Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Stadtchronik, Zeittafel (5)

Zeittafel: 20. Jahrhundert

1905 Frankfurt hat rund 400.000 Einwohner.
1914 Gründung der Frankfurter Universität als einer bürgerlichen Stiftungsuniversität.
1914-1918 Während des Ersten Weltkriegs steigt die Arbeitslosigkeit stark an. Versorgungsengpässe führen zu Hungersnöten.
1918 Die Novemberrevolution führt zur Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats.
1925-1930 Der auf Betreiben von Oberbürgermeister Ludwig Landmann nach Frankfurt berufene Ernst May errichtet als Stadtbaurat zahlreiche neue Siedlungen und schafft so das Neue Frankfurt.
1926 Am Rebstock wird der Frankfurter Flughafen, der bereits vor dem Krieg als Landeplatz für Luftschiffe bestanden hatte, neu eingeweiht. Gründung des Vereins zum Bau einer Autobahn Hamburg-Frankfurt-Basel (HAFRABA).
1928 Durch Eingemeindung von Höchst, Nied, Griesheim, Sossenheim, Schwanheim und Fechenheim wird Frankfurt zur flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands. Die Stadt hat 548.000 Einwohner.
1933 Nach der Kommunalwahl im März erobern die Nationalsozialisten das Rathaus. Oberbürgermeister Landmann wird aus seinem Amt vertrieben und flüchtet über Berlin in die Niederlande, wo er 1945 stirbt.
1938 Zerstörung von Synagogen und jüdischen Einrichtungen in der Pogromnacht am 9./10. November.
1941-1944 Von Oktober 1941 an werden insgesamt 9415 Juden aus Frankfurt deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Über 700 entziehen sich der Deportation durch Selbstmord.
1943/44 Innenstadt und Altstadt Frankfurts werden durch Luftangriffe fast vollständig zerstört.
1945 Am 26./29. März besetzen amerikanische Truppen die Stadt.
1946 Mit dem Beginn der Trümmerbeseitigung durch eine großangelegte Bürgeraktion setzt in der Stadt der Wiederaufbau ein.
1947 Frankfurt wird zum Sitz des vereinigten Wirtschaftsgebiets der amerikanischen, britischen und französischen Zone. Über die hier geschaffene Bank deutscher Länder wird ein Jahr später die Währungsreform organisiert und durchgeführt.
1948 Am 18. Mai finden in der wiederaufgebauten Paulskirche die Feiern zum 100. Jahrestag der Deutschen Nationalversammlung statt.
1949 Frankfurt und Bonn stehen als mögliche Hauptstadt der neuen Bundesrepublik Deutschland zur Diskussion. Die Wahl fällt auf Bonn. Frankfurt und das Rhein-Maingebiet entwickeln sich schnell zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum. Frankfurt wird in der Folgezeit zu einem der führenden Finanzplätze Europas. Im Mai wird auf dem Frankfurter Flughafen der zivile Luftverkehr wieder aufgenommen. Bereits 1950 werden rund 200.000 Passagiere abgefertigt.
1955 Frankfurt hat erstmals mehr als 600.000 Einwohner.
1958 Der Frankfurter Flughafen wird zum ersten Düsenverkehrsflughafen Deutschlands. 1959 startet das erste Düsenflugzeug nach New York. Die Zahl der Passagiere steigt von 9,5 Millionen im Jahre 1970 auf 32,5 Millionen im Jahre 1993.
1968 Eröffnung der ersten U-Bahnlinie.
1972 Gründung des Frankfurter Verkehrsverbundes (FFV).
1975 Der Umlandverband Frankfurt übernimmt die Regionalplanung im Untermaingebiet.
1984 Mit der Eröffnung des Filmmuseums und des Deutschen Architekturmuseums beginnt der Ausbau des Museumsufers.
1995 Im Eurotower, dem ehemaligen BfG-Hochhaus, nimmt das Europäische Währungsinstitut, Vorläufer der heutigen Europäischen Zentralbank, seine Arbeit auf.
1997 Seit Anfang der 80er Jahre wird das Bild der Innenstadt zunehmend von Hochhäusern bestimmt. Der Messeturm (256 m) und der 1997 fertiggestellte Commerzbanktower (258 m) zählen zu den höchsten Bürohochhäusern Europas.
1999 Mit der ersten Stufe der Einführung des Euros rückt die Tätigkeit der Europäischen Zentralbank verstärkt ins Blickfeld.

 

© Helmut Nordmeyer

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