Querverweise
3.8.1.2. Musik- und Gesangvereine
Bestandsname: Bockenheimer Männerchor 1837 (V53)
Laufzeit: 1897-2007
Institutionsgeschichte: Der Bockenheimer Männerchor 1837 ist heute der letzte Gesangverein im Stadtteil Bockenheim. Er entstand als Zusammenschluss zweier traditionsreicher Gesangvereine:
Von 16 Herren und einigen Damen wurde der Bockenheimer Liederkranz 1837 ins Leben gerufen zur Pflege des Chorgesanges und der Geselligkeit. Neben gesanglichen Erfolgen erhielt der Chor auch einige Ehrenauszeichnungen. Der zahlenmäßige Höhepunkt der Vereinsgeschichte lag vor dem Zweiten Weltkrieg bei über 150 aktiven und etwa 500 passiven Mitgliedern.
Der Gesangverein Frohsinn wurde 1877 von 21 Herren gegründet und galt lange als reiner Arbeitergesangverein, die Fahnenweihe erfolgte 1887. Auch er erhielt bei Sängerwettkämpfen einige Auszeichnungen und war Gründungsmitglied des Mittel-deutschen Sängerbundes. 1929 zählte der Verein 80 aktive und 155 passive Mitglieder.
Nach einem starken Mitgliederrückgang bei beiden Vereinen erfolgte dann
1971 die Vereinigung zum Bockenheimer Männerchor
1837. Im Jahr 2007 löste sich der Verein mangels Nachwuchses endgültig
auf.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Rm., Nrr. 1-119. Festschriften, Programme, Liederhefte
und -zettel, Eintrittskarten, Fotos, Pokale, Vereinsnachrichten und Vereinschronik.
Findmittel: Liste.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 2333.
Bestandsname: Chorgemeinschaft 1884 Frankfurt-Heddernheim (V21)
Laufzeit: 1919-1984
Institutionsgeschichte: Gründung: 30.08.1884 als Trachtlersches Quartett. 1892 Änderung in Männerquartett Heddernheim. 1914-1918 durch 1.Weltkrieg bedingt Pause. 1918 wieder Vereinstätigkeit. 1935-1936 Heddernheimer Chorgemeinschaft aus Gesangverein Eintracht, Frohsinn, Liederkranz und Männerquartett. Von 1937-1939 war nur noch das Männerquartett existent. 1939-1949 ruhte das Vereinsleben infolge des 2.Weltkrieges. 1949 Zusammenschluss von Männerquartett und Gesangverein Thalia zur Chorgemeinschaft Männerquartett Thalia. 1954 Umbenennung in Chorgemeinschaft Heddernheim. 1983 Vereinshaus. 1984 100jähriges Jubiläum. Ziele und Tätigkeiten: Pflege des deutschen Liedgutes und des Männergesangs, Teilnahme an zahlreichen Wettstreiten, Veranstaltung von Konzerten und Feiern.
Bestandsumfang und -inhalt: 2 Kästen. Protokolle 1919-1970, Plakate 1973-1984.
Findmittel: Rep. 761 (Übersicht)
Bemerkungen: Depositum. Vgl. S3/P 2607.
Bestandsname: Frankfurter Motettenchor (V78)
Laufzeit: 1919-1984
Institutionsgeschichte: Gegründet am 19.8.1920 als Zweigverein des Lehrersängerchores
mit dem Ziel, die Jugend und den Schulgesang zu fördern. Dementsprechend
waren ein Großteil der Sänger Schüler, die für den Chor
vom Schulamt vorgeschlagen wurden. Erster Vorsitzender und Chorleiter war Professor
Fritz GAMBKE (auch Dirigent des Lehrersängerchores und der Frankfurter Singakademie).
Geprobt wurde seit 1925 in der Katharinenschule, deren Rektor Bernhard GASCHKE
war. 1942 in die Hitler-Jugend überführt, wurde der Verein nach dem
Krieg und der Zerstörung
der Katharinenschule aufgelöst.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten. Nrr. 1-3. Chronik des Chors mit Satzung, Fotos, Zeitungsartikeln und Geschichte (vom Vorsitzenden Bernhard GASCHKE geschrieben).
Findmittel: Vorgeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/N 969.
Bestandsname:
Frankfurter Singakademie (V120)
Laufzeit:
1922-2000
Institutionsgeschichte:
Gegründet wurde der Chor 1922 von Fritz Gambke mit der Zielsetzung, den
Chorgesang in Frankfurt zu beleben. In den ersten Jahren ihres Bestehens wurde
die Frankfurter Singakademie bereits von internationalen Größen
wie Erich Kleiber, Hans Rosbaud, Richard Strauß und Igor Strawinsky dirigiert.
Ab 1946 etablierte sich der Chor unter der Leitung von Dr. Ljubomir Romansky
als einer der führenden Konzertchöre Deutschlands. Nachdem die Frankfurter
Singakademie 1937 bei der Uraufführung von Carl Orffs Carmina burana mitgewirkt
hatte, führte sie in Anwesenheit des Komponisten zu dessen 75. Geburtstag
seine Trionfi in Frankfurt, Berlin und Salzburg auf. In dieser Zeit sang der
Chor unter Dirigenten wie Karl Böhm, Carl Schuricht und Erich Leinsdorf,
u. a. bei den Salzburger Festspielen.
Von 1985 bis 1999 war Karl Rarichs Chordirektor der Frankfurter Singakademie.
Hatte der Chor in den Jahren zuvor schon regelmäßig außerhalb
Frankfurts gastiert, so steigerte sich jetzt die Zahl der Aufführungen
im In- und Ausland deutlich. Ende 1999 trat Karl Rarichs von der künstlerischen
Leitung des Chores zurück. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrendirigenten
der Frankfurter Singakademie auf Lebenszeit ernannt.
Zu seiner Nachfolgerin wählte der Chor im August 2000 Linda Horowitz.
Unter ihrer Leitung fand die europäische Erstaufführung der „Caribbean
Mass“ von Glenn McClure unter Mitwirkung des Komponisten statt. 2003
reiste die Frankfurter Singakademie nach Vietnam und gab dort mehrere Konzerte.
Seit November 2005 ist Dr. Paulus Christmann Chordirektor der Frankfurter Singakademie.
Er etablierte neben dem Gesamtchor einen Kammerchor, der es der Singakademie
ermöglicht, den unterschiedlichen musikalischen Anforderungen verschiedener
Stilrichtungen in adäquater Besetzung zu entsprechen. Die Größe
und Besetzung dieses Ensembles variiert je nach dem zu erarbeitendem Programm.
Die Frankfurter Singakademie ist mit derzeit ca. 130 aktiven Sängerinnen
und Sängern der größte Oratorienchor Frankfurts.
Bestandsumfang und –inhalt:
3 Rm. und 19 Mappen mit Plakaten. Programme der Konzerte mit Fotos, Organisation
der Konzerte, Korrespondenz, Fotos, Presse usw.
Findmittel:
Ungeordnet.
Bemerkungen:
DEPOSITUM. Veröffentlichungen nur mit Erlaubnis des Vereins. Adresse beim
zuständigen Sachbearbeiter erhältlich.
Vgl. S3/N 2.534.
Bestandsname: Freunde der Kirchenmusik (V34)
Laufzeit: 1950-1981
Institutionsgeschichte: 1950 von Arnold THRUN gegründet und 28 Jahre lang geleitet. Mit unterschiedlichsten Konzerten internationaler Orchester, Chöre und Solisten aus dem geistlichen und weltlichen Bereich (u.a. Regensburger Domspatzen, Ostschweizer Kammerorchester, Cantrel-de-Lyon-Chorus usw.) sollten alle gesellschaftlichen Schichten und besonders die Jugend für die Musik gewonnen werden. Zu Beginn wurden hauptsächlich geistliche Pogramme (Bach und Zeitgenossen) dargeboten, ab Anfang der 60er Jahre erfolgte eine Öffnung zur Klassik. Für Vereinsmitglieder sind die Veranstaltungen kostenlos. Ab 1979 erhielt der Vereinsname den Zusatz „Arnold-Thrun-Gesellschaft“. Zu den Dirigenten zählen bekannte Namen wie Ludwig Dieter OBST, Hans DREWANZ, Joachim MARTINI, Ullrich FISCHER, Herbert-Manfred HOFFMANN und Helmut STEINBACH. Der Verein richtet auch die jährlich stattfindenden Frankfurter Orgeltage aus.
Bestandsumfang und -inhalt: 13 Mappen in DIN A 2 (= 2 lfm.) mit aufgeklebten Zeitungsausschnitten, Programmen, Broschüren und Drucksachen zu den Konzerten
Findmittel: Rep. 885.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 5351, S3/P 10262 Einladungen und Programme, S3/P 10261 Konzertbesprechungen.
Bestandsname: Gesangverein Germania Frankfurt a.M.-Bornheim (V15)
Laufzeit: 1843-1981
Institutionsgeschichte: Gegründet im März 1843 als Concordia von Balthasar PFLUG, Christian POPP, Georg FISCHER und Nicolaus SCHREIBER als reiner Männerchor. 1861 Umbenennung in Germania. Es wurden viele Preise errungen. Nach dem 2.Weltkrieg bekam die Germania als erster Verein die Genehmigung zur Fortführung des Vereinslebens. 1957 wurde ihm die Zelter-Plakette verliehen. Seit 1981 mangels Sängern nicht mehr als Gesangverein gearbeitet werden konnte, treffen sich die Mitglieder zu geselligen Veranstaltungen.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten. 4 Kassenbücher.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 3269.
Bestandsname: Gesangverein Thalia Frankfurt/ Main (V52)
Laufzeit: 1908-1912
Institutionsgeschichte: Gegründet 1886. Letzter Hinweis auf das Bestehen des Vereins 1912.
Bestandsumfang und -inhalt: Festkarte, Noten, Programme, u.a.
Findmittel: Vorgeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 3499.
Bestandsname: Neeber-Schuler-Chor (V20)
Laufzeit: 1891-1985
Institutionsgeschichte:
Der Neeber-Schuler-Chor ist einer der ältesten Chöre Frankfurts. Er
entstand aus dem Zusammenschluss des 1828 gegründeten Frankfurter Liederkranz
mit dem am 1.8.1865 von dem Komponisten und Chormeister Heinrich NEEB gegründeten
Neeb'schen Männerchor. 1947 erfolgte der Zusammenschluss mit dem 1864 von
Georg SCHULER gegründeten Schuler Chor zum heutigen Neeber-Schuler-Chor.
Dem nach dem Krieg nunmehr gemischt agierenden Chor wurde 1972 ein Kinderchor
angegliedert. 1978 konnte das 150-jährige Gründungsfest des Frankfurter
Liederkranzes gefeiert werden. Später kam noch ein Jugendchor hinzu. Seit
Sommer 1994 existiert im Kinderchorbereich eine enge Zusammenarbeit mit der Heinrich-Seliger-Schule.
Der Neeber-Schuler-Chor ist heute einer der wenigen Chorverbände in Frankfurt
am Main, die über einen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchor verfügen.
Bestandsumfang und -inhalt: 10 Rm. Akten, Chroniken, Kassenbücher, Urkunden, Plaketten, Fotos, u.a.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: DEPOSITUM. Bei geplanten Veröffentlichungen ist der Verein
vorher um Erlaubnis zu fragen. Vgl. S3/P 988.
Bechthold, Otto: Aus der Geschichte des Neebschen Männerchores. In: Beiträge zur Geschichte des deutschen Männergesangs. 1925.
Bestandsname: Sängervereinigung Eschersheim (V81)
Laufzeit: 1896-2004
Institutionsgeschichte: Gegründet am 23.11.1946 als Zusammenschluss der drei vor dem Krieg in Eschersheim bestehenden Gesangvereine „Concordia“ (gegründet 1864), „Sängerlust“ (gegründet 1871) und „Katholischer Männergesangverein“ (gegründet 1930). Chorleiter war 18 Jahre lang Hermann GONDLACH, 1. Vorsitzender wurde Georg RÖHRE und nach ihm Richard SCHMIDT. Die neue Vereinsfahne wurde 1956 geweiht. Am 24.06.1948 gründete sich auf vielfachen Wunsch eine zweite Abteilung der Sängervereinigung, nämlich der auch sehr erfolgreiche Frauenchor. Die Sängervereinigung war damit der älteste Verein in Eschersheim und besaß innerhalb des Sängerkreises Frankfurt den ältesten Frauenchor. 1978 wurden beide Abteilungen zu einem gemischten Chor vereinigt, da die Mitgliederzahlen ständig abnahmen. Zeitweise gab es allerdings auch einen Kinderchor und eine Singgruppe für modernes Liedgut. Der Verein veranstaltete zahlreiche Konzerte, nahm an Gesangwettkämpfen teil (u.a. auch 2-mal am Bundesleistungssingen) und hielt auch die Geselligkeit und den Zusammenhalt der Mitglieder für sehr wichtig: regelmäßig fanden Ausflüge oder Reisen statt (1982 nach Ägypten), es gab Maskenbälle, Karnevalssitzungen und Feiern. Der Verein sang auch in Krankenhäusern, Altenheime oder bei Totenehrungen und erhielt für seine Verdienste die Zelter-Plakette von Bundespräsident Dr. Theodor HEUSS. Er musste sich aber trotzdem 2003 aufgrund der ständig abnehmenden Mitgliederzahl auflösen.
Bestandsumfang und -inhalt: 4 lfm. Protokollbücher, Vereinsakten, Kassenunterlagen, Urkunden, Fotos sowie Pokale und Ehrenabzeichen und Ausstellungstafeln.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 17472 (Concordia), P 16080 (Jugendchor), P 2103 (Sängervereinigung).
Bestandsname: Spechtscher Männerchor (V24)
Laufzeit: 1903-1958, 1975-1982
Institutionsgeschichte: Gründung 1897 vom Musikdirektor Carl SPECHT zur Pflege des vierstimmigen Männer- und Kunstgesanges. Neue Statuten ab 20.06.1946 unter dem Namen Spechtscher Männerchor. Seit 1971 vereint mit dem Sängerchor der Turngemeinde Bornheim 1860.
Bestandsumfang und -inhalt: 3 Kästen. Kassenbücher, Protokollbücher, Fotos, Ehrenurkunden, Zeitungsausschnitte, Festschriften, Konzertprogramme, Liedtexte, Vereinsmitteilungen auch von anderen Chören, 2 Stempel, 1 Audiokassette, verschiedene Anstecknadeln, 1 Stich, 1 Bilderrahmen.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 3507.
Bestandsname:
Volkschor Harmonia Höchst (V102)
Laufzeit:
1856-1967
Institutionsgeschichte:
Gegründet 1856 als Arbeitergesangverein. 1967 aufgelöst.
Bestandsumfang und –inhalt:
1 Rm. Protokolle und Rechnungsbücher, Fotos und Urkunden, Presse, Unterlagen
zu Jubiläen.
Findmittel:
Ungeordnet.
Bemerkungen:
Wegen des Ordnungszustandes Benutzung nur nach Rücksprache mit dem zuständigen
Sachbearbeiter!
Vgl. S3/ P 4.628.