Stadtchronik

  • Inkrafttreten der neuen Verkehrsordnung. An der Hauptwache werden die neuen Verkehrsvorschriften auf einer Tafel für alle illustriert.
  • Beginn des Clown-Gastspiels der drei Fratellinis, Polo, Alberto und Francois im Schumann-Theater.
  • Hallen-Handballturnier in der Festhalle.
  • Ein Kellerbrand im Haus Garküchenplatz 8 [Weckmarkt] am Dom beschäftigt die Feuerwehr aufgrund der starken Rauchentwicklung längere Zeit.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Farbwerke Hoechst. In der Stickstoffhalle des Werkes der IG-Farbenindustrie nehmen mehr als 8.000 Menschen, darunter Gauleiter Jakob Sprenger und Oberbürgermeister Friedrich Krebs, an dem Festakt teil. Dr. Gustav von Brüning, ein Enkel des Gründer Adolf von Brüning, referiert über die Geschichte des Werkes. Krebs überreicht der Betriebsleitung eine Ehrenurkunde, in der die enge Verbindung Frankfurt am Main, der Stadt der Chemie, mit der chemischen Industrie hervorgehoben wird. Grüße und Wünsche der Zentralverwaltung der IG-Farbenindustrie überbringt Dr. Walter vom Rath, erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der IG Farben. Umrahmt wird die Feier durch Darbietungen des Werkschores und der Werkskapelle.
  • Ein Radfahrer, der in den Dominikanerplatz [Börneplatz] einbiegen will, wird von einem Fernlastzug erfasst, zu Boden geschleudert und dabei schwer verletzt.
  • Jahrestagung der Geologischen Vereinigung e. V. im Senckenbergischen Museum.
  • Anlässlich des Tages der Briefmarke richtet die Deutsche Reichspost auch in Frankfurt am Main Sonderpostämter ein.
  • Eröffnung der Ausstellung „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ im Frankfurter Kunstverein.
  • Konzert des Soloquartetts für Kirchengesang aus Leipzig im Gottesdienst der Weißfrauengemeinde.
  • 65. Geburtstag des Lehrers, Sprachforschers, Schriftsteller und Übersetzers Dr. Harald Schütz (1873-1941), „König des Polyglotten“, 1911 Gründer und Vorsitzender des Vereins für orientalische Sprachen, Mitglied zahlreicher Sprachgesellschaften im In- und Ausland.
  • Feierliche Einweihung der neuen Lehrbaustelle „Gehspitz“ der Bezirksgruppe Hessen, der Wirtschaftsgruppe Bauindustrie, zwischen dem alten Forsthaus Gehspitz und der Eisenbahnstation Neu-Isenburg.
  • Der Träger des Deutschen Nationalpreises, und Asienforscher Dr. Wilhelm Filchner (1877-1957) trifft unerwartet in Frankfurt am Main ein und reist am folgenden Tag vormittags nach Berlin weiter.
  • Beethoven-Klavierabend mit Wilhelm Backhaus im Saalbau.
  • Zweite Deutsche Magnesium-Tagung des Vereins deutscher Ingenieure und der Deutschen Gesellschaft für Metallkunde im Saalbau. Parallel dazu eine Magnesium-Ausstellung im Saalbau gezeigt.
  • Beim Überschreiten der Straßenbahngleise Am Weißen Stein wird ein älterer Mann von einem Straßenbahnzug der Linie 23 erfasst und dabei tödlich verletzt.
  • Infolge der Explosion eines Destillationsapparates in einem Werk der chemischen Industrie in der Gutleutstraße entsteht ein Brand, der von der Betriebs- und der städtischen Feuerwehr ohne größeren Schaden gelöscht werden kann.
  • Konzert mit der berühmten Koloratursängerin Toti dal Monte (Mailänder Scala) und dem ersten Bariton der Mailänder Scala, Luigi Montesanto, im Saalbau.
  • Tanzabend mit dem Choreograf Harald Kreutzberg im Saalbau.
  • 100. Todestag des Komponisten und Pianisten Ferdinand Ries (1784-1838), seit 1826 in Frankfurt am Main, 1837 Leitung des Frankfurter Cäcilienvereins, Autor der 1838 erschienenen „Biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven“.
  • Eine Gruppe italienischer Arbeiter’führer’ besucht als Gäste der Deutschen Arbeitsfront die Mainstadt.
  • Kammermusik-Abend mit dem „Quartetto di Roma“ im Saalbau.
  • Eröffnung der Ausstellung „Holländische Musikkultur“ in der Wandelhalle des Opernhauses. Auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen, Hans Meissner (1896-1958), zeigt das Gemeentemuseum der Stadt Haag, musikhistorische Abteilung, eine der bedeutendsten Sammlungen Europas. Der große Erfolg der Frankfurter Musikausstellung „Hedendaagsche Componisten“ (Zeitgenössische Komponisten), die im Oktober und November 1937 in dem Gemeentemuseum gezeigt worden sind, führt zu dieser Gegenausstellung des Holländischen Instituts in der Mainstadt. Am Vorabend der Ausstellungseröffnung werden die holländischen Gäste offiziell vom Kulturstadtrat Dr. Rudolf Keller (1878-1960) im Kurfürstenzimmer des Römers willkommen geheißen.
  • 27. ordentlicher Golf-Verbandstag des Deutschen Golfverbandes in der Geschlechterstube des Römers samt städtischem Empfang.
  • „Tag der offenen Tür“ in den Kasernen u.a. des Regiments der 81er. an der Friedberger Warte.
  • Gastspiel der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Wilhelm Furtwängler im Saalbau.
  • 5. Reichsoffenes Frauenschwimmfest des Frauenschwimmvereins e. V. im Stadtbad Mitte.
  • Gastspiel der bulgarischen Volkstanzgruppe Ratschenitza im Schauspielhaus.
  • Das städtische Fürsorgeamt, Abteilung Wohnungsfürsorge, teilt Oberbürgermeister Friedrich Krebs in einem Schreiben mit, dass sämtliche in Frankfurt am Main lebenden Sinti und Roma, die bisher an der Krupp- und Solmsstraße lebten, in das im Sommer 1937 errichtete Lager an der Dieselstraße in der Nähe des Osthafens überführt worden sind. Es handelt sich zu diesem Zeitpunkt um 122 Menschen.
  • Beginn der Abbrucharbeiten im Rahmen der Altstadtsanierung, im Abschnitt Schüppengasse zwischen der Weißadlergasse und der Bethmannstraße.
  • Durch Defekt in einem Umstellwerk des Kraftwerkes tritt um 7.40 Uhr morgens für die östlichen und nördlichen Stadtteile eine dreiminütige Störung der Stromversorgung ein, von der auch der Betrieb der Straßenbahnen betroffen ist.
  • Südafrikanische Studenten des „Africaans Nazionale Studentebond“, eine Organisation der Buren, besuchen die Mainstadt und werden offiziell im Römer begrüßt.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs führt in Berlin ein Gespräch mit dem Staatsekretär Werner Zschintzsch über die „Einführung der Gemeinschaftsschule“ anstelle der bisherigen Bekenntnisschule.
  • Bei einem Großbrand im Osthafenbezirk infolge einer Explosion im Frankfurter Werk eines chemisch-pharmazeutischen Unternehmens aus Bad Homburg, Daimlerstraße/Weismüllerstraße, brennt ein Laboratorium völlig aus.
  • Bei einem erneuten Feuer einer Kohlefirma im Osthafenbezirk, Franziusstraße, gelingt es der Feuerwehr eine Ausbreitung des Brandes des Führerstandes eines Kohlenkranes, auf das Kohlenlager zu verhindern.
  • Erste Sitzung der Mitglieder des neuen Gaukulturates des Gaues Hessen-Nassau, eröffnet von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Feierliche Verabschiedung der Mitglieder der neuen Expedition des Forschungsinstitutes für Kulturmorphologie durch Geheimrat Prof. Leo Frobenius (1873-1938).
  • Bei zwei schweren Motorradunfällen an der Neuen Mainzer Straße und am Eschenheimer Tor kommen die beiden Motorradfahrer ums Leben.
  • Inkrafttreten der neuen Friedhofsordnung.
  • Eröffnung der diesjährigen Karnevalsaison im Palmengarten mit dem Frankfurter Prinz Karneval: Theo I.
  • Tagung der Studentenführer und Amtsleiter der NS-Studentenkampfhilfe des Bereiches Rhein aus den Gauen Hessen-Nassau, Koblenz-Trier und Kurhessen im Sitzungssaal der Gauleitung Hessen-Nassau.
  • 65. Geburtstag des Malers und Graphikers Johann(es) Cissarz (1873-1942), seit 1916 Leiter der Abteilung für Malerei an der Frankfurter Kunstgewerbeschule bzw. Städelschule. Anfänglich dem Jugendstil verbunden, in den 1930er Jahren der nationalsozialistisch orientierten Kunst (z.B. Hitler-Porträts).
  • 80. Geburtstag des Zirkusdirektors Albert Schumann (1858-1939), seit den 1890er Jahren zahlreiche Zirkusgastspiele in der Mainstadt, 1905 Gründer des „Albert-Schumann-Theaters“ in Frankfurt am Main – nach dem Zirkus Renz in Berlin, der zweite feste Zirkusbau in Deutschland.
  • Großes Reit- und Fahrturnier in der Festhalle.
  • Die Gedok (Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer) veranstaltet eine Gedächtnisfeier für die verstorbenen Malerin Ottilie W. Roederstein (1859-26.11.1937).
  • Im Rahmen der vom Ernährungshilfswerk (EHW) in Frankfurt am Main vorbereiteten ersten Schweinemästerei werden die Abfall-Sammeleimer ausgegeben; zunächst noch nicht überall, sondern nur in Bornheim, Nordost, im Ostend und Riederwald. Zwei Tage später, am 26.01., ist die erste Sammlung. Ende des Monats ist die erste Schweinemastanlage im Stadtteil Fechenheim fertig gestellt. Am 01.02. d. J wird der erste Schub von 250 Jungschweinen ‚eingestellt’; zwei weitere Schübe von gleicher Stärke folgen am 10. und 25.02., so dass Ende des kommenden Monats 750 EHW-Schweine in Frankfurt am Main sind, die vom Abfall eines Teils der Frankfurter Haushalte gemästet werden.
  • Beginn des Umbaus des Hauses „Schwarzer Stern“ am Römerberg unter völliger Erhaltung der Außenarchitektur.
  • Erste Probe für die neue Beleuchtung des Römerbergs. Es handelt sich dabei um eine Kombination von üblicher Straßenbeleuchtung und 300-Watt-Scheinwerfern.
  • Das „Forschungsinstitut für Kulturmorphologie“ unter Geheimrat Prof. Leo Frobenius (1873-1938) startet nach zwölf Forschungs-Expeditionen in Afrika erstmals zu einer Expedition nach Australien.
  • Lieder- und Arienabend im Saalbau mit der Kammersängerin Viorica Ursuleac (Staatsoper Berlin). Am Flügel: Prof. Clemens Krauß (1893-1954), 1924 bis 1929 Intendant des Opernhauses und Leiter der Museumskonzerte, seit 1929 an der Wiener Staatsoper, als Gastdirigent häufig in Frankfurt am Main.
  • Tagung des Amtes „Schönheit der Arbeit“ der Gaudienststelle „Kraft durch Freude“ Hessen-Nassau im Haus der Arbeit.
  • Tod des langjährigen Brandinspektors Friedrich Kahl aus Rödelheim, letzter, langjähriger Vorsitzender des Nassauischen Feuerwehrverbandes, der sich 1934 mit dem Hessischen Feuerwehrverband fusionierte. Langjähriger Kreisverbandsführer der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Groß-Frankfurt.
  • Konzert des Don-Kosaken-Chores unter der Leitung von Serge Jaroff im Saalbau.
  • 70. Geburtstag des Fabrikanten Kgl. Bulgarischer Generalkonsul Alfred Teves (1868-1953), 1912 Gründung der „Alfred Teves Maschinen- und Armaturenfabrik“. Nach den Ersten Weltkrieg Aufstieg unter dem Firmenzeichen ATE zum weltweit operierenden Unternehmen – als erstes deutsches Unternehmen fertigte ATE elektrische Kühlaggregate und Klimaanlagen.
  • Lesung des Dichters Hans Grimm im Saalbau.
  • Der Rennfahrer Bernd Rosemeyer (1909-1938) verunglückt während eines Rekordversuches auf der Reichsautobahn Frankfurt am Main - Darmstadt tödlich. Seine Leiche wird nach Frankfurt am Main gebracht und im Haus der SS in der Bockenheimer Landstraße aufbewahrt und am Tag darauf in Anwesenheit tausender Frankfurter nach dem Eilgüterbahnhof via Berlin überführt.
  • Premiere der Neuinszenierung des Lustspiels „Der alte Bürgerkapitän“ von Carl Malss (1792-1848) in der Bühnengestaltung von Franz Schneider im Schauspielhaus.
  • Beethovenabende für Klavier und Violine mit Maria Neuss und Richard Laugs in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Beim Brand des Sendeturms des Reichssenders Frankfurt am Heiligenstock gelingt es drei Löschzügen den Brand ohne größeren Schaden unter Kontrolle zu bringen.
  • Heftige Stürme fegen über die Mainebene und reißen zahlreiche Bäume in Frankfurt am Main um. Die Feuerwehr hat Hochbetrieb.
  • Festball im Opernhaus unter dem Motto „Cosi fan tutte“.
  • Anlässlich der fünfjährigen Wiederkehr der NS-Machtübernahme ziehen mehrere tausend NS-Anhänger mit Fackeln zum Römerberg.
  • Einmaliges Gastspiel mit Helge Roswaenge in der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi im Opernhaus.
  • Beethoven-Abend für Klavier und Violine mit Maria Neuss und Richard Laugs in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Eröffnung des Gastspiels mit Charlie Rivel im Scala-Varieté.
  • Tod des Gartenbauarchitekten Karl Heicke (1862-1938), Schöpfer des Ostparks (1908-1910) und des Huthparks (1910-1912) sowie zahlreicher weitere Anlagen und Plätze in Frankfurt am Main (u.a. Platz der Republik).
  • Vortrag des Artiksforschers Edward Shackleton (London) im Hörsaal des Physikalischen Vereins über die Südpolarexpedition der Oxford-Universität 1934.
  • Liederabend mit Sibyl Waller (Kontra-Alt) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • (Nicht-)Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte im Rathaus: Übernahme der Liegenschaft Grüneburg samt Inventar von Baron Maximilian Benedikt Goldschmidt-Rothschild (1843-1940), Einspruch gegen Vermietung des Saalbaus für Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbundes, Versetzung bzw. Errichtung von Denkmälern, z.B. Schillerdenkmal, Goethedenkmal, Handwerkerbrunnen und Merkurbrunnen, Benutzung des Schwimmbades durch Juden.
  • Ab heute Ausgabe der „Volksgasmasken“, allerdings nur an in Frankfurt am Main wohnende sog. „Volksgenossen“, die einen Zuweisungsschein auf der „Verpassungsstelle“ vorweisen können.
  • Klavierabend mit Lubka Kolessa im Saalbau.
  • 100. wissenschaftliche Tagung der Mittelrheinischen Gesellschaft der Geburtshelfer und Gynäkologen im Ärztehaus, Moltkeallee [heute: Hamburger Allee].
  • Eine italienische Studienkommission, die sich auf einer Deutschlandreise zum Studium von Arbeiterfragen befindet, besucht die Mainstadt.
  • Zum Auftakt des bevorstehenden Reichsberufswettkampfes in Hessen-Nassau versammeln sich in der Getreidebörse die Wettkampfleiter aus sämtlichen Kreisen und Orten des Gaues Hessen-Nassau zu einer Feierstunde mit anschließender Arbeitstagung.
  • Die anlässlich einer Studienfahrt durch den Gau Hessen-Nassau in Frankfurt am Main weilende II. Hundertschaft der Ordensburg Vogelsang wird im Bürgersaal des Römers von Bürgermeister Josef Kremmer (1886-1976) offiziell begrüßt.
  • Eröffnung der Ausstellung „Darmstädter Sezession“ im Frankfurter Kunstverein.
  • Eröffnung der Ausstellung „Tierdarstellungen aus vier Jahrhunderten“ im Städelschen Kunstinstitut.
  • Gastspiel des Humoristen Willy Reichert im Saalbau.
  • Tagung der Kreispropagandaleiter des Gaues Hessen-Nassau im „Steinernen Haus“.
  • Reger-Brahms-Beethoven-Schubert-Konzert mit Wilhelm Stross und Claudio Arrau im Saalbau.
  • 100jähriges Jubiläum der Vertragsunterzeichnung zur Taunusbahn Frankfurt am Main – Wiesbaden zwischen der Taunus-Eisenbahngesellschaft und der Herzoglich-Nassauischen Staatsregierung.
  • 50jähriges Jubiläum der Firma C. A. Vogel, Gartenbaubetrieb Frankfurt, in Sachsenhausen.
  • Große Wiener Bühnenschau im Saalbau mit Johann Strauss und seinem Orchester.
  • Jahrestagung der Hitlerjugend, Standort Frankfurt.
  • 70. Geburtstag des in Frankfurt am Main geborenen Ingenieurs und Physikers Prof. Fritz Rausenberger (1868-1926), konstruierte für die Kruppwerke – später dort Aufsichtsratsmitglied – ein Ferngeschütz, das während des Ersten Weltkriegs als „Dicke Berta“ eingesetzt wurde. Eine Gedenktafel (1935 enthüllt, nicht erhalten) am Geburtshaus Heisterstraße 8 im Stadtteil Sachsenhausen erinnert an den Waffenkonstrukteur.
  • Kronprinz Paul von Griechenland und seine Gattin besuchen – inoffiziell und privat – die Mainstadt.
  • Reichsberufswettkampf in Frankfurt am Main und im übrigen Gaugebiet, beginnend mit den Arbeiten der Berufsgruppe „Banken und Versicherungen“.
  • Auf einer Zusammenkunft der ‚Führer’ der NSDAP im Gau Hessen-Nassau überreicht Gauleiter Jakob Sprenger mehreren verdienten Nationalsozialisten, unter ihnen auch Frankfurts Bürgermeister, Gauamtsleiter Josef Kremmer, das ihnen von Hitler am 30.01. d. J. verliehene goldene Ehrenzeichen der Partei.
  • Klavierabend mit Edith Picht-Axenfeld in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Gastspiel der Solotanzgruppe des Deutschen Opernhauses (Berlin) im Schauspielhaus.
  • Liederabend der Altistin Maria Reinhold-Schaefer in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Tod des Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieds der Metallgesellschaft und Kunstmäzens, Justizrat Dr. Paul Roediger (1859-1938), langjährige leitende Tätigkeiten im Frankfurter Kunstverein, Mitteldeutschen Kunstgewerbeverein und in der Frankfurter Museums-Gesellschaft.
  • Großes Kostümfest zum Frankfurter Karneval im Palmengarten.
  • Schopenhauer-Feier der Stadt Frankfurt am Main zum 150. Geburtstag des Philosophen, mit einer akademischen Feier im Bürgersaal des Römers, in der der Präsident der Gesellschaft, Dr. Arthur Hübscher (München) über „Schopenhauer und unsere Zeit“ spricht. Eröffnung einer Schopenhauer-Ausstellung der Stadtbibliothek in der Geschlechterstube des Römers (bis 12.03.), Kranzniederlegung am Grab des Philosophen auf dem Hauptfriedhof sowie ein Tee im Hotel „Frankfurter Hof“.
  • Morgenfeier der Städtischen Bühnen, die Lord Byron gewidmet ist. Es gelangen Szenen aus Byrons Werken zur Aufführung.
  • Tod des Frankfurter Zahnarztes Prof. Fritz Schaeffer-Stuckert (1868-1938), Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des „Zahnärzteverbandes für freie Zahnarztwahl in Frankfurt am Main“, Vorsitzender und Ehrenmitglied des „Zahnärztlichen Vereins zu Frankfurt am Main“, langjähriges Vorstandsmitglied des „Centralvereins Deutscher Zahnärzte“, 1914 erster Direktor des zahnärztlichen Universitätsinstituts und Leiter der chirurgischen, später der konservierenden Abteilung. Von 1912 bis 1921 Mitglied der preußischen Zahnärztekammer.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall wird ein 89jähriger Mann auf der Bockenheimer Landstraße/Ecke Schwindstraße von einer Straßenbahn überfahren und tödlich verletzt.
  • Tod des Bankiers und Evangelisten Carl de Neufville (1849-1938), ab 1873 Korrespondent und Prokurist im väterlichen Bankhaus de Neufville, Mertens & Co., New York. Im Anschluss an seine Rückkehr nach Frankfurt am Main seit 1885 Evangelisationsprediger und Mitbegründer der Inneren Mission in Deutschland. Stifter des Evangelischen Vereinshauses Nordost und Präses des deutschen Zweigs der Evangelischen Allianz.
  • Beethoven-Bach-Konzert mit Alex Kropholler (Cello) und Jörg Retzmann (Klavier) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Eine Pioniereinheit sprengt den Wasserturm des Griesheimer Wasserwerks „aus flugtechnischen Gründen“.
  • 150. Geburtstag des Philosophen Dr. phil. habil. Arthur Schopenhauer (1788-1860). Aus diesem Anlass gibt die Landespostdirektion Danzig drei Gedenkmarken heraus. Der Wert zu 25 Pfennig zeigt Schopenhauer im Alter von 30 Jahren, die 15 Pfennig-Marke und die 40 Pfennig-Marken zeigen Schopenhauer im höheren bzw. hohen Alter.
  • Kammermusikabend der Frankfurter Vereinigung „Dante Alighieri“ mit namhaften italienischen Künstlern im Saalbau.
  • Erste Deutsche Reichs-Bernstein-Ausstellung der Staatlichen Bernstein-Manufaktur Königsberg im Jahre 1938 in den Römerhallen, eröffnet mit einem Festakt in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs im Bürgersaal des Römers.
  • Ausstellung „Gegenwartskunst Frankfurter Bildhauer, Graphik und Kunsthandwerk“ im „Haus Lichtenstein“ am Römerberg, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • Abschiedsempfang des Oberbürgermeisters Friedrich Krebs im Kurfürstenzimmer des Römers für den scheidenden französischen Konsul Georges Dufort, dem das französische Generalkonsulat in Liverpool übertragen worden ist.
  • Vortrag von Geheimrat Prof. Leo Frobenius (1873-1938) „New York denkt nach über Europa“ im Saalbau.
  • Bei zwei schweren Verkehrsunfällen auf der Eschersheimer Landstraße werden ein Radfahrer und ein Motorradfahrer tödlich verletzt.
  • Tod des Bakteriologen Prof. Dr. Max Neisser (1869-1938), seit 1899 Mitarbeiter am von Prof. Paul Ehrlich (1854-1915) geleiteten Frankfurter Institut für experimentelle Therapie. Von 1914 bis 1933 ordentlicher Professor für Hygiene und Leiter des Hygienischen Instituts an der Universität Frankfurt. 1933 von den Nationalsozialisten aller Ämter enthoben.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Mainzer Landstraße/Rebstöcker Straße wird ein 57jähriger Man von einem Pkw überfahren und tödlich verletzt.
  • Große Fremdensitzung zum Frankfurter Karneval im Hippodrom.
  • Fastnachtsvolksfest auf dem Roßmarkt und Horst-Wessel-Platz [heute: Rathenauplatz].
  • Große Damen- und Fremdensitzung der „Alten Bornheimer Karneval-Gesellschaft“ im Zoologischen Garten.
  • 60. Geburtstag des Direktors der städtischen und Universitätsbibliotheken, Prof. Richard Oehler (1878-1948).
  • Fastnachts-Dienstag im Hippodrom.
  • Die Vertreter der soeben gegründeten „Internationalen Vereinigung für den Karneval“ besuchen die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Rathauses durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs offiziell begrüßt.
  • 80. Geburtstag des Pfarrers Prof. Wilhelm Bornemann (1858-1946), von 1902 bis 1931 Pfarrer der Nikolaikirche, seit 1906 Senior und Präsident der Evangelischen Landeskirchenversammlung und von 1917 bis 1927 Herausgeber des „Frankfurter Kirchenkalenders“.
  • Kammermusikabend in Dr. Hoch’s Konservatorium mit Gustav Lenzewski und Helmut Walcha.
  • Richtfest auf der ersten Frankfurter Anlage des Ernährungshilfswerkes (EHW) im Stadtteil Fechenheim in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger und Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Übergabe der Schweinemastanlage im Stadtteil Niederrad durch Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Vortrag des Leiters der faschistischen Auslandsorganisation, Ivon de Begnac, über Mussolini in der „Casa d’Italia“.
  • Konzert des Calvet-Quartetts (Paris) im Saalbau.
  • Erstes Gastspiel mit Franz Völker im Opernhaus („Lohengrin“).
  • Tod des Zoologen und Schmetterlingsforschers Dr. phil. habil. Adalbert Seitz (1860-1938), von 1893 bis 1908 Direktor des Frankfurter Zoologischen Gartens, errichtete deutschlandweit das erste Insektenhaus.
  • Konzert der Kantorei an der staatlichen Hochschule für Musik in Bern unter der Leitung von Kurt Thomas und der Mitwirkung von Helmut Walcha in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Premiere der Neuinszenierung von Friedrich Schillers „Don Carlos“ im Schauspielhaus, in der Bühnengestaltung des Generalintendanten Hans Meissner (1896-1958).
  • 5. Großes Reit- und Fahrturnier 1938 in der Festhalle.
  • Kollektivausstellung u.a. mit Werken des Frankfurter Malers und Bildhauers Johann Heinrich Limpert (1858-1938) im Frankfurter Kunstverein.
  • Konzert mit dem Cellisten Ludwig Hoelscher (Berlin) im Saalbau.
  • Beim Raubüberfall auf eine ältere Frau in ihrer Wohnung in der Thomasiusstraße wird ein 17jähriger Lehrling unmittelbar nach der Tat gefasst. Bereits am 28.02. d. J. hat der Jugendliche einen ähnlichen Überfall auf eine ebenfalls ältere Wohnungsinhaberin in der Hanauer Landstrasse verübt.
  • Besuch einer Reisegesellschaft des „Institute of British Carriage and Automobile Manufactures“, der großen englischen Fachvereinigung der Karosseriebauer und Kraftwagenzubehörfirmen, im Rahmen ihrer Deutschlandvisite in der Mainstadt. Oberbürgermeister Friedrich Krebs begrüßt die Gäste offiziell im Römer.
  • Tod des Rechtsanwalts und Notars Prof. Dr. Ludwig Wertheimer (1870-1938), seit 1920 Lehrauftrag für Bank- und Börsenrecht an der Universität Frankfurt, 1929 Honorarprofessor. 1933 Entzug des Notariats, Beurlaubung als Hochschullehrer und Berufsverbot als Rechtsanwalt. Während seine Familie in die USA emigriert, bleibt er in Frankfurt am Main zurück.
  • Chopinabend mit Johannes Strauss im Saalbau.
  • (Nicht-)Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte im Rathaus: Vermietung des Sommerhoff-Schlösschens an die Deutsche Arbeitsfront (DAF) zum Ausbau einer Reichskoch- und Reichssprachenschule, Bauliche Neugestaltung im Westen der Stadt, Erweiterung der Zuschauerplätze in der Kampfbahn des Sportfeldes, Entfernung von Bildern und Inschriften jüdischer Persönlichkeiten aus städtischen Gebäuden.
  • Eröffnung einer neuen Gauschule des Kreises Groß-Frankfurt im Stadtteil Niederrad. In dieser neuen Schule werden die Politischen Leiter aller Frankfurter Ortsgruppen in achttägigen Lehrgängen unterwiesen.
  • Lieder- und Arienabend mit der Kammersängerin Erna Sack im Saalbau.
  • Einmaliges Gastspiel der Pariser Diseuse Lucienne Boyer im Saalbau.
  • Der Einmarsch der Wehrmacht in Österreich wird in Frankfurt am Main mit einem Fackelzug der NSDAP und ihrer Gliederungen in der Innenstadt gefeiert. Auf der anschließenden Kundgebung am Opernplatz spricht Gauleiter Jakob Sprenger. An dem Flaggenmast des österreichischen Generalkonsulats in der Ulmenstraße weht seit heute die Hakenkreuzfahne.
  • Tod des Juristen, Unternehmers und Stifters Geheimer Regierungsrat Dr. Adolf Haeuser (1857-1938), 1888 Eintritt bei den Farbwerken Hoechst, seit 1904 Vorstandsmitglied, seit 1916 Vorsitzender des Direktoriums der Farbwerke, seit 1925 Aufsichtsratsmitglied. Errichtete 1919 gemeinsam mit seiner Frau Luisa (1869-1953), eine Tochter des ehemaligen Direktors der Farbwerke, Dr. Karl Koenig, die „Adolf- und Luisa-Haeuser-Stiftung“ für bedürftige Betriebsangehörige der Farbwerke Hoechst. 1937 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main, Ehrenbürger von Marburg.
  • Wegen der Kundgebung aus Anlass des Einmarsches der Wehrmacht in Österreich findet das ursprünglich für den 12.03. d. J. vorgesehene Hallensportfest des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen (als Gauveranstaltung) erst heute statt.
  • Bei einem Brand im Frankfurter Stadtwald kurz vor der Autobahn an der nach Schwanheim führenden Straßenbahnlinie, Haltestelle Kiesschneise, werden infolge von Brandstiftung 10.000 Quadratmeter Wald in Mitleidenschaft gezogen. Die Berufsfeuerwehr benötigt zehn Stunden, um das Feuer völlig einzudämmen. Der Schaden wird auf mehrere tausend Reichsmark geschätzt.
  • Arbeitstagung sämtlicher Studentenführer des Gaues Hessen-Nassau.
  • Klavierabend mit Georg Kuhlmann in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Gastspiel des polnischen Balletts im Opernhaus.
  • Empfang des neuen amerikanischen Generalkonsuls Sauer im Hotel „Frankfurter Hof“ in Anwesenheit der meisten Mitglieder des Frankfurter Konsularkorps und von Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Kammermusikabend mit Edwin Fischers und seinem Kammerorchester im Saalbau.
  • Richtfest der neuen Luftschiffhalle auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main an der Kopfseite der Halle II in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Dankgottesdienste der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen in allen Gemeinden, in denen, so die Anordnung der Evangelischen Landeskirche, in „Lied, Predigt und Gebet die Freude über die Wiedervereinigung der alten Ostmark mit dem Reich zum Ausdruck kommt, aber auch der tiefe Dank gegen Gott, den Herrn der Geschichte, der über Bitten und Verstehen das Werk des Führers bis zur Stunde gesegnet hat und damit unser ganzes deutsches Volk.“
  • Die Frankfurter HJ führt zum ersten Mal in Verbindung mit dem Reichssender Frankfurt Meister- und Festkonzerte für die Jugend durch. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt spielt Werke von Carl Maria von Weber, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven.
  • 75. Geburtstag des Schauspielers Mathieu Pfeil (1863-1939), von 1907 bis 1934 Ensemblemitglied am Frankfurter Schauspielhaus, danach Ehrenmitglied. Darsteller klassischer Bühnengestalten (u.a. Götz, Wallenstein, König Lear).
  • 70. Geburtstag des Physikers und Kommunalpolitikers, Geheimer Regierungsrat Prof. Richard Wachsmuth (1868-1941), Leitung der 1914 eröffneten Frankfurter Universität, der er bis 1916 als Rektor und Mitglied des „Großen Rates“ vorstand. Seit 1908 Professor für Experimentalphysik an der Frankfurter Akademie für Handels- und Sozialwissenschaften bzw. der Universität Frankfurt; 1932 emeritiert. Von 1919 bis 1924 Frankfurter Stadtverordneter der Deutschen Volkspartei, ab 1937 Präsident der Polytechnischen Gesellschaft.
  • Willy Reichert-Abend der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Saalbau.
  • 175. Geburtstag des Schriftstellers Jean Paul (1763-1825), besuchte Frankfurt am Main von Ende Mai bis Mitte Juni 1818, wohnte damals im Haus des Verlegers und Buchhändlers Johann Friedrich Wenner (1772-1835).
  • Bach-Paganini-Konzert mit Sigmund Bleier (Violine) und Heinz Schröter (Klavier) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Konzert des bulgarischen Pianisten Prof. Dimitri Renoff auf Einladung der „Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft“ im Saalbau.
  • Polnische Vermessungsingenieure besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Rathauses offiziell begrüßt.
  • Für die evangelische Bevölkerung Frankfurts wird anlässlich der Eingliederung Österreich ins Deutsche Reich und des Anschlusses der evangelischen Kirche Österreichs an die Deutsch-Evangelische Kirche in der Paulskirche ein Dankgottesdienst abgehalten.
  • Beim Küchenbrand einer Wohnung des Hauses Im Burgfeld 145 in der Römerstadt-Siedlung wird ein in Lebensgefahr geratener Junge in letzter Minute von der Feuerwehr gerettet.
  • Gauleiter Jakob Sprenger weiht im Rahmen einer Kundgebung im Stadtteil Sossenheim zwei neue Wohnsiedlungen ein, denen er zur Erinnerung an die beiden umgekommenen Nationalsozialisten die Namen „Wilhelm Wilhelmi-Siedlung“ und „Josef Bleser-Siedlung“ gibt.
  • Die III. Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt verurteilt einen Jugendlichen „wegen Rassenschande“ zu einem Jahr Gefängnis.
  • Klavierabend mit Walter Bohle in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Konzert ungarischer Roma-Knaben vom Radiosender Budapest im Saalbau.
  • Rugby-Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich im Sportfeld.
  • Fachausstellung „Das Fachbuch, ein Weg zu Leistung und Erfolg“ in der Geschlechterstube des Römers.
  • Die jüdischen Religionsgemeinschaften verlieren gemäß des Reichsgesetzes über die „Rechtsverhältnisse der jüdischen Kultusvereinigungen“ den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie tragen nun den Charakter rechtsfähiger Vereine des bürgerlichen Rechts.
  • Die beiden Denkmäler Goethe (30 Zentner) und Merkur, der Mann mit den Flügeln (10 Zentner), werden entfernt.
  • Seit heute landet täglich ein österreichisches Flugzeug auf der Strecke Wien – München – Frankfurt am Main auf dem Rhein-Main-Flughafen.
  • Tod des Bibliothekars und Publizisten Dr. Christian Berghoeffer (1859-1938), 1887 bis 1928 Leiter der Freiherrlich Carl von Rothschildschen öffentlichen Bibliothek (ab 1934 „Bibliothek für neuere Sprachen und Musik“).
  • 100. Geburtstag des Pianisten und Komponisten Wilhelm Hill (1838-1902), seit 1854 in Frankfurt am Main, komponierte Duette, Lieder, Opern und Klavierstücke.
  • Großes Bach-Konzert des Motettenchores im Saalbau.
  • (Nicht-)Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte im Rathaus: Erwerb von Waldgelände auf dem Staufen im Taunus, Finanzielle Lage der Messe- und Ausstellungs GmbH.
  • Konzert des Don Kosaken-Chores unter der Leitung von Serge Jaroff im Saalbau.
  • Hitler besucht in Begleitung von Heinrich Himmler die Mainstadt, trifft auf dem Hauptbahnhof ein, wird im Kaisersaal des Römers von Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Gauleiter Jakob Sprenger offiziell empfangen, wo er sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Frankfurt einträgt, und hält in der Festhalle eine Ansprache – der Jubel zahlreicher Frankfurter „kennt keine Grenzen“. („Stadt-Blatt“ der „Frankfurter Zeitung“ vom 01.04.1938).
  • 100 Österreicher, ehemalige Funktionäre der österreichischen Gewerkschaften, und 700 italienische Landarbeiter, die z. Zt. im Gau Hessen-Nassau zur Arbeit eingesetzt sind, besuchen die Mainstadt.
  • Liederabend mit Johanna Egli im Saalbau.
  • Eintreffen der ersten italienischen Landarbeiter im Gau Hessen-Nassau auf dem Hauptfriedhof. Auf dem mit der italienischen Fahne geschmückten Bahnsteig werden sie neben Vertretern der NSDAP und der Landesbauernschaft von Mitgliedern der italienischen Kolonie und dem Generalkonsul Marchese Ferrante di Ruffano empfangen.
  • Anerkennung von Dr. Hoch’s Konservatoriums als „Staatliche Hochschule für Musik“.
  • Der Direktor des Zoologischen Garten (seit 1908), Dr. Kurt Priemel (1880-1959), von 1935 bis 1938 Präsident des „Internationalen Verbands der Direktoren Zoologischer Gärten“, scheidet aus dem Amt. Sein Nachfolger wird der bisherige Assistent am Berliner Tiergarten, Dr. Georg Steinbacher.
  • Einrichtung der 7. Vogelschutzwarte in Deutschland, die Vogelschutzwarte Frankfurt, Rödelheim.
  • Amtsantritt des neuen Direktors des Städelschen Kunstinstituts, Dr. Ernst Holzinger (1901-1972), Nachfolger von Prof. Georg Swarzenski (1876-1957), den die Nationalsozialisten 1938 zur Emigration in die USA zwingen.
  • 25jähriges Jubiläum der Sozialen Krankenhausfürsorge in der Mainstadt. Frankfurt ist die Stadt, in der die erste regelrechte Krankenhausfürsorge eingerichtet und die Fürsorgerin Minne Rößler angestellt worden ist.
  • Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Bibliothek für neue Sprachen und Musik, Hermann-Göring-Ufer [heute: Untermainkai] mit einer Dichterfeierstunde anlässlich des 125. Geburtstages Richard Wagners, auf der der Theaterleiter und Schriftsteller Friedrich Bethge (1891-1963), von 1933 bis 1945 stellvertretender Generalintendant und Chefdramaturg der Frankfurter Städtischen Bühnen, führender Dramatiker des NS-Regimes, aus eigenen Werken liest, einer Ausstellung mit einem Überblick über das Archiv des rheinischen Schrifttums sowie Bühnenbildern („Frankfurter Expressionismus“) und Figurinen des Frankfurter Bühnenbildners Ludwig Sievert (1887-1966), seit 1918 am Frankfurter Schauspiel tätig. Ab 1937 bis 1943 Bühnenbildner bei Clemens Krauss, Intendant der Bayerischen Staatsoper; darüber hinaus ein Konzert mit dem akademischen Kammerorchester unter Leitung von Albert Richard Mohr (1911-1992), 1937-1943 Dozent für Musik und Theatergeschichte an der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Ausstellung „Ein Querschnitt durch zehnjährige Sammlertätigkeit“ im Manskopfschen Museum für Musik- und Theatergeschichte anlässlich der zehnjährigen Zugehörigkeit der „Bibliothek für neuere Sprachen und Musik“ zur Gesamtverwaltung der Städtischen und Universitätsbibliotheken in Frankfurt am Main.
  • Für die beim Bau der neuen Zeppelinhalle auf dem Rhein-Main-Flughafen tödlich verunglückten sieben Arbeiter findet auf dem Hauptfriedhof vor der Leichenhalle eine Trauerfeier statt.
  • Großumzüge der SA und Kundgebung auf dem Römerberg. Auch an den folgenden Tagen gehen NS-Gliederungen an die Öffentlichkeit, um für die Volksabstimmung und die Wahl zum „Großdeutschen Reichstag“ am 10.04. d. J. zu werben.
  • Sonderausstellung „Chinesische Meister der Malerei“ im China-Institut.
  • Saison-Eröffnungsrennen des Frankfurter Rennvereins auf der Galopprennbahn Niederrad. Benutzt wird erstmals der neue Eingang für die Besucher des Sattelplatzes. Der seitherige Zugang befand sich für diesen Platz in der Forsthausstraße. Nun ist eine großzügig angelegte Zugangsmöglichkeit in der Schwarzwaldstraße geschaffen worden.
  • Tod des Kinderarztes Dr. Max Plaut (1880-1938), 1907 Niederlassung als praktischer Arzt und Kinderarzt in Frankfurt am Main.
  • Schumann-Ravel-Tschaikowsky-Konzert des Claudio Arrau-Trios im Saalbau.
  • Deutsche Amateur-Boxmeisterschaften im Hippodrom.
  • Studierende der Technischen Hochschule in Mailand besuchen die Mainstadt und werden im Römer offiziell begrüßt.
  • Die ersten österreichischen Kinder treffen im Gau Hessen-Nassau auf dem Hauptbahnhof ein. Die in Frankfurt am Main weilenden 140 Kinder werden an die verschiedenen NSDAP-Ortsgruppen verteilt und kommen danach in NS-Kinderheime bei Ober-Erlenbach und Nieder-Josbach.
  • Besuch einer Studiengesellschaft italienischer Abgeordneter sowie führender Vertreter faschistischer Wirtschafts- und Arbeitsvereinigungen in der Mainstadt und offizielle Begrüßung im Römer.
  • Klavierkonzert mit Georg Kuhlmann in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • 60. Geburtstag des Industriellen Dr.- Ing. E. h. Adolf Messer (1878-1954), 1898 Gründung einer Werkstatt zur Herstellung von Acetylen-Beleuchtungsanlagen in Höchst. 1906 Verlegung der Produktion auf Schweiß- und Löttechniken mit Acetylen. 1912 Gründung der erste Filiale in Wien zum Bau von Luftzerlegungsapparaturen zum Gewinn von Sauerstoff für die autogene Schweißtechnik, 1925 wird seine Firma Bestandteil der IG Farben.
  • Frankfurter Frühjahrsmesse auf dem Gelände vor der Großmarkthalle. Die seither unter der Bezeichnung Frühjahrs- und Herbstmesse vor der Großmarkthalle und vor der Landwirtschaflichen Halle veranstalteten Märkte werden zukünftig, auf Anordnung von Oberbürgermeister Friedrich Krebs, mit dem Namen „Ostermarkt“ und „Michaelismarkt“ belegt (Städtisches Anzeigenblatt vom 13.05.1938, Nr. 19).
  • Letztes Konzert des Symphonieorchesters des „Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main/Frankfurt am Main“ in Frankfurt am Main.
  • Konzert der Altistin Johanna Egli im Saalbau.
  • Besuch des Oberbürgermeisters der Stadt Wien, SA-Brigadeführer Hermann Neubacher, in der Mainstadt und offizielle Begrüßung auf dem Rhein-Main-Flughafen durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Kreisleiter Otto Schwebel. Oberbürgermeister Neubacher hat Frankfurt bereits zweimal, in den Jahren 1926 und 1932, im Rahmen des Sängerfestes, besucht. Am Abend spricht der Gast in einer Versammlung im Hippodrom zur bevorstehenden Volksabstimmung. In den späten Abendstunden empfängt das Frankfurter Stadtoberhaupt den Besuch aus Wien im Kurfürstensaal des Römers.
  • Seit heute steht das Goethedenkmal wieder hoch über dem Goetheplatz. Goethe ist um zwanzig Meter nach Norden gerückt und hat gleichzeitig eine vollständige Kehrtwendung gemacht; der Dichter blickt nicht mehr in der Richtung des Goethehauses, sondern wendet sein Gesicht dem Schillerdenkmal auf dem Horst-Wessel-Platz [Rathenauplatz] zu.
  • Am „Tag des Großdeutschen Reiches“, die Volksabstimmung endet mit einer Zustimmung von 99,75 Prozent, stehen Wehrmacht und NSDAP zu Platzkonzerten auf dem Römer, alle Straßen mit Flaggen geschmückt, öffentliche Gebäude zeichnen sich durch besondere NS-Dekoration aus. Im Wahlkreis 19, Hessen-Nassau werden 1.734.463 Stimmen abgegeben, davon entfallen 1.715.129 auf Ja-Stimmen und 16.158 auf Nein-Stimmen. Ungültige Stimmen: 3.176. Das Wahlergebnis in Frankfurt am Main: Von den 406.340 Stimmberechtigten, geben 397.977 ihre Stimmen ab, Ja-Stimmen: 389.263, Nein-Stimmen: 8.180, ungültige Stimmen 534.
  • 100. Todestag von Julie (Gurli) Baruch, geborene Gumperz (1762-1838), Tochter des aus einer bekannten Hoffaktorenfamilie entstammenden Frankfurt Bankiers Abraham Salomon Gumperz (gest. 1805), Mutter des Publizisten und Schriftstellers Dr. Ludwig Börne (1786-1837).
  • 25. Frankfurter (Jubiläums)Konzert des Meister-Sextetts (früher: Comedian Harmonists) im Saalbau.
  • Ausstellung der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“: „Keramik – Stoffe – Teppiche“ in der Kunsthalle Haus Lichtenstein, Römerberg.
  • Deutsche Amateur-Box-Meisterschaften im Hippodrom und in der Festhalle.
  • Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt und die Gauverwaltung der Deutschen Arbeitsfront übergeben die von ihnen eingerichtete Lehrwerkstätte für Facharbeiter der Metallindustrie dem Verein „Lehrwerkstätte Frankfurt-Main“, die unter der Leitung des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK), Prof. Carl Lüer, und des Gauobmannes der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Willy Becker, gegründet worden ist.
  • Ostpreußenkonzert des Bundes heimattreuer Ost- und Westpreußen im Saalbau unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Bundesweite „Asozialenaktion“ zur Unterbringung sog. „arbeitsscheuer“ oder „asozialer“ Personen in Konzentrationslager.
  • Wiedereröffnung des restaurieren Patrizierhauses, Weinhaus „Schwarzer Stern“, Römerberg.
  • Mitglieder der französischen wissenschaftlichen Gesellschaft „Association Guillaume Bodé“ besuchen die Mainstadt und werden im Goethehaus offiziell begrüßt.
  • Abschluss der Montage neuer Lampen – tulpenförmige Milchglasglocken – auf der Kaiserstraße zwischen Hindenburgplatz [heute: Am Hauptbahnhof] und Moselstraße.
  • Anlässlich des Geburtstages Adolf Hitlers festliche Wehrmachtparade in der Altstadt.
  • Konzert mit Barnabas von Gerzy mit seinem Orchester im Saalbau.
  • Aufstellung der Kulissen für die bevorstehenden Proben und Aufführungen zu den Römerbergspielen vor dem Römer.
  • Ein versuchtes Sexualverbrechen ereignet sich beim Überfall auf eine 48jährige Frau, die ein unbekannter Mann niederschlägt, auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle Unterschweinstiege zur Goldsteinsiedlung.
  • Offizielle Einweihung des neuen Hauses der Reichskochschule und Reichssprachenschule für das deutsche Gaststättengewerbe im Sommerhofpark durch Reichsorganisationsleiter Robert Ley. Das neue Institut ist eine Zentrale für das deutsche Gaststättengewerbe.
  • Gründung des Rhein-Mainischen Gemeindekulturverbandes im Kleinen Haus durch den stellvertretenden Gauleiter des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP, Karl Linder (1900-1979). Der Verband hat die Aufgabe, das Wanderbühnenwesen neu zu ordnen.
  • Beethovenabend mit Elly Ney im Saalbau.
  • Reichsentscheid des Friseurhandwerks im Handwerkerwettkampf in allen Räumen des Hippodroms.
  • Das Fußballländerspiel zwischen Deutschland und Portugal im Sportfeld endet vor 58.000 mit einem 1:1-unentschieden.
  • Dietrich-Eckart-Morgenfeier der Städtischen Bühnen im Schauspielhaus.
  • Gastspielreise der Frankfurter Oper nach Südosteuropa mit Vorstellungen in Bukarest, Sofia, Belgrad und Agram.
  • Weltkriegsausstellung „Die lebende Front“ im Saxophonsaal auf dem Festhallengelände.
  • Staatliche Verordnung, wonach die Juden ihr Vermögen, soweit es 5.000.- Reichsmark übersteigt, bei den Behörden anmelden müssen.
  • Konzert für zwei Klaviere mit Susy Mayweg und Friedel Frenz in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Frankfurt-Premiere des Films „Olympia. Fest der Völker“ von den Olympischen Spielen in Berlin 1936 in den Lichtspielhäusern „Gloria“, Kaiserstraße, und „Pali“, Große Friedberger Straße.
  • 50jähriges Jubiläum der feierlichen Einweihung des neuen Anstaltsgebäudes des Dr. Hoch’s Konservatoriums, Eschersheimer Landstraße.
  • Beethoven-Feier mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Sigmund von Hausegger im Saalbau.
  • Bei Reparaturarbeiten an der Beleuchtungsanlage in einem Geschäftshaus in der Neuen Mainzer Straße kommt ein Arbeiter mit der elektrischen Leitung in Berührung und wird dabei tödlich verletzt.
  • Ausstellung mit Werken von Franz Radziwill und Käthe Morell-Krähmer in den Räumen des Frankfurter Kunstvereins.
  • Anlässlich des nationalen Feiertags zum „Ersten Mai“ finden in Frankfurt am Main sechs Großkundgebungen statt: auf dem Opernplatz, Bertramswiese, Sportwiese Riederwald, Bürgerwiese, Quäkerwiese und Woerthspitze.
  • Großes „Kraft durch Freude“-Volksfest auf dem Festhallengelände („Haus der Moden“).
  • Ausstellung des Sängerkreises Groß-Frankfurt, „Das Erste Deutsche Sängerfest 1838 in Frankfurt am Main“, in der Kunsthalle Haus Lichtenstein.
  • Ein Erlass Hermann Görings untersagt es den Aufkäufern jüdischer Firmen, den Kaufpreis den jüdischen Verkäufern zukommen zu lassen. Vielmehr müssen diese Beiträge auf ein Sperrkonto der Reichsbank eingezahlt werden.
  • Offizielle Eröffnung der „Lehrwerkstatt Frankfurt“.
  • In der Berufsschule III wird von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) und der Wirtschaftsgruppe die Grundlehre für Buchdrucker und Schriftsetzer eingerichtet.
  • Fünfjähriges Jubiläum der NS-Volkswohlfahrt im Gau Hessen-Nassau.
  • 25jähriges Jubiläum der Firma August Lenz, Blechtreiberei und Spenglerei für den Karosserie- und Automobilbau, Hellerhofstraße.
  • Richtfest für den im Bau befindlichen Ostflügel im Haus der Jugend in Anwesenheit des stellvertretenden Gauleiters Karl Linder (1900-1979).
  • 75. Geburtstag des Justizrats Dr. Rudolf Winterwerb (1863-1941), von 1899 bis 1932 Vorstandsmitglied der Frankfurter Bank.
  • „Tag des Deutschen Handwerks“ samt Reichsausstellung „Handwerkerwettkampf 1938“. Der Reichsstand des Deutschen Handwerks zeigt die Lehrschau „Das Lebensbild des Deutschen Handwerks“.
  • Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Lakehurst, als das Luftschiff „Hindenburg“ zerstört wurde, werden an den Gräbern der Opfer dieses Unglücks auf dem Hauptfriedhof Kränze niedergelegt.
  • Vortrag von Prof. Karl Haushofer, Senator der Deutschen Akademie, vor Vertretern der NSDAP, der Wehrmacht und der Wirtschaft über die kulturpolitischen Aufgaben der Deutschen Akademie.
  • Zweitägige Ausstellung mit Zeichnungen aus der Romantik im Städelschen Kunstinstitut.
  • Richtfest für den neu errichteten Häuserblock in der Klostergasse – unmittelbar neben den hohen Häusern der Battonnstraße.
  • Frankfurter Sängerfestes des Sängerkreises Frankfurt des Deutschen Sängerbundes unter der Schirmherrschaft von Gauleiter Jakob Sprenger mit einer Feierstunde auf dem Römerberg zur Erinnerung an das Erste Allgemeine Deutsche Sängerfest 1838 und an die Gründung der Mozartstiftung vor 100 Jahren. Am 11. und 15.05. finden Konzerte mit Männerchören a capella statt, am 09. und 13.05. Konzerte für Chorwerke mit Orchester, am 14.05. die Jubiläumsveranstaltung der Frankfurter Mozartstiftung. Die Festrede hält der Präsident der Reichsmusikkammer Prof. Peter Raabe.
  • Erstes Konzert für Chorwerke und Orchester anlässlich der 100-Jahr-Feier des Ersten Deutschen Sängerfestes 1838 in Frankfurt am Main im Saalbau. (Zweites Konzert am 13.05. d. J.)
  • 60jähriges Jubiläum der feierlichen Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem alten Peterskirchhof, das aus diesem Anlass instand gesetzt worden ist.
  • Inbetriebnahme des neuen Aufenthaltsraumes für „Zollausländer“ auf dem Rhein-Main-Flughafen.
  • Der Zoologische Garten hat einen neuen Mitbewohner: einen Eisbären namens „Philipp“.
  • Erstes Konzert für Männerchorwerke a cappella anlässlich der 100-Jahr-Feier des Ersten Deutschen Sängerfestes 1838 in Frankfurt am Main im Saalbau. (Zweites Konzert am 15.05. d. J.)
  • Öffentliche Kundgebung des Haus- und Grundbesitzes des Rhein-Main-Gebietes im Palmengarten mit einer Ansprache des regierenden Bürgermeisters der Hansestadt Bremen, SA-Gruppenführer Johann Heinrich Böhmcker, über „Die Bedeutung und Stellung des Hausbesitzes im nationalsozialistischen Staat“.
  • Der Zoologische Garten hat neue Mitbewohner: drei Jungelefanten.
  • Im „Städtischen Anzeigenblatt“, Nr. 19, vom 13.05.1938 wird bekannt gegeben, dass auf Anordnung von Oberbürgermeister Friedrich Krebs die alljährlich regelmäßig wiederkehrenden Frühjahrs- und Herbstmessen, die auf den Plätzen vor der Großmarkthalle und der Landwirtschaftlichen Halle, Ostendstraße, stattfinden, in Ostermarkt und Michaelismarkt umbenannt werden.
  • Großkundgebung sämtlicher Vertrauensräte, Betriebsobmänner, Block- und Zellenobmänner der Betriebe des Kreises Groß-Frankfurt im Hippodrom. Es spricht der Gauwirtschaftsberater der NSDAP, Prof. Heinrich Hunke (Berlin) über das Thema „Die Wehrhaftmachung der deutschen Wirtschaft“.
  • Festakt anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Mozart-Stiftung des Frankfurter Liederkranzes von 1828 im Saalbau.
  • Offizielle Eröffnung des Walderholungsheimes an der Oberschweinstiege.
  • Arbeitstagung der Hirnverletzten des Gaues Hessen-Nassau im Steinernen Haus.
  • Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Finnland trifft in Frankfurt am Main zu einem mehrwöchigen Aufenthalt ein, um ihre Kenntnisse der deutschen Sprache zu erweitern.
  • Straßenrennen „Rund um Frankfurt“.
  • Feierliche Eröffnung der Staatlichen Hochschule für Musik mit einem Festkonzert im Saalbau. Bekannt gegeben wird die Stiftung des Frankfurter Musikpreises der Staatlichen Hochschule für Musik, der künftig alljährlich in Höhe von 1.000.- Reichsmark an den besten Schüler (bzw. die beiden besten) der Staatlichen Hochschule für Musik vergeben wird. Dieser Preis ist von Oberbürgermeister Friedrich Krebs anlässlich der Beratungen des städtischen Haushaltes für 1938 genehmigt worden.
  • Beim Brand in einer Schuhfabrik in der Kleyerstraße muss die Feuerwehr dem Feuer aufgrund starker Rauchentwicklung mit Sauerstoffgeräten und Atemschutzmasken zu Leibe rücken.
  • Tagung der Fachgruppe Bekleidung, Textil und Leder der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel im Hotel „Frankfurter Hof“.
  • Premiere des Volksstücks „Petra und Alla“ von Max Geisenheyner im Schauspielhaus unter der Spielleitung von Max Noack.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Frankfurter Seite der Wilhelmsbrücke [heute: Friedensbrücke] wird ein Motorradfahrer beim Zusammenstoß mit einem Lkw tödlich verletzt.
  • Wiederaufstellung des Schiller-Denkmals im Zuge der Platzneugestaltung. Schiller schaut nun in Richtung Goetheplatz.
  • Die englische Fußball-Nationalmannschaft besucht die Mainstadt und besichtigt den Rhein-Main-Flughafen mit dem Luftschiff „Zeppelin“.
  • Tod des Ordinarius für Statistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Franz Zizek (1876-1938).
  • Verbandstagung der Kreditgenossenschaften des Genossenschaftsverbandes Hessen-Mittelrhein (Schulze-Delitzsch) im Palmengarten.
  • Feierliche Übergabe der Frankfurter Frauenschule für Volkspflege am Schaumainkai in Anwesenheit von Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen und Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Nach dreijähriger Pause findet wieder ein Heinrich-Schütz-Musikfest der Neuen Deutschen Heinrich-Schütz-Gesellschaft statt (das insgesamt 5.), zum ersten Mal in Frankfurt am Main, mit Konzerten in der Katharinenkirche, Karmeliterkirche und im Saalbau.
  • Tod des Bankiers Walter Melber (1864-1938), Seniorchef und Teilhaber der Bankfirma J. Ph. Kessler.
  • Tagung des Reichsverbandes der Standesbeamten Deutschlands.
  • Bei einem Brand in den Bootshallen des Rudersportsvereins „Teutonia“ von 1888 an der Uferstraße zwischen Sachsenhausen und Oberrad werden die Hallen sowie siebzig Boote zerstört.
  • In insgesamt sechs Großkundgebungen bekennen sich die versammelten Eltern zur Gemeinschaftsschule.
  • In einem Schreiben des Bischöflichen Ordinariats Limburg an die katholischen Pfarrämter in Frankfurt am Main wird Einspruch gegen die Einführung der Gemeinschaftsschule erhoben.
  • Konzert der Pariser Sängerknaben im Saalbau.
  • Mitglieder einer amerikanischen Ärztevereinigung besuchen die Mainstadt und besichtigen die mainstädtischen Kliniken.
  • Das Fußballspiel am Bornheimer Hang zwischen FSV Frankfurt und Austria Wien endet mit 8:3-Toren für die gastgebende Mannschaft.
  • Eine alte Frankfurter Tradition wird wieder aufgenommen: Zum ersten Mal zieht vor dem Haus der 15. Division am Hermann-Göring-Ufer [Untermainkai] feierlich die Wache auf. Zu Tausenden säumen die Frankfurter die Straßen, durch die die Ehrenkompanie marschiert, um Zeuge des militärischen Schauspiels zu sein, das sich nun an jeden Freitag um 17.00 Uhr wiederholen soll.
  • Italienische Miliz-Fechter besuchen die Mainstadt und treten als Gäste der SA-Gruppe Hessen deren besten Fechtern entgegen. Es ist die erste sportliche Begegnung von Formationen der „Fascistischen Miliz“ und der SA. Am zweiten Tag ihres Besuches führen die italienischen Gäste der Frankfurter Bevölkerung auf dem Hallensportkampftag der SA-Gruppe Hessen in der Festhalle eine Fechtakademie in Florett vor.
  • Die III. Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt verurteilt einen Angeklagten „wegen Rassenschande“ zu 2 ½ Jahren Zuchthaus.
  • 5. Deutscher Apothekertag. Gauleiter Jakob Sprenger spricht am 28.05. im Bürgersaal des Römers in der Festsitzung der Reichsapothekenkammer zu den Versammelten.
  • Der Pferderenntag auf der Galopprennbahn Niederrad wird mit dem „Tag der Städtischen Bühnen“ verbunden. Auftritt der Tanzgruppe der Oper. Der Generalintendant der Städtischen Bühnen, Hans Meissner (1896-1958), überreicht auf der Rennbahn den „Pokal vom Römerberg“ an den Sieger des gleichnamigen Rennens.
  • Feierliche Einweihung des Grabmals auf dem Hauptfriedhof durch Gauleiter Jakob Sprenger für den SS-Standartenführer Franz Joseph Schwarz, den ehemaligen Leiter der 2. SS-Standarte, der bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen ist.
  • Sonderkonzert des Frankfurter „Arbeitskreises für neue Musik“ im großen Saal der Hochschule für Musik mit Werken Frankfurter Komponisten (Kurt Hessenberg, Karl Höller und Hermann Reutter).
  • Hauptversammlung des Deutschen Kältevereins im Verein Deutscher Ingenieure gemeinsam mit der Haupttagung des Fachausschusses für die Forschung in der Lebensmittelindustrie des Vereins Deutscher Ingenieure und des Vereins Deutscher Chemiker.
  • Mitglieder des Deutschen Kältevereins, die ihre Hauptversammlung in der Mainstadt abhalten, werden von Oberbürgermeister Friedrich Krebs offiziell im Kaisersaal des Römers begrüßt.
  • Tod des Vorstandsmitglied der IG Farbenindustrie, Kommerzienrat Dr. Ludwig Hermann (1882-1938).
  • In Frankfurt am Main sind insgesamt 34.658 Kraftfahrzeuge zugelassen, doppelt so viele wie am 01.07.1932.
  • Tod der Sozialpolitikerin und Schriftstellerin Henriette Fürth, geb. Katzenstein. Pseudonym: G. Stein (1861-1938), Mitbegründerin der Säuglings- und Mütterberatung, der Rechtsschutzstelle für Mütter und der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt am Main. Von 1919 bis 1924 Frankfurter Stadtverordnete, Mitglied des Kuratoriums und des Großen Rats der Universität Frankfurt, als erste Frau Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. 1931 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main. 1933 aller öffentlichen Ämter enthoben.
  • Dritte Frankfurter Konferenz für medizinisch-naturwissenschaftliche Zusammenarbeit im Hörsaal des Städtischen Krankenhauses mit dem Thema „Chemie und Physiologie des Eiweißes“.
  • Ausstellung „Handwerkliche Töpfereien aus Hessen-Nassau, Bayer. Ostmark und Baden“, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Abteilung „Bildende Kunst“, im Museum für Kunsthandwerk und in der Kunsthalle Haus Lichtenstein, Römerberg.
  • Auf dem Hauptbahnhof treffen 50 österreichische Erwerbslose ein, die, auf Veranlassung der Deutschen Arbeitsfront und der Reichsbahndirektion, als Eisenbahnarbeiter im Reichsbahndirektionsbezirk Frankfurt eingesetzt werden.
  • 200. Geburtstag des Buchdruckers, Verlegers und Mäzens, Senator Johann Carl Brönner (1738-1812), Inhaber der väterlichen Brönnerschen Buchdruckerei, 1792 Wahl in den 51-er-Ausschuss, 1793 Mitglied der Zweiten Ratsbank.
  • 10jähriges Jubiläum der Frankfurter Großmarkthalle.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 125jährigen Jubiläums des Infanterie-Regiments 81.
  • Dauerrennen hinter schweren Motoren über 100 km um den „Großen Pfingstpreis“ auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Frankfurter Wäldchestag.
  • Schauspielerin Lil Dagover, die eine Hauptrolle in dem Film „Dreiklang“ spielt, ist bei der Aufführung im Ufa-Palast Groß-Frankfurt persönlich anwesend.
  • Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte: Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Kämmerer Dr. Friedrich Lehmann legen den Haushaltsplan 1938/39 vor.
  • Die dritte große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt verurteilt einen Kaufmann „wegen Rassenschande und Zuhälterei“ zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten Zuchthaus.
  • 13. Internationaler Kinderschutzkongress unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Joseph Goebbels.
  • Mit der 3. Verordnung zum „Reichsbürgergesetz“ wird der Kennzeichnungszwang für die noch existierenden jüdischen Gewerbebetriebe eingeführt.
  • Im Rahmen der „Arbeitsscheu Reich“-Aktion bezeichneten Verhaftungs- und Deportationswelle im Juni 1938 inhaftiert die Kriminalpolizei in Frankfurt am Main eine unbekannte Anzahl männlicher Sinti und Roma und deportiert sie in Konzentrationslager.
  • Auf ihrer Studienfahrt durch Deutschland besichtigen Studenten und einige Lehrkräfte der Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin-Dahlem die Frankfurter Grünanlagen.
  • Reichsweite Kundgebungen der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel (BDM) im Rahmen von Werbevorführungen zum Luftschutz.
  • Beim Feuer auf dem Grundstück des Schmirgeldampfwerkes Naxos-Union in der Waldschmidtstraße brennt ein Schuppen völlig nieder.
  • Tod des Malers, Graphikers und Bildhauers Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), 1916 erste Ausstellung in Frankfurt am Main, malte zahlreiche Stadtansichten (u.a. „Westhafen in Frankfurt am Main“, 1916).
  • Beim Feuer im Haus Schwalbacher Straße 68 brennt eine Küche komplett aus.
  • Bei einem Brand in der Kleinen Rittergasse 26 im Stadtteil Sachsenhausen wird infolge einer Explosion in einer Schusterwerkstatt ein Schuhmachermeister schwer verletzt.
  • Erster Frankfurter Studententag an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Kreistag der NSDAP, Kreis Groß-Frankfurt, mit einem Volksfest samt Feuerwerk am Main, einer Festaufführung im Schauspielhaus und einer Kundgebung auf dem Opernplatz.
  • Zweite öffentliche Beratung mit den Gemeinderäten über den von Oberbürgermeister Friedrich Krebs am 10.06. d. J. vorgelegten Haushaltsplan 1938/39.
  • Konferenz der Prediger der südwestdeutschen Gaue in der Methodistengemeinde, Merianplatz, anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Bischöflichen Methodistenkirche (Evangelische Freikirche).
  • Eine Gruppe italienischer Studentenführer besucht die Mainstadt und wird im Römer von Bürgermeister Johann Adolph Joseph Kremmer (1886-1976) herzlich begrüßt.
  • Internationale Jubiläumsregatta anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Frankfurter Regattavereins.
  • 5. Deutscher Apothekertag samt Ausstellung im Saalbau.
  • Schwere Sturmwirbel, die eine Geschwindigkeit bis zu 90 km/h erreichen, über Frankfurt am Main. In den Stadtanlagen gibt es erheblichen Windbruch.
  • Feier des 40jährigen Jubiläums der kulturmorphologischen Forschung und des 65. Geburtstages ihres Begründers und Leiters, Geheimrat Prof. Leo Frobenius (1873-1938), im Festsaal des Völkermuseums in Anwesenheit zahlreicher Vertreter des Staates, der NSDAP, der Stadt Frankfurt am Main und der deutschen und ausländischen Wissenschaft. Mit der Feier für die Person und das Werk von Frobenius, der aus diesem Anlass mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt wird, ist die Eröffnung einer Ausstellung über die erste Expedition verbunden, die das Kulturmorphologische Institut ohne persönliche Leitung seines Leiters unternommen hatte. Aus diesem Anlass wird die „Deutsche Gesellschaft für Kulturmorphologie“ in Frankfurt am Main gegründet.
  • Die erste Kreisschule der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Kreis Groß-Frankfurt, wird seiner Bestimmung übergeben.
  • Tagung der Fachvereinigung der Verwaltungsleiter „Deutscher Kranken-, Heil- und Pflegeanstalten“
  • In Anwesenheit sämtlicher Betriebsführer der Elektrizitätswerke im Gau Hessen-Nassau wird in der Neuen Mainzer Straße die vom Amt „Schönheit der Arbeit“ in der Deutschen Arbeitsfront in Zusammenarbeit mit den Städtischen Elektrizitätswerken geschaffenen Beratungsstelle „Gutes Licht“ ihrer Bestimmung übergeben.
  • Reichskulturwalter Franz Moraller (Berlin), Präsident des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele, und dem Leiter der letztjährigen Ausstellung „Das Theater im Freien“ im Karmeliterkloster, Prof. Carl Niessen (Köln), werden im Bürgersaal des Rathauses die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Leistungen verliehen. Die offizielle Überreichung findet am 19.08. d. J. im Kurfürstenzimmer des Römers durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs statt.
  • Römerberg-Festspiele 1938. Zur Eröffnung (William Shakespeare „Hamlet“) wird dem Generalintendanten der Städtischen Bühnen und Leiter der Römerberg-Festspiele, Hans Meissner (1896-1958), die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main überreicht.
  • Inkrafttreten des neuen Stadtbaurechtes. Es umfasst die Baupolizeiverordnung für die Stadt Frankfurt am Main vom 20.04.1938 mit einer Baugebietsordnung und einem Baunutzungsplan, ferner die Polizeiverordnung über die Entwässerung der Grundstücke in der Mainstadt vom 20.04. d. J.
  • Rosenfest im Palmengarten.
  • Radrennen im Sportfeld Frankfurt.
  • 85. Feldbergturnfest.
  • Das Sommerfest der Heimatsiedlung im Stadtteil Sachsenhausen findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.
  • Feierliche Enthüllung des vom Bildhauer Philipp Becker (1893-1964) geschaffenen Ehrenmals für die Fechenheimer Gefallenen des Weltkriegs auf dem Fechenheimer Friedhof.
  • Der Fußballsportverein FSV Frankfurt richtet ein nationales Leichtathletik-Sportfest auf dem Bornheimer Hang aus.
  • Gautagung der Deutschen Stenografenschaft, Gauverband Hessen.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Mainzer Landstraße/Ecke Boelckestraße [heute: Schmittstraße] wird ein Motorradfahrer infolge eines Zusammenstoßes mit einem Pkw tödlich verletzt.
  • Eröffnung der Wanderlehrschauen des Reichsausschusses für volkswirtschaftliche Aufklärungen „Deutsche Werkstoffe“ und „Deutsche Textilstoffe“ im Museum für Kunsthandwerk.
  • Spanischer Tanzabend mit Rosita Alcaraz im Palmengarten.
  • Eine Abordnung bulgarischer Mitglieder der „Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft“ besucht die Mainstadt und wird im Römer von Oberbürgermeister Friedrich Krebs offiziell begrüßt.
  • Großes Internationales Abendrennen um das „Goldene Rad von Frankfurt“ auf der Sportfeld-Radrennbahn.
  • Arbeitstagung der Freien Religionsgemeinschaft Deutschlands mit einer Giordano-Bruno-Gedächtnis-Weihestunde im Karmeliterkloster.
  • Am 100. Geburtstag des Grafen Zeppelin legt Oberbürgermeister Friedrich Krebs am Grab des Luftschiffpioniers in Stuttgart einen Lorbeerkranz in den Farben Frankfurts, der Stadt des neuen Zeppelinhafens, nieder.
  • 70. Geburtstag des Frankfurter Mundartdichters und Präsident der Reichsbahndirektion, Ferdinand Happ (1868-1952), Ehrensenator der TH München.
  • Brasilianische Ärzte besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandsvisite auf Einladung der „Deutsch-ibero-amerikanischen Ärzteakademie“ die Mainstadt und werden im Römer offiziell empfangen.
  • Besuch einer italienischen Studienkommission in der Mainstadt und Besichtigung des IG-Hochhauses.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 125jährigen Jubiläums des alten Frankfurter Infanterie-Regiments Nr. 81.
  • Öffentliche Beratung der Gemeinderäte im Rathaus.
  • Das Zweite Morgenblatt der „Frankfurter Zeitung“ (Nr. 347) enthält eine 24-seitige Kupfertiefdruck-Nummer des Reiseblattes, davon sind Frankfurt am Main 20 Seiten gewidmet.
  • Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und der Schweiz auf dem Sportfeld Frankfurt.
  • Besuch einer Delegation brasilianischer Architekten in der Mainstadt.
  • Ausstellung der Fotografischen Gesellschaft Frankfurt am Main über China in den Räumen des Frankfurter Kunstvereins.
  • Eintreffen des Schulschiffes „Hans Schemm“, das sich auf einer Fahrt nach Österreich befindet. Am 13.07. d. J. geht die Fahrt via Aschaffenburg weiter.
  • Bei wolkenbruchartigen Regen in allen Frankfurter Stadtteilen werden Straßen und zahlreiche Keller überschwemmt. Die Feuerwehr hat Hochbetrieb. Auf den Friedhöfen, vor allem auf dem Hauptfriedhof, entsteht erheblicher Unwetterschaden.
  • 350 Teilnehmer an dem 20. Internationalen Wirtschaftskurs besuchen die Mainstadt und werden von Oberbürgermeister Friedrich Krebs im Römer offiziell begrüßt.
  • Deutsch-italienischer Gemeinschaftsabend der Deutschen Arbeitsfront gemeinsam mit der italienischen Kolonie in Frankfurt am Main im Schumann-Theater. Es spricht der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Willy Becker.
  • Staatsschauspielerin Käthe Dorsch (Berlin) gastiert erstmals als „Gretchen“ in der Faustinszenierung auf dem Römerberg im Rahmen der Römerberg-Festspiele.
  • Feier anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Reichsluftschutzbundes, Ortsgruppe Nord, im Palmengarten.
  • Anlässlich des 100. Geburtstages des Grafen Zeppelin (am 08.07.) veranstaltet die NSDAP, Kreis Groß-Frankfurt, eine Gedenkfeier auf dem Römerberg, in deren Verlauf Gauleiter Jakob Sprenger spricht.
  • Südosteuropäische Wissenschaftler besuchen auf ihrer Deutschlandvisite, eingeladen vom mitteleuropäischen Wirtschaftstag, die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell empfangen.
  • Ausstellung „Das Flugwesen im Schrifttum“ in der Kunsthalle Haus Lichtenstein am Römerberg, anlässlich des 100. Geburtstages des Grafen Zeppelin.
  • Gastspiel des Leobener Männergesangvereins und des Frauenchors Leoben im Palmengarten.
  • Festliche Eröffnung des Fachgeschäftes „Schreiber“, Zeil 87-89, Feine Strumpfwaren, Wäsche, Handschuhe, Unterkleidung.
  • Großes internationales Berufs-Mannschaftsrennen auf der Sportfeld-Radrennbahn.
  • Wegen dringender Arbeiten am Sender wird der Reichssender Frankfurt von 1.00 bis 6.00 Uhr morgens stillgelegt.
  • Öffentliche Beratung der Gemeinderäte im Bürgersaal des Rathauses: Stadtkämmerer Prof. Friedrich Lehmann (1888-1960) erläutert den Ratsherren die Jahresrechnung 1937. Des Weiteren: Erhebung von Berufsschulbeiträgen im Rechnungsjahr 1938, Ortssatzung über die Benutzung der öffentlichen Entwässerungsanlagen in Frankfurt am Main.
  • Der Anhänger eines Lastzuges mit Kies rutscht auf dem Sachsenhäuser Ufer der Adolf-Hitler-Brücke [heute: Untermainbrücke] am Tiefkai im Rahmen von Planierungsarbeiten rückwärts in den Main. Die Feuerwehr benötigt mehrere Stunden, bis sie den schweren Wagen aus dem Gewässer gezogen hat.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kleingärtnervereins Frankfurt-Griesheim.
  • Ein Lastkahn, der sich auf der Bergfahrt befindet, stößt derart heftig gegen einen Pfeiler der Alten Brücke, dass der Kahn ein Leck bekommt. An der Gerbermühle muss das Schiff seine Fahrt unterbrechen. Die Feuerwehr wird alarmiert und pumpt fünf Stunden lang das Wasserfahrzeug leer.
  • Eine Gruppe amerikanischer Schüler und Schülerinnen trifft zu einem Besuch in der Mainstadt ein und wird im Römer offiziell begrüßt.
  • Tod des Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Dr. Wilhelm Pfeiffer-Belli (1870-1938). Thematische Schwerpunkte: das Frankfurter Theaterleben und die Goethe-Forschung.
  • Premiere der Neuinszenierung der Oper von Bedřich (Friedrich) Smetana „Die verkaufte Braut“ im Schauspielhaus, inszeniert vom Oberspielleiter der Bulgarischen Nationaloper in Sofia, Dragan Kardjieff.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Männergesangvereins Hausen mit einer akademischen Festivität im „Deutschen Hof“ zu Rödelheim und einem Volksfest im „Frankfurter Hof“.
  • „Großflugtag“ auf dem Rhein-Main-Flughafen, das mit dem ersten „Internationales Luftrennen“ des NS-Fliegerkorps verbunden ist.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs beschließt, vom Schuljahr 1939 an, die formelle Neueinrichtung von Gemeinschaftsschulen anstelle der bisherigen Bekenntnisschulen.
  • Die neue „JU 90“, der „Große Dessauer“, verkehrt ab heute täglich auf der Strecke 11 der Deutschen Lufthansa zwischen Frankfurt am Main und Berlin.
  • Das neue Heim der Kreishandwerkerschaft Frankfurt in der Bockenheimer Anlage 51 wird feierlich seiner Bestimmung übergeben.
  • Einhundertste städtische Orgelfeierstunde in der alten Nikolaikirche, Römerberg.
  • Tod des Dichter Dr. h.c. Rudolf Binding (1867-1938), setzte sich 1933 für die Erhaltung des von Georg Kolbe (1877-1947) geschaffenen Heine-Denkmals (1913) ein. Autobiographie: „Erlebtes Leben“ (1928).
  • Das Großflugzeug Focke Wulf 200, Typ Condor, von der Deutschen Lufthansa, landet zum ersten Mal flugplanmäßig auf dem Rhein-Main-Flughafen. Der Start ist in Berlin erfolgt. In Zukunft wird diese Maschine regelmäßig zwischen Berlin und Frankfurt am Main verkehren.
  • 600jähriges Jubiläum des Königwahlgesetzes Kaiser Ludwigs des Bayern auf dem Frankfurter Reichstag.
  • Tagung der Internationalen Eislaufvereinigung.
  • Auf Einladung des Oberbürgermeisters der mittelfränkischen Stadt Ansbach gastiert die Frankfurter Oper in den tagen der „Ansbacher Kirchweih“ im Schmuckhof des Markgrafen-Residenzschlosses mit der „Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
  • Die Kameradschaftliche Vereinigung des Reserve-Infanterie-Regiments 223 hält zum ersten Mal seit der Regimentsauflösung bei Kriegsende 1918 in Frankfurt am Main einen Regimentstag ab.
  • Tag der Landsmannschaften, der Heimat- und Trachtenvereine des Gaues Hessen. Zum ersten Mal treffen sich sämtliche landsmannschaftlichen Vereine und sämtliche Trachtenvereine zu einer Kundgebung in der „Gauhauptstadt“ Frankfurt am Main. Nach einer offiziellen Begrüßung auf dem Opernplatz findet ein Zug durch die Innenstadt statt. Danach treffen sich die einzelnen Gruppen und Vereine in den verschiedenen Lokalen der Mainstadt.
  • Miss Lind of Hagedy, Vorsitzende des englischen Tierschutzes, besucht die Mainstadt und wird von Oberbürgermeister Friedrich Krebs, Reichsführer des deutschen Tierschutzes, offiziell empfangen.
  • Erster Internationaler Facharzt-Fortbildungskurs für Psychiater, Pathologen und Neurologen in der Universitäts-Nervenklinik.
  • Tod des Afrikaforschers, Schriftstellers und Kulturphilosophen, Geheimrat Honorarprofessor Leo Frobenius (1873-1938), mehrjährige Forschungsreisen nach Afrika. 1924 Übersiedlung mit seinem „Institut für Kulturmorphologie“ von München nach Frankfurt am Main und Lehrbeauftragter für Völker- und Kulturkunde an der Universität Frankfurt. 1934 Ernennung zum Direktor des Städtischen Afrika-Archivs und des Völkerkundemuseums, zahlreiche Vortragsreisen, 1938 Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. In Frankfurt am Main hieß der in Italien überraschend verstorbenen Frobenius der „Afrikaner“.
  • Feierliche Einweihung des ersten deutschen Wandergesellenheims, Zimmerweg 12, in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Ein Großfeuer unmittelbar an der Liebfrauenkirche, im Schirm- und Stockgeschäft A. Rothert, verursacht hohen Sachschaden. Der Feuerwehr gelingt es, ein Übergreifen des Brandes auf die Kirche zu verhüten.
  • Der Generalmusikdirektor des bulgarischen Nationaltheaters in Sofia, Assene Naidenoff, dirigiert die Aufführung von Bedřich (Friedrich) Smetanas „Die verkaufte Braut“ und von Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ im Schauspielhaus.
  • Feierliche Einweihung der neuen Notkirche in der Goldstein-Siedlung.
  • Reichsoffenes Straßenrennen um den Großen Straßenpreis von Frankfurt.
  • Wäldchesrennen und Landgrafenrennen auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Internationale Golfmeisterschaften, veranstaltet vom Frankfurter Golf-Klub.
  • Der Maharadscha von Dewas besucht die Mainstadt und wird im Römer offiziell begrüßt.
  • Deutschlandweit wird angeordnet, dass Juden vom 01.01.1939 ab zusätzlich die Zwangsvornamen ‚Israel’ bzw. ‚Sara’ tragen müssen.
  • Vor 75 Jahren tagte der deutsche Fürstentag unter dem Vorsitz von Kaisers Franz Joseph I. in Frankfurt am Main.
  • 175jähriges Jubiläum der Dr. Senckenbergischen Stiftung zu Frankfurt. Am 18.08.1763 unterzeichnet der Frankfurter Arzt Dr. Johann Christian Senckenberg (1707-1772) die Urkunde seiner Stiftung und übergab sie dem Bürgermeister seiner Geburtsstadt.
  • 50jähriges Jubiläum des Hauptbahnhofes.
  • 50jähriges Jubiläum des Hotels „Deutscher Kaiser“ [später: Parkhotel] am Wiesenhüttenplatz, gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes.
  • Teilnehmer des 12. Internationalen Gartenbaukongresses in Berlin besuchen im Rahmen ihrer Reise zu den schönsten Gartenbaugebieten Deutschlands auch die Mainstadt und besichtigen den Palmengarten sowie Kleingärten und Siedlungen rund um Frankfurt am Main. Sie werden im Palmengarten von Oberbürgermeister Friedrich Krebs offiziell begrüßt.
  • Dem Leiter der Auslandsstelle der Bühnenvermittlung in der Reichstheaterkammer, Ernst Kühnly, wird in Würdigung seiner Verdienste um die Gastspiele der Frankfurter Städtischen Bühnen in Südosteuropa im Kurfürstenzimmer des Römers von Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main in Bronze verliehen. Ebenfalls Ehrenplaketten der Stadt Frankfurt am Main erhalten Reichskulturwalter Franz Moraller und Prof. Carl Niessen (Köln).
  • Der Stadt Frankfurt am Main wird feierlich der „Goldene Spaten“ einer Berliner Zeitschrift überreicht, der mit einem Geldpreis von 3.000.- Reichsmark verbunden ist. Die Summe ist zur weiteren Ausgestaltung der Kleingarten-Anlagen bestimmt. In der Begründung der Reichsprüfungs-Kommission heißt es, dass die Mainstadt die schönsten Kleingärten in Deutschland aufweise.
  • Premiere der Oper „Hanneles Himmelfahrt“ des Komponisten Paul Graeners im Schauspielhaus.
  • Jubiläumsverkauf der Firma Carl Baas, Möbelwerkstätten für Innenausbau, Möbelhandel, im Stadtteil Oberrad, anlässlich des 100jährigen Bestehens.
  • Feierliche Enthüllung des Ehrenmales für die Rödelheimer Kriegsgefallenen im Brentanopark in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Generelle Sperrung der Obermainbrücke im Rahmen umfassender Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten.
  • Französische Reserveoffiziere besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandsreise die Mainstadt.
  • Mitglieder der Österreichischen Gartenbaugesellschaft besuchen die Mainstadt.
  • 85. Geburtstag des Stadtschulinspektors i. R. Adam Linker (1853-1941).
  • Argentinische und chilenische Ärzte besuchen im Rahmen ihrer Studienreise durch Deutschland die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell begrüßt.
  • Sudetendeutsche Kommunalpolitiker besuchen die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell begrüßt.
  • Konstituierung der Gesellschaft „Reichsarboretum“ mit Sitz in Frankfurt am Main. Geplant ist, dass sich das Reichsarboretum über die Ginnheimer Höhe hinweg erstrecken soll und als breiter Grünzug die Niddaniederung mit dem Grüneburgpark und Palmengarten verbindet – der Zweite Weltkrieg verhindert das Vorhaben.
  • Deutsche Jugendmeisterschaften der HJ im Frankfurter Sportfeld mit der feierlichen Verpflichtung der Wettkämpfer im Saalbau. Erstmals werden die von der Reichsjugendführung neu eingeführten Jugendgeräte verwendet. Gauleiter Jakob Sprenger ruft die Bevölkerung aus diesem Anlass auf, die Häuser zu beflaggen. Zum Abschluss der Jugendmeisterschaften findet auf dem Sportfeld eine politische Kundgebung samt Aufmarsch der 2.000 Wettkämpfer und die Siegerehrung mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach statt.
  • Beginn des Abbruchs der früheren Blumenhalle am Dominikanerplatz [Börneplatz] durch die Frankfurter Abteilung der Technischen Nothilfe, die diese Halle an der unteren Gutleutstraße auf ihrem neuen Gelände wieder errichten wird.
  • Gemeinsame Tagung der Goethe-Gesellschaft, der Shakespeare-Gesellschaft und des Freien Deutschen Hochstifts. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht die Verleihung des Goethepreises an Goethes Geburtstag (28.08.) sowie die Ausstellung „Shakespeare im Wandel der Jahrhunderte“ in den Räumen des Mankopfschen Museums für Musik- und Theatergeschichte.
  • „Tag der Betriebssportgemeinschaften“, veranstaltet vom Sportamt der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Gau Hessen-Nassau, im Sportfeld.
  • Dem Dichter und Arzt Dr. Hans Carossa wird im Kaisersaal des Römers, im Zusammenhang mit der gemeinschaftlichen Tagung der Goethe-Gesellschaft, der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und des Freien Deutschen Hochstifts zu Frankfurt am Main, der Frankfurter Goethepreis 1938 verliehen.
  • Ausstellung „Die Kunst der Goethezeit“ (Handzeichnungen) im Kupferstichkabinett des Städelschen Kunstinstituts.
  • Konzert des Don-Kosaken-Chores unter Leitung von Serge Jaroff im Saalbau.
  • Tod des Industriellen und Mäzens Dr. Ing. e.h. Fritz Opel (1875-1938), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Adam Opel AG.
  • Herbst- und Budenmesse auf dem Dominikanerplatz [Börneplatz], die in diesem Jahr nach einer Anordnung von Oberbürgermeister Friedrich Krebs „Michaelismarkt“ genannt wird, während die seitherige Ostermesse „Ostermarkt“ heißt.
  • Beginn des Engagements der Operettensängerin Lola Grahl bei den Städtischen Bühnen.
  • Amtsantritt des neuen Studienleiters an den Städtischen Bühnen, Werner Fricke, von den Städtischen Bühnen Kölns.
  • Feier anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Werkes Griesheim der IG Farbenindustrie AG.
  • Tod des Malers und Bildhauers Johann Heinrich Limpert (1858-1938), malte zahlreiche Ansichten Frankfurts sowie der näheren Umgebung (u.a. „Gerbermühle“, „Das Schloss zu Offenbach“). Sein Werk umfasst 1.200 Gemälde.
  • Der luxemburgische Gesangverein „La Concorde“ besucht auf Einladung des Frankfurter Sängerquartetts die Mainstadt und wird von Oberbürgermeister Friedrich Krebs im Bürgersaal des Römers begrüßt.
  • Deutsche Bau- und Siedlungsausstellung auf dem Festhallengelände als erste Reichsfachausstellung des deutschen Bau- und Siedlungswesens unter der Schirmherrschaft von Reichsorganisationsleiter Robert Ley – zugleich Frankfurts größte Ausstellung. Ab 15.09. wird ein Volkswagen ausgestellt.
  • Der Goethepreisträger Hans Carossa liest im Reichssender Frankfurt aus seinen Werken.
  • Mitglieder der „Faschistischen Industriellenvereinigung“ aus Mailand besuchen die Mainstadt und werden im Römer offiziell begrüßt.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kaiser-Friedrich-Gymnasiums.
  • Reichstagung des Reichsinnungsverbandes des Stukkateur- und Gipserhandwerks.
  • Erste deutsche Schachvereinsmeisterschaften im Palmengarten.
  • Polnische Gartenbauer der Landwirtschaftlichen Hochschule Warschau besuchen die Mainstadt und besichtigen öffentliche Anlagen, den Palmengarten, die Großmarkthalle sowie Gartenbaubetriebe.
  • Gemäldeausstellung u.a. mit Werken des Frankfurter Malers Richard Enders (1894-1973) im Frankfurter Kunstverein.
  • Das neue Luftschiff LZ 130 wird in Friedrichshafen auf den Namen „Graf Zeppelin“ getauft.
  • Japanische Journalisten besuchen, vom Reichsparteitag kommend, die Mainstadt und werden vom Bürgermeister Johann Adolph Joseph Kremmer (1886-1976) im Hotel „Frankfurter Hof“ begrüßt.
  • Bei einem Brand in den frühen Morgenstunden im Maschinenhaus der Speicheranlagen im Westhafen gelingt es der Feuerwehr, ein Übergreifen des Feuers auf den benachbarten Getreidespeicher zu verhindern, so dass lediglich Sachschaden im Maschinenhaus entsteht.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Verstärkte Schuldentilgung im Rechnungsjahr 1938, Schaffung einer Wehrsportanlage, Errichtung von Volkswohnungen durch die AG für kleine Wohnungen.
  • Siebenbürger Sachsen besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und werden im Kurfürstenzimmer des Rathauses offiziell begrüßt.
  • Der in Frankfurt am Main stationierte „Graf Zeppelin“ wird von Halle I nach der neuen Halle II übergeführt, um Platz für seinen Namensvetter und Nachfolger zu schaffen.
  • Tag der Verkehrsbesinnung.
  • Das vier Tage zuvor getaufte neue Luftschiff LZ 130 „Graf Zeppelin“ überfliegt die Mainstadt.
  • Offizielle Übergabe der beiden neuen Zweigstellen der städtischen Volksbücherei in Bornheim und am Bahnhofsviertel.
  • Sportfest der Betriebsgemeinschaft städtischer Betriebe auf dem Sportfeld Frankfurt.
  • 26. Internationaler Kongress des Magischen Zirkels unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Friedrich Krebs. Feierliche eröffnet wird der Kongress im Großen Saal des Volksbildungsheimes. Am 18.09. findet im Bürgersaal des Rathauses ein offizieller Empfang der Stadt statt.
  • Werbeschau des Deutschen Möbels, veranstaltet von der Reichskammer der bildenden Künste im Auftrag des Reichspropagandaministeriums.
  • 100. Geburtstag des Frankfurter Malers Hermann Junker (1838-1899), Illustrator der „Kleinen Presse“, Bildreporter, malte Aquarelle, in Öl und Tuschzeichnungen mit historischen Szenen, z.B. „Aus Goethes Leben“.
  • Französische Gäste, Arbeiter, Professoren, Lehrer, Künstler, Ärzte und Angestellte, besuchen auf Einladung der Deutschen Arbeitsfront und der deutsch-französischen Gesellschaft im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und werden im Bürgersaal des Römers feierlich begrüßt.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Halmstraße wird ein vierjähriges Kind beim Überschreiten der Straße von einem Paketpostkraftwagen angefahren und tödlich verletzt.
  • Zum ersten Mal hält sich eine italienische Außenhandels-Studien-Kommission auf Einladung der Fachabteilung „Deutscher Handel“ in der Deutschen Arbeitsfront zu einer Studienreise in Deutschland auf und besucht die Mainstadt.
  • Reichstreffens der Gasberaterinnen, veranstaltet von der „Zentrale für Gas- und Wasserverwendung“.
  • 16. Tagung der Deutschen Akademie für Bauforschung, feierlich eröffnet im Saalbau. Veranstaltet wird die Tagung zum ersten Mal gemeinschaftlich mit der Wirtschaftsgruppe Bauindustrie.
  • Feier anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Maschinenfabrik Moenus AG im Palmengarten.
  • Aus Anlass der Gründungsfeier einer Zweigstelle der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Frankfurt am Main und der Deutschlandreise französischer Berufsverbände gibt die bekannte französische Organistin Noelie Pierront auf Einladung des „Amtes für Kirchenmusik“ in der St. Katharinenkirche ein Konzert mit Werken französischer Meister.
  • Feierliche Gründung der Frankfurter Zweigstelle der „Deutsch-Französischen Gesellschaft“ im Bürgersaal des Rathauses. Die Leitung des Vorstandes liegt in den Händen des Präsidenten, Generalintendanten Hans Meissner (1896-1958).
  • Montags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter dem Dirigenten Franz Konwitschny im Saalbau.
  • 8. Internationaler Kongress für Berufskrankheiten und Unfallmedizin in der Aula der Johann Wolfgang Goethe-Universität, eröffnet im Bürgersaal des Römers.
  • Endgültiges Berufsverbot für alle jüdischen Rechtsanwälte.
  • Treuekundgebung der NSDAP im Gau Hessen-Nassau gegen den Versailler Friedensvertrag und für die expansionistischen Pläne Hitlers in der Tschechoslowakei mit Tausenden Beteiligten auf dem Römerberg und einer Ansprache von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Auf seiner fünften Werkstättenfahrt kommt LZ 130 „Graf Zeppelin“ nach Frankfurt am Main und kreuzt längere Zeit über die Stadt. Das Luftschiff ist von Friedrichhafen aufgestiegen, wohin es auch wieder zurückkehrt.
  • 70. Geburtstag des Bibliothekars Prof. Arthur Richel (1868-1940), seit 1901 an der Frankfurter Stadtbibliothek beschäftigt, seit 1906 erster hauptamtlicher Leiter der ortsgeschichtlichen Abteilung ebd. 1933 Pensionierung.
  • Endgültiges Berufsverbot für alle jüdischen Krankenpfleger.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung der Bockenheimer Landstraße/Zeppelinallee, stoßen ein Lkw und ein Straßenbahnzug der Linie 3 heftig zusammen. Der Motorwagen und der Anhänger der Straßenbahn werden aus den Schienen gehoben und gegen den Bürgersteig geschoben. Der hintere Teil des Lkw gräbt sich in das Steinpflaster ein. Personen werden ernstlich nicht verletzt.
  • Die neue Fahne der Ausbildungshundertschaft der Frankfurter Schutzpolizei, die in Nürnberg von Hitler geweiht worden ist, wird im Hof der Gutleutkaserne feierlich übergeben.
  • Nach Abschluss des Internationalen Bäderkongresses in Bad Nauheim besucht dessen Präsident, Erzherzog Dr. Josef Frank, die Mainstadt.
  • Der Pfarrer der Weißfrauengemeinde (1909-1938), Johannes Georg Kübel (1873-1953), tritt in den Ruhestand. Er verabschiedet sich am 25.09. d. J. während des Gottesdienstes von seiner Gemeinde.
  • Mit heutiger Wirkung wird das Ortsgericht im Amtsgerichtsbezirk Frankfurt-Höchst aufgehoben. (lt. Verordnung des Reichsjustizministers vom 17.09. d. J.)
  • Dem Philanthropin wird der Charakter einer öffentliche Schule aberkannt.
  • Ab heute müssen erstmalig in den Verkehr gebrachte Fahrräder an beiden Seiten der Tretteile die neuen, gelben Pedalrückstrahler führen.
  • Verlegung des italienischen Generalkonsulats von der Rheinstraße nach Wiesenau 1.
  • Prof. Heinrich Guthmann (1893-1968), der bisherige Oberarzt der Frankfurter Frauenklinik, ist neuer Leiter dieser Klinik.
  • Gründung eines Ortsvereins der „Deutschen Gesellschaft für Lebensreform e. V.“.
  • Premiere von Hans Pfitzners Musikdrama „Der arme Heinrich“ im Schauspielhaus.
  • Herbstrennen des Frankfurter Rennvereins (1. Frankfurter Querfeldeinrennen) auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Infolge eines Wohnungsbrandes in der Speyererstraße 19 werden zwei Personen erschossen aufgefunden. Es handelt sich um Mord und Selbstmord psychisch kranker Geschwister.
  • Beethoven-Konzert des Stross-Quartetts in der Staatlichen Hochschule für Musik (Dr. Hoch’s Konservatorium).
  • 100. Geburtstag des Schauspielers, Theaterintendanten und Schriftstellers Dr. Otto Devrient (1838-1894), ab 1877 Intendant der Frankfurter Bühnen.
  • Konzert der Wiener Sängerknaben im Saalbau.
  • Auf Einladung der Reichsregierung führt eine Freundschafts- und Wirtschaftsmission aus der Mandschurei unter Leitung von Wirtschaftsminister Han Yun-Chieh eine Informationsreise durch Deutschland durch. Die Gäste kommen von Berlin in der Mainstadt an, besichtigen die IG Farbenindustrie und den Rhein-Main-Flughafen und werden im Römer offiziell begrüßt. Am Abend fährt die mandschurische Kommission nach Berlin zurück.
  • Konzert des Geigenvirtuosen Ruggiero Ricci im Saalbau.
  • Einziehung der Reisepässe der Juden und Neuausstellung mit einem eingestempelten roten „J“.
  • Nach mehrmonatiger Pause Widereröffnung des renovierten Ufa-Theaters im „Schwan“.
  • Feier anlässlich des 75jährigen Jubiläums der Firma Gebrüder Frankenbach, Maß-Schneiderei, Bethmannstraße.
  • 29. Verbandstagung des Verbandes Süddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. im Palmengarten.
  • Frankfurter Volksfest am Main.
  • Wiedersehensfeier der Kameraden der ehemaligen 21. Feldart.-Brigade, der Feldart.-Regimenter 27 und 63 und ihrer sämtlichen Feldformationen im Zoologischen Garten.
  • Feierliche Enthüllung des neuen Ehrenmals des Feldartillerie-Regiments 63 „Frankfurt“ – zwei gekreuzte Kanonenrohre – in der Taunusanlage.
  • Konzert des Pianisten und Komponisten Peter Kreuder im Saalbau.
  • Erster Internationaler Kongress für Singen und Sprechen in der Aula der Johann Wolfgang Goethe-Universität unter der Schirmherrschaft von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Durch Vermittlung des China-Instituts und der Stadtverwaltung findet am 13.10. die Aufführung einer klassischen chinesischen Oper aus dem 17. Jahrhundert, „Der Schmetterlingstraum“ in 7 Bildern, in den Städtischen Bühnen statt.
  • Allgemeine Personenstands- und Betriebsaufnahme, angeordnet durch den Reichsminister der Finanzen.
  • Die Kreisverwaltung Frankfurt der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, eröffnet im Rahmen ihres Berufserziehungswerks eine Übungsstätte der Vereinigten Deutschen Metallwerke AG, Zweigniederlassung Heddernheimer Kupferwerk, im Stadtteil Heddernheim.
  • Enthüllung einer Gedenktafel am Eingang der Kaserne der II. Abteilung des Artillerie-Regiments 15 in Bonames, die künftig die amtliche Bezeichnung „63er-Kaserne“, zur Erinnerung an Frankfurts altes Artillerieregiment, führt.
  • 60jähriges Jubiläum des Sängerchores des Lehrervereins Frankfurt.
  • Konzert der Regensburger Domspatzen im Saalbau.
  • „Deutscher Betriebswirtschafter-Tag“ im Volksbildungsheim über die Neuordnung des Rechnungswesens.
  • Die Reichstagung der Fachschaft Winzer im Reichsnährstand findet erstmals in Frankfurt am Main statt. Eröffnet wird die Tagung in dem historischen Weinhaus „Zum Luther-Eck“ am Dom. Am 12.10. findet ein offizieller Empfang im Römer durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs statt.
  • 25jähriges Jubiläum der evangelisch-lutherischen Lukaskirche im Stadtteil Sachsenhausen, auch genannt „Wilhelm-Steinhausen-Kirche“.
  • 25 Jahre Kanusport in Frankfurt am Main: Am 12. Oktober 1913 wird der „Frankfurter Kanuverein 1913“ ins Leben gerufen.
  • Tagung der Reichstreuhänder der Arbeit samt offizieller Begrüßung durch Stadtrat Dr. Robert August Lingnau (1890-1960) im Römer.
  • 250. Todestag des Frankfurter Malers und Radierers Joachim von Sandrart (1606-1688).
  • Der Präsident der Pariser Handelskammer, Dr. Férasson, und weitere Persönlichkeiten des französischen Wirtschaftslebens besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und werden von Oberbürgermeister Friedrich Krebs im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell begrüßt.
  • Briefmarkenausstellung der „Vereins für Briefmarkenkunde Frankfurt am Main e. V.“ anlässlich des 60jährigen Jubiläum im Volksbildungsheim.
  • Einpflanzung der Tilly-Fleischer-Eiche im Sportfeld in Anwesenheit von Vertretern des Frankfurter Sports. Die Frankfurterin Tilly Fleischer (1911-2005) hat im Rahmen der Olympischen Spiele 1936 in Berlin die erste Goldmedaille für Deutschland im Speerwerfen errungen.
  • Lehrgang der besten Nachwuchs-Fußballspieler des Gaues Südwest im Frankfurter Sportfeld unter der Leitung des Reichstrainers Sepp Herberger.
  • Feierliche Begrüßung des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 2, General der Infanterie Wilhelm Adam, dessen Kommando von Kassel nach Frankfurt am Main verlegt worden ist, im Kaisersaal des Römers.
  • 100. Todestag des Bankiers, Schriftstellers und Politikers, Preußischer Geheimrat Johann Jakob (seit 1816: von) Willemer (1760-1838), Leiter des von seinem Vater Johann Ludwig Willemer (1727-1767) gegründeten Bankhauses. 1789 bis 1792 Mitglied im Frankfurter Rat und Ernennung zum Preußischen Geheimrat. 1793 königlich preußischer Hofbankier, 1814 Heirat mit Marianne von Willemer, geb. van Gangelt (1784-1860). 1817/18 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung in Frankfurt am Main.
  • Klavierabend mit Lubka Kolessa im Saalbau.
  • 50. Geburtstag des Frankfurter Komponisten Bodo Wolf (1888-1965).
  • Kundgebung für Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront, Kreisverwaltung Groß-Frankfurt, der Industrie- und Handelskammer Frankfurt und der Wirtschaftskammer Hessen im Hippodrom.
  • 75. Todestag des Historikers, Stadtarchivars und Stadtbibliothekars Dr. Johann Friedrich Böhmer (1795-1863), 1830-1863 erster Bibliothekar der Stadtbibliothek am Obermaintor, zusätzlich seit 1825 Verwalter des Frankfurter Stadtarchivs.
  • Frankfurter Volksfest am Main mit einem Abschlussfeuerwerk am Mainufer.
  • Zum zweiten Mal nach 1937 findet die Gaukulturwoche mit einer großen Leistungsschau aller Kulturschaffenden des Gaues Hessen-Nassau in der Festhalle statt.
  • Festakt anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kaiser-Friedrich-Gymnasiums im Volksbildungsheim.
  • Der Frankfurter Volkschor nimmt sein 40jähriges Bestehen zum Anlass im Saalbau Max Bruchs Oratorium „Das Lied von der Glocke“ aufzuführen.
  • Zur Erinnerung an den vor fünf Jahren verstorbenen Komponisten Max von Schillings (1868-1933) veranstaltet der Richard-Wagner-Verband Deutscher Frauen im Hause der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft einen Musikabend.
  • Beethoven-Klavierabend mit Heinz Schröter (Klavier), Gustav Lenzewski (Violine) und Ludwig Behr (Violoncello) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Reichsarbeitstagung der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung „Reichsheimstättenamt“ unter dem Thema „Gesund und schön wohnen“ samt Großkundgebung und Sondertagungen.
  • Klavierkonzert mit Poldi Mildner im Saalbau.
  • Eröffnung einer Ausstellung von „Wiener Kunsthandwerk“, vorbereitet vom Museum für Kunsthandwerk, im früheren Haus Passavant-Gontard, Bockenheimer Landstraße 42.
  • Cembalo-Konzert mit Eta Harich-Schneider im Gartensaal des Goethemuseums.
  • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz im Gesellschaftshaus „Zur Einigkeit“.
  • Aufführung von Hans Pfitzners symphonischer Kantate „Von deutscher Seele“ im Saalbau.
  • Kehraus-Rennen 1938 auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • „Woche des Deutschen Buches“ mit zahlreichen Veranstaltungen der städtischen Volksbüchereien.
  • Endgültiges Berufsverbot für alle jüdischen Patentanwälte.
  • Der neue Intendant des Reichssenders Frankfurt, Paul Lambrecht Werber (1881-1941), 1919 als Kommandeur der Freikorps maßgeblich an der Niederschlagung der Revolution in Berlin und München beteiligt, wird in sein Amt eingeführt.
  • Die Erwerbslosenziffer liegt in Frankfurt am Main bei 2,5 pro 1.000 Einwohner.
  • Das neue Luftschiff „Graf Zeppelin“ bezieht nach Beendigung einer 24stündigen Abnahmefahrt, seine ständige Halle auf dem Luftschiffhafen Rhein-Main.
  • Zur Woche des Deutschen Buches wird in den Räumen der Kreishandwerkerschaft eine Buchausstellung eröffnet, in der alle wesentlichen Neuerscheinungen des vergangenen Jahres, dazu zahlreiche schöne Arbeiten des Frankfurter Buchbinderhandwerks, zu sehen sind.
  • Konzert mit Johann Strauss und Orchester im Saalbau.
  • Klavierabend mit Alfred Hoehn im Saalbau.
  • Zweite Gastspielreise der Frankfurter Oper in Richtung Balkan (Bulgarien, Rumänien, Griechenland). Fortgesetzt wird die Reise in Griechenland (Athen).
  • Feier anlässlich des 175jährigen Jubiläums der Dr. Senckenbergischen Stiftung in der Aula der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Der Vorsitzende der Administration der Stiftung, Dr. August de Bary (1874-1954), gibt die Stiftung eines Preises bekannt, der in Höhe von 4.000.- Reichsmark alle drei Jahre an einen deutschen Forscher für hervorragende Leistungen in der Medizin oder Naturwissenschaft verliehen werden soll. Der Preis wird zum ersten Mal 1939 bei Gelegenheit der 25-Jahrfeier der Johann Wolfgang Goethe-Universität vergeben, zugleich mit einer Senckenberg-Plakette. Erstmals wird diese von Prof. Kurt Kempin (1874-1972) entworfene Plakette heute an Oberbürgermeister Friedrich Krebs verliehen.
  • Beethoven-Klavierabend mit Heinz Schröter (Klavier), Gustav Lenzewski (Violine) und Ludwig Behr (Violoncello) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • 7. Landeshahnen-Versteigerung im „Haus der Moden“ auf dem Festhallengelände.
  • Gastspiel der Schauspielerin Hermine Körner im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen mit „Frau Warrens Gewerbe“ von George Bernard Shaw.
  • Die australische Fliegerin Nancy Bird, die für Neu-Südwales einen fliegenden Ärzte- und Krankendienst organisiert, besucht als Gast von Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Mainstadt
  • Feier anlässlich des 15. Jahrestages des Hitlerputsches des sog. „Marsches zur Feldherrenhalle“ in München. Flaggenschmuck, Gedenkfeiern und Aufmärsche von NS-Formationen bestimmen das Bild der Stadt. Jede einzelne NSDAP-Ortsgruppe begeht ihre besondere Feierstunde.
  • Aus Anlass des 09.11. wird Gauleiter Jakob Sprenger zum SA-Obergruppenführer ernannt.
  • Das Haus der Jüdischen Wohlfahrtspflege, Quinckestraße [heute: Königswarterstraße], wird von der SA besetzt und geschlossen, Vorstand und Geschäftsführung werden verhaftet.
  • Feier zum 9. November im Saalbau mit dem Rhein-Mainischen Landesorchester.
  • Während des Frühgottesdienstes wird in der Kreuzkapelle der Leonhardskirche eine in Eichenholz geschnitzte Piëtà gestohlen. Die Figur, die etwa sechzig Zentimeter hoch ist, befindet sich in einem in gotischem Stil gearbeiteten, naturfarbenen Eichenholzkasten mit Glasscheiben, der ebenfalls entwendet worden ist.
  • Beethoven-Konzert des Stross-Quartetts in der Staatlichen Hochschule für Musik (Dr. Hoch’s Konservatorium).
  • In der Nacht vom 09./10. 11. Beginn des Reichspogroms in Frankfurt am Main. Vor allem NSDAP-Mitglieder in Zivil sind an den Zerstörungen der Synagogen (Gemeindesynagoge am Börneplatz, Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft an der Friedberger Anlage usw.) sowie jüdischer Geschäfte in der Innenstadt maßgeblich beteiligt. Mehrere tausend, vermutlich zehntausende Frankfurter sehen diesen Ereignissen zu. Meist uniformierte SA- und SS-Männer sowie Gestapo und andere Polizeibeamte nehmen zeitgleich zahlreiche Frankfurter Juden fest und inhaftieren sie in der Festhalle. Diese sog. „Sammelaktion“ dauert auch am 11. und 12.11. an. Am 12.11. werden die in der Festhalle verhafteten jüdischen Bürger – 2.621 Frankfurter – zum Südbahnhof gebracht und von dort ins KZ Buchenwald deportiert.
  • Tageszeitungen ist jegliche Berichterstattung über die Pogromnacht untersagt: keine Bilder, keine Sammelmeldungen, keine Einzeldarstellungen – allenfalls etwas über lokale Vorfälle.
  • Großappell der Vertrauensmitglieder, Betriebsführer und Betriebsobmänner im Hippodrom mit dem Leiter des Reichsschulungsamtes der NSDAP aus Berlin.
  • Vortrag des Berliner Chirurgen, Geheimrat Prof. Ferdinand Sauerbruch, im Volksbildungsheim über die Errungenschaften der chirurgischen Heilkunst.
  • Bereits einen Tag nach der „Reichspogromnacht“ fordert Oberbürgermeister Friedrich Krebs, vor allem die drei Synagogen Dominikanerplatz [Börneplatz], Wollgraben [Börnestraße] und Friedberger Anlage möglichst rasch abzubrechen. Wenige Tage später wird der Abbruchauftrag an zwei Bauunternehmen erteilt, die unter Aufsicht der Baupolizei mit der Niederlegung der Synagogen beginnen und dies bis Mitte 1939 abschließen.
  • Anlässlich des Ablebens des türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk findet im Gebäude des türkischen Konsulats eine Trauerfeier statt.
  • Konzert des Kammerorchesters des Staatskonservatoriums in Würzburg im Saalbau.
  • Die in der Festhalle inhaftieren jüdischen Männer werden mit Bussen zum Südbahnhof gebracht, dort von einem Mob ‚arischer’ Frankfurter mit Schlägen empfangen und per Zug in das KZ Buchenwald gebracht. Von den ca. 12.000 Juden, die in Konzentrationslager verschleppt werden, sind 2.621 jüdische Frankfurter.
  • Mit der „Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit“ werden die deutschen Juden zur einer Kontribution in Höhe von einer Milliarde Reichsmark gezwungen.
  • Mit der „Verordnung zur Wiederherstellung des Straßenbildes“ werden die Inhaber der von den Nationalsozialisten zerstörten Geschäfte verpflichtet, die Zerstörungen rasch und auf eigene Kosten zu beseitigen.
  • Die Göringsche „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ verunmöglicht den Juden weitgehend weitere wirtschaftliche Aktivitäten.
  • Feier im Palmengarten anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Frankfurter Ortsverbandes im Reichsverband der Deutschen Jugendherbergen.
  • Erscheinen des ersten Heftes der „Frankfurter tönenden Illustrierte“ des Reichssenders Frankfurt.
  • Vertreter der Reichsregierung, der polnischen Regierung und der Freien Stadt Danzig verhandeln in Frankfurt am Main über die Durchführung des deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrages und werden von Präsidenten der Wirtschaftskammer Hessen, Prof. Carl Lüer im Hotel „Frankfurter Hof“ willkommen geheißen. Am 22.11. d. J. lädt Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Verhandlungspartner zu einem Empfang in den Römer.
  • Erster großer Transport Frankfurter Juden mit 243 Personen ins KZ Dachau.
  • Beethoven-Klavierabend mit Heinz Schröter (Klavier), Gustav Lenzewski (Violine) und Ludwig Behr (Violoncello) in Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Zum letzten Mal erscheint, nach Verlangen des Reichspropagandaministeriums, im Titel der „Frankfurter Zeitung“ der Hinweis: „Begründet von Leopold Sonnemann“.
  • Der Gauleiter des Gaues Wien, Odilo Globotschnig, besucht die Mainstadt und wird von Gauleiter Jakob Sprenger empfangen.
  • Gastspiel ungarischer ‚Zigeunerknaben’ vom Radiosender Budapest im Saalbau.
  • Tod des Kapellmeisters Louis Reich (1872-1938), Dirigent der Kapelle des Zoologischen Gartens.
  • Tod des Vorstandsmitglieds der IG Farbenindustrie AG (1926-1937), Hans Eduard Wolff (1876-1938).
  • Zweiter großer Transport Frankfurter Juden mit 168 Personen ins KZ Dachau.
  • Premiere des Theaterstücks „Der G’wissenswurm“ von Ludwig Anzengruber in der neuen Bühnengestaltung von Max Noack (1905-1971) im Schauspielhaus.
  • Lieder- und Arienabend mit der Kammersängerin Sigrid Onegin im Saalbau.
  • Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte: In dem neu hergerichteten alten Saal des Hauses Limpurg im Römer treten zum ersten Mal die Ratsherren zu einer Beratung mit dem Oberbürgermeister Friedrich Krebs zusammen. Die Ratsherren genehmigen insgesamt dreizehn Vorlagen: u.a. die Bürgersteuer 1938, Neugestaltung des Weihnachtsmarktes auf dem Römerberg, Neuordnung der Stromtarife für die Landwirtschaft und eine neue Bestattungsordnung.
  • 75jähriges Jubiläum der Bockenheimer Volksbank. Am 17.11.1863 erfolgte die Gründung des diesbezüglichen Vorschussvereins Bockenheim.
  • 100. Geburtstag des Bankiers und Philanthropen Charles Lazarus Hallgarten (1838-1908), Förderer der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften und der Universität Frankfurt. Eng befreundet mit dem Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Franz Adickes (1846-1915).
  • Feierliche Eröffnung des neuen Heims des Modeamtes der Stadt Frankfurt am Main, Neue Mainzer Straße, durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Städtischer Empfang einer englischen Hockeymannschaft aus Lowestoft/Suffolk im Kurfürstenzimmer des Römers. Die englischen Sportler sind Gäste des Turnvereins Frankfurt-Sachsenhausen.
  • Gastspiel ungarischer ‚Zigeunerknaben’ vom Radiosender Budapest im Saalbau.
  • Musikabend des Frankfurter Komponisten und Chordirigenten Hans Kracke im Gedock-Haus, Bockenheimer Landstraße.
  • Feier anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Frankfurter Pflegeanstalten Köppern im Taunus.
  • Erstes öffentliches Konzert des neuen Streichquartetts des Reichssenders Frankfurt.
  • 70. Geburtstag des Flugzeugtechnikers Dr.-Ing. E. h. August Heinrich Euler (1868-1957), 1905 Gründung des Handelsunternehmens für „Automobil-Konstruktions-Material“ in Frankfurt am Main, 1910 Flugzeugführerzeugnis Nr. 1, 1912 Eröffnung der „Euler-Werke“ im Stadtteil Niederrad, 10.06.1912 Start des ersten amtlichen Poststreckenfluges Deutschlands vom Flugplatz der Fabrik, 1918 Stilllegung der Fabrik aufgrund des Versailler Friedensvertrages, Mitverfasser der ersten deutschen Luftverkehrsordnung.
  • Der italienische Kooperationsminister Ferruccio Lantini besucht gemeinsam mit Reichsorganisationsleiter Robert Ley die Mainstadt und wird durch Gauleiter Jakob Sprenger empfangen.
  • Auf Grund der Eigenbetriebsverordnung werden die Hafen-, Hafenbahn- und Lagerhausbetriebe als Eigenbetrieb ab heute unter dem Namen „Hafenbetriebe der Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main“ geführt.
  • Eine Gruppe italienischer Schriftleiter besucht die Mainstadt.
  • Gastspiel des „Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr“: Gegeben wird William Shakespeares Komödie „Zwei Herren aus Verona“ in der Turnhalle des Philanthropins.
  • Klavierabend mit Alfred Cortot im Saalbau.
  • 800 Sudentendeutsche, Teilnehmer der ersten sudetendeutschen „Kraft durch Freude“ (KdF)-Fahrt in den Gau Hessen-Nassau, besuchen die Mainstadt.
  • Jüdische Kinder dürfen keine öffentlichen Schulen mehr besuchen.
  • Auf Anordnung des Gauleiters für den Gau Hessen-Nassau, Jakob Sprenger, sind alle Barkäufe und Kaufverträge in jeder Werthöhe, die mit jüdischen Deutschen getätigt werden, genehmigungspflichtig. Zuständig für diese Genehmigungen ist für den Kreis Groß-Frankfurt der Kreiswirtschaftsberater, Kreisleitung Groß-Frankfurt.
  • Abschiedskonzert der Kammersängerin Erna Sack im Saalbau vor ihrer Amerikareise.
  • 1. Reichswettbewerb für Saalflugmodelle in der Festhalle.
  • Gastspiel von Ida Wüst im Schauspielhaus.
  • (Wander-)Ausstellung des Hilfswerks für deutsche Bildende Kunst in der NS-Volkswohlfahrt (NSV) im Städelschen Kunstinstitut.
  • Konzert des Pianisten und Komponisten Peter Kreuder im Saalbau.
  • Gastkonzert des Frankfurter Opernorchesters im Rundfunk in Athen.
  • Juden ist es verboten, Brieftauben zu halten.
  • Beethoven-Konzert des Stross-Quartetts in der Staatlichen Hochschule für Musik (Dr. Hoch’s Konservatorium).
  • Premiere des Theaterstücks „Thomas Paine“ von Hanns Johst in der Bühnengestaltung des Schauspielers und Regisseurs Herbert Wahlen im Schauspielhaus.
  • Konzert der Frankfurter Oper in Athen in Anwesenheit der griechischen Regierung und des griechischen Kronprinzen.
  • Dem Generalintendant der Städtischen Bühnen, Hans Meissner (1896-1958), wird in Athen für seine Verdienste um das Balkangastspiel der Frankfurter Oper mit dem großen Offiziersorden des Königs von Griechenland ausgezeichnet. Generalmusikdirektor Franz Konwitschny (1901-1962) erhält das Kommandeurskreuz des großen Offiziersordens des Königs von Griechenland.
  • Gründungsversammlung der Frankfurter Wehrtechnischen Gesellschaft.
  • Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ steigt vom Flughafen Rhein-Main zu einer Fahrt über das Sudentenland auf. Es handelt sich bei dieser achten Fahrt der „Graf Zeppelin“ um den ersten Start vom Luftschiffhafen Rhein-Main aus.
  • Beim Raubüberfall auf die bekannte Juwelier- und Uhrenfirma Pletzsch & Sohn, Zeil 95, erbeuten die beiden Täter Schmuckstücke aus dem Schaufenster.
  • Angeordnet wird der Einzug der Führerscheine und „Kraftwagenzulassungsbescheinigungen“ von Juden.
  • Vortrag des früheren französischen Handelsministers Paul Elbel im Kaisersaal des Römers über Fragen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit vor Vertretern der Rhein-Mainischen Wirtschaft und auf Einladung des Präsidenten der Wirtschaftskammer Hessen, Prof. Carl Lüer.
  • Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg.
  • Im Rahmen einer Festveranstaltung im neuen Heim des Frankfurter Modeamtes wird in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs eine Juwelenausstellung eröffnet.
  • Ausstellung „Weihnachtsschau Sächsischen Kunsthandwerks“ im Frankfurter Kunstverein.
  • Haussuchung im katholischen Priesterseminar St. Georgen mit der Begründung, Studierende der Hochschule betätigten sich angeblich staatsfeindlich.
  • Die neue Reichsbahn-Omnibus-Linie von Frankfurt am Main nach Kassel verkehrt zum ersten Mal über die nunmehr fertig gestellte Reichsautobahn.
  • Klavierabend mit Eduard Erdmann im Saalbau.
  • Im Rahmen ihrer Balkanreise finden die letzten beiden Vorstellungen der Frankfurter Oper in der Oper Athen statt („Siegfried“ und „Figaros Hochzeit“).
  • Bei einem Verkehrsunfall auf der Berger Straße wird eine Fußgängerin beim Überschreiten der Fahrbahn von einem Pkw erfasst und tödlich verletzt.
  • Die Werkkunstausstellung im Hauptpostamt Frankfurt ist die erste ihrer Art einer Behörde. Das Amt „Feierabend“ der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ zeichnet für die Auswahl verantwortlich.
  • Der Erlass des Reichsführers der SS und Chefs der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, zur „Bekämpfung der Zigeunerplage“ betont, die „Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen dieser Rasse heraus in Angriff zu nehmen“. Auf der Grundlage der sog. rassenbiologischen Forschungen Robert Ritters (Berlin) geht es um die „endgültige Lösung der Zigeunerfrage“. Angeordnet wird, alle Sinti und Roma, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, „erkennungsdienstlich“ zu behandeln und nach „rassenbiologischen“ Gesichtspunkten zu selektieren.
  • Sämtliche jüdische Studierende werden von den Universitäten und Hochschulen verwiesen.
  • Unter dem Leitwort „Bekenntnis zu Groß-Deutschland“ veranstaltet der Kreis Groß-Frankfurt der NSDAP eine große Versammlungswelle, die gleichzeitig 47 Ortsgruppen des Kreisbereiches erfasst. Hauptredner ist Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Die Frankfurter Oper kehrt von ihrer mehrwöchigen Balkanreise nach Frankfurt am Main zurück. Im Wartesaal des Hauptbahnhofes werden sie offiziell von Oberbürgermeister Friedrich Krebs begrüßt.
  • Der Vorstand der 1901 errichteten Georg und Franziska Speyer’schen Studienstiftung beschließt deren Auflösung.
  • Kaninchenschau auf dem Festhallengelände.
  • Fußballspiel der Vorschlussrunde um den Tschammerpokal auf dem Sportfeld Frankfurt zwischen FSV Frankfurt und dem Wiener Sport-Club. Durch einen 3:2-Sieg erkämpft sich die gastgebende Mannschaft aus Frankfurt den Eintritt in das am 08.10.1939 im Berliner Olympiastadion stattfindende Endspiel. Dort ist Rapid Wien der Gegner des FSV Frankfurt.
  • Vortrag des Gauleiters Jakob Sprenger in der Johann Wolfgang Goethe-Universität im Rahmen der aktuellen Vortragsreihe über „Das Judentum“ zum Thema „Der Jude als ewiger Zerstörer des völkischen Gedankens“. Er erklärt unter großem Beifall der Anwesenden, „dass wir die Judenfrage erst dann als gelöst betrachten, wenn der letzte Jude Deutschland verlassen hat.“
  • Tagung der Fachschaft Fortbeamte des Amtes für Beamte der NSDAP, auf der der Leiter des Amtes für Beamte, Bürgermeister Johann Adolph Joseph Kremmer (1886-1976), referiert.
  • Geflügelschau auf dem Festhallengelände.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Hanauer Landstraße stößt ein Pkw mit einem Hilfsgerätewagen der Straßenbahn zusammen. Infolge der Tankexplosion des Pkw’s verbrennen drei Personen in dem Auto.
  • Tod des Architekten Franz Josef Vietze (1862-1938), 1903 Mitbegründer des Baugeschäftes „Vietze & Helfrich“. Schuf das Volksbildungsheim (1907/08), das Kochkunstmuseum (1908) und das Neue Theater in der Mainzer Landstraße (1911).
  • Während der Pause des großen Orchester-Konzerts liest die österreichische Schriftstellerin Luise G. Bachmann aus ihrem neuesten Roman „Bruckner“ einen Abschnitt, der sich auf die Entstehungsgeschichte der 4. Symphonie bezieht.
  • Im Rahmen seiner Besichtigung des Betriebes Voigt & Häffner eröffnet Gauleiter Jakob Sprenger eine neue Lehrlingswerkstatt und einen Sportsaal.
  • (Nicht-)Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte im Rathaus: Finanzielle Unterstützung von Sportvereinen, Ankauf der Carl von Weinberg gehörenden Liegenschaft Haus Waldfried, Erwerb der Kunstsammlung Goldschmidt-Rothschild, Jahresrückblick von Oberbürgermeister Friedrich Krebs auf das Jahr 1938.
  • Rückkehr der Truppen der Frankfurter Schutzpolizei von ihrem Einsatz im Sudentenland und Begrüßung in der Gutleutkaserne von Vertretern der NSDAP und ihrer Gliederungen sowie des Offizierkorps der Frankfurter Schutzpolizei.
  • Bei einem Zugunfall im Bahnhof Frankfurt-West entgleisen einige Wagen eines durchfahrenden Güterzuges. Verletzt wird niemand.
  • 70. Geburtstag des langjährigen Ordinarius für Fürsorgewesen und Sozialpädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Christian Jasper Klumker (1868-1942).
  • Eröffnung der Ausstellung „Die Künstlerfamilie Morgenstern“ im Städelschen Kunstinstitut.
  • Nach beendetem Umbau (seit Ende April d. J.) wird das Opernhaus mit einer Aufführung von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ festlich eröffnet.
  • Gastspiel des Zirkus Jakob Busch in der Festhalle.
  • Gastspiel mit der Tänzerin und Schauspielerin La Jana, dem Bassbariton Wilhelm Strienz und dem Kabarettisten Werner Finck im Saalbau.
  • Gastspiel des Dirigenten Clemens Krauß (1893-1954), in den zwanziger Jahren Intendant des Opernhauses Frankfurt und Leiter der Museumskonzerte, seit 1929 an der Wiener Staatsoper, im Opernhaus: „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss.
  • Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre der 1910 gegründeten Theaterbau-Gesellschaft AG Frankfurt, die auf dem von ihr gekauften Platz das „Neue Theater“ errichtete, das 1911 an Arthur Hellmer (1880-1961) und Max Reimann (1875-1943) verpachtet wurde, wird die Auflösung dieser Gesellschaft beschlossen.
  • Silvester-Konzert des Meister-Sextetts (früher: Comedian Harmonists) im Saalbau.