„Das ‚neue‘ Frankfurt“: Nicht erst seit der Weimarer Republik ist Frankfurt eine Stadt, die innerhalb der Kunst und Architektur neue Wege gewiesen hat: Innovation war schon seit dem Mittelalter ein zentrales Thema. Die besondere Prägung Frankfurts durch bürgerliche Kultur und wirtschaftliche Dynamik hat innerhalb der Stadt immer wieder neue architektonische und künstlerische Modelle hervorgebracht. Der Band stellt neun teilweise unbekannte Etappen dieser geplanten, realisierten und manchmal auch gescheiterten Modernisierungen vom Mittelalter bis heute vor.
Die Texte sind überarbeiteten Vorträgen der ersten Bürgervorlesung der Goethe-Universität, die im Wintersemester 2008/2009 vorwiegend von Lehrenden des Kunstgeschichtlichen Instituts der Universität in der Stadtbücherei gehalten wurden.
Aus dem Inhalt:
Christian Freigang: Madern Gerthener und der Aufstieg Frankfurts zum Architekturzentrum im Spätmittelalter
Jochen Sander: Die frühe Stilllebenmalerei am Main. Die flämischen Emigranten, Georg Flegel und Sebastian Stoskopff
Evelyn Brockhoff: Johann Christian Hess – der Architekt des klassizistischen Frankfurt
Klaus Herding: Courbet in Frankfurt: 1851-2011. Debatten über Malerei
Eckhard Herrel: „Licht Luft und Sonne“. Ernst May und das Neue Frankfurt
Thomas Kirchner: Frankfurt und der Aufbruch in die Ungegenständlichkeit
Ralf Michael Fischer: Fassbinders Frankfurt – „Mutter Küsters´ Fahrt zum Himmel“ und „In einem Jahr mit 13 Monden“
Henry Keazor: „Das schönste Gebäude der Welt“. Jean Nouvels Victoria-Haus in Frankfurt und die Folgen
Markus Dauss: Innovative ‚Höchstwerte‘? Hochhausbau und –abriss in ‚Mainhattan‘
Archiv
für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 72