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Die Sammlung Lerch ist eine der vielen personenbezogenen Sammlungen im Institut
für Stadtgeschichte. Gustav Lerch, der 1929 geboren wurde, erlebte als
Jugendlicher die Schrecken des Luftkriegs hautnah mit, als er 1943 als Melder
der Schäden nach Luftangriffen in der Frankfurter Altstadt Dienst tat.
Die Anblicke der zerstörten Häuser, verängstigten Menschen und
der vielen Toten, sein Vater starb bei einem Bombenangriff, ließ ihn
Zeit seines Lebens nicht mehr los. Er wurde zu einem akribischen Erforscher
des Luftkriegs im 2. Weltkrieg und sammelte alles, was er aus dem 3. Reich
finden konnte. In der umfangreichen Sammlung finden sich neben Bombensplittern,
Brettspielen und Büchern auch eine große Anzahl an Plakaten, die
besonders die deutschen Durchhalteparolen illustrieren. Einige der Plakate
waren zum einen wegen der kriegsbedingten schlechten Papierqualität, zum
anderen wegen alter mechanischer Schäden in einem schlechten Zustand.
Um die Überlieferung dieser eindrucksvollen Sammlung zu sichern, wurden
einige besonders geschädigte Plakate restauriert.
Beim vorliegenden Plakat waren vor allem große Risse im Papier und eine
große Fehlstelle im Bildbereich zu beklagen.
Um das ganze Plakat zu stabilisieren wurde entschieden das gesamte Plakat auf
ein widerstandsfähiges Japanpapier zu kaschieren. Japanpapier ist ein
in einer bestimmten Schöpftechnik hergestelltes Papier aus den Fasern
des Maulbeerbaumes, welches Sich durch eine feine Struktur, aber hohe Festigkeit
auszeichnet.
Die Vorgehensweise beim Kaschieren eines Plakates sei kurz skizziert. Man benötigt
zwei Folien, die jeweils mit Wasser besprüht werden, dann legt man das
Japanpapier und das zu kaschierende Objekt auf diese Folien und befeuchtet
diese ebenfalls, damit das Papier sich dehnen und entspannen kann.



