftigte. 1936 wurde die 500.000ste Schreibmaschine produziert. Der Zweite Weltkrieg beendete durch Zerstörung und nachfolgender Demontage das Ende der Automobilära bei Adler. Der Wiederaufbau wurde mit der Produktion von Büromaschinen, Fahrrädern und Motorrädern begonnen. Durch Mitbeteiligung an der Vereinigten Werkzeugmaschinenfabriken AG kam ein neuer Geschäftszweig hinzu. 1954 endete die Fahrradproduktion. Mit dem Kauf der Adlerwerke durch Max Grundig im Jahre 1957 wurde schließlich auch die Produktion von Motorrädern eingestellt. Es folgte die Ausrichtung zu einem Büromaschinenwerk. 1966 schloss Grundig die Adlerwerke und die 1896 in Nürnberg gegründete Triumph Fahrradwerke zur Triumph-Adler AG zusammen. Danach erfolgten Besitzerwechsel zur Litton Industrie Inc., USA (1969), VW (1979) und Olivetti (1986). 1992/93 verkaufte Olivetti die nur noch aus Grundstücken bestehenden Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG an die Unternehmensgruppe Roland Ernst, Heidelberg, und das Schweizer Unternehmen Real Estate Investment AG, Zug, das zur Hälfte zur Philipp Holzmann AG gehörte. Die Adlerwerke wurden in eine Grundstücksgesellschaft umgewandelt. 1999 wurde die Grundstücksgesellschaft Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG an die Immobiliengesellschaft Hamburger HBAG Real Estate AG verkauft. Es folgte unmittelbar die Umbenennung in Adler Real Estate Aktiengesellschaft.
Die noch in Frankfurt vorhandene Schreibmaschinenproduktion der TA Triumph Adler AG verlegte man auf das ehemalige Firmengelände der Messer-Griesheim GmbH. 1994 verkaufte Olivetti die TA Triumph Adler AG an ein Konsortium aus Banken und Privatpersonen mit Hauptsitz in Nürnberg. Der Produktionsstandort in Frankfurt wurde Ende Juni 1998 aufgegeben.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 18,5 Regalmeter Akten, Bücher, Fotografien, Glasplatten, Plaketten, Werbefilme. Inhalte: Aufsichtsratsprotokolle 1929-58, Personalunterlagen, Versuchs- und Patentabteilung, Materialsammlung zur Geschichte der Adlerwerke (1900-1955), Werbedruckschriften und technische Beschreibungen von Autos, Fahrrädern, Motorrädern und Schreibmaschinen, Hausmitteilungen, Prospektsammlung deutscher Schreibmaschinen (ca. 1958-70), Druckschriften.
Findmittel: Archivdatenbank. Rep. 886.
Bemerkungen: Vgl. W3/1 Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG (Sammlung Lueken).  

Bestandsname: Frankfurter Aufbau AG (W1/15)
Laufzeit: 1974, 1987-89
Firmengeschichte: 1901 wurde das Unternehmen als gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft „Frankenallee Aktiengesellschaft“ gegründet. 1947 entstand aus dem Wohnungsbauunternehmen die Frankfurter Aufbau Aktiengesellschaft. Alleiniger Aktionär war die Stadt Frankfurt. Die FAAG erhielt die Aufgabe, den Wiederaufbau des kriegszerstörten Frankfurts zu organisieren. Rund 1000 Mitarbeiter waren zeitweise beschäftigt. Die FAAG betreute den Bau von Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern u. a. m. Zu den bekanntesten Baumaßnahmen gehören der Wiederaufbau der Alten Oper, die Gestaltung des Museumsufers oder auch der Ausbau des Frankfurter Flughafens. 1993 wurde die FAAG unter das Dach der städtischen Wohnungsbau-Holding gestellt. Ihre Bautätigkeit erstreckt sich inzwischen über ganz Deutschland. Es bestehen Niederlassungen in Berlin, München und Leipzig.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1,5 Regalmeter Akten über das nicht verwirklichte Bürozentrum Süd auf dem Schlachthofgelände.
Findmittel: Übersicht. 

Bestandsname: Kunsthandlung Knut Günther und Dynamik Hausverwaltungs GmbH (Depositum) (W1/16)
Laufzeit: 1970-1995
Firmengeschichte: Knut Günther eröffnete im Jahr 1963 eine Kunsthandlung, deren Schwerpunkt auf Kunstgewerbe des 19. und 20 Jahrhundert lag. In den 1970er Jahren eröffnete er zwei Filialen in London und Paris. In Frankfurt präsentierte er im Nebbien’schen Gartenhaus Ausstellungen zur Kunst der Jahrhundertwende oder Arbeiten des Bildhauers Agricola. Mitte der 1970er Jahre führte Günther Versteigerungen von Wein und Orientteppichen durch. Ein zweites Standbein bestand ab 1977-1994 in einer Maklertätigkeit im In- und Ausland. In der Dynamik Hausverwaltungs GmbH wurden Häuser aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet verwaltet. Knut Günther ist auch offizieller Sachverständiger für den Kunsthandel.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 7 Regalmeter Akten, Kataloge, Plakate. Inhalte: Versteigerungen von Wein, Mobiliar, Kunstgegenständen; Messen, Ausstellungen; Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger e. V. Bonn, Gutachten über Kunstgegenstände, Vertrieb des Busse-Handbuchs (=Internationales Handbuch aller Maler und Bildhauer des 19. Jh.), Vereinstätigkeiten (Rotary Club u. a. m.), Dynamik Hausverwaltung GmbH.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: Aus dem Bestand wurden die Akten der Dynamik Hausverwaltung GmbH herausgenommen und unter der Signatur W1/48 zusammengefasst.  

Bestandsname: J. G. Mouson & Co. (W1/17)
Laufzeit: 1798-1986
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1798 von August Friedrich Mouson (1768-1837) gegründet. Als verfolgte Hugenotten kam die Familie um 1700 nach Berlin. Von dort wanderte August Friedrich Mouson 1791 nach Frankfurt aus, erwarb durch Heirat das Bürgerrecht und übernahm eine bestehende Seifen- und Lichterfabrik, die er unter eigenem Namen neu gründete. Das bekannte Markenzeichen „mit der Postkutsche“ rührte von der Lage des ersten Fabrikgebäudes her, das neben einer Thurn- und Taxisschen Poststation gelegen war. Die Lichterfabrikation wurde nach 1848 aufgegeben. In den folgenden Jahren wurde die Verkaufsorganisation ausgebaut und die Produktion auf die Herstellung von edlen Toilettenseifen und Parfümartikeln umgestellt. Erste Zweigniederlassungen in Paris und London wurden in den 1860er Jahren eingerichtet. 1880 errichtete Mouson im Ostend eine große Fabrik, die 1923-25 zu einem modernen, weitgehend automatisierten Industrieunternehmen umgestaltet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Fabrik zu 70% zerstört. Nach dem Wiederaufbau stützte sich die Produktion auf die vier Säulen Feinseifen, Hautcreme, Lavendelwasser und Nebenprodukte wie Haarpflege, Körperpuder, Badesalz u. a. Auf dem Firmengelände wurde ein Sonderbetrieb für die Produktion von Helene Curtis-Produkten errichtet, einem amerikanischen Haarkosmetikunternehmen. Der Vertrieb der Waren erfolgte über ein Vertreternetz direkt an den Einzelhandel. Hauseigene Dekorateure gestalteten Mouson-Schaufenster. Für alle Produkte galt eine Preisbindung. Mitte der 60er Jahre zeichneten sich wirtschaftliche Schwierigkeiten ab. Es kam zu einem massiven Personalabbau. Auch durch weitere Rationalisierungsmaßnahmen gelang es nicht, dasUnternehmen zu halten, so daß es 1972 von der Familie an die Varta AG verkauft und als Mouson Cosmetic GmbH weitergeführt wurde. 1978 erfolgte die Übernahme durch die Hoechst-Tochter Cassella AG. Anfang der 80er Jahre wurde Mouson mit der Cassella-Tochter Jade verschmolzen und später mit dieser an den französischen L‘ Oréal-Konzern verkauft.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 28 Regalmeter. Er enthält zum überwiegenden Teil Unterlagen aus den Bereichen Werbung und Kosmetika: u. a. Kassenbücher, Firmendokumentation, Literatur, Festschriften und Jubiläen, Postkarten, Musterbücher, Prospekte, Auslandswerbung, Werbeanzeigen, Messen und Ausstellungen, Preislisten und Kataloge, Presseberichte, Zeitungsausschnitte, Kosmetika, Tonbänder, Fotos, Werbefilme, Werbetafeln, Schaustücke (dreidimensional) und Plakate.
Findmittel: Rep. 791.
Bemerkungen: Franz Lerner: Diener der Schönheit. Gedenkblätter zum 150jährigen Bestehen des Hauses J. G. Mouson & Co. 1798-1948, Ffm., 1948. - Iris Reepen: Die Mouson-Fabrik in Frankfurt am Main, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 63, 1997.  

Bestandsname: Bundesgartenschau Frankfurt 1989 GmbH (W1/18)
Laufzeit: 1980-1996
Firmengeschichte: 1978 wählte der Zentralverband Gartenbau Frankfurt als Ort der Bundesgartenschau für das Jahr 1989, die bereits 1969 schon einmal in Frankfurt stattfinden sollte. Für die Vorbereitungen wurde 1980 die Bundesgartenschau GmbH gegründet. Als Gelände wählte man die Nidda-Aue zwischen der Autobahn A66 im Süden, der Bundesbahnstrecke der Main-Weser-Bahn im Osten, der Rosa-Luxemburg-Straße im Nordwesten sowie der Siedlung Praunheim im Westen aus. Die Schau fand von April bis Oktober 1989 statt und stand unter dem Motto „Natur in der Stadt“. Die Gartenschau wurde nicht ohne Proteste aus der Bürgerschaft vorbereitet. Insbesondere die Eingriffe in die Natur, die für die Gestaltung des Geländes nötig waren, führten zu Klagen, z. B. der auf dem Gelände niedergelassenen Kleingärtner. Nach Beendigung der Schau wurde die Gesellschaft 1992 liquidiert. Die Aufgaben für die Pflege des entstandenen Volksparks wurden von der Grüngürtel GmbH übernommen. Über diese wurden auch die Akten der Gesellschaft abgegeben.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 20 Regalmeter Akten. Inhalte: Vorbereitung und Durchführung der Bundesgartenschau 1989, Planungen, Verkehr, Ausschreibungen, Haushalt und Wirtschaftsangelegenheiten, Zentralverband Gartenbau, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation, Verwaltung, Bau, Versicherungen, Sicherheit, Planungsrechtliche Nutzung, Rechtsstreit über den Buga-Bach.
Bestandsbeschreibung und Inhalt: Der Bestand umfasst Akten, Pläne und Dias: Vorbereitung und Durchführung der Bundesgartenschau 1989.
Findmittel: Übersicht
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.  

Bestandsname: Polsterei Heinrich Wittel (W1/19)
Laufzeit: 1942-73
Firmengeschichte: Die Polsterei wurde 1901 in der Rudolfstr. 22 gegründet. Das Geschäftsfeld des Betriebs erstreckte sich von der Herstellung von Matratzen, Polsterung von Sofas, Anfertigen von Vorhängen, Tapezierarbeiten bis zum Verlegen von Teppichböden in den 60er Jahren. Zum Kundenkreis von H. Wittel gehörte die Lurgi, von denen 40-50% der Aufträge stammten. Der Betrieb wurde 1971 geschlossen.
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Regalmeter Kassenbücher 1946-71, Geschäftstagebücher 1942-73, 1 Mappe Fotos.
Findmittel: Vorgeordnet.  

Bestandsname: Stahl-Schanz, Stahlzargen für Türen und Fenster, Ffm-Mühlheim a. M. (W1/20)
Laufzeit: ca. 1950-81
Firmengeschichte: Adam Schanz eröffnete 1886 eine Bau- und Kunstschlosserei. Er stellte Eingangspforten und Umzäunungen wie z. B. Grabeinfassungen her. Der Betrieb entwickelte sich um die Jahrhundertwende zu einer Großschlosserei. Schanz lieferte für die in den 20er Jahren unter Ernst May errichteten Siedlungen genormte stählerne Fenster, Türrahmen und Stahlzargen. Die Firma Schanz gilt als Erfinder der Stahlzarge. Genormte Stahlzargen wurden auch im Ausland nachgefragt. Als das Gelände in Frankfurt-Sachsenhausen nicht mehr ausreichte, wurde das Unternehmen 1937 nach Mühlheim am Main verlegt. Man konzentrierte sich nun auf die Produktion von genormten Stahl-Zargen. Außerdem wurde die Herstellung von feuerhemmenden und feuersicheren Stahltüren, -toren und Autogaragen in das Programm aufgenommen. Der Betrieb beschäftigte 350 Mitarbeiter. Während des Zweiten Weltkriegs musste die Produktion für Kriegszwecke umgestellt werden. Der Wiederaufbau konnte erst in den 1950er Jahren wieder aufgenommen werden. Die alte Schlosserei in Sachsenhausen wurde als Schanz-Metallbau neu gegründet. Sie produzierte Fensterrahmen aus Leichtmetall. In den 60er Jahren wurde auch dieser Betrieb nach Mühlheim verlegt. Das Unternehmen expandierte und wurde als der „Krupp von Mühlheim“ bezeichnet. Mitte der 1970er Jahre kam es zu einem Konjunktureinbruch in der Bauwirtschaft, den auch Stahl-Schanz zu spüren bekam. Dieser und auch das Abkehren von genormten Bauteilen im Wohnungsbau führte zu sinkenden Gewinnen und 1981 zum Konkurs des Unternehmens.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1 Regalmeter Akten, Druckschriften, Werbedruckschriften und Fotoalben. Inhalte: Korrespondenzen, Produktionsunterlagen, Prüfberichte, Patentschriften, Konstruktionspläne, Preislisten, Werbegeschenke, Musterzargen.
Findmittel: Übersicht.  

Bestandsname: Olympische Sommerspiele Frankfurt am Main GmbH (W1/21)
Laufzeit: 1987-1990
Firmengeschichte: Die Gesellschaft wurde 1987 gegründet, um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele vorzubereiten, für die sich die Stadt Frankfurt für das Jahr 2000 bzw. 2004 beworben hatte. Zu den Aufgaben zählte die Planung einer Olympia-Sporthalle, die Rahmenplanung für die Ausrichtung und die Veranstaltung von sportlichen Großveranstaltungen in Frankfurt. Im Januar 1991 verzichtete die Stadt zu Gunsten der Bewerbung Berlins und löste die Gesellschaft auf.
Beschreibung: Der Bestand umfasst 2 Regalmeter Akten, Fotos und Videos. Inhalte: Suche nach Sponsoren, Wettbewerb für eine multifunktionelle Halle am Kaiserlei, Rahmenplan, Fotos von Sportveranstaltungen.
Findmittel: Übersicht.
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.  

Bestandsname: Schulz & Wagner, Weinhandlung (Depositum)(W1/22)
Laufzeit: 1687-1964, 1968-70
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1760 zunächst als Tabakhandlung und -fabrik von Johann Jakob Mappes gegründet. 1780 begann Mappes mit dem Weinhandel. 1792 vermählte sich dessen Tochter mit Dr. Anton Ulrich Friedrich Carl Wagner. Dadurch kam es zu einer Verbindung mit der Weinbender- und Weinhändlerfamilie Wagner, die seit 1604 in Frankfurt ansässig war. 1793 übergab Johann Jakob Mappes die Handlung an seinen Sohn und Schwiegersohn, die bis 1816 unter Mappes & Schulz firmierten. 1817 übernahmen zwei Enkel des Gründers die Handlung, die dann den Namen Schulz-Saltzwedel & Wagner bzw. ab 1857 Schulz & Wagner trug. Seit 1881 ist das Unternehmen in Alleinbesitz der Familie Wagner. Der letzte Firmensitz war in der Hochstraße 45 und Kleinen Hochstraße 9-11. Die Handlung lebte vom Handel mit Rhein-, Mosel-, Bordeaux- und Burgunderweinen. Seit 1792 besaß die Familie auf dem Röderberg Weinstöcke, die nach Umwidmung des Gebiets aber aufgegeben werden mussten. In den 1950er Jahren hatte das Haus Schulz & Wagner Musteranlagen in Rheinhessen, Rheingau, Franken und an der Mosel. Für die Fürstlich Isenburg-Birsteinschen Hochheimer Cabinetweine und für Weine des Gräflich Rechteren-Limpurg`schen Gutes der ehemaligen Reichserbmundschenken besaß Schulz & Wagner das Alleinverkaufsrecht. Zum Kundenkreis gehörte z. B. neben der Hofkellerei in Wien die königliche Kellerei zu Potsdam, die seit Friedrich I. von Schulz & Wagner Wein bezog. Das Unternehmen bestand bis 1970.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 4,5 Regalmeter Akten, Schriftstücke, Druckschriften, Karten und Pläne. Inhalte: Firmenunterlagen der Firmen Mappes & Schulz, Schulz-Saltzwedel & Wagner bzw. J. J. Schulz-Saltzwedel, Schulz & Wagner u. a.; Familienunterlagen der Familien Mappes, Scherbius, Schulz, Wagner.
Findmittel: Rep. 622. 

Bestandsname: Trümmerverwertungsgesellschaft (W1/23)
Laufzeit: 1946-1964
Firmengeschichte: Die Trümmerverwertungsgesellschaft wurde 1945 von der Stadt Frankfurt, der Philipp Holzmann AG, Metallgesellschaft AG und Wayss & Freytag AG gegründet. Die Stadt hielt einen Anteil von 51%. Die Gesellschaft arbeitete gemeinnützig. Ihr Auftrag bestand in der Beseitigung der Kriegstrümmer, dem Abtragen der vom Einsturz gefährdeten Ruinen und auch der Verwertung der Trümmer durch Aufbereitung in Betonzuschlagstoffe zur Wiederverwendung für den Wohnungsbau. Die TVG beseitigte insgesamt zehn Millionen Kubikmeter Trümmer und ermöglichte durch die Produktion von Ziegelbetonbausteinen den Wiederaufbau von rund 100.000 Wohnungen und Geschäftshäusern. Nach Erfüllung ihres Gründungszwecks wurde die Gesellschaft 1964 aufgelöst.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 14 Regalmeter. Die Akten enthalten Unterlagen der Bauabteilung (einzelne Straßenzüge), Statistiken, Aufsichtsratssitzungen, Tarifangelegenheiten, Personalunterlagen, Geschäftsberichte, Verträge m. Firmen, Bilanzen.
Findmittel: Archivdatenbank.  

Bestandsname: Einrichtungshaus Helberger (W1/24)
Laufzeit: 1905-1986
Firmengeschichte: Johann Thomas Helberger eröffnete 1829 ein Handelsgeschäft für Kleiderstoffen, Wollwaren, Teppiche und andere Textilien. 1835 wurde der Firmensitz auf den Römerberg verlegt, wo die Häuser 32-36 als die „Helberger-Häuser“ bekannt wurden. Anfang des Jahrhunderts wurden nach einer Firmensitzverlegung hauptsächlich nur noch Möbel und Bettenlager verkauft. Seit 1930 vertreibt das Unternehmen Exklusivmöbel.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 0,5 Regalmeter Hauptbücher, Bilanzen, Berichte über Kostenanalysen und Umsätze.
Findmittel: Übersicht.  

Bestandsname: Hartmann & Braun GmbH und Co. KG, Meß- und Regeltechnik, Präzisionsgeräte (Depositum) (W1/25)
Laufzeit: 1890-1998
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1879 von Eugen Hartmann als „optische Anstalt, physikalisch astronomische Werkstätte“ in Würzburg gegründet.1882 trat Wunibald Braun, der Bruder Ferdinand Brauns (Erfinder der Braunschen Röhre, Nobelpreisträger für Physik) als Teilhaber ein. 1884 erfolgte auf dessen Empfehlung die Verlegung des Betriebs nach Frankfurt-Bockenheim. Im August 1901 wurde die Fabrik elektrotechnischer Apparate in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Schwerpunkt der Produktion lag auf der Entwicklung elektrischer Messgeräte. 1882 wurde das Federgalvanometer gebaut, das erste brauchbare elektrische Betriebsmessinstrument. Auch die Messung nichtelektrischer Größen wie z. B. Temperatur wurde möglich. 1916 gab es den ersten brauchbaren Widerstandsferngeber, die sog. Hausersche Walze, durch den z. B. auch Druck elektrisch gemessen werden konnte. Um die Jahrhundertwende ging die Einzelfertigung von Messgeräten zugunsten von preisgünstigeren Schalttafelgeräten zurück. Ebenfalls entwickelte sich die Produktion von registrierenden Geräten, den so genannten Schreibern. 1910 wurde der Sechs-Farben-Punktschreiber geliefert, mit dem sechs verschiedene Messwerte gleichzeitig registriert werden konnten. Dies ermöglichte Hartmann & Braun ein Vordringen in den industriellen Bereich. Ab 1930 vollzog man den Schritt von der Mess- zur Regelungstechnik. Fallbügelregler mit Quecksilberröhren wurden vor allem für die Temperaturregelung eingesetzt. Die Analysentechnik, die im Zuge der Weltwirtschaftskrise entstand, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ausgebaut. In den dreißiger Jahren beschäftigte das Unternehmen rund 3000 Mitarbeiter. Nach dem Krieg folgte die Entwicklung zu einem modernen Unternehmen der Mess-, Regel- und Automatisierungstechnik. 1981 ging der von der AEG seit 1968 gehaltene Aktienanteil an die Firma Mannesmann über, die Hartmann & Braun 1995 an das internationale Unternehmen Elsag Bailey Process Automation verkaufte. 1997 folgte der Abzug aus Frankfurt nach Eschborn. Im Jahre 1999 übernahm Asea Brown Boveri (ABB) Elsag Bailey. Die Hartmann und Braun-Gruppe wurde vollständig in ABB integriert.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 63 Regalmeter Akten, Bücher, Protokolle, Druckschriften (Kataloge, Preislisten, Hauslisten), Urkunden, technische Zeichnungen, Druckstöcke für Notgeld, Hauszeitung Scala ab 1952, Fotoalben und Filme. Inhalte: Werke und Produktion; Patente und Erfindungen, Technische Dokumentation, Skalenbücher, enthaltend Herstellungsdaten der Geräte; Generalversammlung, Aufsichtsrat, Rechnungswesen, Teilnahme an Messen, Geschäftsberichte, Sportabteilung H&B, enthaltend Trophäensammlung.
Findmittel: Übersicht.  

Bestandsname: Philipp Passavant & Sohn und J. A. Zickwolff, Eisenwaren (W1/26)
Laufzeit: (1887) 1895 - 1978
Firmengeschichte: Das Unternehmen entstand aus der Fusion der beiden Firmen Philipp Passavant & Sohn und J. A. Zickwolff am 01. Januar 1931. Beide Firmen haben in Frankfurt eine lange Tradition, die bei Zickwolff bis ins 17. Jahrhundert, bei Passavant bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Unternehmen schwer beschädigt. Mit Beginn des Wiederaufbaus profitierte auch Passavant & Zickwolff von dem Bedarf an Baumaterial. 1968 gewann das Unternehmen zu 50% die international tätige Stahlhandelsfirma Coutinho als Partner. Die eigentliche Stammfirma erhielt den Namen Osterrieth & Passavant. Sie übernahm den Großhandel mit Fertigerzeugnissen wie Küchen-, Garten- und landwirtschaftlichem Gerät, Eisenwaren u. a. 1975 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Das Geschäft mit Metallhalbfabrikaten wurde stärker ausgebaut, dagegen gab man das Massenstahlgeschäft wegen zu großer Konkurrenz auf. Im Juli 1976 wurde der Firmensitz nach Karben (bei Frankfurt) verlegt. 1980 übernahm die Carl Später GmbH 96% der Geschäftsanteile.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1,5 Regalmeter Akten, Druckschriften (Prospekte, Lieferprogramme, Preislisten), Geschäftsberichte, Verträge, Rundschreiben und Berichte, Hauptbücher, Bilanzen, Personalunterlagen; Lagepläne, Fotos: Inhalte: Fusion der Firmen Zickwolff u. Philipp Passavant & Sohn, Passavant vor Fusion 1931, Zickwolff vor Fusion 1931, Zusammenschluss Passavant-Zickwolff und Fa. Coutinho, Passavant-Zickwolff KG, Passavant-Zickwolff GmbH; Vereinbarungen mit Lieferanten, Betriebsappelle und Betriebsrat. Fotos: Büro und Lager, Betriebsausflug, Neubau Kleyerstr. 7-9. Außerdem: Klebebild-Album von W. Osterrieth
Findmittel: Übersicht.  

Bestandsname: Ausstellungs- und Messegesellschaft mbH (Depositum) (W1/27)
Laufzeit: 1939-1980
Firmengeschichte: Die Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist eine Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Sie wurde 1964 mit dem Zweck gegründet, die jährlichen Buchmessen zu organisieren. Erster Direktor war Sigfred Taubert (1914-2009), der bereits seit 1958 die Buchmessen organisierte. 1974 ging Taubert in den Ruhestand.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 7 Regalmeter Handakten des ersten Geschäftsführers der Messe- und Ausstellungsgesellschaft Sigfred Taubert, die 1974 an das Institut für Stadtgeschichte abgegeben worden sind. Der zweite Teil des Nachlasses befand sich im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. Dieser Teil wurde 2009 als Depositum des Börsenvereins an das ISG abgegeben. Enthalten sind u. a. Schriftwechsel, Geschichte und Organisation der Frankfurter Buchmesse, Organisation von Buchausstellungen im In- und Ausland, Materialsammlungen zu Veröffentlichungen Tauberts, vereinzelt Unterlagen betr. Ausstellungs- und Messe GmbH, Zeitungsausschnitten.
Findmittel: Übersicht.. 

Bestandsname: Robert Koch, Hofjuwelier (W1/28)
Laufzeit: 1949-1979
Firmengeschichte: 1879 eröffnete Robert Koch ein Juweliergeschäft, in dem sein Bruder Louis Partner wurde. Schon bald erwarben sie sich internationalen Ruhm. In Baden-Baden wurde eine Filiale eröffnet. Zu ihren Kunden gehörten zahlreiche Fürstenhäuser, darunter auch das Haus Hohenzollern, so dass sich die Gebrüder Koch um die Jahrhundertwende den Titel Hofjuwelier erwarben. Auch nach dem Tod der Gebrüder Koch behielt das Geschäft seine exklusive Ausrichtung. Das Geschäft bestand bis 1986.
Bestandsumfang und -inhalt: 0,5 Regalmeter Alben, Fotos, Werbefilm: Dankschreiben von Kunden, Zeitungssausschnitte betr. Geschäft und deutsche Adelsfamilien (Geschäftskunden), Juwelen, insbes. Juwelenraub bei den Hohenzollern 1953
Findmittel: Unverzeichnet.  

Bestandsname: Philipp Krug, Dachdeckerei (Depositum)(W1/29)
Laufzeit: 1873-1979
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1895 von dem Dachdeckermeister Philipp Krug eröffnet. Philipp Krug war außerdem Mitgründer und Vorsitzender des Reichsverbandes der deutschen Dachdecker. Das Unternehmen besteht noch heute unter diesem Namen und ist immer noch in Familienbesitz.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 0,5 Rm Akten und Urkunden. Inhalte: Protokolle der Dachdeckergenossenschaft und -zwangsinnung, Innungsangelegenheiten, Ehrenurkunden, Gesellen- und Meisterbriefe
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Depositum. 

Bestandsname: Stadion GmbH (W1/30)
Laufzeit: 1925-1958
Firmengeschichte: Am 21.05.1925 wurde das Stadion im Frankfurter Stadtwald eröffnet. Für die Verwaltung und Durchführung der Sportveranstaltungen wurde bereits im April die Stadion-Betriebsgesellschaft, die heutige Stadion GmbH, gegründet. Zahlreiche Sportveranstaltung von Fußball über Schwimmen, Motorradrennen, Reit- und Springturnieren, Tennis bis Radfahren u. a. m. fanden im Frankfurter Waldstadion statt. In diesem Jahr konnte das Stadion sein 75jähriges Jubiläum feiern.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1 Handakte. Inhalte: Zusammenstellung von Statistiken, Geschäftsberichten u. a. zur Entwicklung der Gesellschaft
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Bauer, Thomas: 75 Jahre Sportgeschichte. 1925-2000. Frankfurt: Nest-Verlag 2000. 

Bestandsname: Flughafen Frankfurt Main AG (W1/31)
Laufzeit: 1948-1964
Firmengeschichte: Die Geschichte der FAG begann bereits 1924 mit Gründung der Südwestdeutschen Luftverkehrs-Aktiengesellschaft, deren Aufgabe die Förderung des Luftverkehrs und der Bau- und Betrieb von Flughäfen war. Zunächst mietete man den bereits bestehenden Flugplatz Rebstock. In den dreißiger Jahren wurde der Bau des heutigen Flughafens südwestlich von Frankfurt begonnen. Während des Krieges übernahm die deutsche Luftwaffe das Gelände. Nach weiteren Umbenennungen entstand schließlich 1954 die Flughafen Frankfurt Main AG (FAG).
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1 Karton. Inhalte: Betriebsordnung, Unterlagen zum Unterstützungsverein der Flughafen AG
Findmittel: Archivdatenbank.  

Bestandsname: Lerchesberg Grundstücks-GmbH (W1/32)
Laufzeit: 1955-1970
Firmengeschichte: Die Lerchesberg Grundstücks GmbH wurde 1955 als städtische Gesellschaft gegründet. Ihre Aufgabe ist der Erwerb, Erschließung, Verwaltung und Verkauf von Grundstücken. Ihr erstes Projekt war die Erschließung des Lerchesbergs in Sachsenhausen.
Bestandumfang und -inhalt: 1 Karton, Gesellschaftsprotokolle, Verträge u. a.
Findmittel: Archivdatenbank.  

Bestandsname: Gesellschaft zur Errichtung alkoholfreier Speisehäuser GmbH (W1/33)
Laufzeit: 1911-1924
Firmengeschichte: Die Gesellschaft bestand von 1912-1928, führte aber nur bis ins Jahr 1919 das erste alkoholfreie Restaurant in Frankfurt in der Großen Eschenheimer Str. 74. Beteiligt an ihrer Gründung waren verschiedene Verbände und Firmen wie der Frankfurter Gesamtverband zur Bekämpfung des Alkoholismus und die Ed. Messmer GmbH & Co.
Bestandumfang und -inhalt: 1 Karton, Geschäftsbücher, Protokolle, Korrespondenzen
Findmittel: Rep. 857.  

Bestandsname: Frankfurter Societäts-Druckerei (W1/34)
Bemerkung: Für die Benutzung gesperrt. 

Bestandsname: Deutsche Städte-Reklame GmbH Frankfurt (W1/35)
Laufzeit: 1948-51
Firmengeschichte: Die Deutsche Städtereklame wurde Ende 1922 durch die Städte Frankfurt, Kassel und München gegründet. Ihre Aufgabe ist die Durchführung von Außenwerbung auf öffentlichem, in der Regel gemeindeeigenem Grund und Boden.
Bestandumfang und -inhalt: 1 Karton, Wirtschaftsprüfungsberichte, Bilanzen, Geschäftsberichte u. a.  

Bestandsname: Wachstuchfabrik Griesheim (W1/36)
Bemerkung: Depositum, z. Zt. noch nicht zugänglich
Wolfgang Frank: Oskar Krebs-Wachstuch- und Maßbandfabrikant des 19. Jahrhunderts in Offenbach und Griesheim am Main. Versuch einer Biographie inkl. eines Nachtrags zum „Versuch einer Biographie des Wachstuch- und Maßbandfabrikanten Oscar Krebs über einen Steuerstreit mit der Gemeinde Griesheim“, unveröffentlichtes Manuskript, S5/544. 

Bestandsname: Jovoled Jost GmbH & Co. KG, Wachstuchfabrik (W1/37)
Bemerkung: Depositum, z. Zt. noch nicht zugänglich. 

Bestandsname: Westhafen Projektentwicklungs-GmbH (W1/38)
Laufzeit: 1994-2000
Firmengeschichte: Die Westhafen-Projektentwicklungs-GmbH wurde 1994 als städtische Gesellschaft von der Stadt Frankfurt und einem privaten Konsortium, bestehend aus den Unternehmen Philipp Holzmann AG, Max Baum GmbH, OFB-Bauvermittlungs- und Gewerbebau GmbH, Contracta AG, Roland Ernst, DePfa-Immobilienmanagement AG und IPL GbR, gegründet. Der Zweck der Gesellschaft steht unter dem städtebaulichen Leitthema „Wohnen am Fluss“ und sieht vor, das Gelände des 1886 gegründeten, im Gutleutviertel gelegenen, Westhafens in ein neues Stadtviertel mit kombinierter Wohn- und gewerblicher Bebauung umzugestalten. Die Projektentwicklung und -umsetzung erfolgt dabei in öffentlich-privater Zusammenarbeit (Public Private Partnership).
Bestandumfang und -inhalt: 1 Karton, Druckschriften, Jahresabschlüsse, Projektberichte
Findmittel: Archivdatenbank
Bemerkung: Für die Benutzung teilweise gesperrt. 

Bestandsname: Carl Klippel, Bürowaren (W1/39)
Laufzeit: 1871-1996
Firmengeschichte: Das Papier- und Papierwaren-Einzelhandelsgeschäft wurde am 01.05. 1871 gegründet. 1880 wurde zusätzlich eine Buchdruckerei eröffnet. Das Geschäft etablierte sich als Fachgeschäft für Papier, Schreibwaren, Bürobedarf und Geschenkartikel. Ab 1914 bis zur Geschäftsaufgabe 1999 war das Geschäft in der Kaiserstraße 75 ansässig.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst etwa 0,5 Rm. Inhalte: Geschäftsbücher, Gefolgschaftsbuch und einige Druckschriften.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: 100 Jahre Carl Klippel - Alles für’s Büro. O. O. 1971. 

Bestandsname: Franz Hof, Schornsteinbau (W1/40)
Laufzeit: 1897-1949
Firmengeschichte: Franz Hof gründete die auf seinen Namen lautende Firma 1897. Er stammte ursprünglich aus Frankenthal, wo er bis zur Gründung seiner eigenen Firma mit seinen Brüdern Jakob und Carl die 1850 gegründete väterliche Firma für den Feuerfest- und Schornsteinbau führte. 1890 wurde eine Zweigniederlassung in Frankfurt eröffnet, die von Franz Hof geleitet wurde. Große Bekanntheit konnte sich das Unternehmen durch den Bau von vier Dampfkesselanlagen zur Erzeugung von Strom für die Internationale Elektrotechnische Ausstellung im Jahr 1891 erwerben. Nachdem es zu Streitigkeiten zwischen den Brüdern kam, wurde der bestehende Gesellschaftsvertrag gekündigt, und Franz Hof machte sich selbstständig. Der von den Brüdern in Frankenthal weiter geführte Betrieb wurde nach deren Tod 1907 liquidiert. Die Firma Hof baute für den Frankfurter Raum u. a. Schornsteine für die städtischen Elektrizitätswerke, den Palmengarten, die Binding-Brauerei oder auch für die Vereinigten Chininfabriken Zimmer & Co. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die Firma durch ständige Weiterentwicklung der Bauverfahren und zahlreiche Patente überregional bekannt. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Stromerzeugung in großem Stil betrieben wurde, führte die Firma Franz Hof auch die ersten Auslandsaufträge in Malta und Spanien aus. Das Unternehmen sah sich in den folgenden Jahrzehnten ständig neuen Anforderungen im Wärme-, Schall und Umweltschutz gegenüber, z. B. in der Isolierung von Kernkraftwerken oder der Anpassung von Schornsteinen für die Abfallverbrennung. Wegen eines insgesamt rückläufigen Marktes und einer Serie von wechselnden Geschäftsführern kam die Firma in finanzielle Schwierigkeiten. 1993 übernahm das Bauunternehmen Strabag in Köln das Unternehmen und führte es 1994 mit der Ooms-Ittner GmbH & Co. KG zur Ooms-Ittner-Hof GmbH mit Sitz in Köln zusammen.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 3 Regalmeter Unterlagen und enthält u. a. Auftrags- und Baubücher, Kopierbücher, Haupt- und Lohnbücher, Buchhaltungsunterlagen, Materialsammlungen zur Firmengeschichte, Druckschriften, Werbeunterlagen, Unterlagen betr. die Filialen Essen, Karlsruhe und Stuttgart, Entwicklung der DIN-Normen im Schornsteinbau, Gutachten, Angebote und Kostenvoranschläge, Fotografien.
Findmittel: Archivdatenbank
Bemerkungen: Henseler, Friedhelm: Franz Hof - die Geschichte eines Unternehmens 1850-1993

Bestandsname: Juwelier Hessenberg (W1/41)
Laufzeit: (1590), 1683-2001
Firmengeschichte: Das Familienunternehmen wurde 1768 von Carl Hessenberg gegründet. In Folge der Heirat Johann Friedrich Hessenbergs mit Marie Wirsing, der Tochter des Goldarbeiters Johannes Wirsing d. J., 1834, kam es 1845 zur Geschäftsverbindung mit der Firma J. Wirsing & Sohn. Das Unternehmen entwickelte sich zum führenden Frankfurter Juwelen-, Gold- und Silberwarengeschäft. Zum 200jährigen Jubiläum 1968 schenkte Heinz Hermann Roos der Stadt Frankfurt am Main einen mehrarmigen Silberleuchter, der heute zum Silberschatz der Stadt Frankfurt gehört. 1993 wurde das 225jährige Geschäftsjubiläum mit einer Kabinettausstellung im Museum für Kunsthandwerke (heute: Museum für angewandte Kunst) gefeiert. Heinz Hermann Roos verkaufte das Unternehmen im Jahr 2000. Der Name Hessenberg lebt in der Nachfolgefirma Hessenberg Platinschmiede GmbH am gleichen Geschäftssitz Goetheplatz 11 fort.
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst einen Regalmeter Unterlagen Sammlungsgut aus privatem und geschäftlichem Zusammenhang, geschäftliche und private Notizbücher, Wanderbücher, Druckschriften, Geschäftsberichte ab 1932, Fotografien.
Findmittel: Rep. 954
Bemerkungen: Roos, Gerhard: Zweihundert Jahre Juwelierfirma Hessenberg in Frankfurt am Main 1768 - 1968.  

Bestandsname: Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (W1/42)
Laufzeit: 1999
Firmengeschichte: Die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) ist eine städtische Gesellschaft, die 1995 von der Stadt Frankfurt und der BSMF Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH gegründet wurde. Ihre Aufgabe ist der Erwerb, die Entwicklung und Veräußerung von Flächen, deren bisherige Nutzung vor allem für den Wohnungsbau geändert werden soll.
Bestandsumfang: 2 Mappen
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.  

Bestandsname: Messe Frankfurt GmbH (W1/43)
Laufzeit: 2000-2001
Firmengeschichte: Vorläufer der Gesellschaft ist die 1946 gegründete Messe- und Ausstellungs GmbH. Die Messe Frankfurt GmbH firmiert seit dem 02.09.1983. Die historischen Wurzeln der Frankfurter Messe liegen aber bereits im Mittelalter. Die Messe Frankfurt veranstaltet Messen und führt Kongresse und Tagungen durch.
Bestandsumfang: 2 Mappen
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.  

Bestandsname: Geschwister Diehl, Wollgarngroßhandlung (W1/44)
Laufzeit: 1925-1993
Bestandsumfang: Der Bestand umfasst 3 Regalmeter. Es sind Unterlagen aus dem Rechnungswesen, Rundschreiben und Preislisten, eine Materialsammlung zur Firmengeschichte, Statistiken, Patentangelegenheiten, Kundenlisten und Personalunterlagen vorhanden.
Findmittel: Übersicht 

Bestandsname: Gontard - und Metallbank, (Depositum) (W1/45)
Laufzeit: 1720-2000
Bestandsumfang und -inhalt: Der Bestand umfasst 1,5 Regalmeter. Bei dem Archiv handelt es sich um eine nachträglich angelegte thematische Sammlung, die überwiegend aus Kopien besteht und nur sehr wenige Originale enthält. Das Archiv umfasst Materialsammlungen zur Familien- und Firmengeschichte Gontard, u. a. Stammbäume, Familienbriefe de Bary, Geschäftsverträge, Ludwig Fulda, Mitteilungen an Geschäftspartner. Etwas umfangreicher ist die Materialsammlung zur Unternehmensgeschichte der Metallbank. Darunter sind z. B. zu nennen Aufsichtsratsprotokolle, Verschmelzung mit der Metallgesellschaft, Schweizerische Gesellschaft für Metallwerte, Geschäftsberichte, Prüfungsberichte, Mitarbeiterzeitung, Berg- und Metallbank, Materialsammlung zur Familie Merton und zum sozialen Engagement, Betriebsausflüge u. a. m.
Findmittel: Übersicht
Bemerkungen: Weichel, Thomas: Gontard & Metallbank. Die Banken der Frankfurter Familien Gontard und Merton. Sigmaringen 2000. 

Bestandsname: Rothschildarchiv (W1/46)
Laufzeit: 1797-1938
Bestandsumfang und –inhalt: Vorliegender Bestand umfasst Kopien aus dem Rothschildarchiv in London mit Frankfurter Betreffen und liegt nur digital vor. Die Dokumente wurden 2004 in einer Ausstellung des Jüdischen Museums gezeigt.
Findmittel: Datenbank 

Bestandsname: Frankfurter Sparkasse (W1/47)
Laufzeit: ca. 1970-1980
Bestandsumfang und –inhalt: Fotografien zu den Stadtteilbroschüren, Veranstaltungen in den Filialen
Findmittel: Übersicht 

Bestandsname: Dynamik Hausverwaltung (Depositum) (W1/48)
Laufzeit: 1977-1990
Firmengeschichte: Knut Günther eröffnete im Jahr 1963 eine Kunsthandlung, deren Schwerpunkt auf Kunstgewerbe des 19. und 20 Jahrhundert lag. In den 1970er Jahren eröffnete er zwei Filialen in London und Paris. In Frankfurt präsentierte er im Nebbien’schen Gartenhaus Ausstellungen zur Kunst der Jahrhundertwende oder Arbeiten des Bildhauers Agricola. Mitte der 1970er Jahre führte Günther Versteigerungen von Wein und Orientteppichen durch. Ein zweites Standbein bestand ab 1977-1994 in einer Maklertätigkeit im In- und Ausland. In der Dynamik Hausverwaltungs GmbH wurden Häuser aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet verwaltet. Knut Günther ist auch offizieller Sachverständiger für den Kunsthandel.
Bestandsumfang und –inhalt: 2,5 Regalmeter Akten
Findmittel: Übersicht
Bemerkungen: Vgl. W1/16 Kunsthandlung Knut Günter  

Bestandsname: AGIV Real Estate AG (W1/49)
Bemerkungen: Der Bestand ist für die Benutzung gesperrt. 

Bestandsname: Grüngürtel GmbH (W1/50)
Laufzeit: 1989-1997
Bemerkungen: Der Bestand ist für die Benutzung gesperrt. 

Bestandsname: C. E. Schock, Graphische Werkstätten für Offset- und Buchdruck (W1/51)
Laufzeit: 1913-1990
Firmengeschichte: Das Unternehmen wurde 1871 gegründet und besteht noch.
Bestandsumfang und –inhalt: Nr. 1,5 Regalmeter Geschäftsbücher
Findmittel: Archivdatenbank 

Bestandsname: FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (W1/52)
Laufzeit: 1995-2004
Firmengeschichte: Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH wurde am 30.06.1995 zunächst unter der Bezeichnung FESG Frankfurt Entsorgungs- und Service GmbH gegründet, aber bereits im Mai 1996 in FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH umbenannt. Damit wurden die nicht hoheitlichen Aufgaben des am 31.12.1995 aufgelösten Amts für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung privatisiert. Die hoheitlichen Aufgaben des Amts für Abfallwirtschaft werden seitdem vom Umweltamt ausgeführt. Die Aufgaben der FES liegen in der Abfallentsorgung, dem Abfallrecycling, der Straßenreinigung und Verkehrssicherung sowie der Fäkalienabfuhr. Weiterhin gehören dazu nach Bedarf die Schülerbeförderung, Toilettenreinigung, Werkstattleistungen an städtischen Fahrzeugen, Fuhrleistungen und andere Kfz-Dienstleistungen.
Zur Verwertung von Biokompost wurde am 30.06.1995 die Frankfurter Biokompost GmbH Frankfurt am Main (später: RMB Rhein-Main Biokompost GmbH Frankfurt am Main) gegründet. Ihre Aufgaben sind die Planung, Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Behandlung und der Verwertung organischer Abfälle. 1997 trat mit einem 49% Anteil die Rethmann Entsorgungswirtschaft GmbH & Co KG Braunschweig als Teilhaber ein. Diese übernahm die Planung und Errichtung einer Biokompostierungsanlage.
Die FES ist seit 01.01.1996 Betreiber der Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt. Hauptkunde der FES ist die RMA Rhein-Main Abfall GmbH.
Bestandsumfang und –inhalt: 0,5 Regalmeter Jahresabschlüsse der FES, Frankfurter Biokompost GmbH, Rhein-Main Biokompost GmbH, Prospektmaterial
Findmittel: Archivdatenbank 

Bestandsname: ADOX-Fotowerke Dr. C. Schleussner GmbH (W1/53)
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt. Vgl. S1/58 Karl Adolf Schleussner. 

Bestandsname: Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH (W1/54)
Bemerkungen: Für die Benutzung gesperrt.

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