Streiflichter zur Frankfurter Stadtgeschichte
Das Institut für Stadtgeschichte
Die Stadt Frankfurt am Main wurde 794 erstmalig erwähnt und war bis 1806 erst Pfalz und dann Reichsstadt. Als Wahl- und Krönungsort der Könige und Kaiser besaß es Funktionen einer Reichshauptstadt. In der Zeit von 1806 bis 1813 diente sie dem Fürstprimas Karl von Dalberg, später Großherzog von Frankfurt, als Residenz. ... weiter
Schutz für Messegäste
Im Lager bei der Belagerung von Ascoli Piceno in der Mark Ancona während seiner Auseinandersetzungen mit dem Papst unterstellte Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen alle Besucher der Frankfurter Messe (ad nundinas aput Frankenfurth venientes) seinem und des Reiches besonderen Schutz. Diese Urkunde ist zugleich ein Beleg ... weiter
Königswahl in Frankfurt
In der Goldenen Bulle von 1356, die auf den Reichstagen von Nürnberg am 10. Januar und von Metz am 25. Dezember 1356 erlassen wurde, wurde Frankfurt am Main offiziel zum Wahlort der deutschen Könige bestimmt und damit festgeschrieben, was seit zweihundert Jahren fast ... weiter
Der gehenkte Landgraf
Bis zur Verkündigung des „Ewigen Landfriedens“ auf dem Reichstag von Worms 1495 war es legal, Auseinandersetzungen unter Adeligen nicht gerichtlich, sondern durch Fehde auszutragen. Um jedoch als rechtmäßig zu gelten, war die Fehde an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ... weiter
Abwehr schlechten Geldes
Als Handels- und Messestadt war Frankfurt am Main stets auf gutes Geld in ausreichenden Mengen angewiesen. Hierfür sorgte unter anderem die 1401 begründete und 1418 wiederbelebte Reichsmünzstätte, die bis 1522 größere Mengen von Goldgulden in guter Qualität herstellte. Im Jahr 1428 erhielt die Stadt das Recht zur Prägung von Silbermünzen ... weiter
Melem´sches Hausbuch
Eine der schönsten Handschriften des Frankfurter Stadtarchivs ist das sogenannte Melem´sche Hausbuch, das Einblicke in die Welt des spätmittelalterlichen Patriziats, die Art des Auftretens und seiner Kleidung gewährt. ... weiter
Epitaph von Wicker Frosch
Unter Epitaph versteht man ein Grabmal bzw. eine Grabplatte mit ihrer Aufschrift. In dem Epitaphenbuch der Familie Holzhausen sind die Grabmäler von Familienangehörigen in den verschiedenen Frankfurter Kirchen abgebildet. Der Band mit farbigen Zeichnungen von Epitaphien ... weiter
Kennzeichnungspflicht von Juden
Die Kennzeichnungspflicht für Juden ist keine christlich-abendländische Erfindung: Sie wurde erstmals im Jahre 634, zwei Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammed, von dem zweiten Kalifen Omar erlassen. Dieser verfügte, dass alle „Ungläubigen“ in den Kalifaten sich ... weiter
Bewerbungsschreiben von Georg Philipp Telemann
Der Komponist Georg Philipp Telemann, zu seinen Lebzeiten in Europa noch höher geschätzt als Bach und Händel, verbrachte die Jahre zwischen 1712 und 1721 als städtischer Musikdirektor in Frankfurt. Es war wohl die produktivste Phase seines Lebens ... weiter
Viehhaltung in der Stadt
Die abgebildete Karte ist der Tatsache zu verdanken, dass bei Prozessen, die vor dem Reichskammergericht wegen Grenz- und Besitzstreitigkeiten geführt wurden, das in Frage stehende Gebiet mit der Darstellung einer Karte erläutert werden konnte. Zu dem „körperlichen Augenschein“ einer vom Gericht beauftragten Kommission bei dem Lokaltermin ... weiter
Religions- und Gewerbefreiheit für die Höchster Neustadt
Bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts war Höchst am Main eine kleine Amtsstadt, von der keine wirtschaftlichen Impulse ausgingen. Die Mainzer Kurfürsten des 18. Jahrhunderts bemühten sich um die Ansiedlung von Industrie und dabei auch den Ausbau von Höchst. Hierbei hatten sie den Aufschwung ... weiter
Rezess zwischen dem Preußischen Staat und der Stadtgemeinde Frankfurt
Der Annexion Frankfurts durch Preußen im Jahr 1866 folgte eine Einigung über die Trennung des Staats- und Gemeindevermögens durch den Frankfurter Rezess vom 26. Februar 1869. Als Vertreter Preußens unterzeichneten der Wirkliche Geheime Oberfinanzrat und Ministerialdirektor Günther sowie Regierungsrat Hoffmann, auf der Seite der Stadt Frankfurt Bürgermeister Dr. Mumm ... weiter
Vom Reichsadler zum „gerupften Spatz“
Der Frankfurter Stadtadler geht auf den einköpfigen Reichsadler zurück, der noch im 13. Jahrhundert vom königlichen Schultheiß im Siegel geführt wurde. Um 1390 erscheint für die nun mehr selbst verwaltete Reichsstadt Frankfurt ein eigenes Wappenbild ... weiter
Kein Interesse am geistigen Erbe des Antisemiten Otto Böckel
Zu Beginn des Jahres 1937 erhielt der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Friedrich Krebs (1894-1961, 1933-1945 im Amt) einen Brief, der auch bei den Spitzen der NSDAP, allen Gauleitern und einer Reihe von Bürgermeistern, vornehmlich in Hessen und in der Provinz Hessen-Nassau, eingetroffen war. Er stammte von Elisabeth Böckel, der Tochter ... weiter
Carl Knabenschuh - der Mann, der Frankfurt farbig machte
Mit dem steigenden visuellen Informationsbedürfnis nimmt auch die Bedeutung der Bildüberlieferung in den Archiven zu. Gerade Stadtarchive können mit ihren Bildersammlungen zu einer breiten Dokumentation des Wandels im kommunalen Leben beitragen. ... weiter
Das Karmeliterkloster
Das Karmeliterkloster erlebte seit seiner Gründung eine wechselvolle Geschichte. Die wichtigsten Ereignisse seit 1240 bis in die Gegenwart zeigt eine Zeittafel auf. ... weiter
Newsletter des Instituts für Stadtgeschichte
Weitere Artikel zu Themen der Stadtgeschichte und aus dem Frankfurter Alltag finden Sie in unserem Newsletter. Schätze und Kuriositäten aus den Sammlungen des Instituts für Stadtgeschichte werden hier ebenfalls vorgestellt. ... weiter