Veranstaltungskalender

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Ausstellung

Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung

© Gedenkstätte „Pforte der Erinnerung“ in Minsk

Ort: Karmeliterkloster, Kreuzgang
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte / Fritz Bauer Institut / Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums / Internationales Bildungs- und Begegnungswerk
Eintritt: frei

Malyj Trostenez, heute ein Vorort von Minsk, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Um die Spuren zu verwischen, ließen die Mörder Ende 1943 die Leichen der Opfer ausgraben und verbrennen. Nach Schätzungen wurden in Trostenez bis zu 60.000 Menschen – vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, Zivilisten, Partisanen, Widerstandskämpfer und sowjetische Kriegsgefangene ermordet.

Die Ausstellung – ein deutsch-belarussisches Pilotprojekt – würdigt die Opfer und zeigt zugleich, auf welche Weise und an welchen Orten der Ermordeten gedacht wird. Sie beschäftigt sich aber auch mit der Topographie des Mordens und der Täter. Im internationalen Beirat zur Ausstellung sind u. a. das Deutsch-Russische Museum Berlin Karlshorst, die Topographie des Terrors in Berlin, das Jüdische Museum in Prag, die Gedenkstätte Theresienstadt, das Belarussische Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Kriegs und der Verband der jüdischen Organisationen und Gemeinden in Belarus vertreten.

Träger der Ausstellung sind das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund), die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Eine Förderung der Schau erfolgte durch das Auswärtige Amt und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützt die Ausstellungspräsentation. Die Gestaltung der Ausstellung übernahm die Berliner Agentur LINKSBÜNDIG.

Die zweisprachige Wanderausstellung (dt. / russ.) wurde erstmals am 8. November 2016 in Hamburg eröffnet und wird vom 26. Januar bis 17. März 2019 im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt gezeigt. Erweitert um eine lokale Darstellung, erzählt sie die Geschichten von Frankfurter Opfern sowie eines Täters, der in Malyj Trostenez mordete. Das Begleitprogramm ist eine Kooperation des Instituts für Stadtgeschichte, des Fritz Bauer Instituts sowie des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums.