Historische Bildung

Internetportal www.frankfurt1933-1945.de

Das Internetportal www.frankfurt1933-1945.de ist seit September 2003 online. Auf der Website wird das sich ständig erweiternde Wissen über die Geschichte der Stadt Frankfurt am Main im Nationalsozialismus gespeichert. Über das Portal sind mehr als 600 Artikel mit etwa 1.050 Bildern sowie ergänzende Audio- und Videodokumente zu fast allen Themenbereichen abrufbar. Es bietet eine offene und dynamische Recherchemöglichkeit, die permanent durch neue Beiträge und Literaturhinweise auf den aktuellen Forschungsstand gebracht wird. Inzwischen haben rund 700.000 Besucher das Wissenskompendium zur Frankfurter NS-Zeit genutzt.

Die Initialzündung zum Einsatz des Internets für die moderne Geschichtsvermittlung gab der 35 Institutionen umfassende Arbeitskreis „Topografie der NS-Zeit in Frankfurt am Main“, der sich 1999 auf Einladung des Kulturdezernats gebildet hatte. Heute wird das Portal von einem Verbund aus Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum und Fritz Bauer Institut getragen – die Federführung liegt seit 2005 beim Institut für Stadtgeschichte. Für User der Website besteht die Möglichkeit, Fragen oder Anregungen über das Portal per Mail direkt an die Redaktion zu richten.

Das Internetportal zur NS-Zeit überzeugt durch die Tiefe und die Verlinkung seiner Informationsangebote. Auf der Startseite können die Nutzer in der Navigationsleiste unter drei Zugängen zu den Themen sowie einem Index und weiterführenden Literaturangaben wählen. Mit einem Mausklick auf das Feld „Beiträge“ werden die Artikel aufgerufen. Über den Begriff „Topografie“ gelangen die Besucher auf Frankfurter Stadtpläne von 1943, 1946 und 2015. Auf der aktuellen Karte und dem Plan aus dem Jahr 1943 können Markierungspunkte angeklickt werden, woraufhin die genaue Adresse, eine kurze Beschreibung und – falls vorhanden – eine Abbildung der Örtlichkeit erscheinen. Die Karte von 1946 überliefert den unterschiedlichen Schweregrad der Kriegszerstörungen im Stadtgebiet. Anhand der „Chronologie“ sind ausgewählte Ereignisse über eine Zeitleiste zu erschließen. Der „Index“ ist nach Sachbegriffen und nach Personen angelegt. In der „Bibliografie“ findet der Nutzer ein stets aktuelles Literaturverzeichnis. Am linken Bildrand der Startseite sind auf den drei Zugangsebenen „Beiträge“, „Topografie“ und „Chronologie“ jeweils neun gleichbleibende Themenbereiche aufrufbar: „Vor 1933“, „NS-System und Alltag“, „Terror und Verfolgung“, „Jüdisches Leben und Judenverfolgung“, „Widerstand“, „Wirtschaft und Arbeit“, „Krieg und Zerstörung“, „Nach 1945“ und „Gedenken“.

Seit November 2015 ist die für Smartphones entwickelte Seite www.gedenkorte-frankfurt-main.de in einer Desktopversion als zehnte Rubrik in die Website integriert.