Theater und Konzertgesellschaften, Museen und Bibliotheken waren Bestandteil der bürgerlichen Lebenswelt und spiegelten die Entfaltung urbanen Lebens in den Städten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts wider. Zugleich stellten sie einen Teil der städtischen Repräsentation und des Renommees einer Stadt dar. Kultureinrichtungen dienten der bürgerlichen Selbstdarstellung nach innen, aber auch der Selbstdarstellung nach außen, um im Wettbewerb mit anderen Städten zu bestehen.
Am Beispiel von Frankfurt am Main untersucht die Autorin die Entstehung und Entwicklung kommunaler Kulturpolitik in der Zeit von 1866 bis 1933. Es zeigt sich, dass kommunale Kulturpolitik lange vor den Kommunalisierungen im Kulturbereich stattfand und ihre Anfänge sich bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert ausmachen lassen.Die Autorin
Gudrun-Christine Schimpf, Jahrgang 1969, studierte von 1989 bis 1996 Mittlere und Neuere Geschichte sowie Politische Wissenschaft in Heidelberg und den USA. Seit 1996 ist sie freiberuflich für verschiedene Kultur- und Forschungseinrichtungen tätig. Ihre diesem Buch zugrunde liegende Dissertation wurde mit dem Otto-Borst-Preis 2005 der Arbeitsgemeinschaft „Die Alte Stadt“ ausgezeichnet.
Gudrun-Christine
Schimpf