Querverweise
3.8.1.4. Wohlfahrtsverbände und -vereine sowie soziale Einrichtungen
Bestandsname:
Agisra/ FIM (V97)
Laufzeit:
1973-2003
Institutionsgeschichte:
Agisra e.V. (Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische
Ausbeutung) wurde bekannt als eine Informations- und Beratungsstelle für
Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen in Frankfurt. Ziel war es, migrierte
Frauen, die sich in Gewalt- und Ausbeutungsverhältnissen befinden, mit
konkreter Hilfestellung, psychosozialer Betreuung und Krisenintervention zu
unterstützen. Viele Frauen hatten einen ungeklärten Aufenthaltsstatus
oder waren von Illegalisierung bedroht. Der Frankfurter Verein wurde inzwischen
wegen finanzieller Probleme aufgelöst, aber die Aufgaben und das Archiv
werden von der Ökumenischen Arbeitsgruppe FIM (Frauenrecht ist Menschenrecht)
e. V. weiter geführt.
Bestandsumfang und -inhalt
5 Rm., Nrr. 1-332. Bücher, Broschüren, Flugblätter, Fotos, Dias
und Vereinsakten. Das Archiv wird ständig aktualisiert, eine umfangreiche
Quellensammlung zu den Themenbereichen Leben von Migrantinnen in Franfurt und
Prostitution weltweit ist vorhanden.
Findmittel:
Archivdatenbank.
Bemerkungen:
DEPOSITUM. Der Bestand ist für Benutzer frei zugänglich, falls aber
Material für eine Veröffentlichung verwendet wird, bittet FIM um
ein Belegexemplar für den Verein
Bestandsname: Allgemeine Ortskrankenkasse (V83)
Laufzeit: 1900-1982
Bestandsumfang und -inhalt: 0,5 Rm.; Nrr. 1-66. Denkschrift zum Neubau der
AOK am Theodor-Stern-Kai, Rechenschaftsbericht von dem Architekten Ernst BALSER,
Schätzungen
der Kriegsschäden, Schriftwechsel über eine mögliche Tätigkeit
Josef MENGELES im Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene (Mieter im
Gebäude der AOK); Geschäftsberichte, Korrespondenz, Jubiläumsfestschriften.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Die Archivalien der ersten Abgabe (Nrr. 1-4) waren unter der Signatur W3-5 Nrr. 1-4 zuerst dem Wirtschaftsarchiv zugeordnet und sind eine Dauerleihgabe. Vgl. S3/R 4910.
Bestandsname: Arbeiterwohlfahrt Frankfurt am Main (V41)
Laufzeit: 1946-2004
Institutionsgeschichte: 1919 faßte der SPD-Parteiausschuß freiwillige Helfer zu einer sozialdemokratischen Wohlfahrtsorganisation, dem „Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt“ zusammen. Armen- und Altenpflege, Mutterschutz, Jugendhilfe und auch Auswandererfürsorge gehörten zu den Zielen. Auf das Verbot des Vereins von 1933 bis 1945 folgte 1947die selbständige Wiedergründung neben der SPD. Der Verein betreibt eigene Wohnheime für Aus- und Übersiedler sowie Alten-, Pflege- und Erholungsheime. Es bestehen über 40 Ortsvereine im Kreisverband Frankfurt am Main. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden, Beiträge sowie öffentliche Mittel.
Bestandsumfang und -inhalt:
8 Kästen; Nrr. 1-99. Protokolle der Vorstandssitzungen, Rundbriefe, Jahresberichte,
Unterlagen zur Johanna-Kirchner-Stiftung, zum Fritz-Tarnow-Heim und Bau des August-Stunz-Heims,
Unterlagen zur Tätigkeit und zum Rücktritt von Ute HOCHGREBE als AWO-Vorsitzende
des Bezirksverbandes Hessen-Süd.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen:
1. Abgabe: aus dem Nachlass von Sofie QUINT S1/ 150, 2. Abgabe: Unterlagen aus dem Nachlaß von Ute HOCHGREBE S1/ 408. Vgl. S3/P 4.879.
Trott, Jan von: Geschichte der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt.
Bestandsname: Bund für Volksernährung (V94)
Laufzeit: 1929-1937
Institutionsgeschichte:
Gegründet im Jahr 1929, erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister 1931.
Zweck des Vereins war es, die gesunde Ernährung der Frankfurter Bevölkerung
zu fördern und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln. Es wurden
daher u. a. Kurse zu diätischer oder vegetarischer Ernährung abgehalten,
Vorträge für Hausfrauen veranstaltet und 1932 Beratungsstellen für
Ernährungsfragen im gesamten Stadtgebiet eingerichtet. Gerade als Reaktion
auf die Weltwirtschaftskrise sollten erwerbslose oder gering verdienende Familien
erreicht werden. Auch mit Haushaltungsschulen und Krankenhäusern arbeitete
der Bund im Bereich Ausbildung eng zusammen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten
schlief der Verein langsam ein und wurde 1935 aufgelöst. Die Liquidation
zog sich bis 1937 hin.
Bestandsumfang und –inhalt:
1 Kasten, Nrr. 1-4. Akten des 1. Vorsitzenden mit Protokollen und Korrespondenz
zum Thema Lebensmittelversorgung, Unterlagen zu Mitgliederversammlungen und eine
Akte über Kochkurse für Lehrerinnen..
Findmittel:
Archivdatenbank.
Bemerkungen:
Abgegeben aus dem Bestand Lebensmittelamt.
Bestandsname:
Frankfurter Asylverein für Obdachlose (V106)
Laufzeit:
1925-1970
Bestandsumfang und –inhalt:
1 Rm.
Findmittel:
Ungeordnet.
Bestandsname: Frankfurter Hilfsring (V72)
Laufzeit: 1953-1999
Institutionsgeschichte: Gegründet 1953 als bundesweite Organisation Hilfring für den deutschen Osten e.V. Der Verein unterstützte und betreute entsprechend seiner Vereinssatzung bedürftige Menschen in der DDR und auch in anderen osteuropäischen Ländern. Durch Zuschüsse und Spendenaktionen wurden regelmäßige Paketsendungen finanziert und Kontakte durch Briefwechsel und Besuche in der DDR aufrecht erhalten. Auch ermöglichte man vor allem älteren Menschen Aufenthalte in der Bundesrepublik. Nach der Wende stellte der Verein seine Tätigkeit ein.
Bestandsumfang und -inhalt: 3 Kästen, Nrr. 1-10. Satzungen, Mitgliederlisten, Protokolle der Mitgliederversammlungen, Spendenaufrufe und Adressenlisten, Bilanzen und Belege.
Findmittel: Liste.
Bemerkungen: Benutzung nur nach Absprache, allgemeine Schutzfrist 30 Jahre.
Bestandsname:
Frankfurter Institut für Frauenforschung (V108)
Laufzeit:
1976-2003
Institutionsgeschichte:
Das Frankfurter Institut für Frauenforschung FIF e.V. war ein unabhängiges
und anerkannt gemeinnütziges Forschungsinstitut. 1983 wurde es von Frauen
aus Wissenschaft und Praxis mit der Absicht gegründet, feministische und
interdisziplinäre Forschung zu fördern. Das Institut verstand sich
als Trägereinrichtung für empirische und anwendungsbezogene Frauenforschung.
Zentrale Aufgabe des FIF war die Erforschung gesellschaftlich relevanter Problemfelder
aus einer feministischen Perspektive mit dem Ziel, Handlungsspielräume
und Lebenschancen von Mädchen und Frauen zu erweitern.
In einer Zeit, die durch knappe Ressourcen und einen tief greifenden sozioökonomischen
und kulturellen Wandel gekennzeichnet ist, sollten die Probleme und Sichtweisen
von Frauen verstärkt zur Geltung gebracht werden.
Nach der Einstellung der finanziellen Förderung durch das Land Hessen
wurde das FIF zum 30.06.2000 aufgelöst. Die Aufgaben des FIF werden zum
Teil durch "maecenia - Frankfurter Stiftung für Frauen in Wissenschaft
und Kunst" weitergeführt.
Bestandsumfang und –inhalt:
3,5 Rm., Nrr. 1-196.
Findmittel:
Archivdatenbank.
Bemerkungen:
Vgl. S3/ N 23.724.
Bestandsname:
Institut für Sozialarbeit (V76)
Laufzeit:
2001-2004
Bestandsumfang und –inhalt:
1 Kasten; Nrr. 1-10. Jahresberichte, Biografie des langjährigen Vorsitzenden
August OSWALT, Biografie von Alfred MARCHAND, Broschüren.
Findmittel:
Vorgeordnet.
Bemerkungen:
Vgl. S3/N 3.290 (Institut für Sozialarbeit) und S3/N 2.371 (Centrale für
private Fürsorge).
Bestandsname: Kinderladen Rote Eule (V59)
Laufzeit: 1978-1980
Institutionsgeschichte: Gegründet 1970 von einer Elterninitiative als einer der ältesten Kinderläden in Frankfurt. Ziel der im Zuge der 68er Bewegung entstehenden Kinderläden war es, eine Alternative zu den üblichen Kindergärten zu bieten. Den Kindern sollte kein festes Programm wie in den normalen Kindergärten vorgesetzt werden, sondern sie sollen weitestgehend selbst entscheiden, was sie machen wollen. Auch für ältere Kinder bis 12 Jahre gibt es Betreuungsangebote. Finanziert wurde der Laden überwiegend durch die Eltern. Heute Kindertageseinrichtung Rote Eule mit Sitz im Nordend.
Bestandsumfang und -inhalt: 1/2 Kasten. Wochenprotokolle und Fachartikel zu pädagogischen Fragen.
Findmittel: Vorgeordnet. Liste.
Bemerkungen: Für die Benutzung.DEPOSITUM. Vgl. S3/N 24.058.
Bestandsname:
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf (V86)
Laufzeit: 1972-2004
Institutionsgeschichte: 1972 wurde von Rosi WOLF-ALMANASREH in Frankfurt eine Selbsthilfegruppe ( Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen) gegründet als Reaktion auf Ausweisungsdrohungen gegen in Deutschland lebende und hier verheiratete Palästinenser nach dem Anschlag bei den Olympischen Spielen in München. 1975 gründete sich der heute noch bestehende eingetragene Verein „iaf e.V.“.
Ziele waren und sind der Kampf für die rechtliche und soziale Gleichstellung binationaler Paare und Familien mit Deutschen sowie der Kampf gegen Rassismus und für Völkerverständigung. So setzte sich der Verein für Reformen beim Internationalen Privatrecht, Ausländerrecht und bei Staatsangehörigkeitsfragen ein und berät Hilfesuchende beim Umgang mit Behörden, asylrechtlichen Fragen usw.
Heute ist der Verein bundesweit tätig (die Zentrale befindet sich in Frankfurt) und nennt sich inzwischen Verband binationaler Familien und Partnerschaften. Es gibt Ortsgruppen (auch Initiativgruppen genannt) und einen Bundesvorstand, jährlich finden Delegiertenversammlungen statt. Die iaf hat heute mehr als 2000 Mitglieder sowie Kontaktstellen im ganzen Bundesgebiet und sogar im Ausland. Der Verein und die hier tätige Ortsgruppe beteiligen sich an vielen kulturellen Veranstaltungen in Frankfurt, z. B. beim Tag der offenen Tür der Stadt. 1985 wurde in Frankfurt das vom Verein getragene Indische Kulturinstitut gegründet. 2004 erhielt die iaf den Integrationspreis der Stadt Frankfurt.
Bestandsumfang und -inhalt:
1 Rm;. Nr. 1-31. Unterlagen der Gründerin Rosi WOLF-ALMANASREH und der Initiativgruppe
Frankfurt. Grundsatzprogramm, Material zu den jährlichen Delegiertenversammlungen,
Unterlagen zur Gründung des Indischen Kulturinstituts, Mitgliederzeitschrift
der Initiativgruppe, Zeitschrift iaf Informationen und Nachrichten des Bundesvorstandes,
Festschriften zum 20- und 25-jährigen Bestehen, gebundene Pressesammlungen
von 1975-1988.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/N 12006 (iaf) und S3/N 10211 (Verband binationaler Familien und Partnerschaften); S3/N 20193 und 26687 (Indisches Kulturinstitut).
Bestandsname: Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner für das Land Hessen, Frankfurt a.M. (VdK) (V5)
Laufzeit: 1949-1960
Institutionsgeschichte: Gründung 1946 als Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen, Ortsgruppen in allen Stadtteilen folgten in den nächsten Jahren. Später erlaubten die Besatzungsmächte den Namen Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Vor allem im Bereich der Sozialarbeit, Altenfürsorge und der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage seiner Mitglieder lagen die Aufgaben des Verbandes, die weitgehend ehrenamtlich erfüllt wurden. Es wurden auch Sprechstunden mit juristischer und persönlicher Beratung abgehalten, Wohnungen und Eigenheime gebaut. Der Geselligkeit dienten gemeinsame Feiern. Der Stadtkreis Frankfurt am Main wird in den siebziger Jahren mit 10.000 Mitgliedern neben den Gewerkschaften eine der stärksten Organisationen in der Stadt. Partnerschaften mit ähnlichen Verbänden in Europa bestehen. Der heutige Name lautet Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 Kasten. Nrr. 1-27. V5a (Ortsgruppe Eschersheim): Druckschriften der Landes- und Kreisverbandstage 1949-1960, Rundschreiben, Berichte, Protokolle, Satzungsentwürfe, Schriftwechsel, u.a.
V5b (Ortsgruppe Gallus): Festschrift
V5c (Ortsgruppe Heddernheim): Rundschreiben und Festschrift
V5d (Ortsgruppe Sossenheim): Festschrift.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 2.367 (VdK allgemein), P 25.854 (Ortsgruppe Frankfurter Berg) und P 11.563 (Ortsgruppe Sossenheim); Periodika 439.
Bestandsname: Verein für Arbeits- und Erziehungshilfe (VAE) (V91)
Laufzeit: 2002-2004
Bestandsumfang und –inhalt:
1 Mappe. Korrespondenz, Festschrift zum 75-jährigen Bestehen der Praunheimer
Werkstätten, Jahresbericht der Ausbildungsbetriebe 2002, Jahresberichte
der Einrichtungen aus dem Fachbereich Behindertenhilfe für das Jahr 2004:
Frühförderstellen Gallus und Rödelheim, Kinderhaus Frank, Ohne
Wort - Beratungsstelle für nicht oder kaum sprechende Menschen, Einrichtungen
für Externe Therapie.
Findmittel: Vorgeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 7.726
Bestandsname: Verein „Haus der offenen Tür“ (V HoT) (V8)
Laufzeit: 1952-1986
Institutionsgeschichte:
Gegründet im Jahr 1954. Eröffnung des 1. „Haus der offenen Tür“ in Bornheim am 14.11.1956. Veranstaltung von Tanzpartys, Foto- und Tonbandhobbykursen, Diskussionen u. a. Zwanglos sollten sich die Jugendlichen treffen können. Das Programm der Jugendhilfe richtete sich nach Angebot und Nachfrage, Pädagogen gaben Hilfe zur Selbsthilfe.1964 besuchten 143.656 Kinder und 133.463 Jugendliche die Häuser. 1967 bestanden zehn Häuser, der Verein hatte etwa 50 Mitarbeiter. Im Jahr 1990 beschloß die Stadtverordnetenversammlung die Auflösung des Vereins, die Aufgaben und einen Teil der Mitarbeiter übernahm das Jugendamt.
Bestandsumfang und -inhalt:
2,5 Rm. Nr. 1-69. Akten und Protokolle über Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, Betriebsrat, Verwaltung, Revisionsberichte, Personalausschuss, Vereinsauflösung, Geschäftsführung, u.a.
Findmittel: Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/N 3351.
Bestandsname: Verein Hirnverletztenheim Frankfurt am Main (V85)
Laufzeit: 1927-2005
Institutionsgeschichte:
Der Verein wurde 1927 in Frankfurt gegründet und betrieb im Gärtnerweg ein Heim für Hirnverletzte aus dem 1. Weltkrieg. Nach dem 2. Weltkrieg, in dem das Vereinsheim völlig zerstört wurde, wich der Verein nach Bad Homburg aus und übernahm die Villa mit Park der Bankiersfamilie WERTHEIMBER. Hier wurde ein Kurbetrieb für Hirnverletzte eingerichtet. In den 70er Jahren, als die Zahl der hirnverletzten Kriegsbeschädigten immer mehr abnahm, dachte man über neue Aufgaben für den Verein nach und eröffnete schließlich auf dem Gelände die Neurologische Klinik zur Behandlung hirntraumatisierter Unfallopfer. Nach Verkauf der Klinik an die Wittgensteiner Kliniken AG löste sich der Verein 2004 auf.
Bestandsumfang und -inhalt:
2lfm; Nrr. 1-38. Akten des Vorstandes und des Geschäftsführers,
Finanzunterlagen, Mitgliederversammlungen, Korrespondenz, Unterlagen zu Jubiläen
und Zeitungsartikel.
Findmittel:
Rep. 910. Archivdatenbank.
Bestandsname: Verein „Vatter“ ehemaliger Schüler und Schülerinnen der Taubstummen-Anstalt zu Frankfurt am Main (V26)
Laufzeit: ca. 1951-1977, 1983
Institutionsgeschichte: Gründung 1906 durch ehemalige Schüler der Taubstummen-Anstalt, benannt nach dem Schulrat Johann VATTER, der 1916 starb. Der Verein zog 1970 nach Friedberg um, wo die neue Johann-Vatter-Schule, auch für Frankfurter Kinder, gegründet wurde. In Frankfurt entstand 1981 ein Gehörlosen-Zentrum in der Rothschildallee. Integration gehörloser Menschen.
Bestandsumfang und -inhalt: 4 Mappen, 1 Buch (= 1 Kasten). Interner Schriftwechsel, Protokollbuch.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/ P17923.
Bestandsname: Witwen- und Waisenkasse für angestellte Kaufleute (V67)
Laufzeit: 1845-1942
Institutionsgeschichte: Gegr. 1845 als Witwen- und Waisenkasse der Handlungskommis in Frankfurt. Zweck des Vereins war es laut Statuten, die von dessen Mitgliedern im Falle ihres Todes hinterlassenen Witwen und Waisen durch eine Pension zu unterstützen. Die Pensionen wurden über die Anlage der Mitgliedsbeiträge und Spenden in Fonds oder Aktien finanziert. Namhafte Spender größerer Beiträge im Gründungsjahr waren u.a. die Gebr. Bethmann, Grunelius & Co. und die Rothschilds. Die Mitgliedszahlen lagen bis 1900 um 100. Auflösung nach Mitgliederschwund aufgrund des Aufkommens von Versicherungen 1942. Das Restvermögen kam an die Jubiläumsstiftung der Industrie- und Handelskammer.
Bestandsumfang und -inhalt: 1 lfm. Nrr 1-46. Protokolle, Satzungen, Schriftverkehr sowie 4 überformatige Bücher (Kassenbücher).
Findmittel: Rep. 856. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Vgl. S3/R 1738.