Text der Tafel
Zitate von Schülerinnen und Schülern der Brüder-Grimm-Schule, 2002/2003 vor Hintergrundfoto von Neuankömmlingen beim Appell im KZ Buchenwald im November 1938 aus dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC:
„Über die Deportationen sollte nicht geschwiegen werden, denn nur so können wir verhindern, dass Menschen solch ein Leid durchmachen müssen.“
Jasmin und Lidja
„Wir wollen hinsehen und nicht wegsehen lernen. Das haben wir uns vorgenommen.“
Adrijana, Marianne und Sabrina
„Wer hat den Mut, wer überwindet die Trägheit, wer hilft heute, wenn Menschen ein Unrecht geschieht?“
Adrijana, Marianne und Sabrina
„Ich glaube, Geschichte wiederholt sich immer, und ich will wissen, wie ich reagieren muss, um Diskriminierungen, Intoleranz und Rassismus
klar entgegentreten zu können.“
Ana
„Von 1125 Menschen des Transports am 19. Oktober 1941 (die Zahlen variieren: einige Quellen sprechen von 1113 und sogar von 1180 Personen) von Frankfurt in das
Ghetto Litzmannstadt/Lodz haben nur 3 Menschen überlebt.“
Benjamin und David
Text in der Bildmitte vor dunklem Hintergrund (inverse Darstellung eines Schreibens aus den Akten zur Entlassung des Lehrers Julius Flörsheim aus dem Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main):
An dieser Schule lehrte Julius Flörsheim von 1914 bis 1935
Er war gerne Lehrer.
Sein Schulleiter Fafflok und sein Kollege Ruppel taten für ihn ein und wendeten sich gegen die herrschenden Rassegesetze der Nationalsozialisten.
Ruppel half, dass Flörsheims Sohn Werner Bernhard nach England emigrieren konnte.
Julius Flörsheim, seine Frau Jenny und sein Sohn Kurt wurden am 19.10.1941 von Frankfurt am Main in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert.
Dort verliert sich ihre Spur
Ort
Brüder-Grimm Schule, Luxemburgerallee 1-3
Enthüllungsdatum
10. März 2005
Ausführung
mehrschichtige Glastafel mit Text/Foto-Montage, 120 x 76 cm , Gestaltung: Bernd
Fischer
