Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Stadtchronik, Zeittafel (3)

Zeittafel: 16. und 17. Jahrhundert

1509 In der Frankfurter Reformation wird das Frankfurter Recht auf der Basis des Römischen Rechts erstmals systematisch kodifiziert.
1519/20 Berufung des Lutheranhängers Wilhelm Nesen zum ersten Lehrer an der neugegründeten städtischen Lateinschule.
1522/24 Erste reformatorische Predigten in Frankfurt.
1525 Auf dem Höhepunkt des Bauernkrieges entladen sich aufgestaute religiöse, soziale und politische Spannungen in einem Aufstand der Zünfte. Die Aufständischen fassen ihre Beschwerden in den 46 Frankfurter Artikeln zusammen.
seit 1530 Frankfurt entwickelt sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Zentrum des Buchdrucks und Buchhandels in Europa.
1531 Der Allgemeine Almosenkasten wird als weltliche Fürsorgeinstitution eingerichtet.
1533 Offizielle Einführung der Reformation.
1536 Frankfurt tritt dem Schmalkaldischen Bund bei.
1546/47 Der Schmalkaldische Krieg endet mit dem Sieg Kaiser Karls V. bei Mühlberg.
1548 Durch das vom Augsburger Reichstag beschlossene Interim wird Frankfurt faktisch zu einer gemischtkonfessionellen Stadt.
1552 Erfolglose Belagerung Frankfurts durch sächsische und hessische Truppen.
1555 Der Augsburger Religionsfriede regelt die Bikonfessionalität im Reich und damit auch in Frankfurt. In der Stadt lassen sich zunehmend protestantische Glaubensflüchtlinge aus den Spanischen Niederlanden und aus England nieder.
1562 Seit der Wahl und Krönung Kaiser Maximilians II. gilt Frankfurt nicht mehr nur als Wahl-, sondern auch als Krönungsort.
1585 Mit der Festlegung von Wechsel- und Geldkursen durch Messebesucher entwickelt sich ein regelrechter Börsenverkehr.
1612-1614 Ein Verfassungsstreit zwischen Rat und Bürgerschaft mündet in Unruhen, in deren Verlauf auch die Judengasse geplündert wird. Durch Eingreifen des Kaisers wird der Aufstand niedergeschlagen. Der Führer der Aufständischen Vincenz Fettmilch und einige seiner Genossen werden 1616 auf dem Roßmarkt enthauptet.
1631-1635 Während des Dreißigjährigen Kriegs ziehen die Schweden durch Frankfurt. In Sachsenhausen wird eine schwedische Garnison stationiert. In der Stadt bricht die Pest aus.
1685 Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes strömen hugenottische Glaubensflüchtlinge nach Frankfurt.

 

© Helmut Nordmeyer

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