„… ein wertvoller Schatz des Gemeinwesens
und eine Zierde der Vaterstadt.“
Inschrift am Archivturm Frauenrode, 1706
Die Stadt Frankfurt am Main kann sich rühmen, mit dem Institut für Stadtgeschichte eines der ältesten und bedeutendsten Kommunalarchive in Deutschland zu unterhalten. Seine Bestände reichen vom 9. Jahrhundert bis in die Gegenwart, darunter befinden sich – trotz der hohen Kriegsverluste – allein mehr als 30.000 Urkunden aus der Zeit vor 1800 und mehr als zwei Millionen Bilddokumente.
Das Institut ist als städtisches Amt eine der ältesten Kultureinrichtungen der Stadt. Seit dem Bezug des ersten Archivzweckbaus1436, des Turms Frauenrode, ist das „Gedächtnis Frankfurts“ als Hüterin der städtischen Überlieferung historisch belegt. In den vergangenen Jahrhunderten entwickelte es sich von einem Anhängsel der Verwaltung zu einer institutionell fest verankerten Einrichtung der Geschichtskultur – mit Relevanz nicht nur für die Stadt, sondern für Deutschland insgesamt.
Wie sich diese Veränderung im Kontext der Stadtgeschichte vollzog, zeigt die Jubiläumsausstellung im Karmeliterkloster.
Das Zustandekommen der Ausstellung verdankt sich der großzügigen Förderung der Ernst Max von Grunelius-Stiftung.
