Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Beständeübersicht der Abteilung „Sammlungen“

3.8. Vereinsarchive (V)

Zu diesem Sachgebiet gehören neben Vereinsarchiven auch Archive von Stiftungen, Parteien, Bürgerinitiativen und soziale Einrichtungen. Die Beständeübersicht von Konrad Bund verzeichnete 1986 im Teil „Nichtstädtische Archivalien, Sammlungen und Dokumentationen“ noch 21 Bestände von Vereinen bzw. im weitesten Sinne „Vereinigungen“. Heute sind es bereits über 100 Bestände. Zu beachten ist, dass Berufsverbände und wirtschaftliche Vereinigungen heute dem Bereich „Wirtschaftsarchiv“ zugeordnet werden, so zum Beispiel der Berufsverband Bildender Künstler und der Verband Deutscher Elektrotechniker.

Bei unverpackten und ungeordneten Beständen ist eine Benutzung nur nach Absprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter möglich.

3.8.1. Vereine

Querverweise

3.8.1.1. Kultur- und Bildungsvereine

Bestandsname: Amerika Haus Frankfurt (V113)
Laufzeit: 1946 - 2005
Institutionsgeschichte:
Offiziell gegründet wurde das Amerika Haus Frankfurt im Mai 1946 in der Taunusanlage 11 in Frankfurt. Die ursprüngliche Bezeichnung des Hauses lautete "United States Information Center (USIC)", der Name "Amerika Haus" war eine Bezeichnung der deutschen Besucher für das Haus, die sich dann rasch durchsetzte. Die Entstehung des Frankfurter Hauses geht zurück auf eine bereits im November 1945 in der Frankfurter Börse eingerichtete American Library. Bis 1949 fielen die Amerika Häuser in den Verantwortungsbereich der Militärregierungen der amerikanischen Besatzungszone. Bis 1951 unterstanden sie dem Office of the U.S. High Commissioner und dann bis 1953 dem Außenministerium. Danach wurden sie Teil der neugegründeten United States Information Agency (USIA).
Die Umerziehung der vom Nationalsozialismus geprägten Bevölkerung und die Vermittlung demokratischer Werte sollte nicht nur in Politik und Verwaltung, sondern auch durch kulturelle Angebote gefördert werden. Die politischen Ziele des Amerika Hauses umfassten außerdem die Verbreitung von Information über die USA als Welt, Wirtschafts- und Kulturmacht.
Im Jahr 1948 zog das Haus in die Taunusanlage 12 um, 1954 in die Bockenheimer Anlage 11, im Mai 1957 erfolgte dann der Umzug in das heute noch existierende Gebäude in der Staufenstraße 1. Im Jahr 1999 wurde die United States Information Agency in das State Department integriert. Die Mitarbeiter im Amerika Haus koordinieren nun unter diesem Träger die Öffentlichkeitsarbeit des Amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt. Sie sind für den Konsularbezirk, der Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst, die Anlaufstelle für Medienarbeit und kulturelle Beziehungen.
Im Herbst 2006 wurden das Konsulat, die "Public Affairs Section" aus dem Amerika Haus, und weitere amerikanische Einrichtungen am neuen Standort an der Gießener Straße 30 in Eckenheim im ehemaligen 97th General Hospital zusammengelegt.
Bestandsumfang und –inhalt: 4 Rm.; Nrr. 1 - 840. Unterlagen zur Geschichte, Festschriften, Cultural Affairs Packets und Lecture Program, 261 Research Reports (d. h. Meinungsumfragen unter der deutschen Bevölkerung), Veranstaltungsprogramme sowie eine umfangreiche fotografische Dokumentation der Veranstaltungen (ca. 500 Fotos). Auch Unterlagen zum AH Wiesbaden und - vereinzelt - zu Veranstaltungen des Amerikanischen Generalkonsulats Frankfurt sind vorhanden.
Findmittel: Rep. 948. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Benutzer sollten über Englischsprachkenntnisse verfügen.

Bestandsname: Christliche Gesellschaft für Kultur (V31)
Laufzeit: 1951-1969
Institutionsgeschichte: 1951 gegründet, wendete sich diese Gesellschaft an Christen beider Kirchen, um deren Verantwortung für das kulturelle Leben durch entsprechende Veranstaltungen (meist Vorträge) zu wecken. Außerdem wollte sie sich der Erforschung kultureller Probleme widmen, besonders der Frage der Menschenrechte, und die in der UNESCO tätigen Christen unterstützen. Gleichzeitig wurde die „Kultur- und Theatergemeinde“ ins Leben gerufen, die dann als Teil der Gesellschaft bestand. 1969 erfolgte die Auflösung der Christlichen Gesellschaft für Kultur.
Bestandsumfang und –inhalt: 2 Kästen. Zeitungsausschnitte, Schriftwechsel, Protokolle.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Handakten von Fritz KROEGER.

Bestandsname: Deutsch-Bulgarische Gesellschaft (V16)
Laufzeit: 1929-1966
Institutionsgeschichte: Gegründet 1916 als Deutsch-Bulgarische Gesellschaft Berlin. Im Februar 1938 wurde die Zweigstelle Frankfurt am Main eröffnet mit Oberbürgermeister KREBS als Präsident. In Zusammenarbeit mit der Hauptstelle und dem Königlich Bulgarischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main sollten kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen gefördert werden. Dies geschah in Form von Vorträgen, Ausstellungen und gegenseitigen Besuchen. 1953 wurde die Gesellschaft wiedergegründet mit Frankfurt als Zentrale. Vermutlich besteht die Gesellschaft nicht mehr, der letzte Hinweis auf ihre Existenz stammt von 1985. Zweck der Gesellschaft ist die Pflege und Vertiefung des geschichtlich überlieferten freundschaftlichen Verhältnisses und der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem bulgarischen Volk, insbesondere auch die Entwicklung und Förderung der kameradschaftlichen Verbundenheit zwischen der deutschen und der bulgarischen Jugend. Dimiter Nikola POPOFF (*1896 +1989) war 25 Jahre bis 1956 Geschäftsführer der Gesellschaft (§ 2,1 Satzung von 1953).
Bestandsumfang und -inhalt: 41 Kästen (= 4,5 Rm.). Korrespondenz, Sachakten, Drucksachen, u.a.
Findmittel: Liste. Wegen des Ordnungszustands kann eine Benutzung nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter erfolgen.
Bemerkungen: Vor 1945 z.T. Vermischung der „Provenienzen“, deswegen enge Verbindung mit Nachlass POPOFF S 1/176, vgl. Rep. 705. Vgl. S3/P 1850 Deutsch-Bulgarische Gesellschaft. Kenntnisse der bulgarischen Sprache erforderlich.

Bestandsname: Fördergruppe für Kinder im Vorschulalter an der Heinrich-Kromer-Schule (V23)
Laufzeit: 1970-1983
Institutionsgeschichte: 1970 gründeten 15 Eltern die Fördergruppe. Sie sollte den Kindern die Möglichkeit geben, im letzten Jahr vor dem Schuleintritt spielerisch und ohne Leistungsdruck die Räume und die Atmosphäre ihrer zukünftigen Schule kennenzulernen, um so die Übergangsprobleme zu verringern. Die Leitung der Vorschulgruppen wurde von Fachkräften mit pädagogischer Ausbildung übernommen. 1979 wurde der Antrag, Eingangsstufen beim Kultusministerium zu beantragen, abgelehnt, woraufhin die Eltern nicht mehr auf privater Basis weiterarbeiten wollten.
Bestandsumfang und -inhalt: Vorgeordnet. Korrespondenz, Akten über Werbung, Personal, Finanzen, Mitglieder, u.a.
Findmittel: Abgabeliste.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 17537.

Bestandsname: Frankfurter Bibliophilen-Gesellschaft (V9)
Laufzeit: 1919-1929
Institutionsgeschichte: Gründung am 25.02.1922 unter dem Dach der Gesellschaft der Bibliophilen zu Weimar. Der Verein setzte sich die Pflege der Buchkunst zum Ziel und gab limitierte Werke nur für die Mitglieder heraus. Die Höchstzahl der Mitglieder wurde auf 150 begrenzt. 1932 fand die Jahresversammlung der Dachgesellschaft auf Einladung und in den Räumlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main statt. 1934 musste der Präsident Paul HIRSCH zurücktreten, weil er Jude war. Nachfolger wurde Dr. KLINGSPOR. Der letzte Hinweis über das Bestehen der Gesellschaft findet sich 1943.
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Kästen; Nrr. 1-45. Satzung, Jahresberichte, Einladungen, Sonderdrucke, Bücher, Klingspor-Kalender, Drucke aus dem Alfred Richard Meyer Verlag, Berlin, Signete. Außerdem Geschäftsbericht 1926-1927 der Gesellschaft der Freunde der Frankfurter Stadtbibliothek .
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 7776.

Bestandsname: Frankfurter Bund für Volksbildung (FBfV) (V18)
Laufzeit: 1924-1994
Institutionsgeschichte: 29.11.1890 Gründung als Ausschuss für Volksvorlesungen (AfV) von Karl FLESCH. Ziele: Den Arbeitern Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Allgemeinbildung zu geben. Tätigkeiten: Vorlesungen und Lehrgänge von Akademikern und Wissenschaftlern aus allen Bereichen außer Politik. 15.12.1919: Umbenennung in „Frankfurter Bund für Volksbildung e.V.“ (FBfV), Eröffnung des Volksbildungsheims. 1921: Gründung der „Frankfurter Volksbühne“ als Teil des FBfV. 1933: Die Nationalsozialisten entlassen fast die gesamte Belegschaft. 1937: Liquidation des FBfV, Überführung in „Kraft durch Freude“. 1945: Neugründung ab 1. September, 1946: Zulassung durch amerikanische Militärregierung, Neugründung der Frankfurter Volksbühne. 1976: Die Volkshochschulen Frankfurt und Höchst werden kommunalisiert und in das Amt für Volksbildung eingegliedert, Frankfurter Volksbühne und Theater am Turm werden in eine Städt. Betriebs-GmbH überführt: Frankfurter Bund für Volksbildung GmbH. Außerdem Träger der Landesbühne Rhein-Main, der Frankfurter Kunstgemeinde und der Kunstgesellschaft.
Bestandsumfang und -inhalt: 11 Rm, Nrr. 1-365. Akten des FBfV, des Theaters am Turm, Personalakten (u.a. Rainer Werner FASSBINDER), Unterlagen zur Lehrlingsausbildungswerkstätte (LAW), Musica-Viva-Konzerte, deutsch-englische und deutsch-französische Sommerschule, Club älterer Bürger, Fotos und umfangreiches Material zu den asiatischen Filmwochen in Frankfurt, Zeitungsausschnittssammlung über Frankfurter Kulturinstitutionen sowie Kulturpolitik, Material zur VHS und zur Volksbühne, Pläne des Volksbildungsheims, Buchreihe „Zerstörung-Verlust-Erinnerung“, u.a.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste, Personalakten des TAT und der Volksbühne sind in der Archivdatenbank verzeichnet (= V 18/ 1-53).
Bemerkungen: Vgl. S3/P 17.019 vor 1945, S3/P 356 nach 1945.
Schädel, Der Frankfurter Bund für Volksbildung im Spiegel seiner Geschichte, 1927; 60 Jahre FBV 1890-1950, Herbstlehrplan; Kai Gniffke, Volksbildung in Frankfurt am Main 1890-1990, Festschrift zum 100jährigen Jubiläum.

Bestandsname: Frankfurter Künstlerclub (V115)
Laufzeit: 1955 - 2005
Institutionsgeschichte: Bei dem Frankfurter Künstlerclub handelt es sich um einen gemeinnützigen Zusammenschluss von Künstlern und Kunstfreunden. Der Club wurde 1955 unter dem Namen "Gebende Hände e. V. " u. a. von der Künstlerin Dodo van Doeren gegründet mit dem Ziel, Künstler der Sparten Malerei, Musik, Literatur, Schauspiel und Bildhauerei aus dem Frankfurter Raum zu fördern und - insbesondere in der frühen Nachkriegszeit - auch finanziell zu unterstützen. Heute verfolgt der 1980 in Frankfurter Künstlerclub umbenannte Verein vor allem das Ziel, Kunstschaffenden aller Sparten eine Präsentationsmöglichkeit zu bieten. Künstlern und Kunstfreunden wird zudem die Möglichkeit geboten, sich spartenübergreifend kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltungen wie Ausstellungen, Matineen und Soireen organisiert der Verein schon seit 1958 im Nebbienschen Gartenhaus in der Bockenheimer Anlage.
Bestandsumfang und –inhalt: 1 Rm.; Nrr. 1-17. Protokolle, Unterlagen zur Gründung und zu den Veranstaltungen, Presse, Fotoalben, Kalender, Festschrift und weitere Unterlagen zu Clubjubiläen.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: DEPOSITUM. Vor Veröffentlichungen bitte die Erlaubnis des Vereins einholen. Vgl. S 3 P/ 20.692 (= Frankfurter Künstlerclub) und S3 P/ 2.381 (= Gebende Hände).

Bestandsname: Frankfurter Künstlergesellschaft (V2)
Laufzeit: 1874-2006
Institutionsgeschichte: Mit ihrer Gründung am 27. Oktober 1857 zählt die Frankfurter Künstlergesellschaft (FKG) zu den ältesten Künstlergesellschaften in Deutschland. Ihre Ziele sind die Sammlung von Frankfurter Kunst und die Förderung der bildenden Künste. Der Verein veranstaltet Kunstausstellungen, leistet Beiträge zur Kunstgeschichte und beteiligt sich an Festen. Namhafte Künstler wie Thoma, Steinhausen, Steinle und viele andere waren und sind Mitglieder. 1904 stellte die Stadt der Gesellschaft das Steinerne Haus für Veranstaltungszwecke zur Verfügung. Auch nach dessen Zerstörung im 2. Weltkrieg und dem Verlust der großen Kunstsammlung leistet die Künstlergesellschaft einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben in Frankfurt.
Bestandsumfang und -inhalt: 5 lfm; Nrr. 1-653. 1. Abgabe (Nachlass SCHOPP): 1) Satzungen und Vereinsregister, 2) Vorstandssitzungen, 3) Mitgliederversammlungen, 4) Geschäftsführung, 5) Hausverwaltung, 6) Kassensachen, 7) Angebote und Erwerbungen, 8) Veranstaltungen, 9) Einladungen, 10-23) Korrespondenzen: 10) Mitglieder und Freunde (dabei u.a. Ugi Battenberg, Prof. Cissarz, M. Flersheim - Austritt, Prof. Franck Bln., Hanny Francke, Prof. W. Freund, Th. Garvé, Architekt F. Heberer, Prof. Lisker, R. Scheibe, 11) Reichskammern der Bildenden Künste, 12) Reichskammer-Landesstelle Hessen-Nassau, 13) Reichsverband Bildender Künstler Gau Westdeutschland, 14) Bund dt. Künstlervereine Bez. Hessen-Nassau (Vors.: J. Correggio), 15) NSDAP, 16) Kampfbund für dt. Kultur, 17) NS-Kulturgemeinde, 18) Stadtverwaltung (OB u. Kultur- und Bauamt), 19) Untersuchungsausschuss von Mißständen in der Stadtverwaltung 1933 (Massnahmen gegen Swarzenski u.a.), 20) Städelsches Kunstinstitut, 21) Vereine in Frankfurt, 22) Vereine außerhalb, 23) Presse, 24) Ausstellung Frankfurter Künstler in Stuttgart, 25) Bücher 1874-1897, Belege 1877-1904 betreffend den Künstlerunterstützungsfonds und den Künstlerhausfonds, 26) Mitgliederverzeichnisse und Satzung aus aufgelösten Sammlungen
2. Abgabe (Dauerleihgabe der FKG): Vereinsakten, Protokolle, Rundschreiben, Mitgliederverzeichnisse, Plakate, Zeichnungen, biografische Mappen zu den einzelnen Mitgliedern, Bibliothek, verschiedene Gegenstände wie Bronzeplastiken und Ehrennadel des Vereins, Urkunden, Ölgemälde und Aquarelle.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: DEPOSITUM. Der Bestand besteht aus dem Nachlass des früheren 1. Vorsitzenden Heinrich SCHOPP und dem als Dauerleihgabe überlassenen Archiv der Frankfurter Künstlergesellschaft. Er ist für Benutzer frei zugänglich, falls aber Material für eine Veröffentlichung verwendet wird, bittet die Künstlergesellschaft um ein Belegexemplar für den Verein.
Vgl. auch S3/P 493 Frankfurter Künstlergesellschaft bis 1959, P 7.111 (FKG -1969), P 26.293 (FKG -1979), P 26.295 (FKG -1989) und P 26.296 (FKG 1990-).

Bestandsname: Frankfurter Kunstgemeinde
Laufzeit: 1948-1991
Institutionsgeschichte: Gegründet von 11 Personen 1948 mit dem Ziel, Kulturveranstaltungen durchzuführen und das kulturelle Leben in Frankfurt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen. Für die Mitglieder wurden Konzerte, Theateraufführungen oder Ausstellungen durchgeführt oder günstige Abonnements angeboten. Der Verein war lange Zeit im Volksbildungsheim ansässig und arbeitete eng mit dem Bund für Volksbildung und der Volksbühne zusammen. Langjähriger Vorsitzender war Richard BURKHOLZ, Geschäftsführer nach dem Krieg war Walter BERNHARD (bis 1988), der außerdem Leiter der Abteilung Volksbühne beim Bund für Volksbildung war.
Bestandsumfang und –inhalt: 1 Rm., Nrr. 1-24. Vorstandsprotokolle, Satzungen, Finanzunterlagen, Statistiken, Unterlagen zu Veranstaltungen und zur Geschichte des Vereins, Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: Vgl. S3/ P 2.586 (bis 1988) und S3/ P 21.457 (ab 1989)

Bestandsname: Freunde Frankfurts und Bund tätiger Altstadtfreunde (V40)
Laufzeit: 1950-1990
Institutionsgeschichte: Gründung 1922 als Bund tätiger Altstadtfreunde von Fried LÜBBECKE mit dem Ziel, die Altstadt wieder lebenswert zu machen. Dazu wurden viele Sanierungsmaßnahmen eingeleitet und unterstützt, bevor 1944 diese Altstadt von Bomben und Bränden vernichtet wurde. Erst 1966 erfolgte die Wiedergründung des Vereins als „Freunde Frankfurts“ mit lokalhistorischem Ansatz unter dem Vorsitz von Johann Philipp Freiherr v. BETHMANN. Neben Vorträgen, Exkursionen und Ausstellungen zur Geschichte werden Geselligkeit und Traditionen in lockerer Weise gepflegt.
Bestandsumfang und -inhalt: 3 Rm. Korrespondenz, Rundschreiben, Rechnungen, Vorstandsprotokolle, Satzungen, Akten über den Wiederaufbau der Altstadt, u.a.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 27136.
Schembs, Hans-Otto: 75 Jahre Bund tätiger Altstadtfreunde, Freunde Frankfurts 1922-1997.

Bestandsname: Historisch-Archäologische Gesellschaft Frankfurt am Main (V1)
Laufzeit: 1932-2004
Institutionsgeschichte: Gegründet am 28.01.1877. Seit 1985 ist die Sammlung des Historischen Museums von der des Museums für Vor- und Frühgeschichte getrennt und der Verein heißt „Historisch-Archäologische Gesellschaft Frankfurt am Main e.V., Verein für das Historische Museum und das Museum für Vor- und Frühgeschichte“.
Zweck laut Satzung: „Die im Historischen Museum vereinigten Sammlungen von Kunst- und Altertumsgegenständen zu fördern, zu vermehren und durch wissenschaftliche Forschung nutzbar zu machen“. Förderverein, der Anschaffungen für die Museen finanziert, erworbene Objekte als Dauerleihgaben zur Verfügung stellt und Konzerte, Vorträge, Führungen, Exkursionen usw. veranstaltet.
Bestandsumfang und -inhalt: 13 Rm; Nrr. 1-194. Unterlagen zur Geschäftsführung; Mitgliederunterlagen und Korrespondenz, z. B. mit jüdischen Mitgliedern (Austritte); Rundschreiben; Veranstaltungsprogramme; Material zu Ausstellungen und Veranstaltungen; Protokolle; Finanzunterlagen.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkung: 1. Abgabe: Registratursplitter aus dem Nachlass des Kassierers Adolf GLOYR , 2. Abgabe: Archiv der Gesellschaft. DEPOSITUM. Vgl. S3/P 812 (Historisch-Archäologische Gesellschaft).

Bestandsname: Kampfbund für deutsche Kultur, Ortsgruppe Frankfurt (V36)
Laufzeit: 1933, 1936
Institutionsgeschichte: Um 1929 gründete Dr. Friedrich KREBS die Frankfurter Ortsgruppe des Kampfbundes für deutsche Kultur. Er wurde ihr Leiter und auch Landesleiter. Der Kampfbund war eine „kulturpolitische Einrichtung völkischer Kulturschaffender“. Bereits 1927 als „Nat.soz. Gesellschaft für dt. Kultur“ gegründet, war der Kampfbund ein Sammelbecken rechtsextremer Außenseiter des Weimarer Kulturlebens. Ohne Breitenwirkung, wurde der K. 1934 mit der Theaterbesucher-Organisation Dt. Bühne zur NS-Kulturgemeinde vereinigt, die 1937 der NS-Freizeitorganisation „Kraft durch Freude angegliedert wurde“ (Enzyklopädie des Nationalsozialismus). In Frankfurt hatte der Kampfbund seinen Sitz im Volksbildungsheim und die verschiedenen Fachgruppen veranstalteten u.a. Konzerte, Ausstellungen und Kundgebungen. Um 1934 ging er in der NS-Kulturgemeinde auf.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe. Aufnahmefragebögen, Mitgliederlisten, Brief des Kunstmalers GRÖGERCHEN. Programm für ein Gemeinschaftskonzert 1936.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: Abgabe des Historischen Museums, aus dem Nachlass von Carl TESCH 1902-1970 (1948-69 Direktor des Frankfurter Bundes für Volksbildung). Vgl. S3/P 22441.

Bestandsname: Kultur-Brücke (V56)
Laufzeit: 1988-1998
Institutionsgeschichte: Der Verein Kultur-Brücke Förderkreis Frankfurt-Nordwest wurde Ende 1987 gegründet mit folgenden Zielen: Zusammenarbeit mit anderen kulturell tätigen Vereinigungen, Unterstützung und Durchführung stadtteilbezogener Veranstaltungen und Projekte wie Konzerte, Ausstellungen, Dichterlesungen, Kurse und Seminare der Jugend- und Erwachsenenbildung, auch im Dienst der Völkerverständigung. Schwerpunkte waren Spenden- und Patenschaftsaktionen für Armenien sowie die Förderung des traditionellen Jazz in Frankfurt Nordwest. 1998 löste sich der Verein aus finanziellen und persönlichen Gründen auf.
Bestandsumfang und -inhalt: 3 Akten. Satzungen, Protokolle, Programme, Zeitungsausschnitte, Fotos, u.a.
Findmittel: Rep. 875. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 22566.

Bestandsnahme: Kultur-Forum (V64)
Laufzeit: 1993-1997
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Mappe mit Satzung, Material zum 10-jährigen Bestehen des griechischen Kulturvereins, Broschüren zu Veranstaltungen wie den griechischen Kultur- und Filmtagen, Plakate, u.a.
Findmittel: Ungeordnet.

Bestandsnahme: Kuratorium Kulturelles Frankfurt (V96)
Laufzeit: 1954-1998
Institutionsgeschichte: Das Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) wurde 1957 von Frankfurter Bürgern auf Anregung des Verlegers Gerd AMMELBURG als gemeinnütziger Verein gegründet, der seinen Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit das ganze Jahr über ein breit gestreutes Veranstaltungsspektrum anbietet. Seit 1961 gehört das KKF als selbständiges Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft an. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das KKF als Initiator von Ausstellungen und Konzerten aktiv, um den Wiederaufbau des Frankfurter Kulturlebens zu unterstützen. Das grafische Werk Jean Miros, Marc Chagalls Bibel-Zyklus, eine Ausstellung australischer Urkunst oder ein Gastspiel des New Yorker Juillard-Quartetts sind Belege für das erfolgreiche Engagement des Vereins. Beiträge leistete das KKF auch beim Wiederaufbau der Alten Oper und beim Original-Aufbau der Hauptwache. Seit den 60er Jahren verlagert sich das Angebot des KKF für seine Mitglieder verstärkt dahin, das kulturelle Angebot Frankfurts zu nutzen, z. B. durch gemeinsame Theater-, Oper- und Konzertbesuche, durch Lesungen, Vorträge, gesellige Abende oder kunsthistorische Exkursionen. Seit 1984 schreibt das KKF den Günther Berg-Preis für Frankfurter Schülerinnen und Schüler aus (seit 1996 Günther Berg/Dieter Berndt-Preis).
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Rm.; Nrr. 1-180. Mitteilungen, Veranstaltungen, Korrespondenz.
Findmittel: Liste.
Bemerkungen: DEPOSITUM. Bei geplanten Veröffentlichungen ist der Verein vorher um Erlaubnis zu fragen. Bitte beachten: die Schutzfrist für Sachakten beträgt 30 Jahre. Daher sind einige jüngere Akten für die Benutzung gesperrt. Vgl. S3/ P 639.

Bestandsname: Lehrerverein (V29)
Laufzeit: 1903-1947
Institutionsgeschichte: Gründung 1876, Ziele und Tätigkeiten: Weiterentwicklung des Schulwesens, Förderung der geistigen und materiellen Interessen des Lehrerstandes. Gründung einer Spar- und Leihkasse 1879. 1935 Errichtung der Stiftung Lehrernothilfe unter Aufsicht des NSLB zu Frankfurt. Enthalten sind auch Unterlagen der Witwen- und Waisenkasse für die an den öffentlichen Schulen zu Frankfurt am Main angestellten evangelischen-protestantischen ordentlichen Lehrer. Gründung: 1729, Auflösung: 1939. Ziele und Tätigkeiten: Unterstützung der Lehrer und ihrer Familien. Ca. 1919 vereinigt mit der Witwen- und Waisenkasse für die an den öffentlichen Schulen zu Frankfurt am Main angestellten katholischen ordentlichen Lehrer (gegründet 1823) zur Frankfurter Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit für Lehrer, Beamte und deren Angehörige. Quelle: Satzung von ca. 1919. Nach der Auflösung 1935 wurde das Vermögen 1936 an die Reichskassenverwaltung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) in Bayreuth überführt durch Errichtung der Stiftung Lehrernothilfe unter Aufsicht des NSLB in Frankfurt.
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Kästen, Nrr. 1-28. Satzungen, Berichte über Vorstandssitzungen, Schriftwechsel, Kassenbücher, Mitgliederlisten, Akten des Ortslehrerrats Frankfurt am Main, des Baufonds des Lehrervereins, der Witwen- und Waisenkasse für die an den öffentlichen Schulen zu Frankfurt am Main angestellten evangelischen-protestantischen ordentlichen Lehrer und der Stiftung NSLB Lehrernothilfe, u.a.
Findmittel: Rep. 873. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 2727.
Berg, Artur: Rückerinnerungen an Leben und Arbeit des früheren Frankfurter Lehrervereins. Lehrerverein (Hrsg.): Geschichte der ersten fünfzig Jahre des Lehrervereins zu Frankfurt a.M. 1876-1926.

Bestandsnahme: Romanfabrik
Laufzeit: 1985-1995
Bestandsumfang und –inhalt: 2 Kästen mit Material zu Veranstaltungen sowie Fotos.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Wegen des Ordnungszustands Benutzung nur nach Rücksprache mit dem Sachbearbeiter!

Bestandsname: Seminar für soziale Berufsarbeit (V6)
Laufzeit: 1913-1968
Institutionsgeschichte: Am 30.01.1913 gründete sich der Verein „Frauenseminar für die soziale Berufsarbeit“ mit dem Ziel, eine Ausbildungsstätte für weibliche Arbeitskräfte in sozialen Bereichen staatlicher, kommunaler und privater Organisationen zu schaffen. Eine „Fachschule für soziale Berufsarbeit“ wurde am 01.01.1914 eröffnet und bot in der 2 ½ jährigen Ausbildung theoretische und praktische Unterweisungen. Auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung folgte 1920 eine Unterstellung des Frauenseminars unter das Fachschulamt (Verstadtlichung). Jedoch blieb nach längeren Verhandlungen die dann ausgebaute „Wohlfahrtsschule für Hessen-Nassau und Hessen“ in der Trägerschaft des 1924 neu gegründeten Vereins zur Erhaltung der staatlich anerkannten Wohlfahrtsschule für Hessen-Nassau und Hessen. Daraus wurde 1934 der Verein zur Unterhaltung der staatlich anerkannten Frauenschule für Volkspflege. Diese Schule bildete auf der Grundlage nationalsozialistischer Weltanschauung in zweijährigen Lehrgängen Volkspflegerinnen aus. 1947 führte der neue Verein zur Erhaltung des staatlich anerkannten Seminars für soziale Berufsarbeit das gleichnamige Seminar fort, bis es 1969 in der neuen Staatlichen Höheren Fachschule für Sozialarbeit aufging.
Bestandsumfang und -inhalt: 8 Kästen (ca. 1 Rm). Akten zur Prüfung von Wohlfahrtspflegerinnen, Zeugnisse, Prüfungsarbeiten, Schriftwechsel, Protokolle, Jahres- und Rechenschaftsberichte, Kostenvoranschläge, Unterrichtspläne, Drucksachen, Fotos
Findmittel: Rep. 496. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/N 7003, S3/M 7532, S3/M 4774.

Bestandsname: Stenographenverein Fechenheim (V10)
Laufzeit: 1907-1969
Institutionsgeschichte: Am 03.12.1907 wurde der Stenographen-Verein Gabelsberger zu Fechenheim am Main gegründet und am 05.12.1907 in den Deutschen Stenographen-Bund Gabelsberger aufgenommen. Pflege und Verbreitung der deutschen Einheitskurzschrift war das Vereinsziel, für das Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung angeboten wurden. Der Schwerpunkt lag auf der Betreuung von Jugendlichen. 1933 änderte man den Namen des Vereins in „Deutsche Stenografenschaft e.V.- Ortsverein Frankfurt-Fechenheim“. Ab 01.05.1943 wurde die Tätigkeit eingestellt und das Leistungsertüchtigungswerk der DAF übernahm den Unterrichtsbetrieb für die Dauer des Krieges. 1949 erscheint der Verein wieder als „Stenografenverein Frankfurt-Fechenheim“.
Bestandsumfang und -inhalt: 1,5 Rm.; Nrr.1-73. Satzungen, Mitteilungen, Korrespondenz, Drucksachen, Kassenberichte und -belege. Enthält auch Material fremder und höherer Stenographenorganisationen.
Findmittel: Rep. 541. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 17913, S3/P 4600.

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