Stadtchronik

  • Mit Wirkung vom 1. Januar 1940 ist das Rauchen in den Straßenbahnwagen und Kraftomnibussen untersagt. Ebenfalls nicht mehr zulässig ist das Rauchen auf den Plattformen der Straßenbahnwagen.
  • In seinem Neujahrsaufruf an die Nationalsozialisten des Gaus Hessen-Nassau ruft Gauleiter Jakob Sprenger angesichts des Krieges zu Opferbereitschaft, Disziplin und Siegeszuversicht auf.
  • Einen so strengen Winter wie in diesem Jahr hat Frankfurt am Main schon lange nicht mehr zu spüren bekommen. Der Main ist vom Eis bedeckt. Nicht allein die große Kälte, sondern auch die riesigen Schneemassen beherrschen seit Wochen das winterliche Bild der Mainstadt.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit den Solisten Helmut Schuhmacher (Violine) und Hermann Krauss (Violine) im Saalbau.
  • Gaustraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit der Pianistin und Musikpädagogin Gisela Sott (1911-2002) im Saalbau.
  • Nach mehrmonatiger, kriegsbedingter Ruhe eröffnet die Johann Wolfgang Goethe-Universität wieder ihren Lehrbetrieb. Die „Semester“, also Studienhalbjahre, werden durch „Trisemester“ abgelöst. Das am 08.01.1940 beginnende „Trisemester“ dauert bis zum 21.03. d. J.
  • Verlegung des 12. Polizeireviers von der Eckenheimer Landstraße 467 nach der Eckenheimer Landstraße 465.
  • Tod des Psychologen und Philosophen Prof. Friedrich Schumann (1863-1940), von 1910 bis 1929 Ordinarius für Philosophie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität und Direktor des Physiologischen Instituts ebd.
  • Bei einem Feuer in einer Schreinerei im Stadtteil Seckbach, Wilhelmshöher Straße, entsteht hoher Sachschaden.
  • Bei einem Raubüberfall am Abend in der Nähe der Konstablerwache wird einer Frau die Handtasche geraubt. Der Täter kann auf der Flucht gestellt und festgenommen werden.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Pianisten Edwin Fischer im Saalbau.
  • Erinnerungsfeier zum 5. Jahrestag der Saarabstimmung im Saalbau, veranstaltet von der Kreisdienststelle der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ in Verbindung mit dem Saar- und Pfalzverein.
  • Premiere der Neuinszenierung von George Bernard Shaws Theaterstück „Candida“ im Schauspielhaus. In der Titelrolle: Ellen (eigentl.: Katherina) Daub (1900-1965), seit 1924 Mitglied des Ensembles des Frankfurter Schauspielhauses.
  • Konzert des Opernsängers Willi Domgraf-Faßbaender, Staatsoper Berlin und München, im Saalbau.
  • Liederabend des Kammersängers Heinrich Schlusnus (Bariton) (1888-1952) im Saalbau. 1912 Debüt als Konzertsänger im „Verband der mittleren Post- und Telegraphenbeamten“ in Frankfurt am Main, von 1917 bis 1945 Kammersänger an der Königlichen Oper bzw. Staatsoper in Berlin..
  • 50jähriges Jubiläum der „Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen“ als gemeinnütziges Unternehmen.
  • Der bulgarische Volkschor „Gusla“ aus Sofia besucht im Rahmen seiner Deutschlandreise die Mainstadt und wird im Kaisersaal des Römers offiziell empfangen. Am Vorabend seines Auftretens in Frankfurt am Main singt der Chor vor Werksangehörigen der IG-Farbenindustrie im großen Saal des Höchster Volksbildungsheims.
  • 50. Todestag des Frankfurter Pädagogen, Dichters und Sängers, Heinrich Weismann (1808-1890), 1876 bis 1881 Direktor der unter dem Namen Elisabethenschule von der Musterschule abgetrennten Mädchenklassen.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem „Quartetto di Roma“ im Saalbau.
  • Das „Stadt-Blatt“ der „Frankfurter Zeitung“ veröffentlicht auf ihrer Seite 1 einen Aufruf des Gauleiters Jakob Sprenger: „Notwendige Kohlen- und Stromeinsparung“. Infolge starken Schneefalls in der Nacht vom 16. auf den 17. 01., verbunden mit anhaltender Kälte, ist die Energie- und Kohlenversorgung erheblich erschwert. Deshalb fordert Sprenger alle Betriebsführer und Haushaltungsvorstände auf, „weitestgehende Sparmaßnahmen beim Kohlenverbrauch und bei der Energieentnahme durchzuführen.“
  • Jubiläums-Betriebsappell der Nassauischen Landesbank/Nassauischen Sparkasse anlässlich des 100. Geschäftsjahres 1939.
  • Gastspiel der Münchner Philharmoniker im Saalbau.
  • 75. Geburtstag des Seniors der Patentanwälte in Frankfurt am Main, Dr. Richard Wirth (1865-1947), Kommunalpolitiker (früherer Stadtverordneter u. Stadtrat) und Publizist.
  • Offizielle Übergabe der neuen Diensträume der Ortsgruppe Universität der NSDAP im Haus Königstraße 39. NSDAP-Kreisleiter Otto Schwebel (1903-1976), seit 1939 Mitglied des Reichstages (bis 1945), übergibt sie ihrer Bestimmung.
  • Vortrag des Leiters der Jungdeutschen Partei in Polen, Senator Rudolf Wiesner, im Saalbau über die Deutschen in Polen. Veranstalter ist die Kreisleitung Groß-Frankfurt der NSDAP, in Verbindung mit dem Volksbund für das Deutschtum im Ausland.
  • Bei einem Großfeuer in der Ziehen-Oberrealschule im Stadtteil Eschersheim, ein Dachstuhlbrand, entsteht hoher Sach- und Gebäudeschaden.
  • Beethoven-Klavierabend mit Georg Kuhlmann im Saalbau.
  • Die durch die lange Kälteperiode drohende Kohlenverknappung zwingt auch den Einzelhandel zu vorbeugenden Maßnahmen. Ab heute sind die Lebensmittelgeschäfte, Einzellebensmittelhandelsgeschäfte, von spätestens 8.00 bis 13.00 und 15.00 bis 19.00 Uhr (an Samstagen fällt die Mittagspause weg) geöffnet zu halten. Für alle sonstigen Ladengeschäfte, einschließlich der Warenhäuser, gelten folgende Öffnungszeiten: von spätestens 9.00 bis 18.00 Uhr durchgehend (an Samstagen bis 19.00 durchgehend). Für Apotheken bleibt es bei der bisherigen Regelung.
  • Vortrag der Fliegerin Lola Schröter (Berlin) im Keglersporthaus über ihre Erlebnisse mit Flugzeug und Fallschirm.
  • Die durch die lange Kälteperiode drohende Kohlenverknappung zwingt auch den Einzelhandel zu vorbeugenden Maßnahmen: Am heutigen Montag bleiben die Läden - ausgenommen Lebensmittelgeschäfte und Kohlenhandlungen- bis auf weiteres - ganztägig geschlossen. Ebenso fallen bei den Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften die Kassenstunden nach 14.00 Uhr bis auf weiteres aus. Ende Februar d. J. wird der Ladenschluss am Montag für das Gebiet der Stadt Frankfurt am Main wieder aufgehoben.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Errichtung von Kriegskindergärten, Verzicht auf Erhebung von Schulgeld und Erziehungsbeihilfen, Einrichtung städtischer Hilfskrankenhäuser.
  • Der Präsident der mandschurischen Schwerindustrie, Yoshisuke Aikawa, besucht im Rahmen seiner Deutschlandreise die Mainstadt und besichtigt die Forschungslaboratorien der Metallgesellschaft.
  • Offizielle Eröffnung zweier neuer Kindergärten der NS-Volkswohlfahrt in den Stadtteilen Bornheim (Spillingsgasse) und Bockenheim (Kurfürstenstraße).
  • Konzert des Duos Rudolf Metzmacher (Cello) und Rosl Schmid (Klavier) im Saalbau.
  • Vier Wochen lang wird die „Dicke Berta“, die gewichtigste Kanone aus dem Ersten Weltkrieg, auf dem Roßmarkt ausgestellt (bis 27.02.).
  • Offizielle Eröffnung des neuen Kindergartens des NS-Volkswohlfahrt im Stadtteil Bonames, in der neuen Siedlung im Haus der Städtischen Sparkasse.
  • Tod des Juristen, Industriellen, Politikers und Stifters Dr.-Ing. E.h. Walter vom Rath (1857-1940), 1902 bis 1925 Aufsichtsratsvorsitzender der Farbwerke Hoechst, nach der Bildung der IG Farben 1925 erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Mitbegründer der Universität Frankfurt, dort Mitglied im Großen Rat und im Kuratorium sowie Ehrenbürger der Universität.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem „Prisca-Quartett“ im Saalbau.
  • 25. Todestag des langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisters (1890-1912), Preußischer Wirklicher Geheimer Rat Dr. Franz Adickes (1846-1915), unter dessen Amtszeit die Frankfurter Universität gegründet werden konnte. Oberbürgermeister Friedrich Krebs lässt an seinem Grab auf dem Hauptfriedhof ein Kranz mit Schleifen und Widmung niederlegen.
  • Großes Wehrmachtskonzert im Café Wien an der Hauptwache für das Kriegs-Winterhilfswerk, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“. Es spielt das Musikkorps einer Berliner Lufteinheit unter Leitung des Stabmusikmeisters Arno Kühn.
  • Premiere der Mozart-Oper „Idomeneo“ in der Bearbeitung von Willy Meckbach im Opernhaus. Spielleitung: Herbert Decker, Oberspielleiter der Städtischen Bühnen.
  • Tod des Pfarrers Willy Veit (1872-1940), von 1905 bis 1933 evangelischer Geistlicher in St. Katharinen.
  • Offizielle Einweihung des Vererbungssaales im Senckenbergmuseum.
  • 70. Geburtstag des in Frankfurt am Main geborenen Bildhauers Fritz Klimsch (1870-1960), Mitbegründer der Berliner Sezession (1898) und des Deutschen Künstlerbundes in Weimar (1904), 1910 Ernennung zum Professor der Preußischen Akademie der Künste in Berlin, 1921 Berufung auf den Lehrstuhl für freie und angewandte Kunst in Berlin. Aus diesem Anlass wird ihm die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
  • 4. Meister-Klavier-Konzert der Konzertdirektion Hermann Kempf im Saalbau mit Elly Ney.
  • Deutsch-italienischer Opernabend der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ in Verbindung mit der Auslandsorganisation der Faschistischen Partei Italiens und dem Rhein-Mainischen Landesorchester.
  • Erste Farbphotographie-Ausstellung der Welt in Frankfurt am Main. Auf Einladung der Stadt Frankfurt zeigt der aus einer alten Frankfurter Photographenfamilie stammende Hermann Harz (1906-1988), im Modeamt der Stadt Frankfurt, Neue Mainzer Straße, eine Auswahl von über 100 seiner besten Farbaufnahmen. Seit 1936 arbeitet Harz mit Duxochrom, einem Verfahren für farbige Papierbilder nach Farbauszügen oder Dias auf modernen Farbfilmen. Publikation: „Petsamo – Lagoda. Volk und Landschaft zwischen Finnland und Russland“ (Farbbildband, 1940).
  • Tagung der stellvertretenden Gauleiter, der Gaustabsamtsleiter, der Gauwirtschaftsberater und der Gauinspekteure aus den Gauen Saarpfalz, Koblenz-Trier, Köln-Aachen, Düsseldorf, Essen, Westfalen-Süd und Hessen-Nassau.
  • 200. Städtische Orgelfeierstunde mit dem Organisten Wilhelm Heinrich Simmermacher in St. Nikolai.
  • Konzert des Lenzewski-Quartetts im Saalbau.
  • Ausstellung „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ im Frankfurter Kunstverein.
  • Eröffnung einer Tauschstelle für Kinderschuhe, errichtet vom Wirtschaftsamt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der NS-Frauenschaft – Deutsches Frauenwerk (Kreis Groß-Frankfurt), im Haus Braubachstraße 7 (Ladengeschäft).
  • Einmaliges Gastspiel des Schwarzmeer-Kosaken-Chores im Saalbau.
  • Feierliche Erstausgabe der Ehrenbücher der kinderreichen Familien im Gau Hessen-Nassau durch Gauleiter Jakob Sprenger in Frankfurt am Main. Bei allen Förderungsmaßnahmen des Staates sollen die mit dem Ehrenbuch ausgezeichneten kinderreichen Familien bevorzugt werden.
  • Lieder- und Arienabend der Kammersängerin Erna Sack (1898-1972) (Sopran) im Saalbau.
  • Johannes-Brahms-Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters unter Leitung von Prof. Hermann Abendroth, Gewandhauskapellmeister Leipzig, und dem Solisten Prof. Wilhelm Kempff (Klavier) aus Berlin.
  • Einhundertste Sitzung der am 01.07.1933 gegründeten „Frankfurter Medizinischen Gesellschaft“ im Ärztehaus.
  • 100. Geburtstag des Naturwissenschaftlers, Heimatforschers und Kommunalpolitikers Prof. Wilhelm Kobelt (1840-1916), außerordentliches Ehrenmitglied der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Gründer des „Biologischen Vereins“ [heute: „Biologische Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kobelt“] (1909), einer Ortsgruppe des „Ausschusses für Volksvorlesungen“ im Stadtteil Schwanheim und Mitbegründer des „Rhein-Mainischen Verbandes für Volksvorlesungen“.
  • Umzug der Stadtsparkasse Frankfurt aus den Räumen im ehemaligen Heim des „Frankfurter Bankvereins“ in die alte Elisabethen-Schule, Börsenstraße 7. Eröffnung am 26.02. d. J.
  • Horst-Wessel-Gedenkfeier der SA anlässlich seines 10. Todestages im großen Saal der Hochschule für Musik.
  • 70. Geburtstag des Frankfurter Kunstmalers und Illustrators Emil Rumpf (1860-1948), Mitglied der Kronberger Malerkolonie; Sohn des Frankfurter Malers und Radierers Prof. Philipp Rumpf (1821-1896).
  • Großkundgebung des rhein-mainischen Einzelhandels im Saalbau zum Thema „Der Einzelhandel in der Kriegswirtschaft“. Es sprechen u.a. Gauleiter Jakob Sprenger und Prof. Carl Lüer (1897-1969), Leiter der Wirtschaftskammer Hessen, Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Gebiet Rhein-Main (mit Sitz in Frankfurt am Main) und des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages, Reichstagsabgeordneter, Wehrwirtschaftsführer und Mitglied des Vorstandes der Dresdner Bank.
  • Tod des Vermessungsdirektors i. R. Gustav Lube, von 1894 bis 1924 Leiter der Frankfurter Stadtvermessung.
  • Premiere von Hans Rehbergs Schauspiel „Die Königin Isabella“ im Schauspielhaus. Spielleitung: Robert George (1879-1959).
  • Violin-Abend mit Ruth Pattberg im Saalbau.
  • Tod des 46 Jahre alten Flusspferdes „Lieschen Binding“ im Zoologischen Garten.
  • In den Frankfurter Schulen wird im Kampf gegen die Rachitis mit der Ausgabe des Cebion-Zuckers für die 12. bis 13jährigen Mädchen und Jungen begonnen.
  • Tod des Zeitungsmannes und Fachschriftstellers Siegfried Nassauer (1868-1940), seit 1901 Geschäftsführer der Societäts-Druckerei, Lokalhistoriker.
  • 5. Meister-Klavier-Konzert der Konzertdirektion Hermann Kempf im Saalbau mit dem österreichischen Pianisten und Komponisten Joseph Pembaur.
  • Einmaliges Gastspiel mit Rosita Serrano im Saalbau.
  • Deutsch-Italienisches Konzert der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ in Verbindung mit dem Reichssender Frankfurt im Saalbau.
  • 75. Geburtstag von Direktor a. d. Arnold Rissmann ( 1865-1942), langjähriger Direktor der Frankfurter Stadtkanzlei, Schriftführer des Magistrats und der Oberbürgermeister Johannes v. Miquel, Franz Adickes und Georg Voigt.
  • Beginn der dritten Auslandsgastspielreise der Frankfurter Oper seit Kriegsbeginn. Diese Reise führt nach Belgrad (05.-12.03.) und Sofia (14.-19.03.), wo Aufführungen von Richard Wagners Oper „Der Ring der Nibelungen“ und von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ sowie ein Symphoniekonzert zugunsten der armen Bevölkerung von Sofia unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), auf dem Programm stehen. Zum insgesamt vierten Mal begibt sich damit die Frankfurter Oper zu einer Gastspielreise auf den Balkan.
  • Vortrag der Autorin, Schauspielerin und Fotografin Carla Bartheel im Keglersporthaus, Wingertstraße, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • 70. Geburtstag des Geigers Hermann Hock (1870-1960), langjähriges Mitglied des Frankfurter Opernorchesters (Zweiter Geiger, später Primgeiger), von 1902 bis 1932 Konzertmeister.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Jahresrechnung für 1938, Behelfsmäßige Einrichtung der Marine-Musikschule, Errichtung einer Kleintierfarm auf dem Wasserhof im Stadtteil Oberrad
  • Reichsbankdirektor Erich Schaeffer (Magdeburg) tritt als Nachfolger des verstorbenen Reichsbankdirektors Friedrich Wilhelm sein Amt als Leiter der Reichsbankhauptstelle Frankfurt an.
  • Arbeitstagung der Gauamtsleiter und Kreisleiter der NSDAP unter Vorsitz von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • „Heldengedenktag“ auf dem Hauptfriedhof am „Ehrenmal für die gefallenen Söhne Frankfurts“, veranstaltet von der Wehrmacht für den Standort Frankfurt am Main. An den Ehrenmalen der 81er, der 63er, der 13er Husaren und im Ehrenhain des Waldfriedhofes in Oberrad werden zur gleichen Zeit von der Wehrmacht Kränze niedergelegt.
  • Rechtzeitig zum Heldengedenktag stellt der Frankfurter Schriftsteller Franz Ferdinand Geis (1888-1967) das „Ehrenbuch zum Gedächtnis der im Weltkrieg 1914-18 gefallenen und vermissten Frankfurter Feldzugsteilnehmer“ fertig. Dieses zehnbändige ‚Ehrenbuch’, das Geis im Auftrag von Oberbürgermeister Friedrich Krebs zusammengestellt hat, wird im Stadtarchiv aufgelegt.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Frauenhofschule im Stadtteil Niederrad stürzt ein 41jähriger Motorradfahrer zu Tode.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Ecke Scharnhorststraße [heute: Baseler Straße] und Gutleutstraße wird ein Mann von einem Pkw überrollt und dabei tödlich verletzt.
  • Die Gauleitung des Gaus Hessen-Nassau der NSDAP zieht in das neue Gauhaus am Horst-Wessel-Platz [heute: Rathenauplatz] um.
  • Prof. Piedro Lain, Nationalrat der spanischen Falange und Abteilungsleiter im spanischen Innenministerium, besucht die Mainstadt und wird im Römer offiziell begrüßt. In den Räumen der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft hält er einen Vortrag über „Die junge Generation in Spanien“.
  • Frankfurter Ostermarkt vor der Großmarkthalle.
  • Einziges Gastspiel von Barnabas von Géczy mit seinem Kammer- und Tanz-Orchester im Saalbau.
  • Tod des Geheimen Regierungsrat Prof. Georg Wolfram (1858-1940), 1909 bis 1918 Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg, seit 1921 Generalsekretär und Leiter der Bibliothek des „Wissenschaftlichen Instituts der Elsass-Lothringer im Reich“ in Frankfurt am Main.
  • Tod des Bankiers, Stifters und Kunstsammlers Maximilian Benedikt Freiherr von Goldschmidt-Rothschild (1843-1940), langjähriger Leiter des Bankhauses „“Baruch Hayum Goldschmidt“, verheiratet mit der Tochter von Wilhelm Carl und Mathilde von Rothschild, Minna Karoline, gen. Minka, Freiin von Rothschild (1857-1903), deren Namen er nach dem Ableben ihres Vaters (1900) als des letzten Rothschild in Frankfurt am Main zusätzlich führte. Stiftete u.a. eine Million Mark zur Gründung der Frankfurter Universität, Förderer des Frankfurter Kunstlebens (Frankfurter Kunstverein, Städel und Kunstgewerbemuseum).
  • Klavierabend mit Gerhart Münch im Saalbau.
  • Premiere der Neuinszenierung der Operette von Franz Lehár, „Paganini“, im Opernhaus. Die musikalische Leitung hat Erich Halbach, die Bühnengestaltung ist von Georg Reinhardt, die Bühnenbilder hat Walter Dinse entworfen.
  • Zum ersten Mal begeht Deutschland während des Krieges den Tag der Wehrmacht. Mit Propagandamärschen und Fahrten durch die Stadt, konzertierenden Wehrmachtskapellen an der Hauptwache, einem großen Wehrmachtkonzert im Saalbau sowie Kameradschaftsabende.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Duo Christa Richter (Violine) und Georg Steiner (Violine) im Saalbau.
  • Der Gauamtsleiter des Amtes für Kriegsopfer im Gau Hessen-Nassau, Hans Dippel, übernimmt in Gegenwart von Wehrmachtsärzten, Vertretern der Reichsbahn und der Stadt Frankfurt am Main im Hauptbahnhof den Heerestransportwagen, den Reichskriegsopferführer, SA-Gruppenführer Hanns Oberlindober, für den Gau Hessen-Nassau zur Verfügung gestellt hat. Der Wagen dient der Beförderung von verwundeten und kranken Soldaten in ihre Heimat oder einen Erholungsort.
  • Zwei Konzerte des Cäcilienvereins vereinigt mit dem Rühlschen Gesangverein im Saalbau.
  • Reichsweite Sammlung von Metallen, die in zahlreichen städtischen Annahmestellen abgegeben werden, meist in Turnhallen von Schulen. Bereits nach wenigen Tagen türmen sich in den Sammelstellen die Materialien. Den Metallspender wird eine Urkunde ausgehändigt: „Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers im Kriegsjahr 1940.“
  • Sitzung der Gemeinderäte: Jahresrechnung für 1938, Feststellung des ersten Nachtragshaushaltes zum außerordentlichen Haushalt 1939.
  • Tod des Pfarrers Dr. Peter Joseph Karst (1872-1940), Seelsorger an der Deutschordenskirche in Sachsenhausen, danach in der 1927 neu errichteten Pfarrei St. Bonifatius, 1930 Ernennung zum Geistlichen Rat.
  • Ausstellung „Hundert Jahre deutsches Konzertleben“ im Manskopfschen Museum für Musik- und Theatergeschichte.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit der Cellistin Ilse Bernatz im Saalbau.
  • Die Zuständigkeit des Staatlichen Chemischen Untersuchungsamtes in Frankfurt, das als öffentliche Anstalt anerkannt ist, wird mit heutiger Wirkung auf den gesamten Regierungsbezirk Wiesbaden ausgedehnt.
  • Mit heutiger Wirkung ist das Werksamt (Wasser-, Elektrizitäts- und Gasamt) aufgehoben. Seine Aufgaben werden von den Stadtwerken übernommen.
  • Gastspiel der Kammersängerin Margarete Teschemacher (Staatsoper Dresden) unter Mitwirkung des Rhein-Mainischen Landesorchesters im Saalbau.
  • Klavierkonzert mit Wilhelm Kempff im Saalbau.
  • Tod des langjährigen Ordinarius für Romanische Philologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Matthias Friedwagner (1861-1940).
  • Am 07.04.1920 werden sechs Frankfurter an der Hauptwache von Maschinengewehrschüssen französischer Besatzungstruppen erschossen. Am 20jährigen Gedenktag lässt Oberbürgermeister Friedrich Krebs Kränze an ihren Gräbern niederlegen.
  • Konzert mit Peter Kreuder und der italienischen Sängerin Madeleina Ravelli im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Pianisten Julian von Karolyi im Saalbau.
  • Feierliche Eröffnung eines NS-Jungschwesternheimes.
  • Tod des Pfarrers und evangelischen Theologen Prof. Martin Rade (1857-1940), Schwager des Sozialpolitikers und Pfarrers Friedrich Naumann (1860-1919), 1892 bis 1899 Pfarrer an der Paulskirche, von 1900 bis 1924 Theologieprofessor in Marburg.
  • 80. Geburtstag des in Frankfurt am Main geborenen Malers und Radierers Prof. Philipp Franck (1860-1944), Mitbegründer der Berliner Sezession, von 1915 bis 1930 Direktor der Königlichen Kunstschule in Berlin.
  • Beethoven-Klavierkonzert mit Georg Kuhlmann im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem chilenischen Pianisten Claudio Arrau im Saalbau.
  • Eröffnung eines Sonderkursus für Kommunalbeamte durch die Verwaltungs-Akademie Frankfurt am Main. Bürgermeister (1937-1945) Joseph Kremmer (1886-1976) hält die Eröffnungsansprache unter dem Titel „Die Ernährungswirtschaft im Kriege, unter besonderer Berücksichtigung des Ernährungsamtes Frankfurt am Main“.
  • Zweites Trisemester 1940 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Generalversammlung der spanischen Handelskammer für Deutschland (Sitz in Frankfurt am Main) in der Mainstadt.
  • 80. Geburtstag des langjährigen Ordinarius der Volkswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Andreas Voigt (1860-1940).
  • Bei einem Großbrand einer Druckfarbenfabrik und Großhandlung mit Gärtnereiartikel im Stadtteil Rödelheim entsteht hoher Sachschaden.
  • Premiere der Neuinszenierung von George Bernard Shaws Drama „Die heilige Johanna“ im Schauspielhaus.
  • Klavierabend mit Gerhart Münch im Saalbau.
  • Im Rahmen der Geburtstagfeiern des Führerkorps des Gaues Hessen-Nassau für Adolf Hitler im Adolf-Hitler-Haus übergibt Gauleiter Jakob Sprenger das Dienstgebäude der Gauleitung, das neue Adolf-Hitler-Haus am Horst-Wessel-Platz [heute: Rathenauplatz], offiziell seiner Bestimmung.
  • Der Präsident der italienischen Frontkämpfervereinigung der italienischen Kolonie von Frankfurt am Main, Francesco Guarnaccia, besucht in Begleitung italienischer ‚Frontkämpfer’ verwundete Soldaten im Bürgerhospital.
  • 100jähriges Jubiläum der Bau- und Möbel-Schreinerei Grünewald, Alt-Griesheim, Autogenstraße.
  • Arbeitstagung der Studentenführer und Kameradschaftsführer der Hoch- und Fachschulen in Frankfurt am Main.
  • Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters im Saalbau mit dem Meistergeiger Heinz Stanske (Berlin).
  • Italienische Handwerksvertreter unter Leitung des Handwerkspräsidenten und Nationalrats Gazzotti, besuchen die Mainstadt und werden im Adolf-Hitler-Haus von Gauleiter Jakob Sprenger und danach im Kurfürstenzimmer des Römers von Oberbürgermeister Friedrich Krebs offiziell begrüßt. Die Gäste tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main ein.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit der Violinistin Guila Bustabo im Saalbau.
  • Großkundgebung der Hitlerjugend im Saalbau in Anwesenheit von Stabsführer Hartmann Lauterbacher, Bevollmächtigter des Reichsjungendführers. Vor der Veranstaltung trifft er im Adolf-Hitler-Haus mit Gauleiter Jakob Sprenger zu einer Besprechung über aktuelle Führungsfragen zusammen.
  • 2. Gastspiel mit Barnabas von Géczy und seinem Kammer- und Tanz-Orchester im Saalbau.
  • Die Stadt Frankfurt am Main leistet ihren Beitrag zur Metallspende und beginnt mit der Demontierung einiger Denkmäler. Den Anfang macht der 1894 enthüllte Schützenbrunnen vor dem Zoologischen Garten, der seines bronzenen Zierrates entkleidet wird. Für den Schmelzofen bestimmt, ist auch das Bismarckdenkmal vor dem Schauspielhaus.
  • Eine Gruppe slowakischer Schriftleiter besucht im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und wird im Kurfürstenzimmer des Römers von Bürgermeister (1937-1945) Joseph Kremmer (1886-1976) offiziell begrüßt.
  • Konzert mit dem weltberühmten rumänischen Meistergeiger Georges Boulanger im Saalbau.
  • Mozart-Schubert-Klavierabend mit Wolfgang Brugger im Saalbau.
  • Feierliche Eröffnung des neuen „Instituts für das Kreditwesen“ an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in der Senckenberganlage 22, hervorgegangen aus der Abteilung für Bankwesen und Finanzierung des Instituts für Wirtschaftswissenschaft, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • 100. Geburtstag des Bildhauers Friedrich, gen. Fritz Schierholz (1840-1894), Vorstandsmitglied des Frankfurter Kunstvereins, Mitglied des Cäcilien-Vereins, schuf u.a. das Schopenhauer-Denkmal im Anlagenring (1895 enthüllt) sowie die Statuen Gideon, Deborah, David und Melchisedek (auch: Melchisedech) am nach dem Brand (1867) wiederhergestellten Dom und die Figurengruppe „Reise“ in der Querhalle des Hauptbahnhofes.
  • Frankfurter Frühlingsfest auf dem Platz vor der Großmarkthalle.
  • 50. Todestag des Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein (1818-1890), 1867 zum Ersten Bürgermeister (seit 1869 Titel: Oberbürgermeister) gewählt, 1868 Amtseinführung, 1880 Ausscheiden aus dem Amt. Mumm von Schwarzenstein meisterte den Übergang der bis 1866 unabhängigen Freien Stadt Frankfurt am Main in den preußischen Staatsverband. Oberbürgermeister Friedrich Krebs legt einen Kranz mit Schleife und Widmung an seinem Grabe auf dem Hauptfriedhof nieder.
  • Nationaler Feiertag: 1. Mai im Gau Hessen-Nassau. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren wird auf größere Veranstaltungen verzichtet und sich vor allem auf Betriebsappelle beschränkt.
  • Bei den Städtischen Bühnen findet zum 1. Mai eine Feierstunde mit dem Generalintendanten (1933-1944) Hans Meissner (1896-1958) und Reichsdramaturg Rainer Schlösser (1899-1945).
  • Unter den nationalsozialistischen ‚Musterbetrieben’, die der Stellvertreter Adolf Hitlers, Rudolf Heß, am 1. Mai im Rahmen der Tagung der Reichsarbeitskammer bei Krupp in Essen mit der „Goldenen Fahne“ auszeichnet, befinden sich auch zwei Frankfurter Werke: Die Frankfurter Sparkasse von 1822 und die Milchversorgung Frankfurt GmbH.
  • Aus Gründen der Papierersparnis und schnelleren Fahrgastabfertigung wird ab heute anstelle des bisherigen 2-Teilstrecken-Fahrscheinheftes zum Preis von 50 Rpf. mit fünf Einzelfahrscheinen eine Fahrkarte für 2-Teil-Strecken-Fahrten zum Preis von 50 Rpf. ausgegeben.
  • Eröffnung der Pfitznerwoche der Städtischen Bühnen, in der das gesamte Bühnenwerk Prof. Hans Pfitzners (1869-1949), Träger des Frankfurter Goethepreises (1934), in Anwesenheit des Komponisten zur Aufführung gelangt: „Das Herz“, „Der arme Heinrich“, „Palestrina“.
  • Tod des Rechtsanwalts und Kommunalpolitikers Dr. Moritz Philipp Hertz (1871-1940), seit 1898 Anwalt am Frankfurter Landgericht. 1907 bis 1924 linksliberaler Stadtverordneter, u.a. 1909/1910 und 1919 bis 1924 stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. 1938 Emigration in die USA.
  • Ausstellung mit Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen der Frankfurter Künstler Heinrich Hoehl (1904-1982), ein Schüler Max Beckmanns, und Alfred Kiehl sowie Erna Dinklage-Gilbert (1895-1991) im Frankfurter Kunstverein.
  • Eröffnung einer Luftfahrtlehrschau im Haus der Hermann-Seele-Jungfliegerschule der Berufsschule VI durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs. Sie dient der Förderung des fliegerischen Gedankens in der Jugend.
  • 4. Frankfurter Konferenz für medizinisch-naturwissenschaftliche Zusammenarbeit mit Vorträgen zur Frage der „Biologie der Großstadt“ samt städtischem Empfang im Bürgersaal des Rathauses (09.05.).
  • Premiere der Neuinszenierung des Dramas „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller in der neuen Bühnengestaltung von Hans Meissner (1896-1958), Generalintendant der Städtischen Bühnen, im Schauspielhaus.
  • Aufgrund des Ausfalls des diesjährigen Wäldchestages findet stattdessen auf dem Platz vor der Großmarkthalle ein großes Volksfest statt.
  • Pfingsttage der deutschen Leibesübung: Veranstaltungen des Kreises 1 Groß-Frankfurt auf dem Sportfeld Frankfurt.
  • Tagung der Amtsvorsteher aus dem Reichspostdirektionsbezirk Frankfurt im Hotel „Rheingauer Hof“ im Stadtteil Bockenheim in Anwesenheit von Bürgermeister (1937-1945) Joseph Kremmer (1886-1976).
  • Ausstellung von Lichtbildern aus Bulgarien im Haus Lichtenstein, veranstaltet von der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft, Zweigstelle Frankfurt am Main.
  • Freitod des sozialdemokratischen Kommunalpolitikers Bruno Asch (1890-1940) in Amsterdam nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Holland, seit 1922 Bürgermeister von Höchst, seit 1925 Stadtkämmerer in Frankfurt am Main und enger Mitarbeiter von Oberbürgermeister Dr. Ludwig Landmann (1868-1945). Finanzdezernent der Stadt Berlin, 1933 Emigration nach Amsterdam. Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main. Bruno-Asch-Anlage in Höchst.
  • Arbeitstagung der ‚Führerschaft’ des Handwerks im Plenarsaal der Wirtschaftskammer Hessen in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Tod des Direktors der Medizinischen Klinik des Hospitals zum Heiligen Geist, Prof. Richard Seyderhelm (1888-1940). Forscher auf dem Gebiet der Blutkrankheiten.
  • Gründung der Schwesterneinheit des Roten Kreuzes: Die DRK-Hauptverwaltung Frankfurt stellt 21 Rot-Kreuz-Helferinnen aus allen Stadtteilen Frankfurts als Verpflegungseinheit Nr. 6 zusammen und schickt sie an die westliche Kriegsfront, wo sie den Kosenamen „Frankfurter Herzchen“ erhalten.
  • (Nichtöffentliche) Sitzung der Gemeinderäte: Reden von Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Stadtkämmerer Friedrich Lehmann zum Haushaltsplanentwurf.
  • 60. Geburtstag der Frankfurter Malerin Else Luthmer (1880-1961). Aquarellierte Frankfurter Standansichten.
  • Die bisherigen Räume der Gauleitung Hessen-Nassau der NSDAP, Gutleutstraße 8-14, werden von der Kreisleitung der NSDAP Groß-Frankfurt übernommen.
  • Tod des Forstamtsleiters Hans Bernhard Jacobi (1886-1940). Zu seinen Ehren wird das 1936 auf Anregung Jacobis nahe der Oberschweinstiege angelegte Rückhaltebecken offiziell in Jacobi-Weiher benannt.
  • Eröffnung der Ausstellung mit Werken der Frankfurter Malerin Else Luthmer (1880-1961) im Frankfurter Kunstverein.
  • 70. Geburtstag des Frankfurter Bildhauers Alexander Kraumann (1870-1956).
  • Errichtung einer Zweigstelle der Tauschstelle für Kinderschuhe im Stadtteil Höchst, veranstaltet vom Wirtschaftsamt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der NS-Frauenschaft – Deutsches Frauenwerk, Kreis Groß-Frankfurt.
  • Enthüllung einer Gedenktafel für den Frankfurter Maler Adam Elsheimer (1578-1610) am Haus Fahrgasse 120: „Dieses Haus an der Roten Badstube war das Elternhaus von Adam Elsheimer, dem größten Maler Frankfurts. Er wurde 1578 hier geboren und starb 1610 in Rom.“ Haus und Tafel werden 1944 zerstört.
  • 70. Geburtstag des Goethepreisträger der Stadt Frankfurt am Main, Prof. Hermann Stegemann (1870-1945), Historiker, Schriftsteller und Journalist, 1930 Ehrendoktorwürde der Universität Frankfurt.
  • Tod der in Frankfurt am Main geborenen Medizinerin Dr. med. Mathilde Wagner (1866-1940), erste approbierte und promovierte Ärztin in Deutschland, promovierte 1901 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., ärztliche Praxen in Weimar und Jena.
  • Sondergastspiel des ersten deutschen Kleinkunst-Theaters Berlin „Kabarett der Komiker“ im Saalbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • Beginn der Verlegung des Deutschen Apothekenmuseums, Am Leonhardsbrunn 12/14, von München nach Frankfurt am Main – konnte allerdings infolge der Kriegsentwicklung nicht abgeschlossen werden.
  • 100jähriges Jubiläum der Firma J. P. Borniger, gen. „Papier-Borniger“.
  • Eröffnung der Ausstellung „Chinesische Hochzeitsbräuche“ im Frankfurter China-Institut.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall am Hippodrom werden infolge des Zusammenstoßes zweier Pkw zwei Frauen erheblich verletzt.
  • Erster nächtlicher alliierter Luftangriff auf Frankfurt am Main (Sprengbomben): Im Gallusviertel, in Nied und in Griesheim werden Häuser beschädigt.
  • In der Strafvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim wird ein vom Sondergericht Frankfurt am Main wegen versuchter Vergewaltigung als „Volksschädling“ zum Tode verurteilter Mann hingerichtet.
  • Wiedereröffnung des Parkschlösschens im Grüneburgpark, ein Konditorei-Café.
  • Bei einem Brand im Haus Alt-Eschersheim 11, in dem sich früher eine Schmiede befand, entsteht hoher Sachschaden.
  • Besuch des Primators (Bürgermeister) der tschechischen Hauptstadt Prag, Dr. Otokar Klapka und der stellvertretende Bürgermeister, Prof. Josef Pfitzner, in der Mainstadt und offizielle Begrüßung im Kurfürstenzimmer des Römers durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Gauleiter Jakob Sprenger. Die Gäste tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main ein.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Sprengbomben) vor allem auf den Stadtteil Höchst und den Rhein-Main-Flughafen.
  • Eröffnung der Rubens-Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut, anlässlich des 300. Todestages des flämischen Malers Peter Paul Rubens (1577-1640) am 30. Mai.
  • Premiere der Neuinszenierung von William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ im Schauspielhaus.
  • Der Kriegseintritt des verbündeten Italiens löst auch in Frankfurt am Main anhaltenden Jubel aus. Vor den in großer Zahl herbeigeströmten Angehörigen der Frankfurter italienischen Kolonie und den zahlreichen deutschen Gästen überträgt ein Lautsprecherwagen im Garten des italienischen Generalkonsulats die Rede Benito Mussolinis. Der Frankfurter kgl. Italienische Generalkonsul, Graf Giuseppe Serpi, Gauleiter Jakob Sprenger und SA-Obergruppenführer Hessen, Adolf Heinz Beckerle (1902-1976), treten auf den Balkon der Casa d’Italia hinaus und sprechen zur Bevölkerung. Mit anhaltenden Beifallsäußerungen und dem gemeinsamen Gesang der italienischen und deutschen Nationalhymnen klingt die deutsch-italienische Freundschaftskundgebung aus.
  • 750. Todestag des Römisch-Deutschen Kaisers, Friedrich I. Barbarossa (um 1122-1190), am 04.03.1152 in Frankfurt am Main zum König gewählt und bis 1173 mehrfach in der Mainstadt. Seitdem setzte sich Frankfurt am Main als offizielle Wahlstadt der deutschen Könige durch. Bildnis Friedrichs I. Barbarossa im Kaisersaal des Römers (1840), geschaffen vom Landschafts- und Historienmaler Karl Friedrich Lessing (1808-1880), Mitbegründer der politischen Historienmalerei.
  • Trauerfeier für die bei dem nächtlichen alliierten Luftangriff (08.06.) ums Leben gekommenen Frankfurter auf dem Friedhof in Höchst.
  • Tod des Arztes und Kommunalpolitikers, Sanitätsrat Prof. Wilhelm Hanauer (1866-1940), seit 1890 praktischer Arzt und Kinderarzt in Frankfurt am Main, seit 1921 außerordentlicher Professor für soziale Medizin an der Universität Frankfurt. 1917 bis 1924 linksliberaler Stadtverordneter (DDP). Engagiert auf dem Gebiet der Sozialmedizin und der Tuberkulosebekämpfung. Aktive Teilnahme am jüdischen Gemeindeleben in der Mainstadt (u.a. Mitglied der Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main). Verfasser medizinhistorischer Schriften.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Spreng- und Brandbomben) mit Schäden im Stadtteil Höchst.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Sprengbomben) vor allem im Bereich der Main-Neckar-Brücke und auf das Städtische Krankenhaus.
  • Tod des Bibliothekars Prof. Friedrich Arthur Richel (1868-1940), 1906 bis 1933 erster hauptamtlicher Leiter der ortsgeschichtlichen Abteilung an der Frankfurter Stadtbibliothek. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Frankfurter Orts- und Familiengeschichte.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Spreng- und Brandbomben) vor allem auf den Stadtteil Heddernheim.
  • Tagung sämtlicher Kassenleiter der NSDAP-Ortsgruppen des Kreises Groß-Frankfurt im Kreishaus, Gutleutstraße.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Sprengbomben) vor allem auf den Stadtteil Heddernheim (Nähe Kupferwerke).
  • Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Malers und Graphikers Max Slevogt (1868-1932) im Frankfurter Kunstverein. Während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Frankfurt am Main im Jahr 1901 schuf er 30 Ansichten aus dem Frankfurter Zoologischen Garten, die zu seinen frühen impressionistischen Arbeiten zählen.
  • Frankfurter Lang- und Kurzstrecken-Regatta auf dem Main.
  • Anlässlich des 500jährigen Jubiläums von Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks ehrt Oberbürgermeister Friedrich Krebs durch Niederlegen eines Kranzes am Denkmal in Mainz und in Frankfurt am Main das Andenken an den großen Erfinder.
  • Die italienischen Ruderer aus Vereinen in Livorno, Triest und Varese, die in mehreren Rennen bei der 49. Frankfurter Ruderregatta am 29./30.06. d. J. starten, treffen auf dem Hauptbahnhof ein und werden am 29.06. offiziell im Römer empfangen.
  • Bürgermeister Joseph Kremmer (1886-1976) empfängt im Bürgersaal des Rathauses anlässlich der 49. Frankfurter Ruderregatta (29./30.06.) die hier weilenden italienischen und deutschen Rudermannschaften.
  • 49. Frankfurter Ruderregatta auf der Strecke Ruderdorf - Obermainbrücke.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Spreng- und Brandbomben) vor allem auf den Stadtteil Höchst.
  • Im Anschluss an die Standortänderung des Gutenberg-Denkmals feierliche Eröffnung des ersten Schriftgießereimuseums im Haus „Zum alten Frosch“, Falkengasse, in Anwesenheit von Bürgermeister Joseph Kremmer (1886-1976).
  • 75. Geburtstag des ehemaligen Artisten und Kunstreiters Joseph Harry, genannt Joe Hodges, Künstlername Hodgini (1865-1950), Mitbegründer des Schumann-Theaters.
  • Gastspiel des Central-Theaters Dresden mit der Ausstattungsoperette „Gruß und Kuss aus der Wachau“ der tschechischen Komponistin Jara Beneš im Opernhaus.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Haushaltspläne der öffentlichen milden Stiftungen für das Rechnungsjahr 1940, Vertrag über die Errichtung eines berufspädagogischen Instituts.
  • Tod des Frankfurter Kulturförderers Prof. Theo Sommerlad (1869-1940), Historiker, 1919 zum ordentlichen Honorarprofessor der Universität Halle ernannt, von 1911 bis 1924 Lehrbeauftragter am Polytechnikum Köthen, 1923 Lehrauftrag für Landesgeschichte an der Universität Halle, 1935 Entbindung von den amtlichen Verpflichtungen.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs verleiht den Frankfurter Musikpreis 1939 der Staatlichen Hochschule für Musik an Ludwig Druschel, ehemaliger Studierender an der hiesigen Hochschule. Druschel hat vom 01.09.1937 bis zum Ablauf des Sommersemesters 1940 die Meisterklasse für Gesang besucht und ist seit 01.04.1940 am Stadttheater in Nordhausen engagiert.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Sprengbomben) vor allem im Bereich des Osthafengebietes.
  • 85. Geburtstag des Frankfurter Musikpädagogen und Komponisten (Klavier- und Kammermusik) Johann Paul Zilcher (1855-1943), Vater des Komponisten, Pianisten und Musikpädagogen Geheimer Regierungsrat Prof. Hermann Zilcher (1881-1948); Mitbegründer der Parlow-Zilcherschen Klavierschule in Offenbach/Main.
  • Aufnahme des direkten Funksprechverkehrs von Frankfurt am Main nach Amerika. Es ist die zehnte direkte Unterseeverbindung von Deutschland nach Amerika.
  • 60. Geburtstag des Publizisten und langjährigen Direktors der Senckenbergischen Bibliothek der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Dr. Walter Rauschenberger (1880-1952).
  • Im Kurfürstenzimmer des Römers empfängt Bürgermeister Joseph Kremmer (1886-1976) die beiden Mannschaften, die zum Fußball-Länderkampf Deutschland - Rumänien (am 14.07.) in der Mainstadt eingetroffen sind.
  • 70. Geburtstag des Industriellen, Kunstsammlers und Mäzens Georg Hartmann (1870-1954), seit 1898 Leiter der Bauerschen Gießerei, Bockenheimer Landstraße, seit 1904 an der Moltkeallee [heute: Hamburger Allee], Mitbegründer des Schriftgussmuseums im Haus zum Alten Frosch [im Zweiten Weltkrieg zerstört], tätig in zahlreichen Frankfurter Kuratorien und Stiftungen sowie Förderer Frankfurter Museen.
  • Fußball-Länderspiel Rumänien - Deutschland im Frankfurter Sportfeld. Die deutsche Nationalelf gewinnt die Begegnung mit 9:3-Toren.
  • Erstes „Kulturelles Arbeitslager“ der Hitlerjugend (HJ) des Gebietes und Obergaues Hessen-Nassau in der städtischen Musikschule in Frankfurt am Main.
  • Beginn der ersten, jeweils fünftägigen Lehrgänge im Gau Hessen-Nassau „Heize richtig!“, veranstaltet von der Deutschen Arbeitsfront (DAF).
  • Premiere der Neuinszenierung des Schwankes „Der Meisterboxer“ von Carl Mathern und Otto Schwartz in der Spielleitung von Toni Impekoven im Schauspielhaus.
  • In einem Saal der Gaststätte Gambrinus-Keller, Berger Straße 96, werden 66 französische Kriegsgefangene untergebracht.
  • Gauleiter Jakob Sprenger spricht auf einem Betriebsappell in Frankfurt am Main-Höchst zu mehreren tausend Arbeitern.
  • 50. Geburtstag des Gauobmanns der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Willy Becker (1890-1945), von 1933 bis 1945 Reichstagsabgeordneter.
  • Tod des außerordentlichen Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Heinz Marr (1876-1940), seit 1916 Dozent für Sozialpolitik an der hiesigen Hochschule und Leiter des „Vereins Soziales Museums“, eine Gründung des Instituts für Gemeinwohl.
  • Neueröffnung des Cafés Central, Kaiserstraße.
  • 75jähriges Jubiläum des „Statistischen Amtes“ der Stadt Frankfurt am Main. Am 21. Juli 1865 wurde der erste Leiter des hiesigen Statistischen Amtes, Dr. Gustav Burnitz (1829-1868), auf sein Amt verpflichtet. Erste Aufgabe: Auswertung der Volkszählungsergebnisse von 1864.
  • Anlässlich des 70. Geburtstag des Frankfurter Malers Joseph Correggio (1870-1962), Pferde-, Porträt- und Historienmaler, wird im Frankfurter Kunstverein eine Schau seiner Werke eröffnet – gemeinsam mit Bildwerken Alexander Kraumanns (1870-1956), anlässlich von dessen 70. Geburtstag.
  • Zweites „Kulturelles Arbeitslager“ der HJ des Gebietes und Obergaues Hessen-Nassau in der städtischen Musikschule in Frankfurt am Main.
  • Konzert der Konzertgemeinschaft blinder Künstler „Südwestdeutschland“ im Volksbildungsheim.
  • Große Arbeitstagung des Amtes für Volksgesundheit der NSDAP im Saalbau für die Ärzteschaft des Gaues Hessen-Nassau, mit einem Vortrag von Dr. med. Werner Bockhacker (Berlin), seit 1939 Leiter des Zentralamtes im Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP (HAVG) und Amtsleiter im neu gegründeten DAF-Amt Gesundheit und Volksschutz, über die Aufgaben des Amtes und über die Frage des Einsatzes von Betriebsärzten.
  • Feier anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Frankfurter Rudervereins von 1865, der älteste Ruderverein Groß-Frankfurts, im Bürgersaal des Rathauses.
  • 100jähriges Jubiläum der Frankfurter Mozart-Stiftung. Mit einer Feier am 28.07.1840, dem zweiten Jahrestag des ersten deutschen Sängerfestes von 1838, begann die Tätigkeit dieser Stiftung.
  • „Grundsätzliche Ausführungen zum Generalbebauungsplan der Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main“ durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs (betr. u.a. die Umgestaltung des Mainufers).
  • Tod des Bildhauers Prof. Hugo Lederer (1871-1940), Schöpfer des Merkurbrunnens, 1916 auf dem Theaterplatz aufgestellt, heute in der Friedrich-Ebert-Anlage nahe der Messe.
  • 70. Geburtstag des Frankfurter Malers Joseph Correggio (1870-1962), Pferde-, Porträt- und Historienmaler. Werke: Hochaltar der Dreikönigskirche, Szenen für die Römerbergfestspiele und über 1.000 Porträts. Infolge eines Bombenangriffs 1944 wird sein Haus im Stadtteil Westend zerstört und damit ein Großteil seines Werkes vernichtet.
  • Die Feuerwehrgefolgschaft der Hitlerjugend (HJ) tritt am Eisernen Steg zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit.
  • Erste Sitzung des Gauvollkornbrotausschusses im Haus der NS-Frauenschaft, Hermann-Göring-Ufer [heute: Untermainkai 25], unter dem Vorsitz des Gaubeauftragten Prof. Wilhelm Heupke. Dem Ausschuss gehören Vertreter der NSDAP und des Staates sowie aller an der Herstellung und Verteilung des Vollkornbrotes Beteiligten an. Die Vollkornbrotaktion ist 1939 ins Leben gerufen worden.
  • In einer Sitzung der städtischen Amtsleiter trägt Oberbürgermeister Friedrich Krebs seine grundlegenden Überlegungen zum Generalbebauungsplan Frankfurts (siehe Eintrag vom 30.07. d. J.) vor. Die weiteren Beratungen werden mit dem mit Verfügung vom 11.06.1940 eingesetzten Ausschuss geführt.
  • 250. Orgelfeierstunde in St. Nikolai am Römerberg. Die seit acht Jahren auf Anregung des Organisten Wilhelm Heinrich Simmermacher (1883-1956) veranstalteten Orgelfeierstunden in der ehemaligen Ratskirche St. Nikolai auf der alten Orgel des Frankfurter Orgelbauers (Philipp) Ernst Wegmann (1734-1778) sind seit 1936 infolge der Initiative von Oberbürgermeister Friedrich Krebs und von Generalintendant der Städtischen Bühnen (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), Städtischer Musikbeauftragter, in städtische Obhut genommen worden.
  • Vor Beginn der „Deutschen Kriegsmeisterschaften der Ringer 1940“ im Volksbildungsheim werden die Teilnehmer von Stadtrat Dr. Robert August Lingnau (1890-1960) im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell begrüßt.
  • 80. Geburtstag von Oberstudiendirektor a. D. Wilhelm Zint (1860-1954), von 1887 bis 1891 wissenschaftlicher Hilfslehrer am Städtischen Gymnasium, danach bis 1901 ordentlicher Lehrer am Goethe-Gymnasium; von 1901 bis 1926 erster und einziger Direktor der Sachsenhäuser (Ober)Realschule (am Holbeinplatz), Stadtverordneter, Vorsitzender des Frankfurter Direktorenverbandes und langjähriges Mitglied im preußischen Philologen-Verein.
  • Der mit Verfügung vom 11.06.1940 eingesetzte Ausschuss zwecks Beratungen des Generalbebauungsplanes für Frankfurt am Main tagt erstmals im Sitzungssaal des Hauptverwaltungsamtes. Auf der Tagesordnung stehen die grundsätzlichen Fragen der Planung und Stadtgestaltung, insbesondere die allgemeinen Verkehrsfragen, Fragen um den Hauptbahnhof, das Messe- und Ausstellungsgelände, die neuen Großbauten, wie die Hauptbibliothek, die Frage der Krankenhausverlegung usw. Grundlage sind die schriftlichen Ausführungen von Oberbürgermeister Friedrich Krebs vom 30.07. d. J. Die Fortsetzung der Ausschusssitzung findet am 20.08. d. J., wiederum im Sitzungssaal des Hauptverwaltungsamtes statt.
  • Eine Gruppe japanischer Ärzte unter Leitung des Präsidenten der Japanisch-Deutschen Medizinischen Gesellschaft, Dr. Choei Ishibashi, besucht im Rahmen ihrer Deutschlandreise die Mainstadt und wird von Gauleiter Jakob Sprenger im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung in der Gutleutstraße, und danach von Stadtrat Dr. Peter Müller im Kurfürstenzimmer des Römers offiziell begrüßt. Die Gäste tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main ein.
  • 20jähriges Jubiläum des Frankfurter Motettenchores, ein Knabenchor, als Zweigvereins des Lehrersängerchores. Erster Vorsitzender und Chorleiter ist Prof. Fritz Gambke (1871-1956), auch Dirigent des Lehrersängerchores und der Frankfurter Singakademie, die er 1922 mitbegründet und geleitet hat.
  • Heiterer Abend der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Saalbau unter Mitwirkung der Schauspielerin Olga Tschechowa.
  • Arbeitstagung der Gauamtsleiter und Kreisleiter der NSDAP des Gaues Hessen-Nassau im Adolf-Hitler-Haus unter Leitung von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Gauleiter Jakob Sprenger spricht im Rahmen eines Betriebsappells vor tausenden Frankfurter Rüstungsarbeitern.
  • Der Dichterin Agnes Miegel (1879-1964) wird der Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main verliehen. Die feierliche Überreichung der Auszeichnung erfolgt nach den Bestimmungen der Satzung am 28.08., dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, in den Räumen des Goethehauses am Großen Hirschgraben. Zum zweiten Mal wird einer Frau der Goethepreis verliehen – nach der Schriftstellerin, Historikerin und Philosophin Dr. Ricarda Huch (1864-1947) im Jahre 1931.
  • Frankfurter Michaelismarkt vor der Großmarkthalle.
  • Gastspiel der Frankfurter Oper in mehreren französischen Städten: u.a. in Paris, Bordeaux und Metz. In den ersten Tagen reist Oberbürgermeister Friedrich Krebs mit.
  • Eröffnung der Sonderausstellung „Die deutsche Frau der Gegenwart als schöpferische und darstellerische Künstlerin“ im Manskopfschen Museum für Musik- und Theatergeschichte.
  • Gedenkstunde der Gedok (Gemeinschaft Deutscher Künstlerinnen und Kunstfreundinnen) für Marianne von Willemer (1784-1860), von dem mit ihr befreundeten Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) im „Buch Suleika“ seines Spätwerkes „West-östlicher Divan“ (Stuttgart 1819) verewigt, mit der Goethepreisträgerin Agnes Miegel (1879-1964) in der Gerbermühle.
  • Eröffnung der Ausstellung „Der Handwerker als Kulturträger“ (Wechselausstellung) und der Schau der von der Stadt Frankfurt am Main angekauften Arbeiten aus den letzten Handwerker-Wettkämpfen im Handwerkermuseum in der Mehlwaage, Fahrgasse, durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Auf dem Baugelände zwischen Weißadlergasse und Bethmannstraße werden die ersten nach der Weißadlergasse zu gelegenen Wohnhäuser bezogen. In den Zweizimmerwohnungen mit Wohnküche finden sechzehn Parteien Unterkunft.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Abzweigung Mainzer Landstraße – Ludwigstraße, ein Motorwagen der Reichspost rammt eine Straßenbahn, werden ein Fahrgast schwer und fünf weitere Personen leicht verletzt.
  • Der Gaudienst des Kreises Groß-Frankfurt der NSDAP veranstaltet eine Reihe öffentlicher Versammlungen mit bekannten Reichsrednern. Die Ortsgruppe Bornheim eröffnet die Aktion am 01.09. im Schützenhof mit Reichsredner Pg. Friedrich Keutgens (Oberlahnstein). Es folgen am 02.09. Veranstaltungen der Ortsgruppen Günthersburg (Keglersporthaus, Wingerststraße), am 03.09 Holzhausenpark (Volksbildungsheim), am 05.09. Unterliederbach (Alleehaus) und am 06.09. Universität (Palmengarten). Am 9. September spricht Reichsredner Pg. Frühwald (München) in einer öffentlichen Versammlung der NSDAP-Ortsgruppe Nordost im Schützenhof.
  • Ausstellung von Werken der Frankfurter Malerin Lina von Schauroth (1874-1970) sowie der Malerin, Galeristin und Mäzenatin Hanna Bekker vom Rath (1893-1983) im Frankfurter Kunstverein.
  • Tod des Ingenieurs, Flugzeugkonstrukteurs und Industriellen Edmund Rumpler (1872-1940), Oberingenieur bei den Adlerwerken in Frankfurt am Main, konstruierte dort den ersten Adler-Motor. 1908 Gründer der ersten deutschen Flugzeugfabrik in berlin, die Luftfahrzeug GmbH (ab 1917: Rumpler-Werke AG). 1912 Entwicklung des ersten deutschen V8-Flugzeugmotors. Wandte sich 1921, aufgrund des Versailler Vertrags, dem Automobilbau zu.
  • Premiere des Stücks von Richard Nicolas „Segel unter blauem Himmel“ im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen. Die Spielleitung hat Richard Salzmann.
  • Volksliederabend anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Gesangvereins „Frohsinn“, Frankfurt-Hedernheim (am 08.03.1840), unter der Chorleitung von Prof. Fritz Gambke. Die Veranstaltung ist zugleich eine Abschiedsfeier für den in Ruhestand tretenden Chorleiter.
  • Eröffnung der Spielzeit im Schauspielhaus: Premiere der Neuinszenierung von Johann Wolfgang von Goethes „Egmont“ in der Regie von Robert George (1879-1959).
  • Herbstregatta des Frankfurter Regattavereins.
  • Gauleiter Jakob Sprenger spricht im Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstraße, vor den versammelten Mitarbeitern der Gauleitung über den weiteren Einsatz der NSDAP bis zur „Erringung des Endsieges“.
  • Tod des Dichters Hermann Stehr (1864-1940), 1933 Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main.
  • Konzert des Chors und Orchesters des Musischen Gymnasiums unter Leitung von Prof. Kurt Thomas (1904-1973), Komponist und Musikpädagoge, in der Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters.
  • Gedächtnisausstellung für den Maler Nikolas Gilles im Kunsthaus Wilhelm Ettle, Eschenheimer Anlage.
  • Besuch des Orchesters des italienischen Rundfunks, „Orchestra Littoria“, unter Leitung von Giuseppe Savagnone aus Rom in der Mainstadt und Konzert im Saalbau für Verwundete und Soldaten des Standortes Frankfurt am Main. Am 18.09. wird das Rundfunkorchester offiziell im Kurfürstenzimmer des Römers empfangen.
  • Belgische Journalisten besuchen im Rahmen ihrer Deutschlandreise Hessen und die Mainstadt und werden offiziell im Römer empfangen.
  • 80. Todestag des Philosophen Dr. phil. habil. Arthur Schopenhauer (1788-1860), wohnte seit 1833 bis zu seinem Tode in Frankfurt am Main.
  • Bei einem schweren Unfall im Hauptbahnhof gerät ein Fahrgast unter einen einfahrenden D-Zug und verletzt sich dabei tödlich.
  • 70. Geburtstag des Nationalökonom Prof. Paul Arndt (1870-1942), ab 1901 Dozent an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt am Main, von 1914 bis 1935 Professor für praktische Nationalökonomie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Frankfurter Orientinstituts.
  • Professor Fritz Gambke (1871-1956), der vor 20 Jahren, am 19.08.1920, den Motettenchor als Zweigverein des Lehrersängerchores gegründet und seitdem geleitet hat, leitet im Saalbau anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand zum letzten Mal ein Frankfurter Konzert des Motettenchores und des Lehrersängerchores. Zu seinem Abschied aus Frankfurt am Main wird er im Rahmen seines letzten Konzertes in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs zum Ehrenchormeister der von ihm geleiteten Chöre - auch die 1922 begründete Frankfurter Singakademie - ernannt.
  • Uraufführung von Friedrich Bethges Tragödie „Anke von Skoepen“ im Schauspielhaus. Spielleitung: Generalintendant (1933-1944) Hans Meissner (1896-1958).
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft im Saalbau mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Franz Konwitschny (1901-1962), Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses, und Prof. Walter Gieseking (Klavier) (1895-1956) als Solist.
  • „Gauausstellung für bildende Künste“ 1940 im Städelschen Kunstinstitut, eröffnet von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Eröffnung der Ausstellung mit Werken u.a. von Agnes Langenbeck-Zachariae (Frankfurt am Main) im Frankfurter Kunstverein.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft im Saalbau mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Franz Konwitschny (1901-1962), Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses, und Ludwig Hoelscher (Cello) (1907-1996) als Solist.
  • Nach einer Anordnung des Reichsstatthalters für den Bezirk des Landes Hessen und des Regierungspräsidenten für den Regierungsbezirk Wiesbaden wird der Ladenschluss der Einzelhandelsgeschäfte einschließlich der Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser in der Zeit vom 1. Oktober bis zum März auf 18.00 Uhr festgesetzt. Bei den Lebensmittelgeschäften bleibt der Ladenschluss wie bisher um 19.00 Uhr.
  • Die NSDAP-Ortsgruppe Eschersheim erhält eine selbständige Zweigstelle des Volksbildungswerkes in der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, die von dem Propagandaamt der Ortsgruppe betreut wird. Der offizielle Eröffnungsabend findet am 15.10. d. J. in der Ziehenschule statt.
  • Ab heute muss, gemäß einer Änderungsverordnung zur Straßenverkehrsordnung vom 24.04.1940, jedes Fahrrad bei Dunkelheit und Nebel mit einem roten Schlusslicht ausgestattet sein.
  • Wiedereröffnung des am 10.05. d. J. aus luftschutztechnischen Gründen geschlossenen Schumann-Theaters.
  • 50jähriges Jubiläum des Uhren-, Juwelen- und Schmuckgeschäftes Fritz Lang, An der Hauptwache 1.
  • Klavierabend mit Wilhelm Backhaus, Beethoven- und Brahmsinterpret, im Saalbau.
  • Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters unter der Leitung von Gaumusikinspizient Fritz Cujé (1903-1986) mit der Solistin Elly Ney (Klavier) (1882-1968), Beethoveninterpretin, im Saalbau.
  • Der Frankfurter Geflügelzüchterverein von 1867 präsentiert den Wasserhof zu Oberrad in seiner neuen Gestaltung, verbunden mit einer Geflügel-Lehr- und Werbeschau.
  • Erste Heimatveranstaltung der in Frankfurt am Main ansässigen oder sich z. Zt. aufhaltenden sog. „Volksdeutschen der Südoststaaten“, auf Einladung des Kreisverbandes des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland.
  • Werbewoche für das Vollkornbrot, veranstaltet von den Gau-Vollkornbrot-Ausschüssen im Einvernehmen mit dem Reichsvollkornbrotausschuss.
  • Konzert der Frankfurter Altistin Luise Richartz (1895-1957) im Saalbau.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Gewährung finanzieller Mittel zur Errichtung eines Kriegsgefangenenlagers in der Schwanheimer Straße, Lebensmittelversorgung sowie weitere Maßnahmen im Rahmen der städtischen Zwangsarisierung usw.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), und den Solisten Emil von Telmanyi (Violine) und Jean Stern (1889-1974) (Bariton).
  • Konzert des Thomaner-Chores im Saalbau unter der Leitung von Thomaskantor Prof. Günther Ramin.
  • Arbeitstagung des Reichskolonialbundes, Gauverband Hessen-Nassau, für die Schulungsleiter und -redner der Kreisverbände im Haus der Jugend.
  • Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meister des Tanzes“ Gastspiel der Kammertanzgruppe der Staatsoper Berlin unter der künstlerischen Leitung der Staatsballettmeisterin Lizzie Maudrik im Schumann-Theater.
  • 25jähriges Amtsjubiläum von Pfarrer Erich Meyer (1884-1955) von der deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde.
  • Modenschau des Mode schaffenden Frankfurter Handwerks für Herbst und Winter 1940 im Hotel „Frankfurter Hof“.
  • Sämtliche Klavierwerke von Johannes Brahms gespielt von Richard Laugs an 4 Abenden im Saalbau (I).
  • Tod des Ordinarius für gerichtliche Medizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität (seit 1934), Prof. Rolf Hey (1892-1940), Leiter des Instituts für gerichtliche Medizin und Kriminalistik.
  • Eröffnung einer selbständigen Zweigstelle der Volksbildungsstätte Groß-Frankfurt in der Ziehenschule.
  • 50jähriges Jubiläum der Nutzholzhandlung Wilhelm Witting, Mainzer Landstraße 531.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Stross-Quartett im Saalbau.
  • Tod des letzten Bürgermeisters von Sossenheim (1903-1927), Nikolaus Brum. Sossenheim ist seit 1928 ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
  • Klavierabend mit dem Konzertpianisten und Komponisten Wilhelm Kempff im Saalbau.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Miquelstraße [z. T. heute: Siesmayerstraße und Miquelallee] wird ein Feuerwehrbeamter auf seinem Fahrrad von einem Pkw angefahren und dabei tödlich verletzt.
  • Konzert der chilenischen Lied- und Chansonsängerin und Schauspielerin Rosita Serrano („Chilenische Nachtigall“) im Saalbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • 60jähriges Jubiläum des Frankfurter Opernhauses. Die Jubiläumsspielzeit steht im Zeichen von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen gesamtes Opernschaffen in neuer Inszenierung dokumentiert wird. Eingeleitet wird die Spielzeit mit Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“.
  • Tod des Kaufmanns, Kommunalpolitikers und Mäzens, Kgl. Norwegischer Konsul Dr. jur. h.c. Karl Kotzenberg (1866-1940), seit 1893 Teilhaber der Seidenhandlung Gebr. Passavant am Roßmarkt. Seit 1925 Inhaber der Fa. M. Andreae & Co., Import und Export (1928 liquidiert). Mitglied (seit 1920), dann Vizepräsident (seit 1926) der Industrie- und Handelskammer Frankfurt-Hanau. Von 1919 bis 1928 Stadtverordneter. Förderer kultureller, wissenschaftlicher und sozialer Bestrebungen in der Mainstadt (z. B. der Universität Frankfurt). Während des Nationalsozialismus verfemt.
  • Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters mit dem Solist, Kammersänger Helge Roswaenge, im Saalbau.
  • 100. Geburtstag des Frankfurter Kinderarztes Dr. med. Karl Lorey (1840-1889), von 1868 bis 1889 Leiter des 1845 eröffneten Dr. Christ’schen Kinderhospitals.
  • Der Generalintendant der Städtischen Bühnen (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), empfängt auf dem Hauptbahnhof ungarische Gäste: den Direktor der ungarischen Nationalbühnen, Dr. Antal Nemeth, sowie den Bühnenbildner vom Kgl. Theater Budapest, Janes Horvath, der die Bühnenbilder zur Aufführung des „Zigeunerbarons“ im Frankfurter Opernhaus entwirft. Die Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss wird am 26.10. d. J. zum ersten Mal in der Bühnenneugestaltung von Oberspielleiter Herbert Decker gegeben.
  • Feierliche Eröffnung der Reichsschule für Gemeinschaftsverpflegung, die im Rahmen der vor zwei Jahren in der Mainstadt errichteten Reichskoch- und Reichssprachenschule der Deutschen Arbeitsfront (DAF) geschaffen worden ist, im Sommerhofpark und anschließende Arbeitstagung für Gemeinschaftsverpflegung.
  • Klavierabend mit Willy Bissing in der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft im Saalbau mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), und den Solisten Hermann Kraus (Violine) und Senta Bergman (Violine).
  • Eröffnung der Jahresausstellung der Frankfurter Künstlergesellschaft im Frankfurter Kunstverein.
  • Im Rahmen des Kriegseinsatzes des Nationalsozialistisch Deutschen Studentenbundes (NSDStB, auch NSD-Studentenbund) werden erstmals Studierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität nach einem dreiwöchentlichen Lehrgang als Straßenbahnpersonal eingesetzt und zwar auf Anhängewagen.
  • 70. Geburtstag des langjährigen Lehrers am Goethegymnasium, Prof. Karl Hahn (1870-1953), Gymnasialprofessor seit 1911, 1932 Pensionierung, von 1941 bis 1949 Aushilfslehrer.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Konstablerwache wird eine Frau von einem Pkw angefahren und dabei tödlich verletzt.
  • Konzert des Kölner Männergesangvereins im Saalbau mit der Solistin Rosalinde von Schirach (Sopran).
  • „Woche des Deutschen Buches“ samt der Buchausstellung „Jugend und Buch“ (ab 28.10.) im Volksbildungsheim. Den Höhepunkt der Veranstaltungen bildet die auf die Reichssender übertragene Abendfeier im Bürgersaal des Rathauses am 29.10, auf der der NS-Kulturpolitiker und Chef des Kulturamtes der Reichsjugendführung, Rainer Schlösser (1899-1945), die Festansprache hält und der Dichter Bruno Brehm aus eigenen Werken liest.
  • Sämtliche Klavierwerke von Johannes Brahms gespielt von Richard Laugs an 4 Abenden im Saalbau (II).
  • Ordentlicher Verbandstag des Ländlichen Genossenschaftsverbandes Rhein-Main-Neckar für das Jahr 1939.
  • Ordentliche Generalversammlung der Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar für das Geschäftsjahr 1939.
  • Ordentliche Generalversammlung der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Rhein-Main-Neckar für das Geschäftsjahr 1939.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Strub-Quartett im Saalbau.
  • Vertreter des spanischen Handwerks unter Leitung des Handwerkspräsidenten Enrique Caruncho besuchen die Mainstadt und werden offiziell sowohl von Gauleiter Jakob Sprenger im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße, als auch im Kurfürstenzimmer des Römers von Bürgermeister Joseph Kremmer (1886-1976) empfangen.
  • Eröffnung der Buchausstellung „Deutscher Volkstumskampf im Westen“ im Haus Lichtenstein.
  • Lesung des Autors Rudolf Alexander Schröder im Saalbau, veranstaltet vom Freien Deutschen Hochstift.
  • 50jähriges Jubiläum der Parfümeriefabrik Wiegand & Lauk, Schadowstraße 9, in Sachsenhausen.
  • 100 Jahre planmäßiger Verkehrsbetrieb in Frankfurt am Main. Frankfurter Lohnkutschern wurde damals die Konzession erteilt, einen planmäßigen Omnibusverkehr vom Taunusbahnhof zu den einzelnen Hotels und umgekehrt zu betreiben.
  • Tanzabend mit Harald Kreutzberg im Schauspielhaus.
  • Eine Handelsdelegation aus dem Iran besucht die Mainstadt und wird offiziell im Römer empfangen.
  • Eröffnung der „Volksdeutschen Herbstschau“ des Kreisschulungsamtes der NSDAP, Kreis Groß-Frankfurt, und des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA), Kreisverband Groß-Frankfurt, im Saalbau.
  • Gastspiel der berühmten Koloratur-Sängerin Toti dal Monte (Mailänder Scala) und des Ersten Bariton der Mailänder Scala, Augusto Beuf, im Saalbau.
  • Kammermusik-Abend mit Eta Harich-Schneider (Cembalo, Berlin) im Saalbau.
  • Lieder-Abend mit der Konzertsängerin Gertrude Pitzinger (1904-1997), im Saalbau.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Debatte über die Deportation aller Sinti und Roma in den Osten, Jahresrechnung 1939 sowie finanzieller Lagebericht.
  • Erstaufführung des antisemitischen Propagandafilms „Jud Süss“ von Veit Harlan im Ufa-Palast Groß-Frankfurt. Die Premiere findet vor geladenen Gästen - u.a. Gauleiter Jakob Sprenger - im festlich geschmückten Raum des Ufa-Palastes statt. Das Rhein-Mainische Landesorchester unter der Leitung von Fritz Cujé gibt eine orchestrale Einleitung. Der Hetzfilm wird mit starkem Beifall aufgenommen.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), und dem Solisten Enrico Mainardi (Cello) im Saalbau.
  • Gedenkfeier zum 9. November, veranstaltet von der Kreisleitung Groß-Frankfurt der NSDAP, im Saalbau. Als Organist steht Prof. Helmut Walcha (1907-1991), von 1929 bis 1944 Organist an der Frankfurter Friedenskirche sowie Leiter der Kirchenmusikabteilung an der Staatlichen Hochschule für Musik, zur Verfügung. An den Ruhestätten verstorbener NSDAP-Aktivisten werden Ehrenwachen aufgestellt. Die NSDAP und ihre Gliederungen legen an den Grabstätten Kränze nieder.
  • Gedenkfeier anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Neebschen Männerchors-Frankfurter Männergesangvereins im Gesellschaftshaus „Zur Einigkeit“.
  • Gastspiel des Balletts des Böhmischen Nationaltheaters Prag im Schumann-Theater.
  • Konzert mit Karl Windeck (Violine) und Clemens Ingenhoven (Klavier ) im Saalbau.
  • 70. Geburtstag des Leiters der Spechtschen Musik- und Gesangschule, Musikdirektor Carl Specht, 1897 Gründer des Spechtschen Männerchors.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff (Sprengbomben) vor allem auf den Stadtteil Praunheim.
  • Im Rahmen der Volksbildungsstätte der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Kreis Groß-Frankfurt, feierliche Eröffnung der Zweigstelle Rödelheim des Frankfurter Volksbildungswerkes. Die Geschäftsstelle ist in dem Haus der Ortsgruppe der NSDAP Rödelheim, Radilostraße 8, untergebracht.
  • 150. Geburtstag des Weinhändlers und Kommunalpolitikers, Geheimer Hofrat Johann Adam Beil (1790-1852), von 1826 bis 1840 Senator, führte 1827 eine zeitgemäße städtische Begräbnisordnung in Frankfurt am Main ein und begründete 1828 die neuen Frankfurter Friedhöfe. Legte 1840 sein Amt als Senator nieder, da er Direktor der Taunuseisenbahn wurde (bis 1852).
  • Sämtliche Klavierwerke von Johannes Brahms gespielt von Richard Laugs an vier Abenden im Saalbau (III).
  • Klavierkonzert mit dem ungarischen Pianisten Julian von Karolyi im Saalbau.
  • Namhafte Vertreter des ungarischen Kulturlebens besuchen die Mainstadt und werden auf dem Hauptbahnhof vom Generalintendanten der Städtischen Bühnen (1933-1944) Hans Meissner (1896-1958) und dem Kulturamtsleiter, Stadtrat Dr. Rudolf Keller (1878-1960), willkommen geheißen. Sie wohnen am 16.11. der deutschen Erstaufführung des bedeutenden dramatischen Werkes des ungarischen Schrifttums, der „Tragödie des Menschen“ von Imre Madach, Spielleitung Dr. Antal Németh, im Schauspielhaus bei.
  • Deutsch-Italienischer Ringkampf, klassischer Stil: Bologna, unter der Leitung des Präsidenten des italienischen Schwerathletikverbandes Riccardo Barisonzo, gegen Frankfurt (4:3 für Bologna) in der Volksbildungsstätte.
  • Konzert des Dessauer Streichquartetts mit japanischer Kammermusik im Saalbau, veranstaltet von der Zweiggesellschaft Südwestdeutschland der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, aus Anlass des 2.600jährigen Jubiläums des japanischen Kaiserreiches. Anwesend sind u.a. Gauleiter Jakob Sprenger und der Rektor der Johann Wolfgang Goethe-Universität (1934-1944), Prof. Walter Platzhoff (1881-1969).
  • 100. Lazarett-Liedstunde des Sängerkreises Frankfurt am Main im Lazarett VIIIa. Als eine Veranstaltung des Oberkommandos der Wehrmacht findet in Zusammenarbeit mit der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ das 100. Singen in Frankfurter Lazaretten statt.
  • Chor- und Orchester-Konzert des Musischen Gymnasiums Frankfurt am Main im Saalbau unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten, Prof. Kurt Thomas (1904-1973), von 1939 bis 1945 Leiter des Frankfurter Musischen Gymnasiums.
  • Tod des Malers Hanns Ludwig Katz (1892-1940), seit den 1920er Jahren Wohnsitz in Frankfurt am Main und freier Maler, 1936 Emigration nach Südafrika. Während des Nationalsozialismus werden seine Werke aus den Galerien u.a. in Frankfurt am Main als „entartet“ entfernt.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester im Saalbau, mit den Solisten Res Fischer (Altistin), Rose Huzka-Paloss und Rudolf Gonszar.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Straßenbahnhaltestelle Kaiserstraße-Ecke Weserstraße wird ein Mann von einem Straßenbahnzug überfahren und tödlich verletzt.
  • Tod des Chemikers und Kunstsammlers Dr. Carl Hagemann (1867-1940), von 1925 bis 1931 Vorstandsmitglied der IG Farbenindustrie, Förderer expressionistischer Kunst.
  • 70. Geburtstag des Historikers Prof. Georg Küntzel (1870-1945), von 1906 bis 1935 Ordinarius an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Konzert mit Willi Domgraf-Fassbender, Bariton der Staatsoper Berlin und München, im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft im Saalbau mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), mit dem Solisten Georg Kulenkampff (Violine).
  • Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Hans Peters, Wilhelm Knapp und Grete Bilgner im Frankfurter Kunstverein.
  • Eröffnung der Reichsausstellung des Töpferhandwerks in der Mehlwaage.
  • Lieder- und Arien-Abend mit der Sopranistin Erna Sack im Saalbau.
  • Konzert des Schwarzmeer-Kosakenchors unter der Leitung von Boris Ledkovsky im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Mozarteum-Quartett (Salzburg) im Saalbau.
  • Am 27.11.1933 gab Reichsorganisationsleiter Robert Ley der Feierabendorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF) den Namen „Kraft durch Freude“. Anlässlich des 7. Jahrestages dieser nationalsozialistischen Einrichtung findet im Schauspielhaus eine Feierstunde statt, an der Gauleiter Jakob Sprenger und der Gauobmann bzw. Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront in Hessen-Nassau, Willy Becker (1890-1945), von 1933 bis 1945 Reichstagsabgeordneter, teilnehmen.
  • Lieder- und Arien-Abend mit dem Sänger Wilhelm Strienz (Bass) im Saalbau.
  • Erste Konzertreise des Musischen Gymnasiums Frankfurt am Main unter der Leitung von Prof. Kurt Thomas (1904-1973), seit 1939 Leiter des Frankfurter Musischen Gymnasiums, durch elf deutsche Städte, u.a. nach Köln und Berlin.
  • Erstaufführung von Werner Egks Oper „Peer Gynt“ im Opernhaus. Musikalische Leitung: Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944). Bühnengestaltung: Helmut Jürgens (1902-1963), von 1938 bis 1945 chefbühnenbildner der Städtischen Bühnen.
  • Sämtliche Klavierwerke von Johannes Brahms gespielt von Richard Laugs an 4 Abenden im Saalbau (IV).
  • 75jähriges Jubiläum der Firma Wilhelm Büttel, Bürobedarf, Goethestraße 23.
  • Konzert des Stross-Quartetts im Saalbau.
  • Erste Reichshahnenschau der Reichsfachgruppe Ausstellungsgeflügelzüchter.
  • Festveranstaltung anlässlich des 7. Jahrestages der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ mit dem Rhein-Mainischen Landesorchester unter der Leitung von Prof. Peter Raabe und dem Solisten Richard Laugs (Klavier) (an Stelle des verhinderten Gerhart Münch) im Saalbau.
  • Violin-Sonaten-Abend mit Mary Ann Kullmer (Violine) und Prof. Michael Raucheisen (Klavier) im Saalbau.
  • Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, besucht die Mainstadt und besichtigt in Begleitung von Oberbürgermeister Friedrich Krebs vor allem Einrichtungen der städtischen Berufsschulen zur Umschulung von Kriegsversehrten.
  • Reichsweite, allgemeine Viehzählung. Sie erstreckt sich auf Pferde, Maultiere, Maulesel und Esel, Schafe, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Federvieh und Bienenvölker.
  • 75. Geburtstag von Prof. Pius Sack, langjähriger Lehrer am Wöhler-Realgymnasium und Sektionär der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.
  • Nichtöffentliche Sitzung der Gemeinderäte: Haushaltsablauf im ersten Halbjahr 1940.
  • Reichsgesundheitsführer Unterstaatsekretär Leonardo Conti, zugleich Leiter der Reichsärztekammer, besucht die Mainstadt und bespricht mit Gauleiter Jakob Sprenger über die Aufgaben der NSDAP bei der ‚Volksgesundheitsführung’. Ferner hat Conti eine Besprechung mit führenden Ärzten des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP.
  • „Landesbauerntag“ der Landesbauernschaft Hessen-Nassau im Sitzungssaal der Landesbauernschaft, in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Konzert der Kammersängerin Erna Berger (Sopranistin) im Saalbau.
  • 80. Todestag von Marianne von Willemer (1784-1860). Muse Johann Wolfgang von Goethes (1814/15), der sie im „Buch Suleika“ seines Spätwerkes „West-östlicher Diwan“ (1819) verewigte.
  • Tod des Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Andreas Voigt (1860-1940), 1914 bis 1925 Ordinarius für Volkswirtschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Nach einer vollständigen Renovierung übernimmt und eröffnet Paul Jäger, vormals Verwaltungsinspektor des Schumann-Theaters, das frühere Café Spörl, Stiftstraße 7, unter eigenem Namen als „Café Jäger“.
  • Erstes eigenes Konzert der jungen Frankfurter Künstlerin Magda Goebel (Klavier), Meisterschülerin von Prof. Alfred Höhn, im Saalbau.
  • Konzert der Ersten Solotänzerin der Staatsoper Berlin, Ilse Meudtner, im Schumann-Theater.
  • Frankfurter Weihnachtsmarkt in den Römerhallen.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Breronel-Quartett im Saalbau.
  • Erstaufführung des antisemitischen Dokumentarfilms „Der ewige Jude“ nach einer Idee von Dr. Eberhard Taubert, ranghoher Propagandist im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Gestaltung: Fritz Hippler, im Ufa-Palast Groß-Frankfurt.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main sowie Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis 1944), und den Solisten Eduard Erdmann (Klavier) und Fritz Lang (Bratsche) im Saalbau.
  • Eröffnung der Ausstellung mit Werken des nationalsozialistischen Malers Prof. Ernst Vollbehr im Städelschen Kunstinstitut, in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Die zwischen Eschersheimer Landstraße und Mainzer Landstraße über den Reuterweg/Opernplatz unmittelbar verkehrenden Sonderzüge der Linie 23 E werden zur besseren Unterscheidung und Kennzeichnung ab heute mit Linie 37 bezeichnet.
  • Vortrag des bekannten Welt- und Forschungsreisenden Colin Ross über das Thema „Asien und Amerika“ im Saalbau.
  • Bei einem abendlichen Großbrand in der Festhalle entsteht hoher Sachschaden.
  • SA-Führertagung aller Leiter der SA-Gruppe Hessen im Stabsgebäude der Gruppe Hessen unter der Leitung von Obergruppenführer Adolf Heinz Beckerle (1902-1976).
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall im Hauptbahnhof wird ein 66jähriger Arbeiter von einem Zug erfasst und dabei tödlich verletzt.
  • Tod des früheren Architekten Freiherr Alexander von Lersner (1856-1940), ein Spross der alten Frankfurter Patrizierfamilie gleichen Namens.
  • Konzerte des Palmengartenorchesters im Palmengarten.
  • 100. Geburtstag des ehemaligen Oberlehrers für Mathematik und Physik und vorübergehenden stellvertretenden Direktors am Städtischen Gymnasium in Frankfurt am Main, Prof. Harald Schütz (1840-1915).
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit der Frankfurter Kammermusikvereinigung des Städtischen Orchesters und Heinz Schröter (Klavier) im Saalbau.
  • Im Rathaus Höchst wird eine Nebenstelle der Abteilung für Hausbrandkohle des Wirtschaftsamtes Frankfurt am Main für die westlichen Vororte (Höchst, Sindlingen, Zeilsheim, Unterliederbach, Sossenheim, Nied und Schwanheim) eingerichtet.
  • Der Generalintendant der Städtischen Bühnen (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), überreicht im Rahmen des Betriebsappells dem Heldentenor Albert Seibert (1891-1978) den „Ehrenring der Stadt Frankfurt am Main“ für sein hervorragendes künstlerisches Wirken bei den Auslandsgastspielen der Frankfurter Oper - zum ersten Mal einem Mitglied des Opernhauses.
  • Traditionelles Silvester-Konzert mit dem Meister-Sextett unter der Leitung von Robert Biberti im Saalbau.
  • Silvesterfeier im Palmengarten.
  • Silvesterfeier in den Räumen des Theaterhauses Groß-Frankfurt am Eschenheimer Turm.