Stadtchronik

  • Die Zweigstelle Frankfurt am Main der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, die Bezirksstelle Hessen und die Bezirksstelle Hessen-Nassau der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland sowie die Jüdische Gemeinde e. V. Frankfurt, die am 06.11.1942 in die Bezirksstelle Hessen-Nassau eingegliedert worden ist, werden zur Bezirksstelle Hessen/Hessen-Nassau der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland mit Sitz im Hermesweg zusammengefasst.
  • Nach der Auflösung der Preußischen Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet (Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden zum 31.12.1942) fungiert als Nachfolgerin der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer die Gauwirtschaftskammer Rhein-Main. Zum Präsidenten der neu geschaffenen Wirtschaftskammer wird Hermann Gamer (1899-1963), Gauhandwerksmeister Hessen-Nassau, ernannt (bis Kriegsende 1945).
  • Vor 75 Jahren, am 1. Januar 1868, trat das Gesetz über das Posttaxenwesen im Gebiet des Norddeutschen Bundes vom 04.11.1867 in Kraft. Am 01.01.1868 wurde als äußeres Zeichen der neuen Posteinheit ein Einheitstarif für Postwertzeichen und Briefumschläge mit eingedruckter Marke eingeführt.
  • Beginn des Geschäftsjahres des neu gegründeten „Instituts für Industriewirtschaft e. V.“, mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Institut ist an die Abteilung Industrie der Gauwirtschaftskammer Rhein-Main angegliedert und ist zugleich ein Institut an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Zweck des Institutes ist „die Ausbildung von Betriebsangestellten durch wissenschaftliche Forschungs- und Lehrtätigkeit, insbesondere eine eingehende Kenntnis des inneren betrieblichen Arbeitsablaufes von Industriebetrieben und der industriellen Planungs-, Dispositions- und Organisationsaufgaben zu vermitteln.“ (§ 2 der Satzung)
  • Verkauf der öffentlichen Fuhrwerkswaage in Frankfurt am Main-Preungesheim an Georg Betz.
  • Feier anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Taunus-Clubs Frankfurt, später Taunusbund, im Volksbildungsheim.
  • Klavierkonzert im Saalbau mit der kroatischen Pianistin Branka Musulin (1920-1975), nach dem Zweiten Weltkrieg Dozentin (ab 1958) bzw. Professorin (ab 1963) an der Frankfurter Musikhochschule, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Kreis Groß-Frankfurt.
  • Am ersten Sonntag des neuen Jahres vor 75 Jahren, am 05.01.1868, unmittelbar nach der Gründung eines Wandervereins am 02.01.1868 in einem Café am Schillerplatz, laufen 21 Männer auf den Feldberg und gründen auf der Kuppe des Feldbergs den Taunus-Club Frankfurt, später in Taunusbund umbenannt.
  • Erstaufführung des Films „Wir machen Musik“ mit Ilse Werner, Viktor de Kowa, Georg Thomalla und Grethe Weiser im Lichtspieltheater „Gloria“. Spielleitung: Helmut Käutner.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Oberbürgermeister Friedrich Krebs richtet Dankesworte an die Ratsherren. Weitere Tagesordnungspunkte: Erwerb der Liegenschaft Zeil 29 (früher: Rothschildsches Altersheim) von der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, Abräumen des Jüdischen Friedhofs, Dominikanerplatz [heute: Börneplatz] zwecks Nutzung als Schuttabladeplatz bei Gebäudeschäden infolge von Fliegerangriffen.
  • Amtseinführung des neuen Polizeipräsidenten, SA-Brigadeführer Fritz Stollberg (1888-1948). Gauleiter Jakob Sprenger spricht in einer kurzen Feierstunde über das Aufgabengebiet der Polizei.
  • Schumann-Chopin-Abend mit Winfried Wolf (Klavier) im Saalbau.
  • Liederabend mit Ludwig Druschel (Bariton) im Saalbau.
  • Sonatenabend mit Marie-Louise Moench (Violine) und Otto A. Graef (Klavier) im Saalbau.
  • Das Haus der Technik in Frankfurt am Main eröffnet in der Mainzer Stadthalle im Rahmen einer Festveranstaltung eine Außenstelle Mainz.
  • In der Eigenschaft als Reichsverteidigungskommissar Rhein-Main versammelt Gauleiter Jakob Sprenger im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße, die Spitzen von Staat und NSDAP des Gaues Hessen-Nassau zu einer Vortragsveranstaltung, die der Unterweisung aller parteiamtlichen, staatlichen und kommunalen Dienststellen hinsichtlich der Kriegsaufgaben dienen.
  • Gauleiter Jakob Sprenger versammelt am Nachmittag die hessischen Landräte, Oberbürgermeister, Polizeipräsidenten und Abteilungsleiter der Hessischen Landesregierung im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße, zu einer Arbeitstagung, auf der in einzelnen Referaten behördliche Aufgabengebiete behandelt werden.
  • Beethoven-Abend mit Hans Erich Riebensahm (Klavier) in der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Verlegung der Familien-Unterhaltungsstelle Griesheim und der Kreisstelle Griesheim des Städtischen Fürsorgeamtes von der Boehleschule in die Lärchenstraße.
  • Beethoven-Schubert-Abend mit Günter Weinert (Klavier) im Saalbau.
  • Ausstellung „Japan durch die Kamera gesehen“ in den Römerhallen, eröffnet mit einem Festakt im Bürgersaal des Rathauses. Die Begrüßungsansprache hält Oberbürgermeister Friedrich Krebs. Am Vorabend spricht auf Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft der Gesandte bei der Kaiserlich-Japanischen Botschaft in Berlin, Exzellenz Shin Sakuma, über „Der japanische Geist und der Sieg Japans“.
  • Tod des Rechtsanwalts und Notars Dr. Max Marxheimer (1883-1943 Auschwitz), 1910 als Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht bzw. 1911 beim Landgericht Frankfurt am Main als Rechtsanwalt eingetragen, 1935 Entzug des Notariats, 1938 Berufsverbot als Rechtsanwalt; zuletzt in der Verwaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main tätig. 1942 Verhaftung, am 09.10.1942 Internierung ins Arbeitserziehungslager Heddernheim, danach Verschleppung ins Vernichtungslager Auschwitz.
  • Cello-Abend mit dem Mailänder Künstler Antonio Janigro im Saalbau.
  • Kammermusik-Abend mit dem Stamitz-Quartett im Saalbau.
  • Konzert des Kammermusik-Ensembles des Berliner Philharmonischen Orchesters im Saalbau.
  • Klavierabend mit der Musikpädagogin Gisela Sott (1911-2002) im Saalbau.
  • 75. Geburtstag des Schriftstellers Dr. h.c. Wilhelm Schäfer (1868-1952), verfasste zum Goethejahr 1932 im Auftrag der „Deutschen Volksspende für Goethes Geburtsstätte“ die Denkschrift „Goethes Geburtshaus“. 1941 Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Oberbürgermeister Friedrich Krebs verleiht ihm die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main.
  • Violinabend mit dem italienischen Meistergeiger Vittorio Emanuele (Rom) im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem „Quartetto di Roma“ im Saalbau.
  • Tod des Politikers und Gewerkschafters Albrecht Ege (1878-1943 in Preungesheim durch Fallbeil hingerichtet), 1896 Eintritt in den Zentralverband der Zimmerer, von 1913 bis 1921 Gauleiter des Zentralverbandes der Zimmerer, von 1921 bis 1925 hauptamtlicher Leiter des Bauhüttenbetriebsverbandes in Hessen-Nassau. 1924 bis 1933 Stadtverordneter (SPD), seit 1924 Geschäftsführer der neu gegründeten Gemeinnützigen Wohnungsbau AG (Gewobag) in Hessen und Nassau. 1933 ‚Schutzhaft’, danach im Widerstand tätig, 1942 verhaftet und wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens in Tateinheit mit Verbrechen gegen die Rundfunkordnung“ zum Tode verurteilt.
  • Klavierabend mit Irmgard Mietusch im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Polizei im Ufa-Theater, Groß-Frankfurt. Das Fest der Deutschen Polizei wird in diesem Jahr nicht abgehalten.
  • Violinabend mit Roman Schimmer im Saalbau.
  • Gauleiter Jakob Sprenger besucht die Heeresmusikschule Frankfurt und spricht vor Heeresmusikschülern.
  • Tod des Rechtsanwalts Dr. Robert Rosenburg (1899-1943 Ghetto Lodz), seit 1926 als Rechtsanwalt am Landgericht Frankfurt am Main eingetragen, tritt als Partner in die Kanzlei von Justizrat Dr. Martin Mayer und Dr. Albert Erlanger ein und übernimmt 1933 nach dem Ausscheiden von Dr. Mayer die Kanzlei. 1938 Berufsverbot als Rechtsanwalt. Am 19.10.1941 Deportation ins Ghetto Lodz.
  • Klavierabend mit Walter Gieseking, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Groß-Frankfurt.
  • Der von der Stadt Frankfurt am Main gestiftete „Musikpreis der Staatlichen Hochschule für Musik“ für das Studienjahr 1942/43 wird durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs dem 21jährigen Studierenden Ottmar Reich verliehen.
  • 75. Geburtstag des Fabrikanten Kgl. Bulgarischer Generalkonsul Dr. h.c. Alfred Teves (1868-1953), Gründer und langjähriger Leiter der Frankfurter Maschinen- und Armaturenfabrik Alfred Teves GmbH. In Anerkennung seiner Verdienste um die Wirtschaft und die Förderung des Frankfurter Wirtschaftslebens wird ihm von Oberbürgermeister Friedrich Krebs der Ehrenteller der Stadt Frankfurt am Main mit Urkunde überreicht.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall am Kaiserplatz in der Innenstadt wird eine 54jährige Frau beim Abspringen von einer fahrenden Straßenbahn tödlich verletzt.
  • Probealarm der Luftschutzsirenen des Luftortes Frankfurt am Main, einschließlich Offenbach/M. und Oberursel.
  • Feierstunde des NS-Regime anlässlich des 10. Jahrestages der Machtübernahme. Gauleiter Jakob Sprenger spricht im Volksbildungsheim.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft im Saalbau mit dem Gastdirigenten Hermann Zilcher (1881-1948), Direktor des Staatskonservatoriums der Musik in Würzburg, und den Solisten Ludwig Hoelscher (1907-1996) (Cello) und Helmut Walcha (1907-1991) (Orgelpositiv), Organist an der Frankfurter Friedenskirche.
  • Erste Ehrung der Gefallenen der Opfer der alliierten Flugangriffe und der Opfer der NS-Bewegung und der Wehrmacht.
  • Mit Rücksicht auf die Kundgebung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB, auch NSD-Studentenbund) und des Nationalsozialistischen Altherrenbundes der Deutschen Studenten (NSAHB), ein Zusammenschluss von Akademikern zur Unterstützung des NSD-Studentenbundes, mit dem Staatssekretär im Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda (seit 1941), SS-Brigadeführer Leopold Gutterer (1902-1996), als Redner am 08.02. d. J. im Saalbau, veranstalten die örtlichen Studentenführungen des Gaues Hessen-Nassau in diesem Jahr am 26.01., dem Gründungstag des NSD-Studentenbundes, keine Feierlichkeiten. Stattdessen gedenken sie der Studentenbundsgründung im Jahre 1926 anlässlich der Veranstaltungen, die für den 30.01. d. J. vorgesehen sind, um die Semesterarbeit nicht unnötig zu belasten.
  • Feierliche Kundgebung anlässlich des 10. Jahrestages der NS-Machtübernahme im Saalbau in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger und Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Das selbständig errichtete Wohnungsamt für den Stadtbezirk Frankfurt am Main, Seilerstraße 8, nimmt seine Arbeit auf. Seine Aufgabenbereiche umschließen: Wohnungsnachweis (einschließlich Wohnungstausch), Wohnungsaufsicht und Wohnungspflege. Diese Obliegenheiten scheiden aus dem Tätigkeitsbereich des Städtischen Fürsorgeamtes, Abteilung Wohnungsfürsorge, aus.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Battonnstraße - Schwimmbad läuft eine Frau gegen eine Straßenbahn und wird dabei tödlich verletzt.
  • Kammermusik-Abend mit dem Stross-Quartett im Saalbau.
  • Tod der Stifterin Marie Pfungst (1862-1943 Ghetto Theresienstadt), seit 1912 zusammen mit ihrer Mutter Rosette Pfungst Leiterin der „Naxos-Union Schleifmittel- und Schleifmaschinenfabrik“. 1918 Umwandlung des Betriebsvermögens in „Arthur Pfungst-Stiftung“. 1935 von den Nationalsozialisten zur Niederlegung des Vorsitzes des Unternehmens und der Stiftung gezwungen. 1936 Eröffnung eines Marie-Pfungst-Heimes für Verfolgte und Notleidende im eigenen Haus. 1939 Umbenennung der Stiftung in „Waldschmidt-Stiftung“. Am 15.09.1942 Deportation ins Ghetto Theresienstadt.
  • Unter der Schirmherrschaft von Gauleiter Jakob Sprenger in Anwesenheit des Gesandten Graf Bailén als Vertreter des spanischen Botschafters und des Oberbürgermeister Friedrich Krebs sowie unter Beteiligung von Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, der Vereinigung zwischenstaatlicher Verbände und Einrichtungen und zahlreicher Persönlichkeiten (NSDAP, Wehrmacht, Wirtschaft und Wissenschaft) wird die Deutsch-Spanische Zweiggesellschaft Frankfurt am Main im Bürgersaal des Römers feierlich eröffnet. Im Kurfürstenzimmer des Rathauses gibt Oberbürgermeister Krebs einen offiziellen Empfang für die Ehrengäste, die sich zur Erinnerung an ihren Besuch in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main eintragen.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem „Lenzewski-Quartett“ und Else Lampmann (Gesang) im Saalbau.
  • Generalmajor Leopold Ernst Rieger übernimmt die Geschäfte des Wehrmachtskommandanten von Frankfurt am Main.
  • Nachdem die Hafen-, Hafenbahn- und Lagerhausbetriebe seit 21.11.1938 als Eigenbetrieb unter dem Namen „Hafenbetriebe der Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main“ geführt werden, regelt nun eine Anordnung von Oberbürgermeister Friedrich Krebs vom 15.02.1943 die Betriebsbedingungen für die Hafenbetriebe mit allen Anlagen einschließlich der Hafenbecken Ost- und Westhafen sowie das Ladeufergelände im Stadtteil Höchst/M („Städtisches Anzeigeblatt“, Nr. 11, 19.03.1943).
  • Tod des Gerichtschemikers Prof. Georg Popp (1861-1943), seit 1888 Mitglied des Physikalischen Vereins und der Chemischen Gesellschaft in Frankfurt am Main. Gründer und Leiter des „Instituts für gerichtliche Medizin und Mikroskopie“. Spezialist auf den Gebieten der forensischen Chemie und Toxikologie. 1919 Lehrbeauftragter, seit 1924 Honorarprofessor für Gerichtsmedizin und Kriminalistik an der Universität Frankfurt.
  • 60. Geburtstag des Malers Georg Poppe (1883-1963), seit 1911 in Frankfurt am Main ansässig, Mitglied der Frankfurter Künstlergesellschaft und im Deutschen Künstlerbund, Werke u.a.: Ausgestaltung der Messmer-Teestube an der Bockenheimer Warte (1924), „Mahl des Heiligen Franziskus mit der Heiligen Klara“ im Refektorium des Kapuzinerklosters am Liebfrauenberg (1925), Wandmosaik in den Räumen der Frankfurter Rudergesellschaft (1927), Altarbild in der Frankfurter Kreuzkirche (1929), Portalmosaik in St. Bernhard im Stadtteil Nordend (1930).
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main, Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis zu dessen Zerstörung 1944), und dem Solisten Georg Kulenkampff (Violine) im Saalbau.
  • Eröffnung der Ausstellung über „Deutsche Landschaftsmaler der Gegenwart“ im Frankfurter Kunstverein, Junghofstraße.
  • Klavierabend der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Schweizer Pianisten Edwin Fischer im Saalbau.
  • Sonatenabend mit Dora Niggli (Violine) und Hans-Otto Schmidt-Neuhaus (Klavier) in der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Auf der kurzen eingleisigen Strecke vor dem Stadtteil Praunheim stoßen zwei Straßenbahnzüge der Linie 18 zusammen. Durch den Anprall werden einige Fahrgäste leicht verletzt. Der Sachschaden hält sich in Grenzen.
  • Kammermusikabend mit dem Drumm-Quartett im Saalbau.
  • 65. Geburtstag des Frankfurter Landschaftsmalers Hermann Dumler (1878-1944), Städelschüler, Aquarelle von der Nidda und vom Main.
  • Konzert mit Elly Ney (Klavier) und Ludwig Hoelscher (Cello) im Saalbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Saalbau. Gespielt werden die Cello-Sonaten von Ludwig van Beethoven.
  • Hundert Jahre Main-Neckar-Bahn, die Frankfurt am Main mit Heidelberg und Mannheim verbindet. Am 25.02.1843 wurde der Staatsvertrag zwischen Baden, Hessen und der Freien Stadt Frankfurt abgeschlossen, der bestimmte, dass die geplante Bahn von Frankfurt am Main über Darmstadt, Weinheim und Ladenburg nach Heidelberg gebaut und auf gemeinsame Rechnung betrieben werden sollte. Die Eröffnung des Betriebes für die Reisenden mit zwölf Lokomotiven fand am 01.08.1846 statt. Frankfurt am Main und Baden hatten je drei, Hessen vier Maschinen beschafft, zwei weitere wurden von der Offenbacher Bahn geliehen.
  • Kundgebung des Gauamtes für Volksgesundheit im Saalbau. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Referat von Sanitätsrat Dr. Ramm vom Reichsgesundheitsamt unter dem Thema „Volksgesundheit - Volksschicksal“.
  • Gauleiter Jakob Sprenger empfängt im Palmengarten schwer kriegsversehrte Studenten der Hoch- und Fachschulen Frankfurt am Main, Bingen, Idstein und Mainz. An dem Empfang nehmen auch Vertreter der NSDAP, der Wehrmacht und des Staates teil.
  • 75jähriges Jubiläum der wissenschaftlichen Buchhandlung Johannes Alt, Gartenstraße 134. Sie wurde 1868 von Johannes Alt im Großen Hirschgraben als Buchhandlung für die verschiedenen Wissensgebiete gegründet, hat sich dann aber im Laufe der Jahre immer mehr auf die medizinische Fachliteratur spezialisiert.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Duo Georg Steiner und Christa Richter-Steiner (beide Violine) im Saalbau.
  • Probebetrieb der Luftschutzsirenen des Luftschutzortes Frankfurt einschließlich Offenbach/M. und Oberursel.
  • Beethoven-Konzert mit Elly Ney (Klavier) und Ludwig Hoelscher (Cello) im Saalbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Saalbau.
  • Tanzgastspiel mit der Tanzpädagogin und Tänzerin Gret Palucca (1902-1993) aus Dresden im Saalbau.
  • Beginn der ersten von zehn Deportationen Frankfurter Juden und Jüdinnen für das Jahr 1943: Im Rahmen der „Fabrikaktion“ werden elf Frankfurter Juden in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt.
  • Kammermusik-Abend mit dem Stross-Quartett im Saalbau.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs verfügt mit Zustimmung des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, die Umbenennung der „Englisch-Fräulein-Mittelschule“, Eiserne Hand, in „Frau-Aja-Mittelschule, Mittelschule für Mädchen“.
  • Klavierabend mit Wolfgang Brugger im Saalbau.
  • Beethoven-Konzert mit Hans Erich Riebensahm (Klavier) in der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs - Bauamt, Bestattungswesen - gibt mit heutigem Datum im „Städtischen Anzeigenblatt“ vom 12.03.1943 (Nr. 10) bekannt, dass beabsichtigt ist, die auf dem jüdischen Friedhof an der Rat-Beil-Straße stehende, unbenutzte Halle abzureißen, wenn städtische Amts- und Dienststellen für diese keine Verwendungsmöglichkeit haben. Das Gebäude hat eine Raumfläche von 17 mal 10,50 Meter, ist in Backstein und Holzfachwerk ausgeführt und teilweise beschädigt.
  • Klavierabend mit Siegfried Schultze im Saalbau.
  • 100. Geburtstag des Sanitätsrates Dr. Alexander Glöckler (1843-1908), seit 1874 Chirurg, schließlich Chefarzt am Dr. Christ’s Kinderhospital im Stadtteil Sachsenhausen, seit 1892 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins.
  • Deportation von ca. 100 Frankfurter Sinti und Roma ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Einen Tag zuvor umstellen Polizisten das Lager Kruppstraße (seit 1942) und hindern die Internierten am Verlassen des Geländes.
  • Tod des Verlagsbuchhändlers und Buchdruckereibesitzers Georg Schlosser (1871-1943), seit 1901 als Buchhändler in Frankfurt am Main, Mitbegründer des Verlags Englert & Schlosser, spezialisiert auf Francofurtensien. Seit 1934 im Dienst der NS-Presse tätig. Mitglied und Handelsgerichtsrat der Handelskammer Frankfurt am Main, Vorsitzender des „Deutschen Buchdruckereivereins“.
  • (Nichtöffentliche) Sitzung der Gemeinderäte: Rede des Oberbürgermeisters Friedrich Krebs zum Haushaltsplanentwurf 1943. Weitere Tagesordnungspunkte: Feuerschutz für das Stadtarchiv und Sicherung von Kunstwerken, Beseitigung von Notständen nach Fliegerangriffen.
  • Tod des Kaufmanns, Industriellen und Stifters Dr. Carl von Weinberg (1861-1943 Rom), 1892 Teilhaber und kaufmännischer Leiter, seit 1907 gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Arthur von Weinberg (1860-1943 Ghetto Theresienstadt) Leitung der Firma Cassella. 1904 Fusion mit den Farbwerken Hoechst zur GmbH. 1925 Mitwirkung am Fusionsvertrag zur IG-Farben, in der beide Brüder als Aufsichts- und Verwaltungsratsmitglieder fungierten. 1927 Ehrendoktor der Universität Frankfurt. Nach 1933 zur Niederlegung sämtlicher Wirtschaftsämter gezwungen. 1938 Zwangsverkauf der Villa Waldfried südlich von Niederrad an die Stadt Frankfurt am Main. 1939 Emigration nach Italien.
  • Deportation von 41 Frankfurter Juden über Berlin ins Ghetto Theresienstadt.
  • Tod des Chemikers, Industriellen und Stifters Dr. Arthur von Weinberg (1860-1943 Ghetto Theresienstadt), seit 1907 gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Carl von Weinberg (1861-14.03.1943) Leitung der Firma Cassella. 1904 Fusion mit den Farbwerken Hoechst zur GmbH. 1925 Mitwirkung am Fusionsvertrag zur IG-Farben, in der beide Brüder als Aufsichts- und Verwaltungsratsmitglieder fungierten. 1930 Ehrenbürgerschaft der Stadt Frankfurt am Main. 1935 auf Druck der Nationalsozialisten Niederlegung seiner Wirtschaftsämter. 1938 Zwangsverkauf seines Hauses Villa Buchenrode in Niederrad an die Stadt Frankfurt am Main. Am 02.06.1942 verhaftet und Deportation ins Ghetto Theresienstadt.
  • Premiere der Erstaufführung von Hans Rehbergs Schauspiel „Johannes Keppler“ im Schauspielhaus.
  • ‚Heldengedenktag’ zur Erinnerung an die deutschen Opfer der beiden Weltkriege - gemeinsame Feier der Wehrmacht und der NSDAP am Denkmal der 81er, Hohenzollern-Anlage [heute: Ludwig-Erhard-Anlage].
  • Tod des Rechtsanwalts und Notars Dr. Ernst Hochstaedter (1872-1943 Auschwitz), seit 1899 Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt am Main, 1933 aus der Anwaltsliste gelöscht.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Hanauer Landstraße kommt ein 60jähriger Mann beim Versuch, auf die fahrende Straßenbahn aufzuspringen, zu Fall und verletzt sich dabei tödlich.
  • Gründung des „Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft e. V.“ (DIB). Unmittelbarer Anlass ist der 60. Geburtstag des Betriebswirtschaftlers Prof. Wilhelm Kalveram (1882-1951), seit 1923 außerordentlicher Professor der Betriebswirtschaft an der Universität Frankfurt. Die Initiative zur Gründung des „Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft e. V.“ geht von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und der Johann Wolfgang Goethe-Universität aus.
  • Schumann-Schubert-Klavierabend mit Emmy Braun im Saalbau.
  • Beethovenkonzert mit Hans Erich Riebensahm (Klavier) in der Staatlichen Hochschule für Musik.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Rede Oberbürgermeisters Friedrich Krebs vor den Frankfurter Ratsherren.
  • Kammermusikabend mit dem Lenzewski-Quartett im Saalbau.
  • Tod des Rechtsanwalts Dr. Ludwig Feuchtwanger (1892-1943 KZ Mauthausen), seit 1929 Rechtsanwalt am Landgericht Frankfurt am Main, bis Ende 1933 Syndikus der Dresdner Bank, 1938 Berufsverbot.
  • 50jähriges Jubiläum der Firma Peter Bachmann - Wild und Geflügel, Schillerstraße.
  • 30jähriges Jubiläum der Privaten Fachschule für Kurzschrift und Maschinenschreiben von Ernst Hessel, Kaiserstraße 40.
  • Chopin-Liszt-Klavierabend mit Frédéric Ogouse im Saalbau.
  • Ab heute ist die Zollabteilung des Oberfinanzpräsidenten Kassel aufgehoben. Beim Oberfinanzpräsidenten Hessen wird eine Zollabteilung errichtet. Sie ist für die Verwaltung der Zölle und Verbrauchssteuern in den Oberfinanzbezirken Hessen und Kassel zuständig. Alle Zolldienststellen des Kasseler Oberfinanzbezirks, darunter die Hauptzollämter Kassel, Marburg, Hanau, Wiesbaden, Frankfurt-Domplatz, Frankfurt-Gutleutstraße, Gießen, Mainz, Worms, Darmstadt und Offenbach/Main gehören demnach vom 1. April d. J. an zum Geschäftsbereich des Oberfinanzpräsidenten Hessen in Darmstadt.
  • Der Johann Wolfgang Goethe-Universität wird deutschlandweit das erste „Institut für Soziographie“ angeschlossen. Seine Aufgabe ist die Erforschung des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges der deutschen Bevölkerung.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester und dem Solisten Friedrich Wührer (Klavier) im Saalbau.
  • Führerappell der NSDAP, Kreis Groß-Frankfurt, im Schumanntheater in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger. Teilnehmer sind die Politischen Leiter und die ‚Führer’ der Gliederungen der NSDAP.
  • Beethoven-Abend mit Friederike Bucher (Klavier) im Saalbau.
  • Klavierabend mit der italienischen Meisterpianistin Pina Pittini im Saalbau.
  • In einem besonders schweren Fall von „Kriegswirtschaftsverbrechen“ wird ein 75jähriger Landwirt, nachdem das Sondergericht Darmstadt mit Urteil vom 11.02.1943 die Todesstrafe gegen ihn verhängt hat, in der Strafvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim hingerichtet. Das Gericht hat ihn der Schwarzschlachtung von Schweinen, Großvieh, Kälbern und Schafen in den Jahren 1940 bis 1942 sowie des Schleichhandels mit Fleisch, Eiern und Butter zu Wucherpreisen überführt.
  • Konzert der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Saalbau mit dem Konstanzer Streichquartett, der Sopranistin Ursula van Diemen und dem bekannten Filmschauspieler Albrecht Schoenhals.
  • Violin-Abend mit Elsie Bruck im Saalbau.
  • Im Frankfurter „Zigeunerlager“ an der Kruppstraße werden die dort lebenden Sinti und Roma von Beamten der Kriminalpolizei selektiert. Anschließend werden 99 „Zigeunermischlinge“ und „sozial unangepasste Zigeuner“ zum Südbahnhof gebracht und nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
  • Ausstellung „Anlernung und Umschulung“ der Industrieabteilung der Gauwirtschaftskammer Rhein-Main im Gebäude der Kammer.
  • Celloabend mit Hermann von Beckerath im Saalbau.
  • Alliierte Luftangriffe auf die Mainstadt: u.a. auf die Stadtteile Höchst, Oberrad, Sachsenhausen und Seckbach.
  • Beim Ausgraben mehrerer Stabbrandbomben durch drei Jugendliche im Stadtteil Seckbach wird einer der Jugendlichen infolge einer Bombenexplosion tödlich verletzt, der zweite schwer, der dritte leicht.
  • Vortrag des Präsidenten der Reichsmusikkammer (1935-1945), Prof. Peter Raabe (1872-1945), im Rahmen der Morgenveranstaltung der Städtischen Bühnen, über das Thema: „Der deutsche Lebensstil und die Kunst“, im Kleinen Haus.
  • Eröffnung der Schüler-Ausstellung „Deutschlands Freiheitskampf“ in der Musterschule in Anwesenheit von Vertretern der NSDAP, der Wehrmacht und der Behörden.
  • Tanz-Matinée im Ufa-Palast „Groß-Frankfurt“ mit der Tänzerin Brita Stegman (1909-1986).
  • Deportation von elf zumeist ausländischen Personen aus Frankreich, Rumänien, England und den Niederlanden von Frankfurt am Main ins Ghetto Theresienstadt.
  • Wilhelm-Busch-Abend der Deutschen Arbeitsfront, NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, im Saalbau.
  • Sonatenabend mit Karl Freund (Violine) und Siegfried Schultze (Klavier) im Saalbau.
  • Frankfurter Ostermarkt im Ostpark. Das Gelände am Mainufer ist aus luftschutzpolizeilichen Gründen vom Frankfurter Polizeipräsidenten für diese Veranstaltung nicht genehmigt worden.
  • Premiere der Erstaufführung der Komischen Oper „Donna Diana“ des österreichischen Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek im Opernhaus. In der Hauptrolle: Clara Ebers (Sopran). Bühnenbilder: Dominik Hartmann. Bühnengestaltung: Herbert Decker. Musikalische Leitung: Otto Winkler.
  • Orchesterkonzert des Reichssenders Frankfurt am Main unter der Leitung von Karl Schuricht im Saalbau.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Zernick-Quartett und Edith Picht-Axenfeld (Klavier) im Saalbau.
  • Klavierabend mit Arno Erfurth im Saalbau.
  • Deportation von 17 ausländischen Juden unter 65 Jahren aus Frankfurt am Main ins das Vernichtungslager Auschwitz.
  • Tod der Fürsorgerin Helen Flesch (1866-1943 Ghetto Theresienstadt), verheiratet mit dem Frauenarzt und Mediziner Prof. Maximilian, gen. Max, Flesch (1852-1943), engagiert in der Sozial- und Jugendarbeit sowie für die Frauenbildung. Gründerin und Vorsitzende des Hauspflegevereins. Mitbegründerin des Metaheims (Mädchenheim, Hallgartenstraße). 1942 Deportation ins Ghetto Theresienstadt.
  • Kammermusik-Abend mit dem Barylli-Trio im Saalbau.
  • Der judenfeindliche Großmufti von Jerusalem, Hadji Emin el-Husseini besucht, einer Einladung von Gauleiter Jakob Sprenger folgend, die Mainstadt. Sprenger heißt den Gast in Gegenwart zahlreicher Persönlichkeiten der NSDAP, von Staat und Wehrmacht im Kürfürstenzimmer des Römers willkommen. Husseini dankt für die Einladung nach Frankfurt am Main und gibt der Freude Ausdruck, „die wertvollen Einrichtungen zur Erforschung der Judenfrager kennen zu lernen.“ Er spricht von seinem jahrelangen Kampf gegen die Juden und von der Vernichtung des Weltjudentums. Am zweiten Tag seines Besuches begrüßt Oberbürgermeister Friedrich Krebs den Großmufti im Kurfürstenzimmer des Römers und überreicht ihm ein Buch über die Kunstschätze des Städelmuseums. Husseini trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main ein.
  • Beim Sturz aus der Straßenbahn in der Innenstadt kommt ein älterer Mann zu Tode.
  • Premiere der Neuinszenierung von William Shakespeares Tragödie „Macbeth“ im Schauspielhaus. Die Regie führt der Generalintendant der Frankfurter Städtischen Bühnen (1933-1944) Hans Meissner (1896-1958).
  • Tod der Opernsängerin Else Gentner-Fischer (1883-1943), von 1906 bis 1935 Mitglied des Ensembles der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. 1931 25jähriges Bühnenjubiläum als Carmen in der gleichnamigen Oper des französischen Komponisten Georges Bizet. 1935 Abschiedvorstellung.
  • Franz Schubert-Abend mit Max Martin Stein (Klavier) im Saalbau.
  • Klavierabend mit dem iranischen Komponisten und Pianisten Emanuel Melik-Aslanian im Saalbau.
  • 70. Geburtstag des Juristen und Bankdirektors, Justizrat Dr. Friedrich Schmidt-Knatz (1873-1950), seit 1899 Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt am Main, seit 1900 Vorstandsmitglied und Leiter der Hypothekenabteilung der Frankfurter Pfandbriefbank. Während des Nationalsozialismus Engagement in der Bekennenden Kirche, u.a. als Mitglied und Justitiar des Landesbruderrates. Am Vorabend seines 70. Geburtstages überreicht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Plakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Verdienste.
  • Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Städtischen Opernhaus- und Museums-Orchester unter der Leitung des Dirigenten Prof. Franz Konwitschny (1901-1962), von 1938 bis 1945 Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main, Leiter der Museumskonzerte und Musikdirektor des Opernhauses (bis zu dessen Zerstörung 1944), und der Solistin Guila Bustabo (Violine) im Saalbau.
  • Ab heute wird das Stillgeld von bisher zwölf auf sechsundzwanzig Wochen erhöht. In Zusammenarbeit mit der NS-Volkswohlfahrt (NSV) gewährt die „Allgemeine Ortskrankenkasse Frankfurt“ auf Antrag eine Ausgestaltung der Hauspflege für solche Wöchnerinnen, die nicht in einer Entbindungsanstalt, sondern zu Hause niederkommen. Außerdem wird die Krankenhauspflege Familienversicherter auf das gesetzliche Höchstmaß von 100 Prozent ausgedehnt und gleichzeitig die Dauer der Pflegekosten von dreizehn auf sechsundzwanzig Wochen erhöht. Der Beschluss des Beirats der „Allgemeinen Ortskrankenkasse Frankfurt“ ist durch das Oberversicherungsamt genehmigt worden.
  • Die Städtische Hauptrettungswache, die geschäftsordnungsmäßig mit dem Rettungs- und Krankenbeförderungswesen befasst ist, wird von Oberbürgermeister Friedrich Krebs mit heutiger Wirkung als städtische Dienststelle aufgelöst. Sämtliche von nun an anfallenden Krankenbeförderungen werden vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisstelle Frankfurt am Main, übernommen.
  • Eröffnung der Ausstellung „Front und Heimat in der Zeichnung“ im Frankfurter Kunstverein. Der Schriftsteller und Journalist Dr. Alfons Paquet (1881-1944) spricht einführende Worte.
  • Flötenkonzert mit Alfred Tibursky im Saalbau.
  • Rückwirkend zum 30.04. d. J. werden auf Befehl Joseph Goebbels folgende Redakteure der „Frankfurter Zeitung“ (FZ), entlassen: Benno Reifenberg (1892-1970), von 1934 bis 1938 Vorsitzender der Redaktionskonferenz der FZ als Nachfolger des bisherigen Verlegers Heinrich Simon (1880-1941), Erich Lasswitz (1880-1959), verantwortlich für das „Technische Blatt“ der FZ, - beide gelten den Nationalsozialisten als sog. „Halbjuden“. Des Weiteren entlassen wurden die drei mit Jüdinnen verheirateten Redakteure: Dolf Sternberger (1907-1989), seit 1934 Redakteur für Bildungs- und Erziehungsfragen der „Frankfurter Zeitung“, Wilhelm Hausenstein (1882-1957), seit 1934 verantwortlich für das Literaturblatt und die Frauenbeilage der „Frankfurter Zeitung“, und der Berliner Mitarbeiter Otto Suhr (1894-1957), Wirtschaftspublizist u.a. für die FZ und das Magazin „Deutscher Volkswirt“. Zugleich werden alle fünf von der Liste der Schriftleiter gestrichen - praktisch ein Berufsverbot als Journalist bzw. Zeitungsredakteur.
  • Eröffnung der neuen Betriebs-Kindertagesstätte der Firma Voigt & Haeffner (Elektrotechnik und Anlagebau).
  • Violin-Abend mit Otto Schärnack im Saalbau.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Erweiterung des Geltungskreises der Steuerordnung über die Erhebung einer Schankerlaubnis ab 01.04.1943, Auflösung des Vereins für Reconvaleszenten-Anstalten.
  • Tod des Frauenarztes und Mediziners Prof. Maximilian, gen. Max, Flesch (1852-1943 Ghetto Theresienstadt), seit 1888 praktischer, später Frauenarzt in Frankfurt am Main. Engagiert auf den Gebieten der Volksaufklärung und der öffentlichen Gesundheitspflege. 1942 Deportation ins Ghetto Theresienstadt.
  • 60. Geburtstag des Frankfurter Bankdirektors Dr. Peter Bartmann (1883-1964), langjähriges Mitglied des Aufsichtsrates und des Vorstandes der „Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank“ in Frankfurt am Main.
  • Cello-Abend mit Günther Schulz-Füstenberg (Cello) und Renate Emmert (Klavier) im Saalbau.
  • Lieder- und Arien-Abend mit dem Kammersänger Franz Völker (Tenor) von der Staatsoper Berlin im Saalbau.
  • In der Zeit vom 9. zum 10.05. werden bei einem Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft in der Altstadt Waren im Gesamtwert von 2.000.- Reichsmark entwendet.
  • Chopin-Liszt-Abend mit dem Pianisten und Musikpädagogen Rudolf Fischer im Saalbau.
  • Sonaten-Abend mit Rudolf Hauck (Violine) und Johannes Hobohm (Klavier) im Saalbau.
  • Gastvorlesung des Rektors der Universität Turku/Finnland, Prof. Jura, an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zum Thema „Der Kampf Finnlands gegen den Osten im Laufe der Zeit“.
  • Der Kaiserlich-Japanische Botschafter, General Hirosho Oshima, besucht auf Einladung des Gauleiters Jakob Sprenger, zugleich Schirmherr der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, „Zweiggesellschaft Südwestdeutschland“, Frankfurt am Main und wird im Rahmen einer festlichen deutsch-japanischen Kundgebung im Saalbau offiziell begrüßt.
  • Premiere der ungarischen Komödie „Der Blaufuchs“ von Franz Herczeg im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen.
  • 4. Konzertreise des Musischen Gymnasiums, zugleich erste Auslandskonzertreise in die Schweiz.
  • Erste Sitzung des vom Oberbürgermeister Friedrich Krebs im Frühsommer 1942 berufenen, zwölfköpfigen, ehrenamtlichen Frauenbeirates. Tagesordnung: Arbeitserziehung gefährdeter Jugendlicher, Werbung für Kinderpflegestellen und Tuberkulosehilfe. Die letzte Sitzung dieses Gremiums findet im Januar 1945 statt.
  • Beginn der Spinnstoffsammlung in Frankfurt am Main - in allen Stadtteilen sind Sammelstellen eingerichtet worden.
  • Premiere der Uraufführung von Friedrich Bethges Mysterium „Kopernikus“ im Schauspielhaus in Anwesenheit des Schriftstellers. Bühnengestaltung: Hans Meissner (1896-1958), seit 1933 Generalintendant der Städtischen Bühnen (bis zur Schließung aller deutschen Theater Anfang September 1944).
  • Annahmeuntersuchung der Waffen-SS in der Polizeikaserne, Gutleutstraße. Aufgerufen wird zur freiwilligen Meldung.
  • Arbeitstagung mit den Studentenführern, Kameradschaftsführern und Amtsleitern des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) des Gaues Hessen-Nassau im Sitzungssaal des Gauhauses der Gauleitung Hessen-Nassau, seit 1933 Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstraße. Anwesend ist der erste und einzige Reichsstudentenführer (1936-1945), Gustav Adolf Scheel (1907-1979), NS-Multifunktionär.
  • 70. Geburtstag des Lehrers und Historikers Prof. Hans Drüner (1873-1958), von 1899 bis 1932 Pädagoge am Frankfurter Goethegymnasium, von 1940 bis 1945 Bearbeiter der zeitgeschichtlichen Abteilung im Frankfurter Stadtarchiv. Aus diesem Anlass überreicht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Plakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Verdienste.
  • 75. Geburtstag des Frankfurter Malers Robert Hieronymi (1868-1950), Ausbildung am Städelschen Kunstinstitut, außer in Frankfurt am Main Wohnorte in Rom und Bonn; wiederholt Aufenthalt in der Mainstadt.
  • 60. Geburtstag des Pianisten und Pädagogen Willy Renner (1883-1955), Lehrer an Dr. Hoch’s Konservatorium.
  • Vortrag von Reichsjustizminister Dr. Otto Georg Thierack (1889-1946) über das Thema „Der Rechtskampf unseres Volkes“ im Saalbau.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall spät abends in der Kaiserstraße kommt eine achtzigjährige Frau beim Aussteigen aus der Straßenbahn zu Fall und erleidet tödliche Verletzungen.
  • Nichtöffentliche Sitzung der Gemeinderäte: Nachtrags-Haushaltssatzung zum Haushaltsplan 1943, Ausbau des Osthafens, Ersatzbauten zur Unterbringung von Obdachlosen.
  • Auf Anordnung des Reichsministers der Justiz werden mit heutiger Wirkung im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt die Amtsgerichte Nassau, Wehen und Bergen-Enkheim stillgelegt. Bei diesen Gerichten finden vom 15.06. d. J. an am bisherigen Gerichtssitz (bis auf weiteres) keine Amtshandlungen mehr statt. Ihre Geschäfte werden von den Amtsgerichten Bad Ems (Nassau), Bad Schwalbach (Wehen) und Frankfurt am Main (Bergen-Enkheim) übernommen.
  • Volksparkveranstaltung im Ostpark.
  • Hölderlin-Feier des Freien Deutschen Hochstifts im Saalbau, anlässlich des 100. Todestages des Dichters.
  • Drei Bach-Tage mit dem Kammerorchester Wilhelm Stross im Salbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Groß-Frankfurt. (2. Abend am 10.06.; 3. Abend am 11.06.).
  • 100. Todestag des Dichters Friedrich Hölderlin (1770-1843), von 1796 bis 1798 Hauslehrer bei der Frankfurter Bankiersfamilie Gontard.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs verleiht den Frankfurter Musikpreis der Staatlichen Hochschule für Musik an Maria Jung, die seit 1939 an der Staatlichen Hochschule als Schülerin des Organisten Prof. Helmut Walcha (1907-1991) studiert (Orgel, Cembalo).
  • Auflösung der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland mit allen Bezirksstellen. Ihr Besitz wird beschlagnahmt, die Mitarbeiter werden deportiert.
  • Tod des Landrats Dr. Alexander von Bernus (1873-1943), seit 1919 Vorstandsmitglied des Freien Deutschen Hochstifts, seit 1924 Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts.
  • Das Haus im Hermesweg mit dem Sitz der am Vortag aufgelösten Bezirksstelle Hessen/Hessen-Nassau der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland wird Sitz der sog. „Restvereinigung der jüdischen Mischehepartner Bezirksstelle Frankfurt am Main“.
  • Große Flach- und Hindernisrennen auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Einen Tag nach Pfingsten 1943 (13./14.06.) lässt Gauleiter Jakob Sprenger verkünden, Frankfurt am Main sei jetzt „judenfrei“. Sämtliche Frankfurter Jüdinnen und Juden, die nicht in sog. „Mischehen“ verheiratet sind, werden am nächsten Tag in das Ghetto Theresienstadt deportiert.
  • Reichserziehungsminister Bernhard Rust besucht die Mainstadt und wird von Gauleiter Jakob Sprenger empfangen. Beide besichtigen das Musische Gymnasium und die Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Letzte Deportation sog. Frankfurter „Volljuden“ ins Ghetto Theresienstadt: 19 Personen, zumeist Mitarbeiter der Reichsvereinigung der Juden in Hessen und Familien aus dem Hermesweg.
  • Ernennung von Prof. Kurt Thomas (1904-1973), seit 1939 Direktor des Musischen Gymnasiums, zum Oberstudiendirektor des Musischen Gymnasiums durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs.
  • Der „Frankfurter Anzeiger“ berichtet in seiner heutigen Ausgabe über neue Fünfmarkscheine. Die fabrikfrische Note zeigt auf der Vorderseite rechts das umrahmte Kopfbild eines jungen deutschen Soldaten. Auf der Rückseite sind nach einem Entwurf von Walter Riemer (Berlin) in der Mitte der Dom Heinrichs des Löwen und das Denkmal des Löwen auf dem Burghof in Braunschweig abgebildet, links davon ein Mädchen mit Sichel und Ähren, rechts ein junger Mann mit Hobel und Holzscheit, Repräsentanten der Landwirtschaft und des Handwerks.
  • Ein Infanterie-Stoßtrupp der Wehrmacht von der ‚Ostfront’ besucht auf Einladung des Gauleiters Jakob Sprenger die Mainstadt, um sich hier einige Tage zu erholen.
  • Aufführung von Albert Lortzings komischer Oper „Der Wildschütz“ im Opernhaus. Bühnengestaltung: Albert Richard Mohr (1911-1992), von 1937 bis 1943 Dozent für Musik und Theatergeschichte an der Staatlichen Hochschule für Musik; darüber hinaus seit 1938 Dramaturg an der Frankfurter Oper (zuständig auch für die Vorbereitung von Auslandsgastspielen).
  • Große Flach- und Hindernisrennen auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Eine 34jährige Postfacharbeiterin, die das Sondergericht in Frankfurt am Main zum Tode verurteilt hat, wird hingerichtet. Sie hatte in großem Umfang Feldpostsendungen beraubt und mit ihrer Beute Schleichhandel betrieben.
  • Beim Spielen am Main unterhalb der Alten Brücke ertrinkt ein achtjähriger Junge.
  • Im Rahmen des deutsch-bulgarischen Kulturaustausches leitet der ungarische Dirigent Viktor Vaszi auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), im Opernhaus die Oper „Troubadour“ von Giuseppe Verdi.
  • Frankfurter Regatta auf dem Main.
  • Eröffnung der „Woche der Musik“, veranstaltet von der „Staatlichen Hochschule für Musik“. Insgesamt sind vier Abende vorgesehen. Der erste Abend ist dem französischen Komponisten César Franck (1822-1890) gewidmet.
  • Im Rahmen der Morgenveranstaltungen der Städtischen Bühnen spricht im kleinen Haus Ministerialrat Dr. Martin Miederer (Berlin), Abteilungsleiter im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung über das Thema „Die Förderung der Theaterforschung und -wissenschaft im nationalsozialistischen Staate und ihre Bedeutung für die Praxis“.
  • Im Rahmen des deutsch-bulgarischen Kulturaustausches leitet der ungarische Dirigent Viktor Vaszi auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), im Opernhaus die Oper „La Bohème“ von Giuseppe Verdi.
  • Wertungssingen des Sängerkreises Frankfurt.
  • Gauleiter Jakob Sprenger zeichnet im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße, acht rhein-mainische Firmen als ‚Kriegsmusterbetriebe’ durch Urkunden aus.
  • Bei einem Verkehrsunfall an der Straßenbahn-Haltestelle Bockenheimer Landstraße/Feuerbachstraße stürzt ein älterer Mann aus einem Straßenbahnzug und verletzt sich dabei tödlich.
  • Der rumänische Generalmusikdirektor aus Bukarest, Jonel Perlea dirigiert auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), im Opernhaus die Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven.
  • Reichsgesundheitsführer Leonardo Conti (1900-1945), Leiter des NSDAP-Hauptamtes für Volksgesundheit und des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes sowie Reichstagsabgeordneter, besucht die Mainstadt und wird von Gauleiter Jakob Sprenger begrüßt.
  • Verkauf der öffentlichen Fuhrwerkswaage im Stadtteil Sossenheim an Herrn Johann August Kochem.
  • 60. Geburtstag des Kunsthistorikers und „Altstadtvaters“ Dr. Fried Lübbecke (1883-1965), 1922 Gründung und Leitung des „Bundes tätiger Altstadtfreunde“. Veranlasste die Sanierung von Häusern und die Freilegung der Fachwerkbauten und engagierte sich für die in Not geratenen Altstadtbewohner. Übernahm 1938 das neu gegründete städtische Amt für Fremdenverkehr. Im Gartensaal des Goethehauses findet aus diesem Anlass eine Geburtstagsfeier des „Bundes tätiger Altstadtfreunde“ für Lübbecke statt. Der in Frankfurt am Main lebende Schriftsteller und Journalist Dr. Alfons Paquet (1881-1944) hält die Festansprache. Zugleich verkündet die Stadt Frankfurt am Main die Stiftung einer „Fried-Lübbecke-Plakette“, die an Persönlichkeiten verliehen werden soll, die sich um die Frankfurter Altstadt besonders verdient gemacht haben.
  • Feierlichkeiten anlässlich des 60. Geburtstages des am 24.06.1883 gegründeten Gesangvereins „Gutenberg“ im Volksbildungsheim.
  • Im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße, kommen aus allen Bannen des Gebietes Hessen-Nassau die Mädel- und Jungmädelgruppenführerinnen sowie erstmals auch die ‚Führerinnen’ der gebietsbesten Arbeitsgemeinschaften des Bundes deutscher Mädel (BdM)-Werkes „Glaube und Schönheit“ zusammen, um für den durch Gebietsentscheid beendeten Leistungswettbewerb des sechsten Arbeitseinsatzes ausgezeichnet zu werden. Anwesend sind auch Gauleiter Jakob Sprenger sowie die ‚Gebietsmädelführerin’ des Gaues Hessen-Nassau, Gertrud Samper.
  • 75. Geburtstag des Frankfurter Schriftstellers und Journalisten Dr. Rudolf Presber (1868-1935), langjähriger Mitarbeiter beim Frankfurter Generalanzeiger, 1933 Vorsitzender der Gesellschaft „Alt-Frankfurter in aller Welt“. Aus diesem Anlass wird am Geburtshaus des verstorbenen Frankfurter Schriftstellers, Klüberstraße 12, eine Gedenktafel angebracht.
  • Ausstellung des Ostbeauftragten des Reichsstudentenführers Gustav Adolf Scheel, veranstaltet von der Gaustudentenführung Hessen-Nassau, unter dem Titel „Der deutsche Osten“ im Museum für heimische [später:] Vor- und Frühgeschichte, Dominikanerplatz [heute: Börneplatz], Ecke Battonnstraße.
  • Tagung des Hauptschulungsamtes der NSDAP für die Gau-Schulungsämter der west- und südwestdeutschen Gaue über die Bedeutung der weltanschaulichen Schulungsarbeit der NSDAP im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße. Anwesend ist Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Der rumänische Generalmusikdirektor aus Bukarest, Jonel Perlea dirigiert auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), im Opernhaus die Oper „Carmen“ von Georges Bizet.
  • Premiere der Komödie „Scampolo“ des italienischen Novellisten Dario Niccodemi im Schauspielhaus. Regie: Toni Impekoven (1881-1947), seit 1914 Mitglied des Ensembles der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, Bühnenbild: Peter Steinbach (1908-1945).
  • Der rumänische Generalmusikdirektor aus Bukarest Jonel Perlea dirigiert auf Einladung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958), im Opernhaus die Oper „Tiefland“ des deutschen Komponisten und Pianisten Eugen d’Albert.
  • „Kerb“ im Stadtteil Höchst auf dem Festplatz in Nied.
  • Eröffnung der Gedächtnisausstellung des Malers, Graphikers und Dichters Emil Rudolf Weiß (1875-1942) im Frankfurter Kunstverein. Des Weiteren findet im Saalbau eine Feierstunde für den im Vorjahr verstorbenen Künstler in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs statt.
  • Eröffnung der „Kerb“ im Stadtteil Rödelheim auf dem Festplatz.
  • 80. Geburtstag des Chemiker, Wirklicher Staatsrat Prof. Paul Walden (1863-1957), Professor an den Universitäten in Odessa, Riga, Petersburg und Rostock (bis 1934), Vorsitzender der Arbeitsgruppe Geschichte der Chemie des Vereins Deutscher Chemiker, Inhaber der Goethemedaille. Aus diesem Anlass findet im großen Hörsaal des Physikalischen Vereins eine wissenschaftliche Sitzung in Anwesenheit von Persönlichkeiten des politischen und öffentlichen Lebens statt: u.a. mit Oberbürgermeister Friedrich Krebs. Prof. Walden plant in Frankfurt am Main eine „Forschungs- und Beratungsstelle für Chemiegeschichte der Reichsfachgruppe Chemie des NS-Bundes Deutscher Technik“ ins Leben zu rufen. Außerdem hat er einen Lehrauftrag über Chemiegeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität übernommen.
  • Ende des Sommersemesters an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • 80. Geburtstag des Altphilologen, Lehrers und Fachschriftstellers Prof. Felix Bölte (1863-1943), Pädagoge am Städtischen Gymnasium, später am Goethegymnasium, von 1914 bis 1920 dessen Leiter. Seit 1921 Honorarprofessor für Klassische Philologie an der Frankfurter Universität, 1924 Ausscheiden aus dem Schuldienst. Aus diesem Anlass verleiht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Plakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Verdienste.
  • Tod der Sozialarbeiterin und NS-Widerstandskämpferin Rose Schlösinger, geb. Ennenbach (1907-1943), 1928/29 Stadtverordnete (SPD), Mitglied der „Roten Kapelle“. 1942 von der Gestapo verhaftet, Anfang Januar 1943 vom Reichskriegsgericht „wegen Spionage“ zum Tode verurteilt und am 05.08.1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Ihr Lebensgefährte, der Übersetzer Bodo Schlösinger (1908-1943), begeht, nachdem ihn die Nachricht der Hinrichtung an der russischen Front erreicht hat, am 23.02.1943 Freitod.
  • Gastspiel des Opernsängers Jean Stern (1889-1974), seit 1923 als Charakter- und Heldenbariton Mitglied des Ensembles der Frankfurter Oper, in der letzten Aufführung der sog. Bayreuther „Kriegsfestspiele“. Er gibt den Hans Sachs in der Richard Wagner-Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“.
  • Gauleiter Jakob Sprenger führt vor dem im Adolf-Hitler-Haus der NSDAP-Kreisleitung, Gutleutstraße, versammelten NSDAP-Führerkorps des Kreises Groß-Frankfurt für den als (vertretungsweise) Regierungspräsidenten des Regierungsbezirkes Wiesbaden (Juli 1943 bis 1945) ausgeschiedenen Kreisleiter und Reichstagsabgeordneten Otto Schwebel (1903-1976) Kreisleiter Peter Jordan als kommissarischen Leiter des Kreises Groß-Frankfurt der NSDAP in sein Amt ein.
  • Letzter Amtstag des bisherigen Leiters der Gestapo Frankfurt am Main (seit 1941), SS-Obersturmbannführer Oswald Poche (1908-1962). Sein Nachfolger (ab Mitte September d. J. bis Kriegsende) ist der Regierungsrat und SS-Obersturmbannführer Reinhard Breder (1911-2002).
  • Verlegung der Bezirksstelle 29 (Schwanheim) des städtischen Wirtschaftsamtes nach Alt-Schwanheim 12.
  • Premiere der Komödie „Ein Windstoß“ von Giovacchino Forzano im Schauspielhaus. Regie: Robert George (1879-1959).
  • Tod des Juristen und (ehrenamtlichen) Stadtrats (1933-1943) Heinz Bickendorf (1907-1943) (NSDAP), zuletzt Leutnant und Kompanieführer einer Panzerjäger-Abteilung an der russischen Kriegsfront.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs verfügt, dass bei Fliegeralarm die städtischen Park- und Grünanlagen geöffnet werden, auch diejenigen, die während der Nachtzeit abgeschlossen sind (z.B. der Palmengarten und der Günthersburgpark), so dass sie im Falle der Gefahr von jedermann aufgesucht werden können. Im Übrigen bleibt das Betreten dieser Grünanlagen während der Nachtzeit verboten.
  • Tod der Opernsängerin und Schauspielerin Sophie König (1854-1943), von 1881 bis 1925 Mitglied, danach Ehrenmitglied des Ensembles der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main.
  • Premiere der Komödie „Florentiner Brokat“ von Giovacchino Forzano im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen. Regie: Richard Salzmann (1887-1961), Bühnenbild: Peter Steinbach (1908-1945). In einer Hauptrolle: Toni Impekoven (1881-1947), seit 1914 Mitglied des Ensembles der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main.
  • Die „Frankfurter Zeitung“ (FZ) wird endgültig verboten und muss ihr Erscheinen einstellen. Der Verlag der „Frankfurter Zeitung“ (Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH) teilt den Lesern mit: „Im Zuge der kriegswirtschaftlichen Maßnahmen wird die ‚Frankfurter Zeitung’ am 31. August 1943 ihr Erscheinen einstellen.“ Hitler hatte bereits Ende April d. J. spontan ein Verbot der FZ angeordnet.
  • Großeinbruch: Am Wochenende wird in der Filiale der Firma Schade & Füllgrabe in der Fahrgasse eingebrochen. Die Täter entwenden säckeweise Lebensmittel.
  • Frankfurter Gustav-Adolf-Tag mit einer Feierstunde in der Katharinenkirche.
  • Frankfurter Michaelismarkt im Ostpark.
  • Eine 1919 in Saratow/Russland geborene Zwangsarbeiterin wird nach ihrer Verurteilung durch das Sondergericht in Frankfurt am Main hingerichtet. Ihr wird vorgeworfen, in Frankfurt am Main nach einem Fliegerangriff geplündert zu haben.
  • Tod des früheren ehrenamtlichen Stadtrats (1907-1928) Willy Meckbach (1869-1943), von 1929 bis 1931 Mitglied des Großen Rats der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
  • Premiere der Oper „Andrea Chénier“ des italienischen Komponisten Umberto Giordano im Opernhaus, inszeniert von Herbert Decker, Oberspielleiter der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main.
  • Tod des Soziologen, Volkswirtschaftlers und Arztes Prof. Franz Oppenheimer (1864-1943), von 1919 bis 1929 ordentlicher Professor für Soziologie und Theoretische Nationalökonomie an der Universität Frankfurt. 1938 Emigration in die USA.
  • Errichtung einer Zusatzversorgungskasse für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung der nicht beamteten Mitarbeiter der Stadt Frankfurt am Main durch Oberbürgermeister Friedrich Krebs. Diese Zusatzversorgungskasse ist dem Amtsleiter des städtischen Rechtsamtes unterstellt und organisatorisch in das Rechtsamt eingegliedert worden.
  • Der „Frankfurter Anzeiger“ erscheint ab heute (Nr. 154) in einem größeren Format und weiterhin sechsmal wöchentlich.
  • Alliierte Luftangriffe sowohl bei Tage als auch in der Nacht vom 04. auf dem 05.10. (Spreng- und Brandbomben): Schwer beschädigt werden die Heddernheimer Kupferwerke. Der Nachtangriff ist ein Großangriff auf das Stadtgebiet, insbesondere auf Nordost, Sachsenhausen und Oberrad. Betroffen ist auch Alt-Frankfurt. Während die Fassade des Römers noch unversehrt bleibt, sind im Innern Verwüstungen angerichtet worden. Auch die Rotunde neben dem Kaisersaal ist davon betroffen worden. Der Angriff ist so schwer, dass sogar der Wehrmachtsbericht vom 05.10.1943 davon Kenntnis nimmt. Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger fordert die Frankfurter Bevölkerung mit einem Aufruf „Wir sind härter als der Terror!“ zum Durchhalten auf.
  • Sitzung der Gemeinderäte: u.a. Errichtung einer Zusatzversorgungskasse, Bewilligung einer überplanmäßigen Ausgabe im Haushalt a) des Rechneiamts und b) des Personalamtes, Maßnahmen zur Beseitigung von Fliegerschäden betr. den alliierten Luftangriff vom 04./05.10. d. J.
  • Das Sondergericht Frankfurt am Main verurteilt einen 1914 in Frankfurt am Main geborenen Hilfsarbeiter wegen Plünderns in der Nacht vom 04./05.10. d. J. zum Tode.
  • Trauerfeier auf dem Opernplatz zum Gedenken der Opfer alliierter Bombenangriffe auf Frankfurt am Main. Die Festansprache hält Gauleiter Jakob Sprenger.
  • Die „Rhein-Mainische-Zeitung“, das amtliche Organ der NSDAP für den Gau Hessen-Nassau, druckt in ihrer heutigen Ausgabe auf der Titelseite die Namen der Frankfurter Bürger und Bürgerinnen, die bei dem schweren alliierten Luftangriff vom 04./05.10. ums Leben gekommen sind.
  • 80. Geburtstag des Bibliothekars Prof. Emil Sarnow (1863-1950), seit 1894 Mitarbeiter der Stadtbibliothek Frankfurt am Main, seit 1901 als Bibliothekar ebd. Dort Leiter der Weltkriegssammlung der Stadtbibliothek Frankfurt am Main, die nach dem Ersten Weltkrieg aufgebaut wurde. Neben der Arbeit in der Weltkriegssammlung betreute er die Handschriften und Inkunabeln der Stadtbibliothek und bearbeitete 1920 den Katalog der ständigen Ausstellung von Handschriften sowie Drucken und Einbänden des 15. Jahrhunderts. Aus Anlass seines 80. Geburtstages verleiht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Plakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Verdienste.
  • Die Kreisleitung der NSDAP Groß-Frankfurt veranstaltet auf dem Ehrenfeld des Waldfriedhofes in Oberrad Beisetzungsfeiern für die Opfer der schweren alliierten Luftangriffe auf die Mainstadt am 04./05.10.
  • Eröffnung der neuen Spielzeit des Schauspielhauses mit einer Neuinszenierung von Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ mit Ellen Daub (1900-1965), seit 1924 Mitglied des Ensembles des Frankfurter Schauspielhauses, in der Titelrolle.
  • Tod des Psychologen und Begründers der Gestaltpsychologie Prof. Max Wertheimer (1880-1943), 1912 bis 1916 Privatdozent an der Frankfurter Akademie für Handels- und Sozialwissenschaften bzw. an der Universität Frankfurt, danach außerordentlicher Professor in Berlin. 1929 ordentlicher Professor für Philosophie, insbesondere Psychologie, an der Universität Frankfurt. 1933 Emigration in die USA, dort von 1934 bis 1943 Professor für Philosophie und Psychologie an der New School für Social Research in New York.
  • Klavierabend mit Otto A. Graef im Saalbau, veranstaltet von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • Tod des Chirurgen Sidney Adolf Lilienfeld (1876-1943), seit 1910 Facharzt für Chirurgie in der Mainstadt. Nach dem Behandlungsverbot nichtjüdischer Patienten und dem Hausverbot am Krankenhaus Bethanien 1937 arbeitete er als hauptamtlicher Leiter der chirurgischen Abteilung im Rothschildschen Hospital. 1939 Emigration nach England.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs besucht die in den Frankfurter Krankenhäusern untergebrachten, beim Luftangriff auf Frankfurt am Main vom 04./05.10. schwer Verletzten.
  • Fußball-Pokalspiel - Vorschlussrunde des Tschammer-Fußball-Pokalwettbewerbs - zwischen dem FC Schalke 04 und Vienna Wien (2:6) auf dem Frankfurter Sportfeld.
  • Ausstellung „Unser Heer“ des Wehrkreiskommandos IX im Städelschen Kunstinstitut.
  • Die „Rhein-Mainische-Zeitung“, das amtliche Organ der NSDAP für den Gau Hessen-Nassau, druckt in ihrer heutigen Ausgabe auf Seite 3 weitere Namen von Frankfurter Bürger und Bürgerinnen, die bei dem schweren alliierten Luftangriff vom 04./05.10. ums Leben gekommen sind.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff auf die Mainstadt (Spreng- und Brandbomben): vor allem auf die Siedlung Riederwald.
  • Pferderennen des Kreuznacher-Rennvereins auf der Galopprennbahn Niederrad.
  • Deportation von 6 männlichen Jugendlichen bzw. Männern aus Ungarn und Rumänien von Frankfurt am Main ins KZ Buchenwald.
  • Deportation von fünf Juden von Frankfurt am Main ins Vernichtungslager Auschwitz.
  • Deportation von sieben Ungarinnen aus Frankfurt am Main ins KZ Ravensbrück.
  • 75. Geburtstag des Chemikers Prof. Paul Duden (1868-1954), seit 1914 Vorstandsmitglied der Hoechst AG, seit 1925 Vorsitzender des Direktoriums der Farbwerke Hoechst, IG-Vorstandsmitglied, Leiter der Betriebsgemeinschaft Mittelrhein der IG-Farbenindustrie, 1932 Ruhestand. 1930 Ehrendoktor der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Langjähriger Vorsitzender (dann Ehrenmitglied) des Vereins Deutscher Chemiker und von 1933 bis 1944 Vizepräsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft, von 1934 bis 1940 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für chemisches Apparatewesen (Dechema). Aus diesem Anlass verleiht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Goethe-Medaille der Stadt Frankfurt am Main
  • Tod des Rechtsanwalts und Notars, Justizrat Dr. Hugo Lebrecht (1866-1943 Auschwitz), seit 1906 Rechtsanwalt, 1912 Ernennung zum Justizrat, 1933 Entlassung als Notar, 1936 Löschung aus der Anwaltsliste. Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz und dort Ermordung.
  • Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Georg Sprengel, Studienrat a. D. am Lessinggymnasium, überreicht ihm Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Plakette der Stadt Frankfurt am Main für kulturelle Verdienste.
  • Tod des Gauamtsleiters der NSDAP, Dr. Georg Kränzlein (1881-1943), seit 1935 Ratsherr, Leiter des Gauamtes für Technik, Wehrkreisbeauftragter, Ehrendoktor der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Direktor der IG-Farbenindustrie und SS-Sturmbannführer.
  • 46. Insektentauschbörse des Entomologischen Vereins „Apollo“ im Volksbildungsheim.
  • Deportation von drei Personen aus Frankfurt am Main ins Ghetto Theresienstadt.
  • Tod des Altphilologen, Lehrers und Fachschriftstellers Prof. Felix Bölte (1863-1943), seit 1887 Lehrer in Frankfurt am Main, von 1914 bis 1920 Leiter des Goethegymnasiums, seit 1921 Honorarprofessor für Klassische Philologie an der Universität Frankfurt. 1924 Ausscheiden aus dem Schuldienst und freier Autor.
  • Massenversammlung der NSDAP mit ihren Gliederungen auf dem Horst-Wessel-Platz [heute: Rathenauplatz]. Gauleiter Jakob Sprenger spricht zur Frankfurter Bevölkerung und fordert zum Durchhalten auf.
  • Am Totensonntag gedenkt die Frankfurter Studentenschaft am Gefallenenehrenmal auf dem Hauptfriedhof des Tages von Langemarck(eingedenk der verlustreichen Schlacht am 10.11.1914 in der Nähe des belgischen Ortes Langemarck nördlich von Ypern zwischen Deutschen und Franzosen), dem Vertreter der NSDAP, der Wehrmacht und des Staates beiwohnen. Im Mittelpunkt der Gedenkstunde steht die Rede des Gauleiters Jakob Sprenger, in der dieser den besonderen Beitrag der Jugend für die Geschicke des ‚deutschen Volkes’ hervorhebt.
  • Arbeitstagung der Studentenführer des Gaus Hessen-Nassau im Adolf-Hitler-Haus, Sitz der Gauleitung der NSDAP Hessen-Nassau, Gutleutstraße. Die Amtsleiter stellen die Aufgaben für die studentische Arbeit im Wintersemester 1943/44 und erläutern die Organisation der Einheiten für den Katastropheneinsatz nach alliierten Fliegerangriffen.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff auf die Mainstadt (Spreng- und Brandbomben): Hohe Schäden entstehen vor allem in der Altstadt. Der Dachstuhl des Goethehauses brennt aus.
  • Zehnjähriges Jubiläum der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
  • Ministerialdirektor Hans Fritzsche (1900-1953), seit 1938 Leiter der Abteilung „Deutsche Presse“, seit 1942 Leiter der Rundfunkabteilung im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, spricht im Saalbau in einer Veranstaltung des Volksbildungswerks der Deutschen Arbeitsfront (DAF) über aktuelle Probleme der Deutschen.
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs verfügt die Auflösung der Bezirksstelle 16 des städtischen Ernährungsamtes (früher Dahlmannschule, Rhönstr.) Die Versorgungsberechtigten der Bezirksstelle 16 werden den Bezirksstellen 14/15 und 17 zugewiesen. Die Auflösung der Bezirksstelle 16 findet am 30.11. d. J. (Umzugstag) statt.
  • „Spanische Woche“, veranstaltet von der Stadt Frankfurt am Main, der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Frankfurt am Main unter der künstlerischen Gesamtleitung des Generalintendanten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1933-1944), Hans Meissner (1896-1958). Die offizielle Eröffnung findet in Anwesenheit von Oberbürgermeister Friedrich Krebs am 28.11. im Kaisersaal des Römers statt.
  • Da dringende und wichtige Behandlungsgegenstände für eine Sitzung mit den Gemeinderäten nicht vorliegen, fällt die ursprünglich für heute vorgesehene Ratsherrensitzung aus.
  • Reichsweite Viehzählung: Pferde, Maultiere, Maulesel und Esel, Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine, Federvieh, Bienenstöcke und Kaninchen.
  • Tod des Chemikers, Fabrikanten und Kommunalpolitikers Carl Schleussner (1868-1943), seit 1892 technischer Leiter der von seinem Vater Carl Schleussner (1830-1899) gegründeten Firma „Dr. Carl Schleussner Trockenplattenfabrik“, die 1897 in eine AG umgewandelt wurde. 1926 Übergabe der Leitung des Unternehmens an seinen Sohn Carl Schleussner (1895-1959), blieb aber Aufsichtsratsvorsitzender. Von 1919 bis 1924 Stadtverordneter (Deutsche Volkspartei).
  • Oberbürgermeister Friedrich Krebs besucht in den Frankfurter Krankenanstalten die Verletzten des Bombenangriffs vom 25./26.11 d. J.
  • Nächtlicher alliierter Luftangriff auf die Mainstadt (Spreng- und Brandbomben): Im Altstadtgebiet entstehen erneut schwere Schäden, außerdem sind das Osthafengebiet und der Stadtteil Sachsenhausen betroffen.
  • Sitzung der Gemeinderäte: Erweiterung des Hauptfriedhofes, Errichtung von Dauerkleingärten.
  • Tod der Kommunalpolitikerin Else Alken (1877-1943 Ghetto Theresienstadt), von 1924 bis 1933 ehrenamtliche Stadträtin, Engagement in der Sozialpolitik, Vorsitzende des Frankfurter Frauenverbandes. Am 01.09.1942 Deportation ins Ghetto Theresienstadt.
  • Trauerfeier der NSDAP, Kreisleitung Groß-Frankfurt, im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen für die durch die alliierten Luftangriffe umgekommenen Frankfurter Bürger und Bürgerinnen.