Institut für Stadtgeschichte 
Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Gedenktafeln und Gedenkstätten

Gedenktafel: Gestapozentrale Lindenstraße

Gestapozentrale Lindenstraße

Text der Tafel

1896/97 - Erbauung dieses Hauses unter der architektonischen Leitung von Alexander Freiherr von Lersner als Damenstift der Cronstetten- und Hynspergischen Evangelischen Stiftung zu Frankfurt am Main. Es diente den Stiftsdamen der alten Frankfurter Familien als Wohnsitz und Stiftsgebäude.

1940 - Veräußerung des Hauses unter Zwangsandrohung an die Gestapo, die es als Gestapo-Zentrale des Regierungsbezirks Wiesbaden verwendete. Viel Unrecht und Leid wurde damals verfolgten Menschen hier zugefügt.

1945 - Nach Kriegsende war hier der Sitz des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main.

1950 - Rückgabe an die Stiftung als dem rechtmäßigen Eigentümer im Rahmen der Wiedergutmachung. Vermietung des Hauses. Die Mieterträge kommen der Unterstützung alter und hilfsbedürftiger Menschen in Frankfurt zugute.

Ort
Lindenstraße 27 *

Enthüllungsdatum
01.01.1987

Ausführung
Sandsteinsockel mit Messingtafel

* 1996 fand hier das Symposium „Frankfurt am Main Lindenstraße. Gestapozentrale und Widerstand“ statt, das unter demselben Titel vom Institut für Stadtgeschichte dokumentiert wurde.

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