Querverweise
3.8.1.5. Wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften
Bestandsname: Frankfurter Numismatische Gesellschaft (V82)
Laufzeit: 1916-2006
Institutionsgeschichte:
Am 25. November 1906 kamen münz- und medaillenkundige Personen aus Frankfurt
am Main und Umgebung zusammen und gründeten die Frnkfurter Numismatische
Gesellschaft. Eingeladen hatten der Sammler Ernst Lejeune und der Münzhändler
Sally Rosenberg. Ziel des Zusammenschlusses war es, durch Vorträge und Aussprachen
die Münz- und Medaillenkunde in Frankfurt zu fördern und ihr einen
gemeinschaftlichen Rahmen zu geben. Bereits Ende des Gründungsjahres zählte
der Verein über 30 Mitglieder.
Nach dem 2. Weltkrieg fand die erste Versammlung zur Wiedergründung der
Gesellschaft am 1. Juni 1946 statt. In den Jahren 1923 und 1956 wurde von der
Gesellschaft der Deutsche Numismatikertag ausgerichtet. Im Jahr 2006 konnte das
100-jährige Bestehen gefeiert werden, heute hat der Verein ca. 80 Mitglieder.
Bestandsumfang und –inhalt:
3 lfm. Mitgliederlisten, Satzung, Protokolle, Vereinskorrespondenz, Ausflüge,
Fotos und Unterlagen zum 100-jährigen Bestehen.
Findmittel:
Liste.
Bemerkungen:
DEPOSITUM. Bei geplanten Veröffentlichungen ist der Verein vorher um Erlaubnis
zu fragen.
Vgl. S3/P 15.780
Bestandsname: Genealogische Gesellschaft (V42)
Laufzeit: 1914-1928
Institutionsgeschichte: Gegründet 1914 von dem Landgerichtsrat und langjährigen Vorsitzenden MAJER-LEONHARD mit dem Ziel, die Genealogie unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der alteingesessenen Frankfurter Familien zu pflegen. 1944 Auslagerung des Archivs nach Königstein, da der Sitz der Gesellschaft in der Corneliusstraße 22 zerstört worden war. Aus diesem Jahr stammt auch der letzte Hinweis auf das Bestehen der Gesellschaft.
Bestandsumfang und -inhalt: Satzungen, Protokoll, Mitteilungen, Mitgliederwerbung, Spendenaufrufe, Jahresbeiträge, Bücherlisten, Einladungen.
Findmittel: Ungeordnet.
Bemerkungen: Vgl. S3/P 483.
Bestandsname: Geschichtsverein Nieder-Erlenbach (V49)
Laufzeit: 1784, ca. 1869-1901
Institutionsgeschichte: Gründung 1984 unter dem Vorsitz von Prof. W. MEIER-ARENDT, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Neben der Erforschung und Archivierung der Geschichte Nieder-Erlenbachs ist Vereinsziel die Mitarbeit bei der Bewahrung des historisch gewachsenen Ortsbildes und der damit zusammenhängenden Landschaftspflege sowie der Erhaltung des Lersnerschen Schlosses und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen. Auch Bildungsveranstaltungen und Exkursionen gehören zum Programm.
Bestandsumfang und -inhalt: Grundstückskarten, Pläne, Medaille, Urkunde, Pachtverträge, Grundbücher, u.a.
Findmittel:
Rep. 899. Archivdatenbank.
Bemerkungen: Depositum. Vor einer Benutzung muss der Verein um Erlaubnis gefragt
werden.
Vgl. S3/P 18.100.
Bestandsname:
Gesellschaft für Frankfurter Geschichte (V65)
Laufzeit:
1891-2008
Institutionsgeschichte:
Die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. (vormals Frankfurter
Verein für Geschichte und Landeskunde e.V.) ist einer der ältesten
noch aktiv tätigen Geschichtsvereine. Gegründet wurde sie 1837 von
den damals amtierenden Bürgermeistern, neun Schöffen und elf Senatoren
der Freien Stadt als „Gesellschaft für Frankfurts Geschichte und
Kunst“, 1858 verschmolz die Gesellschaft mit dem ein Jahr zuvor gegründeten
Verein für Geschichte und Alterthumskunde und übernahm auch dessen
Namen. Von 1934 bis 2003 führte der Verein den Namen „Frankfurter
Verein für Geschichte und Landeskunde“.
Die Gesellschaft fördert die historischen Kenntnisse ihrer Mitglieder,
veranstaltet im Winter historische Vorträge und im Sommer Exkursionen
und publiziert seit 1839 die Zeitschrift „Archiv für Frankfurts
Geschichte und Kunst“, die kostenlos an die Mitglieder verteilt wird,
und seit 1962 die Reihe „Studien zur Frankfurter Geschichte“ sowie
Sonderveröffentlichungen.
Bestandsumfang und –inhalt:
Satzungen, Protokoll, Mitteilungen, Mitgliederwerbung, Spendenaufrufe, Jahresbeiträge,
Bücherlisten, Einladungen, Manuskripte.
Findmittel:
Liste.
Bemerkungen:
DEPOSITUM. Bei geplanten Veröffentlichungen ist der Verein vorher um Erlaubnis
zu fragen.
Vgl. S3/P 88.
Bestandsname: Physikalischer Verein (V17)
Laufzeit: 1825-1974
Institutionsgeschichte: Gegründet am 18.10.1824 von Johann Valentin ALBERT, Christian Ernst NEEF und anderen bedeutenden Frankfurter Bürgern. Zunächst sollten die physikalischen, chemischen und technischen Kenntnisse unter seinen Mitgliedern erweitert werden. Bald jedoch trat diesem Anliegen die Information der Bevölkerung zur Seite mit einem „Physikalischen Museum“, mit Vorträgen und Vorlesungen, auch für Schüler. Ein Meteorologisches Comité begründete eine der längsten Klimabeobachtungsreihen in Europa. 1838 wurde eine Sternwarte auf dem Turm der Paulskirche in Betrieb genommen, daraus entwickelte sich die astronomische Sektion. Nach und nach richtete der Verein acht Institute mit renommierten Wissenschaftlern ein sowie 1889 die Elektrotechnische Lehranstalt als erste Technikerschule Deutschlands. Inhaltlich und räumlich bestand immer enge Verbindung zur Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. Durch herausragende Mitglieder wie z.B. Philipp REIS, trug der Verein zur technischen und wissenschaftlichen Entwicklung der Stadt bei. 1912 war er maßgeblich an der Gründung der Johann-Wolfgang von Goethe Universität beteiligt, in die seine Institute eingegliedert wurden. Dazu zählte auch die 1908 errichtete Sternwarte, die 1936 an den Verein zurückfiel. Nach ihrer Kriegsbeschädigung 1960 als Volkssternwarte wiedereröffnet, steht sie noch heute zur Verfügung. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Universität wurde nach 1970 vertraglich geregelt. Hauptanliegen der zahlreichen Veranstaltungen des Vereins und der Sternwarte ist die Popularisierung von Forschung.
Bestandsumfang und -inhalt: 30 Rm. Akten, Bücher zur Wirtschaftsführung, Kassenbelege, Inventare, Korrespondenz des Physikalischen Vereins sowie Lehrpläne, Drucksachen, Unterlagen über Schüler, Lehrgänge z.B. Maschinenbaulehrgang mit Prüfungen, u.a. der Elektrotechnische Lehranstalt des Physikalischen Vereins.
Findmittel: Rep. 603 (Übersicht).
Bemerkungen: Depositum. Vgl. S3/P 2092.
Bestandsname: Verein für naturwissenschaftliche Unterhaltung „Käwwernschachtel“ (V14)
Laufzeit: 1859-1972
Institutionsgeschichte: Am 21.03.1859 wurde der Verein von sechs Mitgliedern
der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft konstituiert und hielt enge
Verbindung zur Gesellschaft und später zur Universität. Mitglieder
waren Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, u. a. Otto Bütschli, Ludwig Edinger,
August Siebert, Wilhelm Kobelt, August Knoblauch, Philipp Siesmayer, Julius Ziegler
usw. Durch mündliche Unterhaltung mit Gleichgesinnten über Naturlehre
im allgemeinen und den verschiedenen Fachgebieten im besonderen (anfangs Zoologie,
Botanik, Mineralogie und Geologie) sollten eigene Kenntnisse erweitert sowie
der Sinn für das Studium der Naturwissenschaften gefördert werden.
Dazu trafen sich die ausschließlich männlichen Mitglieder aus allen
möglichen Berufsgruppen wöchentlich, hörten Gastreferate von angesehenen
Wissenschaftlern, unternahmen Exkursionen (z.B. um selbst Gesteinsproben zu sammeln),
arbeiteten an Publikationen, hielten Kontakt zu anderen naturwissenschaftlichen
Vereinen und feierten zwischendurch fröhliche Feste mit Liedern und Theaterstücken.
Unter den Nationalsozialisten musste eine Reihe von Mitgliedern aus rassischen
Gründen ausscheiden. 1974 löste sich der Verein mangels neuer Mitglieder
auf.
Bestandsumfang und –inhalt:
3 Rm. Satzungen, Akten, Protokolle, Mitgliederverzeichnis, Belege, Theaterstücke,
Fotos.
Findmittel:
Archivdatenbank.
Bemerkungen:
Vgl. S 3/P 3.448, P 6.942 und Periodika 556.
Bestandsname: Vereinigung von Freunden der Natur- und Heimatkunde Frankfurt am Main (V47)
Laufzeit: ca. 1920-1960
Institutionsgeschichte: Gründung 1910 von Carl August HEINRICH (Heimatforscher) als „Naturwissenschaftliche Gesellschaft“ sowie als „Mikrologische Gesellschaft“. Zusammenschluss nach dem Ersten Weltkrieg zur „Vereinigung von Freunden der Natur- und Heimatkunde“. Letzter Hinweis auf das Bestehen 1965, wahrscheinlich nach dem Tod von HEINRICH „eingeschlafen“. Erwachsenenbildung, Vermittlung von Heimatkunde durch Vorträge, Wanderungen, Besichtigungen und Beobachtungen über die Grenzen Frankfurts hinaus, Veröffentlichungen in Presse, Funk und Kinomatineen. Eigene Bibliothek, die 1944 Bombenangriffen zum Opfer fiel. 1960 erhielt Carl HEINRICH die Erinnerungsplakette der Stadt Frankfurt am Main.
Bestandsumfang und -inhalt: Umzugskarton. Programme, Mitgliederlisten, Berichte von Vorträgen, Fotoalbum, u.a.
Findmittel: ungeordnet.
Bemerkungen: Wegen Ordnungszustand Benutzung nur nach Rücksprache mit dem
Sachbearbeiter.
Vgl. S3/P 543, S2/ 850.